Außer Atem: Das Berlinale Blog

Stichwort: Blockbuster - 7 Artikel

Fraktionen des Bösen im Nazihauptquartier: Volker Schlöndorffs 'La mer à l'aube' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 "La mer a l'aube", eine Fernsehproduktion von Volker Schlöndorff, die, was Ausstattung und filmische Mittel angeht, auch so aussieht, erzählt von der Hinrichtung 150 französischer Kriegsgefangener, die im Zweiten Weltkrieg auf Anordnung Hitlers als "Vergeltungsmaßnahme" für den Anschlag auf einen deutschen Offizier im Oktober 1941 von den deutschen Besatzern in Zusammenarbeit mit französischen Hilfstruppen geplant und durchgeführt wurde. Von Lukas Foerster

Spricht chorisch Vitruvisches: Jaume Collet-Serras 'Unknown'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2011 Was kann man Höheres und Schöneres erreichen im Blockbuster-Kino als eine Szene, in der es der Plot des Films möglich macht, dass Liam Neeson und Aidan Quinn chorisch einen Satz mit irgendwas über Vitruv sprechen, aus heiterem Himmel, und selbst nicht begreifen, warum sie tun, was sie da tun? Oder Bruno Ganz als stolzen Ex-Stasimann und nunmehr in Friedrichshain residierenden Privatdetektiv in den Armen eines von Frank Langella gespielten Oberbosses der Killer nach genossenem Trank aus dem Schierlingsbecher in aller Ganovenehre dahinscheiden zu lassen? Oder be Von Ekkehard Knörer

Der Wettbewerb: eine tiefinnere Liebe zum Kompromiss

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 Ein Filmfestival von der Größe der Berlinale ist immer vieles auf einmal. Ein Wirtschaftsunternehmen zuerst, das auf die Gunst von staatlichen Geldgebern und privaten Sponsoren angewiesen und von beiden darum zu einem gewissen Grad abhängig ist. Den Gönnern hat es etwas zu bieten, ein Renommee, das sich Stars auf roten Teppichen sehr viel eher als großer Filmkunst verdankt. Ein A-Festival wie die Berlinale ist zugleich ein Ereignis, auf das die machtvollen Interessen der nationalen Filmproduktion starken Druck ausüben. Man will eine Leistungsschau des im eigenen Land produzierten Kinos, also möglichst viele "eigene" Filme im Wettbewerb. Die Granden der Industrie, die in Deutschland gar keine, sondern ein stark fernsehgestützter Subventionsbetrieb ist, sitzen dem Festivalleiter unweigerlich im Genick. Dazu kommt ein längst globalisierter Verkaufsbetrieb mit den Filmverkäufern als einflussreichen Figuren, die jedes Festival in die Knie zwingen könnten, das sich den in Euro und Cent artikulierten Absichten allzu deutlich verweigert. Damit ist nicht der separat stattfindende Markt angesprochen, sondern insbesondere der Wettbewerb als Börse, die Aufmerksamkeitswerte handelt. Von Ekkehard Knörer