Ende eines Zusammenlebens

Lucio Castros Debütfilm "End of the Century" und Matthias Lintners Doku "Träume von Räumen".
Im Kino

Die besten Herbstbücher

Salman Rushdies "Quichotte", Jürgen Habermas, Rostock-Lütten Klein, ein New Green Deal: die Bücher der Saison.

Der Vertraute der Schönheit

Rachel Cusk über die Frau als Künstlerin, Christopher Clark über Knausgard und Hitler. Und Philip Roth. Die Magazinrundschau

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Wie eine Ballade von Chet Baker

15.11.2019. Der Dlf bewundert den fröhlichen Nihilismus von Jon Kalman Stefansson in "Astas Geschichte". Außerdem staunt er, wie vorsichtig Annie Ernaux sich ihrer Mutter nähert. Die FAZ hegt leise Zweifel an Humboldts Weltoffenheit und an den Restitutionspraktiken der Museen mit Mark Terkessidis' Studie über koloniale Vergangenheit und Rassismus. Mit Philipp Lenhard und Friedrich Pollock schreitet sie durch die intellektuelle Welt zwischen Kaiserreich und BRD. Und die SZ kratzt mit Karl-Heinz Ott an Hölderlin. Mehr...

MEDIENTICKER

Mist vor der Haustür

15.11.2019. Subventionen: Millionen für Zeitungen geplant - Bauern schüchtern Journalisten ein - Bundesweiter Vorlesetag - Pressefreiheit: Regulierung der Meinungsfreiheit (?) & Die Snowflakes und ihre Verbündeten -  Verurteilte Autoren: "Tag des inhaftierten Schriftstellers" -  Katalanischer Dichter: Joan Margarit erhält Cervantes-Preis + Nachleben: Auch Pop-Literaten wollen in den Kanon eingehen. Mehr...

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

In die Herzkammer der Liebe

15.11.2019. Die Revolution geht weiter, der Arabische Frühling ist noch lange nicht vorbei, ruft der libanesische Theatermacher Rabih Mroué im Interview mit der SZ. Und die Komponistin Chaya Czernowin erzählt, welche Rolle die Liebe in ihrer neuen Oper "Heart Chamber" spielt. Die taz berichtet über eine Debatte zu Künstlicher Intelligenz in der Musik. Epd Film untersucht die Zensurschleuse für chinesische Filme. Zeit online meditiert über den Antisemitismus von Patricia Highsmith. Die FAZ besucht Ausstellungen von Lucia Moholy und László Moholy-Nagy. Die NZZ lernt in Dhaka, wie man eine schwimmende Schule baut. Und Handke. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Weltdominanz ist noch keinem geglückt

15.11.2019. In der SZ erinnert Karl-Markus Gauß daran, dass das heute so ethnisch-homogene Osteuropa einst ein Inbild der Vielfalt war.  In der FR, der Welt und im Bundestag wird über China gestritten: Ist seine Expansion so harmlos, wie Politikwissenschaftler Parag Khanna in der FR versichert? Die FAZ porträtiert den französischen Philosophen Gaspard Koenig, der Künstliche Intelligenz mit Leibeigenschaft vergleicht. In der New York Times erklärt ein Student, warum er als Rassist angesehen wird, obwohl er ein Linker ist: Er ist Jude und verteidigt Israel. Mehr...

BÜCHER DER SAISON

Die besten Bücher im Herbst 2019

13.11.2019. Norwegische Eisschlösser, Farbrausch in Bukarest, eine Amour fou in Nigeria und ein Uno-Roman. Jürgen Habermas, exquisite Herrlichkeiten aus Italien, 30 Jahre Mauerfall, ein Green New Deal und 18 mal umziehen mit Lucia Berlin. Außerdem neue Kinderbücher, Lyrik und aktuelle Krimis. Kurz: Unsere Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison. Mehr...

IM KINO

Ende eines Zusammenlebens

13.11.2019. Lucio Castros Debütfilm "End of the Century" erzählt in einer doppelten Schleife mit zwanzig Jahren Abstand von der Unmöglichkeit einer Liebe. Matthias Lintners "Träume von Räumen" ist ein melancholischer, aber nicht larmoyanter Dokumentarfilm über das Ende eines Wohnprojekts. Von Michael Kienzl, Fabian Tietke. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Der Vertraute der Schönheit

12.11.2019. Der New Yorker betrachtet die Zwillingsexplosionen des Populismus rechts und links des Atlantik. In La Regle du Jeux erinnert sich Adam Gopnik an Philip Roth. In der London Review möchte Christopher Clark weder seine eigenen spirituellen Affinitäten zu Hitler erkunden noch die von Karl Ove Knausgard. In Magyar Narancs gibt László Krasznahorkai Einblick in seinen Schreibprozess. Der Film-Dienst starrt auf 24 Filme die Woche. Und in der New York Times fragt Rachel Cusk, wer die Frau als Künstlerin ist. Mehr...

ESSAY

Handkes Serbien

07.11.2019. Peter Handke war schon vor dem Nobelpreis ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Aber ein Tag im Leben Handkes war doch besonders: Am 8. April 2013 erhielt er in Belgrad gleich drei Auszeichnungen. Die Preise, seine Laudatoren und die Autoren und Politiker, die ihn auszeichneten, erlauben einen unheimlichen Blick auf Handkes Serbien. Von Vahidin Preljevic. Mehr...

ESSAY

Die Spur des Irrläufers

25.10.2019. Man soll Peter Handke bitte genau lesen, sagen Eugen Ruge und Thomas Melle. Gut, dann sei er hier nochmal gelesen und in den Kontext gestellt. Vielleicht schauen die Handke-Verfechter dann auch mal aus ihrer Lektüre auf und nehmen die Fakten zur Kenntnis. Handke idolisierte die gleichen rechtsextremen Kriegsverbrecher wie später Andres Breivik und Brenton Tarrant. In einer extremistischen Postille relativierte Handke noch im Jahr 2011 den Genozid von Srebrenica. Von Alida Bremer. Mehr...

FOTOLOT

Theater der Grausamkeit

01.11.2019. Die Serien, an denen Roger Ballen aktuell arbeitet, beschäftigen sich unter anderem mit Mäusen und Bildern von Rohrschach-Tests. Aber egal, ob es bunter wird oder wieder schwarzweiß, ob gegenständlich oder abstrakt, oder ob er, wie in der aktuellen Pariser Ausstellung, Räume inszeniert:  Letztlich befindet man sich immer auf irgendeine Weise im "House of the Ballenesque". Von Peter Truschner. Mehr...

ESSAY

Monströse Unterstellungen

31.10.2019. "Spuren eines Irrläufers" betitelt Alida Bremer ihren Text über Peter Handke. Aber wer läuft da in die Irre mit ihren rhetorischen Verrenkungen, mit denen man jeden zur Bestie, zum Neurechten oder zu einem "Relativierer" macht? Es geht inzwischen längst nicht mehr um diesen oder jenen Satz. Es geht um die Diffamierung eines literarischen Werks. Eine Replik. Von Lothar Struck. Mehr...

ESSAY

Es war nicht Glück!

31.10.2019. Äußerungen von Sigmar Gabriel und anderen Politikern zeigen, dass die Politik die wahre Katastrophe von Halle nicht verstanden hat: Dieses Massaker wäre gelungen, wenn sich die Juden von Halle nicht selbst geschützt hätten. Und auch nach "Halle" zeigt sich in Deutschland bestürzend wenig Erschrecken. Mit schuld daran ist die deutsche Außenpolitik. Von Matthias Küntzel. Mehr...

MELDUNGEN

Peter Handke erklärt sein Bedauern

27.10.2019. Peter Handke  reagiert auf die Veröffentlichung des Perlentauchers, distanziert sich von dem Interview in den Ketzerbriefen, entschuldigt sich und spricht im Zusammenhang mit dem Massaker von Srebrenica erstmals von Genozid. Mehr...

IN EIGENER SACHE

Der Perlentaucher braucht Ihre Unterstützung

08.11.2018. Wir Perlentaucher sind überzeugt, dass das Netz ein Feuilleton braucht. Wir halten an einer Idee von Kunst fest, die ihren Anspruch nicht aufgibt, und wir wollen eine offene, auch polemische Debatte. Ort dieser Offenheit ist für uns das Internet. Aber es wird immer schwieriger, sich von Werbung zu finanzieren. Mehr...