Wir Attraktionen

Juliane Liebert dichtet Liebe und Tod ihr eigenes Ständchen. Tagtigall von Marie Luise Knott

Harsches Licht

Über die südafrikanische Fotografin Jo Ractliffe und ihre "Photographs 1980s - now". Von Peter Truschner

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Pragmatismus und Entrückung

20.04.2021. Die FAZ liest bewegt Dulce Maria Cardosos Roman "Die Rückkehrer", der vom traurigen Ende einer Kolonialmacht erzählt. Leseglück in Serie beschert Sarah Raich der FR mit ihren Kurzgeschichten "Dieses makellose Blau". Die SZ lässt sich von Mary Gaitskill gern sexuelle Machtdynamiken analysieren. Der DlfKultur goutiert die "schmatzende Sprachlust", mit der Rosmarie Waldrop in ihrem Roman "Pippins Tochters Taschentuch" von Liebe und Verrat erzählt. Der Dlf empfiehlt Colin Crouchs Analysen "Postdemokratie revisited" zum Stand der Demokratie und eigenen Arbeit. Mehr...

EICHENDORFF21

Gute und andere Bestenlisten

31.03.2021. Wir haben heute neben eigenhändig kuratierten Listen auch die besten Romane laut SWR-Jury und die besten Sachbücher des Monats laut Zeit-Jury und laut Welt-Jury für Sie zusammengestellt. Stöbern Sie bequem von zuhause aus in unserem Buchladen Eichendorff21 und reisen mit Ulrich Peltzer durch das Berlin der Achtziger, blicken Sie mit Benedicte Savoy auf Afrikas Kampf um seine Kunst und mit Jia Tolentino auf die Strategien der Selbstinszenierung.
Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Speziell Metzger, Pilzsammler und Gärtner

20.04.2021. Walrus erklärt, warum Immigration in Kanada weitgehendst akzeptiert ist. In der London Review erklärt John Lanchester die Magie der internationalen Finanzwirtschaft am Beispiel der Entstehung eines Öltankers. Der New Yorker überlegt, wieviel Geld Nordkoreas Hacker ihrem Staat einbringen. Respekt fragt sich, wie groß der Einfluss Russlands in Tschechien wirklich ist. Buzzfeed erzählt, wie die indische Regierung die sozialen Medien zur Überwachung, Zensur und Gängelung der eigenen Bevölkerung nutzt. Himal erklärt, wie in Indien die Meritokratie vom Kastenwesen profitiert. Mehr...

MEDIENTICKER

Die Angeschmierten

20.04.2021. Pressefreiheit: Angriffe auf deutsche Journalisten verfünffacht - Anschlag auf Dresdner Buchhandlung - Freischaffenden droht der Rauswurf aus der Künstlersozialkasse - Sechs Millionen in Deutschland können schlecht lesen+schreiben & werden von der Digitalisierung benachteiligt - Gert-Jonke-Preis für die Lyrikerin Ann Cotten - Comic-Zeichner Gerhard Seyfried im Hörfunk-Gespräch - Regenbogenpresse schamlos: Bauer Verlag wirft dem ZDF Rechtsbruch vor + NDR macht weitere Einsparungen vom Rundfunkbeitrag abhängig. Mehr...

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Das ist dein Gepäck

20.04.2021. Die NZZ begegnet Fluss-, Erd- und Sumpfgöttern in der von Olafur Eliasson gefluteten Fondation Beyerle. Die SZ lässt sich von 600 Highwaymen ins Telefontheater verschleppen. Standard und Welt können die Empörung über die Impfprivilegierung der ohnehin schon bevorzugten Wiener Philharmoniker gut verstehen. Der Tagesspiegel möchte gar nicht wissen, wie es um das Sommerfestival der Berlinale steht. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Widerspruch als Grundprinzip

20.04.2021. Annalena Baerbock ist nun also die Kanzlerkandidatin der Grünen, wie hätte es auch anders kommen können, ist sich die Presse einig. Nur die Buchverlage waren unvorbereitet: Von und über Habeck gibt es Bibliotheken, von und über Baerbock nichts, notiert der Buchreport. Die SZ annonciert in einer neuen schwarz-grünen Koalition einen heftigen Konflikt zwischen Natur- und Klimaschutz. Wenn Putin Alexei Nawalny sterben lässt, raubt er dem Land die Zukunft, schreibt Timothy Snyder in seinem Substack-Blog. In der Washington Post protestiert Cornel West gegen die Abschaffung der "Classical Studies" an der schwarzen Howard University. Mehr...

INTERVENTION

Sogar des Kommunismus fähig

15.04.2021. In einem Punkt herrscht zwischen den meisten rechts- und linksradikalen Parteien in Europa nahtlose Übereinstimmung: in ihrer unterwürfigen Nähe zu Putins Russland. Diese Affinität hat eine lange Tradition in Deutschland. Erinnerung an den Politiker und Publizisten Ernst Niekisch. Von Richard Herzinger. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Eine Art Pirat

13.04.2021. In Krytyka erklärt der ukrainische Autor Mykola Riabchuk, warum er immer noch in Europa lebt und nicht in Eurasien, wie es die EU gern hättte. Le Monde diplo berichtet von den cinq coléreuses, den fünf wütenden Tagen einer Jugendrevolte im Senegal. Tablet betrachtet die illustren Gäste aus dem Nahen und Fernen Osten, die 1943 ein Außenlager des KZ-Sachsenhausen besichtigten. En attendant Nadeau liest die Briefe des syrischen Oppositionellen Yassin Al Haj Saleh an seine Frau. In epd film skizziert Georg Seeßlen ein neues Kino nach Corona. Mehr...

BÜCHER DER SAISON

Wohin mit den Augen?

12.04.2021. Identitätsfragen in der Belletristik, die Verlockung des Autoritären im politischen Buch, Afrikas Kampf um seine Kunst in den Sachbüchern und Pfeile auf gelbe Birnen in der Lyrik, Fuchs, Hase und Bär fahren Karussell in den Kinderbüchern, Reportagen führen uns an die Ufer des Amur, den Nil und zu deutschen Raststätten: Das sind die Bücher der Saison im Frühjahr 2021. Mehr...

INTERVENTION

Aber irgendwie doch

30.03.2021. Den AutorInnen der "Jerusalem Declaration on Antisemitism" geht es nicht um eine Präzisierung der Antisemitismus-Definition der IHRA, sondern um die Freisprechung vom Antisemitismusverdacht, sofern es um Äußerungen oder Aktionen gegen Israel geht. Sie wollen einen Freibrief für israelbezogenen Antisemitismus. Von Matthias Küntzel. Mehr...

INTERVENTION

Nun ist es an den Europäern

25.03.2021. Die Biden-Regierung steht nicht nur vor der Aufgabe, der amerikanischen Führungsrolle in der Welt neue Geltung zu verschaffen, sondern auch, der Idee der Demokratie insgesamt auf der globalpolitischen Bühne wieder eine mächtige Stimme zu verleihen. Die kommenden Jahren werden entscheidend dafür sein, ob die demokratische Welt die Tendenz zur Dominanz autoritärer Mächte in der Weltpolitik noch einmal umkehren kann. Einige außenpolitische Akzentsetzungen Bidens sind richtig. Von Richard Herzinger. Mehr...

FOTOLOT

Schwere, warme Bettdecke

19.03.2021. Manche stellen sich lieber nicht die Frage, was von den "Kulturnationen" Deutschland und Österreich bleiben würde, würden all die fraglos fließenden öffentlichen Gelder für Theater, Orchester, Museen und Filmförderung eines Tages einfach nicht mehr fließen. Auf dem Markt der Fotobücher herrscht im Frühjahr 2021 jedenfalls eher Flaute. Durchblättern lohnt sich aber trotzdem. Von Peter Truschner. Mehr...

WO WIR NICHT SIND

Schule des Aufruhrs

18.03.2021. Am 18. März 1871 erhob sich die Pariser Kommune - gegen die französische Regierung, den Monarchismus und die Kapitulation. Die 72 Tage des sozialrevolutionären Taumels endeten in einem Blutbad. Zum hundertfünfzigsten Jahrestag erscheinen erstmals auf Deutsch die Erinnerungen der Anarchistin Louise Michel. Kristin Ross begibt sich in ihrem Essay "Luxus für alle" auf gedankliche Spurensuche und Eric Hazan wandelt durch die Geschichte des Roten Paris. Eine neue Kolumne über Literatur aus anderen Zeiten und anderen Orten. Von Thekla Dannenberg. Mehr...

INTERVENTION

Schopenhauers Stachelschweine

11.03.2021. Möglichst große Nähe zwischen den Menschen gilt heute als Synonym für "soziale Wärme" und damit als humaner Idealzustand. Doch das Gebot, sich so nahe wie möglich zu kommen, senkt auch die Hemmung, anderen zu nahe zu treten und sich in ihre Angelegenheiten einzumischen. Vielleicht lehrt uns die Corona-Pandemie wieder das richtige Maß. Von Richard Herzinger. Mehr...

AUSSER ATEM: DAS BERLINALE BLOG

Wir sind alle unglücklich

05.03.2021. Mit dem Goldenen Bären für Radu Judes fiese Lockdown-Farce geht die digitale Geister-Berlinale zu Ende. In ihren besten Momente brachte sie wahren Kinozauber hervor, einfühlsame Dokumentationen und bewegendes Autorenkino. Aber auch: Jugend, Energie, Liebessehnsucht! Ein Überblick über Film von Alexandre Koberidze, Ryusuke Hamaguchi, Maria Speth und Maryam Moghaddam. Von Thekla Dannenberg. Mehr...

ESSAY

Wo der Hammer hängt

04.03.2021. Laut Aleida Assmann, den versammelten deutschen KulturfunktionärInnen und über tausend zustimmenden KünstlerInnen kann man entweder einen richtigen oder einen falschen Antisemitismusbegriff haben. Wer letzteren verwendet, ist "rechts", weil er "Unterdrückungserzählungen monoploisieren" will. Krasser wurde der Holocaust seit Ernst Nolte nicht relativiert. Aber zum Trost hat diese Schule noch ein "Sowohl als auch" parat: BDS zum Beispiel ist sowohl falsch als auch richtig. Ein Paradigmenwechel, und wie er zu Politik wird. Von Thierry Chervel. Mehr...

EICHENDORFF21

In Serie

17.03.2021. Serien nach Büchern gibt es inzwischen eine ganze Menge: Klassiker von Charles Dickens, Jane Austen oder Maurice Leblancs Arsène-Lupin-Reihe. Aber es gibt auch Serien, die erst die Bücher über die Genregrenzen bekannt gemacht haben: "Das Damengambit" von Walter Trevis gehört dazu oder "Die Einkreisung" von Caleb Carr. Wir haben eine kleine Auswahl von Büchern zusammengestellt, die man auch verfilmt sehen kann!  Auf eine glückliche gegenseitige Befruchtung!
Mehr...