Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Vorgeblättert

Kiran Nagarkar: Die Statisten

20.08.2012. In seinem Roman "Die Statisten" erzählt Kiran Nagarkar von den Abenteuern des Taxifahrers Ravan, der im Bombay der 60er Jahre von einem glamourösen Leben beim Film träumt - und von Pieta, der Tochter der verfeindeten Nachbarsfamilie. Lesen Sie hier einen Auszug.

Bild zum ArtikelKiran Nagarkar: Die Statisten
Roman
Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini

A1 Verlag, München 2012
656 Seiten, gebunden, € 28,00

Erscheint am 29. August 2012

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Klappentext: Das Bombay der 60er- und 70er-Jahre ist der Schauplatz von Kiran Nagarkars neuem Roman "Die Statisten", einem satirischen Heldenroman im Rabelais'schen Sinne. Ravan arbeitet als Taxifahrer, Eddie als Rausschmeißer in einer illegalen Kneipe. Aufgewachsen in den Chawls, den vier- bis fünfstöckigen Mietskasernen Bombays, sind beide elektrisiert von der Glitzer- und Glamourwelt Bollywoods und der westlichen Rockmusik. Während Ravan mit seiner Hochzeitsband regelmäßig um die Gage geprellt wird, ist Eddie, der gemeinsam mit seiner hinreißenden angloindischen Freundin Belle die "Bandra Bombshells" gründet, nicht wesentlich erfolgreicher. Ihre Versuche, der Enge ihrer hinduistischen und katholischen Familien zu entfliehen und im Musik- und schließlich im Filmbusiness Fuß zu fassen, sind von Rückschlägen und Scheitern begleitet, doch sind sie unbezähmbar in der Zuversicht, ihre Träume zu verwirklichen.

Zum Autor: Kiran Nagarkar, geboren 1942 in Bombay, schreibt in Marathi und Englisch. Er veröffentlichte Romane, Theaterstücke und Filmdrehbücher. Sein erster Roman "Sieben mal sechs ist dreiundvierzig" gilt als Meilenstein der indischen Literatur nach der Unabhängigkeit. Auch sein Roman "Ravan & Eddie" spielt im postkolonialen urbanen Indien und beschäftigt sich auf sehr amüsante Weise mit Schuld, Sünde und Sex, Verbrechen und Strafe sowie der Entdeckung des eigenen Ichs. Nach Erscheinen seines Romans "Krishnas Schatten" wurde Kiran Nagarkar im Jahr 2000 die höchste Anerkennung der indischen Literaturakademie, der Sahitya Academy Award, verliehen. Sein jüngster Roman "Gottes kleiner Krieger" gehörte zu den meist besprochenen Büchern der Frankfurter Buchmesse 2006. Kiran Nagarkar lebt in Bombay.

Zu den Übersetzern: Giovanni und Ditte Bandini studierten klassische Indologie und Religionswissenschaften. Sie promovierten und arbeiten seit 1987 als freie Schriftsteller und Übersetzer, u.a. von Matt Ruff, Cathleen Schine, Seamus Heaney, Colm Tóibín und Ian Rankin.

Leseprobe

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Archiv: Vorgeblättert

Eugen Ruge: Cabo de Gata

30.05.2013. Ein Mann lässt sein bisheriges Leben hinter sich, landet in einem öden andalusischem Fischerdorf - Cabo de Gata - und schließt Freundschaft mit einer Katze. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Eugen Ruge.
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William T. Vollmann: Europe Central

11.04.2013. Die verschiedenen Geschichten in "Europe Central" erzählen aus sowjetischer und deutscher Sicht vom 20. Jahrhundert, vom zweiten Weltkrieg und dem Leben von Künstlern (wie Schostakowitsch und Kollwitz) und Militärs (wie Wlassow und Paulus, dem Verlierer von Stalingrad). Lesen Sie hier einen Auszug aus dem historischen Roman des amerikanischen Schriftstellers William T. Vollmann. Mehr lesen

Gottfried Wagner: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

08.04.2013. Ein Familienbeitrag zum Wagner-Kult: Gottfried Wagner rechnet mit seinen Urgroßvater ab, nicht mit dem Werk, sondern mit der Person Richard Wagner, den er als Antisemiten, Frauenfeind und Lebensverächter beschreibt, der von Selbstvergötterung und Todessehnsucht getrieben war. Lesen Sie hier ein Kapitel aus Gottfried Wagners Streitschrift "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir".
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Josef Winkler: Mutter und der Bleistift

25.03.2013. Der österrreichische Schriftsteller Josef Winkler ist auf Reisen, und die Literatur, die ihn begleitet, verknüpft sich mit Erinnerungen an seine verstorbene Mutter, die ihren eigenen Erinnerungen wiederum nur mit Schweigen begegnen konnte. "Mutter und der Bleistift" schildert Szenen aus ihrem Leben. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Skype Mama. Erzählungen aus der Ukraine

11.03.2013. In dem ukrainischen Erzählungsband "Skype Mama" schlagen sich Kinder mit List und Tücke durch das Elend eines Kinderlebens, während ihre Eltern im Westen Geld verdienen. Lesen Sie hier die Geschichte "Kinderland" von Tanja Maljartschuk. Mehr lesen

Ulrike Edschmid: Das Verschwinden des Philip S.

04.03.2013. Ulrike Edschmid erzählt die tragische Geschichte um den unaufhaltsamen Verlust ihres Freundes Philip S., der 1967 aus Zürich nach Berlin kommt, um Filme zu machen, sich der terroristischen Gruppe Bewegung 2. Juni anschließt und in den bewaffneten Untergrund geht. 1975 wird er von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Das Verschwinden des Philip S." Mehr lesen

Götz Aly: Die Belasteten

28.02.2013. 200.000 Deutsche wurden zwischen 1939 und 1945 ermordet, weil sie psychisch krank oder zuweilen auch nur alt und dement oder tuberkulosekrank waren. Götz Aly konzentriert sich auf die Opfer, lässt sie in Dokumenten sprechen und zeigt, wie die Nazis operierten, aber auch die Bürger mitmachten, um diese Morde zu ermöglichen. Widerstand kam allenfalls von katholischer Seite. Lesen Sie hier einen Auszug aus Götz Alys "Die Belasteten". Mehr lesen

Hans Christoph Buch: Baron Samstag

25.02.2013. Marseille, Sanary und Haiti sind die Orte der Erinnerungen von Hans Christoph Buch. Eine Zeitreise, die ihn zu sich selbst führt und Raum für Fiktionen öffnet. Lesen Sie hier einen Auszug aus seinem neuen Roman "Baron Samstag oder Das Leben nach dem Tod". Mehr lesen

Shereen El Feki: Sex und die Zitadelle

11.02.2013. Fünf Jahre lang hat Shereen El Feki, Immunologin und Journalistin, Männern und Frauen in der arabischen Welt Fragen rund um das Thema Sex gestellt: Was sie selbst tun, was sie nicht tun, was sie über Sexualität denken und warum. Für El Feki ist die Sexualität ein Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse, die zur Arabellion führten. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sex und die Zitadelle".
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Eva Menasse: Quasikristalle

07.02.2013. In ihrem Roman "Quasikristalle" erzählt Eva Menasse die Biografie der Xane Molin in dreizehn Kapiteln ausschließlich aus der Perspektive anderer: der Schulfreundin, des Vermieters, der Ehefrau ihres Geliebten, einer Jugendfreundin oder der Tochter. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Luca Turin, Tania Sanchez: Das kleine Buch der großen Parfums

28.01.2013. Ein Parfum ist eine Flaschenpost. Auch wenn die EU kräftig an ihrer Zerstörung arbeitet, man kann sie immer noch lesen, wie Luca Turin und Tania Sanchez in ihrem Parfumführer zeigen: Mal spricht es von einem kleinen französischen Laden im Sommer, von Bohnerwachs und Pfirsichen. Mal von einer Fremden, die darauf wartet, dass Sie ihre Vorgängerin vergessen. Lesen Sie einen Auszug aus "Das kleine Buch der großen Parfums". Mehr lesen

Deborah Levy: Heim schwimmen

24.01.2013. Sommer in Nizza. Die Familie des Dichters Jozef Jacobs macht Urlaub mit einem befreundeten Ehepaar. Alle haben sich in ihrem Unglück arrangiert, da taucht eine junge Frau auf, die behauptet, eine Seelenverwandte des Dichters zu sein. Lesen Sie hier einen Auszug aus Deborah Levys Roman "Heim schwimmen".
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Chris Anderson: Makers

21.01.2013. Chris Anderson hat von seinem Großvater Jean Heuser, einem Schweizer Feinmechaniker, das Basteln gelernt, von den Punks die Do-it-yourself-Kultur - und das Programmieren hat er sich dann selbst beigebracht. Mit den neuen 3-D-Druckern fügt sich das alles plötzlich zu etwas ganz Neuem zusammen: der Möglichkeit, klein und global zu sein, handwerklich und innovativ. Massenproduktion ist passé. Willkommen zur neuen industriellen Revolution! Lesen Sie einen Auszug aus Chris Andersons neuem Buch "Makers". Mehr lesen

Pete Dexter: Paperboy

16.01.2013. Charlotte Bless mag Mörder. Sie hat schon vielen ins Gefängnis geschrieben, aber erst in Hillary van Vetter, wegen Mordes verurteilt, findet sie den perfekten Mann zum Heiraten. Um ihn aus dem Knast zu holen, heuert sie zwei Journalisten an, die ihr helfen sollen, van Vetters Unschuld zu beweisen. Eine Leseprobe aus Peter Dexters Krimi "Paperboy".
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Yoram Kaniuk: 1948

14.01.2013. 1948 war Yoram Kaniuk 17 alt und kämpfte in Jitzchak Rabins Palmach für die Unabhängigkeit Israels. Als der neue Staat dann existierte, war es Kaniuk ergangen wie Stendhals Fabrizio in der Schlacht von Waterloo: vom eigentlichen Akt hatte er nichts mitbekommen. Hier eine Leseprobe aus Yoram Kaniuks autobiografischem Roman "1948". Mehr lesen

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