Perlentaucher Archiv
Mai 2012
Sortiert nach Datum | Rubriken
Samstag, 26.05.2012
Bücherschau des Tages
26.05.2012. FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Heute in den Feuilletons
26.05.2012. Pfingstereignis Feuilleton! In der FAZ überlegt Durs Grünbein, warum Dichtung unerlässlich ist. In der SZ schreibt Günter Grass ein erlässliches Gedicht. In der NZZ beschreibt Botho Strauss den Idioten als freien Geist. In der Welt droht der Künstler Gregor Schneider Documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev mit Kunst. Im Tagesspiegel wünscht sich Johannes Schneider etwas mehr Ehrlichkeit in der Urheberrechtsdebatte. In der taz schlägt Ulrich Kühne vor: Nur noch sechs Prozent für die Verwerter.
TELETAUCHER
26.05.2012. Am Samstag treffen sich auf 3sat Klassikstars zu einem "Gipfeltreffen der Sommernachtsmusik", Arte zeigt die französische Dokumentation "Vivienne Westwood - Do It Yourself". Am Sonntag startet 3sat eine umfangreiche Reihe von Filmen mit und über Romy Schneider, Arte überträgt die Preisverleihung vom Festival de Cannes 2012 und anschließend live aus Salzburg die Händel-Oper "Julius Cäsar". Am Montag ist im Ersten die "clever modernisierte" Adaption von Arthur Conan Doyles "Sherlock - Der Reichenbachfall" (2011) zu sehen und BR-alpha hat die Dokumentation "Fassbinder in Hollywood" im Programm.
Freitag, 25.05.2012
Bücherschau des Tages
25.05.2012. Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen.
Heute in den Feuilletons
25.05.2012. Heise Online und die Welt melden: Die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks steigen um bis zu 1850 Prozent. Die FR bewundert in ihrer Cannes-Kolumne Nicole Kidman in der Rolle ihres Lebens. Die FAZ resümiert die spanische Debatte um Mario Vargas-Llosas jüngstes Buch "La civilización del espectáculo".
Medienticker
25.05.2012. Cent um Cent: Zuckerberg, Zauberer, Zocker - Studie: Wie sich Buchkritiken auf den Verkauf auswirken - Apps im Kreuzfeuer der Kritik: Stiftung Warentest und Zapp warnen - Nachrichten-Websites: Rote Zahlen überall nur Zeit und FAZ trotzen dem Negativ-Trend - Groteske Pointe: Murdoch und News of the World + Wenn sich die Sprache Gedanken macht: Vor 150 Jahren starb Johann Nestroy und wenn der Kretschmann den Richling macht.
Donnerstag, 24.05.2012
Bücherschau des Tages
24.05.2012. Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen.
Heute in den Feuilletons
24.05.2012. In der NZZ beschreibt die Schriftstellerin Mansura Eseddin die Situation kurz vor den Wahlen in Ägypten. In der taz erzählt Wes Anderson, was ihn an den 60er Jahren interessiert. In der FAZ erklärt Peer Steinbrück dem Genossen Thilo Sarrazin noch einmal, warum wir den Euro brauchen. In der Zeit erklärt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Die Piraten sind keine Modeerscheinung. SZ, Welt und taz feiern den neuen Film von Leos Carax und seinen Hauptdarsteller mit dem hässlichen und wunderschönen, bösen und romantischen Gnomengesicht: Denis Lavant.
IM KINO
24.05.2012. Im Kino: Wes Andersons Inventurfilm "Moonrise Kingdom" und Barry Sonnenfelds gelungener Blockbuster "Men in Black 3".
Medienticker
24.05.2012. Ade DerWesten.de: WAZ-Gruppe stärkt Zeitungstitel im Web - Digital-Strategie der NZZ: User-Tests, Paywall, HTML5-Webpaper - Urheberrecht: Auch YouTube legt Berufung ein, vergitterte Fenster des Elfenbeinturms und Joachim Jakobs fragt: Wird das Grundgesetz ad ACTA gelegt? + Alles in Butter: Wie Kempowski, Schlink und Walser den Zivilisationsbruch unter den Teppich kehren + Hibbing und der Dylans Day.
Mittwoch, 23.05.2012
Bücherschau des Tages
23.05.2012. Die FAZ lässt sich in Fabio Genovesis "Fische füttern" von einem ungeküssten italienischen Jüngling bezaubern und von Andreas Rinke und Christian Schwägerl auf 11 drohende Kriege vorbereiten. Die NZZ liest Thomas Pogges leidenschaftliches politikphilosophisches Werk "Weltarmut und Menschenrechte" und folgt Beatriz Preciado durch das "Pornotopia" Hugh Hefners. Die SZ teilt Esther Kinskys Sehnsucht nach Leben.
Heute in den Feuilletons
23.05.2012. Die Welt erzählt, was man in der großen Ausstellung über den jungen Dürer in Nürnberg lernen kann. Und sie spricht sich gegen die Vorschläge der Piratenpartei zum Urheberrecht aus. In der SZ begrüßt der Historiker Michael Wildt neue Blicke auf die Gewaltzusammenhänge des 20. Jahrhunderts. Und Georg Klein zerschneidet Schnecken. Slate.fr fragt: Wie frauenfeindlich darf ein Festival wie Cannes sein?
Im Kino
23.05.2012. Gerade erst in Cannes uraufgeführt, jetzt schon in den deutschen Kinos: Wes Andersons Inventurfilm "Moonrise Kingdom". Gewissermaßen gleichzeitig in die Neunziger und in die Sechziger Jahre zurück verschlägt es dagegen Will Smith in Barry Sonnenfelds gelungenem Blockbuster "Men in Black 3".
MAGAZINRUNDSCHAU
23.05.2012. Tehelka zu Karikaturen-Affären in Indien. Und L'Espresso über Demo- kratie ohne Spektakel.
Medienticker
23.05.2012. Wenn die "Hochkultur" fernsieht: Rüdiger Safranski, Fritz J. Raddatz, Roger Willemsen, Christian Thielemann, Anne-Sophie Mutter u. a. über ihren TV-Konsum - Warum der Hype? Sarrazin II, die Politik und der Markt - Times: Rupert Murdochs Qualitäts-Zeitung könnte bald mehr Leser der digitalen als der gedruckten Ausgabe haben - Online-Buchhandel: Amazon wächst, der Rest stagniert - Facebook: Verzockt in Manhattan.
Dienstag, 22.05.2012
Bücherschau des Tages
22.05.2012. Heute ist Thilo Sarrazins Buch "Europa braucht den Euro nicht" erschienen. FR und taz warnen: widerlich, nationalistisch, gefährlich! Die SZ ignoriert Sarrazin und beugt sich schaudernd über Marc Hansmanns Geschichte des deutschen Schuldenstaats. Die FAZ interessiert sich mit Franzobel mehr dafür, was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind. Die NZZ lässt sich von Maria Sonia Cristoff erzählen, was Menschen mit Tieren machen (Leseprobe).
ESSAY
22.05.2012. Den Begriff "Geistiges Eigentum" halte ich für tendenziös und wenig fruchtbar. Über die Freuden des Netzes und das Schreiben im digitalen Zeitalter. Von Katharina Hacker.
Heute in den Feuilletons
22.05.2012. Die Inszenierung von "The Rake's Progress" in Frankfurt ist zwar ein bisschen bieder, findet die FR, aber ansonsten: tolle Oper! Die FAZ stellt erstaunliche Parallelen zwischen den Urheberrechtspositionen der SPD und der Piraten fest. Die SZ versucht mithilfe der Nobeltpreisträgerin Elinor Ostrom Urban Gardening und Filesharing zu verstehen. Alle trauern um Robin Gibb. Und die NZZ meint zur Position der deutschen Sarrazin-Kritiker: "Hilflos strampeln sie mit im System der Vermarktung, das sie verdammen."
Karikaturen und Cartoons
22.05.2012. Heute: Wer wird Milionär?
Magazinrundschau
22.05.2012. Die Tscherkessen möchten 2014 keine Olympischen Winterspiele in Sotschi: Man könnte auf den Knochen ihrer ermordeten Vorfahren Ski fahren, berichtet Newsweek. Die Italiener müssen verstehen, dass Demokratie auch ohne Spektakel eine interessante Sache ist, meint Roberto Saviano im Espresso. Museen, fürchtet die türkische Regierung, ruft der Economist. Die LRB reist nach Syrien. Der New Yorker porträtiert Fidel Castros "Nacht-und-Nebel-Mann" William Alexander Morgan. Das Smithsonian Magazine steht staunend vor dem größten Salzsee der Welt.
Medienticker
22.05.2012. "Vor dem Gericht": Sibylle Lewitscharoffs erstes Drama uraufgeführt - Digitale Revolution und erzwungenes Umdenken: Steht die Welt an einem Scheidepunkt? - 360 Revolutionen pro Minute: Mark Z. Danielewskis "Only - Revolutions" - Vergabe bestätigt: dapd darf anstelle von dpa Auswärtiges Amt beliefern - Kai Diekmann: "Wir sind keine Papierhändler" + Noch einmal Strindberg: Schären bringen Glück.
Montag, 21.05.2012
Bücherschau des Tages
21.05.2012. Handfeste Aufklärung darüber, wie Demokratie heute (nicht) funktioniert, findet die SZ in David Graebers "Inside Occupy". Tief beeindruckt ist sie von A. F. Th. van der Heijdens Roman "Tonio" über den Tod seines Sohnes. Der FAZ fällt zu Joachim Kalkas Essayband "Die Katze, der Regen, das Totenreich" (Leseprobe) nur dies ein: einfach wunderbar!
Essay
21.05.2012. Den Begriff "Geistiges Eigentum" halte ich für tendenziös und wenig fruchtbar. Meine Fragen sind andere, mich interessieren weniger meine Befürchtungen als die Hoffnungen und Freuden, die sich mit dem Netz für mich verknüpfen. Über das Schreiben im digitalen Zeitalter.
Heute in den Feuilletons
21.05.2012. Wie können die Europäer eigentlich in ein Land kommen, wo gefoltert wird, um ein Fußballfest zu feiern?, fragt Juri Andruchowytsch in der FR. Aber sie singen ja auch in Baku, notiert die taz. Im sonnigen Cannes hebt sich die Düsternis dänisch-österreichischer Autorenfilme besonders vorteilhaft ab, findet die Welt. Im Perlentaucher plädiert Katharina Hacker für das Teilen von Texten - und gegen "Geistiges Eigentum". Die NZZ lernt in Japan: Wer hundert werden will, muss lernen, lernen, lernen.
Karikaturen und Cartoons
21.05.2012. Heute: Der Merkeltaurus.
Medienticker
21.05.2012. Fünf Prognosen zur Zukunft des Fernsehens: Übernehmen Apple, Google und Youtube die Macht? - Diskurs in 140 Zeichen: Das Internet als politisches Medium - Wertschöpfung und Wertschätzung: Die Schlacht ums Urheberrecht - Lesart: Machiavelli, der mutige Ideologiekritiker - Wilder Ekel, geiles Grauen: Vor 100 Jahren erschien Gottfried Benns "Morgue" - Von Seelentorturen und Wohlstandskatastrophen: Gabriele Wohmann zum 80.
Samstag, 19.05.2012
Bücherschau des Tages
19.05.2012. Die FAZ lässt sich von Monika Rincke höhnende Honigprotokolle vorsummen. Die SZ bewundert die schrägen Reime Derek Walcotts. Die NZZ reist mit Mark Z. Danielewskis experimentellem Roman "Only Revolutions" durch Amerika. SZ und NZZ haben sich außerdem durch zwei neue Fichte-Biografien gelesen.
Heute in den Feuilletons
19.05.2012. In der Welt gratuliert Kontatin Grcic dem Designerkollegen Dieter Rams, der ihn auf den Pfad der Tugend zurückführte. Die taz überlegt, ob die Geschichte von kino.to als Hollywoodfilm nachzuerzählen wäre, und welche Rolle dabei den Verbänden der Filmindustrie zukäme. Die SZ kritisiert in der Urheberdebatte den Autoren-Aufruf und fordert konstruktive Lösungen. Die FAZ bewegt sich mit Grausen durch spanische Investitionsruinen. Alle trauern um Dietrich Fischer-Dieskau.
Freitag, 18.05.2012
Bücherschau des Tages
18.05.2012. Ein magerer Tag, nur die FAZ bespricht heute Bücher: Patrick Roths Roman über Joseph von Nazareth bringt ihr den Ziehvater Jesu auf faszinierende Weise näher. Rudolf Habringers "Engel zweiter Ordnung" kann hingegen nicht recht überzeugen.
Heute in den Feuilletons
18.05.2012. Die Berliner Volksbühne ist wieder auferstanden, meldet die taz nach dem Berliner Theatertreffen. Die Welt ist beglückt von Wes Andersons Film "Moonrise Kingdom", der das Festival von Cannes eröffnete. Das Blog Movie Morlock hat passend zum Anlass Glamour-Fotos aus den besseren Jahren des Festivals zusammengestellt. In der FAZ macht Frank Rieger vom CCC einen Vorschlag zur Steuerrevolution. In deutschen Blogs wird immer noch recht heftig über den Urheber-Aufruf diskutiert. Gibt es ein Menschenrecht auf "Geistiges Eigentum"?
Karikaturen und Cartoons
18.05.2012. Lieber nicht hingucken.
Mittwoch, 16.05.2012
Bücherschau des Tages
16.05.2012. Den Büchnerpreis bekommt Felicitas Hoppe erst im Oktober, aber die taz feiert sie und ihr autobiografisches Husarenstück "Hoppe" schon heute. Nach der Lektüre von Helon Habilas Nigeria-Thriller "Öl auf Wasser" hat man bei FR und NZZ künftig noch weniger Vergnügen am Tanken. Und die FAZ mag sich dem Beifall für David Graebers Schuldengeschichte nicht so recht anschließen.
Heute in den Feuilletons
16.05.2012. Der Urheber-Aufruf sorgt weiter für Debatten - nun melden sich allerdings auch Autoren, die ihn kritisieren. Cora Stephan will in der Welt die Front gegen die Leser aufbrechen. Benjamin Stein fordert in der Jüdischen Allgemeinen die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter. Alle Zeitungen begrüßen den Büchner-Preis für Felicitas Hoppe. Nur die SZ überlegt, wer ihr lieber gewesen wäre.
Im Kino
16.05.2012. Emmanuel Mourets Episodenfilm "Die Kunst zu lieben" weiß um die Komplexität der Liebe wie der Ästhetik. Olias Barcos schwarzhumorige Groteske "Kill Me Please" seziert eine Servicemaschinerie des Tötens.
Karikaturen und Cartoons
16.05.2012. Ein hartes Stück Arbeit.
Dienstag, 15.05.2012
Bücherschau des Tages
15.05.2012. Die NZZ ist tief beeindruckt von Alaine Polcz' Zeitzeugenbericht aus Siebenbürgen während des Zweiten Weltkriegs, der jetzt endlich auf Deutsch erschienen ist. Die FAZ geht mit Jacques Rancière ins Kino und reist mit Sten Nadolny zurück in die Zukunft - aber tiefsinnig! Die SZ feiert derweil den "Tag des Königs".
Heute in den Feuilletons
15.05.2012. Die taz kritisiert die Bild: Denn die macht keinen soliden Journalismus, wie er zum Beispiel von Elke Heidenreich verkörpert wird. Jörg Lau kritisiert in seinem Zeit-Blog die taz und erinnert sie daran: Auch wer provoziert, ist nicht selbst schuld, wenn er am Ende dafür umgebracht wird. Die FR ist traurig über die Gentrifizierung Hamburgs. Und Sibylle Lewitscharoff plädiert in der FAZ fürs Urheberrecht.
Magazinrundschau
15.05.2012. Mark Zuckerberg hat heute Geburtstag. 28 Jahre alt wird er und noch diese Woche voraussichtlich 25 Milliarden Dollar schwer: New York Magazine und New York Times? Sind beeindruckt. Der Economist? Nicht so sehr. Le Monde diplomatique wundert sich über die griechischen Kommunisten. Die Franzosen wollen keine Frühaufsteher mehr sein, glaubt Elet es Irodalom. Sie sollten sich ein Beispiel an den Chinesen nehmen, findet Eric Hobsbawm in MicroMega. In Le Monde macht sich Driss Ksikes Sorgen über die Islamisten in Marokko. In Litauen gewinnt gerade der Mob gegen die Gerichte, erzählt Open Democracy. Al Ahram stellt ein Orchesterr für blinde Mädchen vor.
Montag, 14.05.2012
Bücherschau des Tages
14.05.2012. Die FAZ stellt zwei Bücher über Posttraumatische Belastungsstörungen bei Afghanistanveteranen vor und begibt sich mit Norbert Millers Porträt des Dandys und Exzentrikers William Beckford ins England des 18. Jahrhunderts. Von Paul Krugman lässt sie sich zum Geladausgeben ermuntern. Die SZ lernt in Tim B. Weiners "FBI" die USA als Überwachungsstaat kennen.
Heute in den Feuilletons
14.05.2012. Heftig herumgedruckst wird bei der Berichterstattung über den Eklat bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises: Eigentlich missgönnt SZ-Redakteur Hans Leyendecker den Kollegen von der Bild den Preis gar nicht, schreibt die Bild. Und die SZ zitiert lieber eine Stellungnahme des Netzwerks Recherche - als wäre das nicht Leyendeckers Club. Die taz findet trotzdem: Die SZ-Kollegen sind Helden. Die FAZ ist empört über eine Aktion anonymer Hacker, die die Adressen von Unterzeichnern der Aktion "Wir sind die Urheber" veröffentlichen und mit weiteren Aktionen drohen.
Mord und Ratschlag
14.05.2012. Oliver Harris holt mit "London Killing" den englischen Krimi zurück in die Metropole und lässt seinen Detective Belsey sehr riskant, aber vornehm gegen die City zocken. Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele decken in "Zeit der Wut" den Plan zur Abschaffung Italiens auf.
Samstag, 12.05.2012
Bücherschau des Tages
12.05.2012. Zum hundertsten Todestag August Strindbergs liest die FAZ einige Neuübersetzungen und amüsiert sich vor allem mit dem erstmals angemessen ins Deutsche gebrachten Roman "Das rote Zimmer". Die SZ seufzt unter der Last von 5000 Jahren Schulden, aber mit Wohlgefallen, denn sie werden von David Graeber nacherzählt. Die taz kann mit Alain Badious säkularisiertem Messianismus nicht viel anfangen.
Heute in den Feuilletons
12.05.2012. Die Urheberrechtsdebatte tost und rumpelt weiter: "Ihr seid nicht (mehr) systemrelevant", ruft Udo Vetter den "Wir sind die Urheber"-Urhebern zu. Euer Geschäftsmodell ist von gestern, bedauert die FR. Vor kurzem protestierten Urheber doch noch gegen Verwerter, wundert sich die SZ. Auf Spiegel Online erinnert Volker Kauder daran, dass auch die Freiheit der Kommunikation Schutz verdient. Die NZZ befasst sich mit dem Dackel in der Kunst. Die FAZ bewundert die Erektion eines Möhrenmännleins. Und: die SZ schlägt den Nannen-Preis für die Bild-Zeitung aus.
Freitag, 11.05.2012
Bücherschau des Tages
11.05.2012. Die FAZ besteht darauf, dass "Die steinernen Götter" ein Science-Fiction-Roman ist - Widerstand von Autorin Jeanette Winterson ist zwecklos. Die SZ liest sich mit Gewinn durch Peter Vogts 700 Seiten lange Ideen- und Begriffsgeschichte der Kontingenz. Und die NZZ wirft mit Ville Rantas Comic einen entzückten Blick ins Paradies.
Heute in den Feuilletons
11.05.2012. Im Tagesspiegel fordert der Drehbuchautor Thomas Bohn: Künstler, erfüllt die Bedürfnisse eures Publikums. Carta fürchtet, dem Künstler geht es bald wie der Milchkuh. Die FAZ dankt für die Würdigung der Verwerter. Die taz findet die Vorstellung von Liquid Democracy naiv: Politik brauche Profis. Die SZ begutachtet die weißen Elefanten in Kiew und Warschau. Die NZZ durchforstet das Angebot der Multioptionsgesellschaft.
Karikaturen und Cartoons
11.05.2012. Bedauerlicherweise entscheiden die Wähler.
Medienticker
11.05.2012. Der ästhetische Wert tritt hinter den Warenwert zurück: Von Abstaubern und "Enablern" und Aufrufen - Welches Netzwerk wofür?: Facebook, LinkedIn, Google+, Path oder Pinterest ... braucht man das alles? - ProSiebenSat.1 wächst mit Digitalgeschäft - Unter Freunden: Handke: Darf man das nicht sagen? Bondy: Nein! + Der PEN diskutiert heute über Grass und Entzug des Ehrentitels.
Donnerstag, 10.05.2012
Bücherschau des Tages
10.05.2012. In Afghanistan kräht kein Hahn nach einer ermordeten alten Frau, lernt die beeindruckte FAZ aus Atiq Rahimis Roman "Verflucht sei Dostojewski". Die FR freut sich über die Bösartigkeiten der Stadtgärtnerin Germaine Greer. Die SZ hätte sich von Werner Fuld in seiner Geschichte der verbotenen Bücher etwas mehr Distanz gewünscht. Die Zeit lernt von Elijah Wald, wie weiße Musiker den schwarzen Bluesgitarristen Robert Johnson romantisierten.
Heute in den Feuilletons
10.05.2012. In der Zeit pochen hundert Urheber auf ihr Recht. Und Peter Sloterdijk bezweifelt, dass André Rieu in der Lage ist, eine Philosophie-Sendung im ZDF zu moderieren. Die Urheberrechtsdebatte reißt auch in weiteren Medien Gräben auf: Im Freitag fordert der Konzertagent Berthold Seliger eine Reform, die eine Verkürzung der Schutzfristen einschließt. Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer fordert im WDR, dass man die Gegebenheiten der Digitalisierung zur Kenntnis nimmt. Und Foreign Policy meldet: die Prediger der Christenverfolgung haben jetzt schon eine Million Follower.
Im Kino
10.05.2012. In Athina Tsangaris "Attenberg" lernt eine junge Griechin, die eigentlich lieber nicht möchte, die wunderbare Welt der Sexualität kennen. Sir David Attenborough hilft dabei. Tim Burton entdeckt in "Dark Shadows" die siebziger Jahre durch die Augen eines erfrischend rigorosen Vampirs.
Karikaturen und Cartoons
10.05.2012. Berliner Erfolgsgeschichten.
Medienticker
10.05.2012. Online-IVW: Nachrichtenportale müssen Federn lassen - Jahresauftakt:Bertelsmann steigert Umsatz und Ergebnis - Auf nach Europa: Google eröffnet E-Book-Store in Italien - Bildung boomt: Holtzbrinck investiert in digitale Nachhilfe - Bericht aus dem Regenbogenbücherregal zum heutigen 30. Todestag von Peter Weiss + Leute, kauft Facebook-Aktien!: Oder soll Mark Zuckerberg etwa alles allein bestimmen?
Mittwoch, 09.05.2012
Bücherschau des Tages
09.05.2012. Der Neuseeland-Schwerpunkt der Buchmesse wirft seine ersten Schatten voraus: Die FAZ ist sehr beeindruckt von Janet Frames erstem Roman "Wenn Eulen schreien", der jetzt in neuer Übersetzung herauskommt. Außerdem empfielt sie ein schwergewichtiges Schubert-Liedlexikon. Die FR empfiehlt Tanja Dückers als Lyrikerin und eine Reportage über Gazprom. Die NZZ liest mit Begeisterung Claude Levi-Strauss über Japan und Adam Zamoiskis Band über Napoleons Russland-Desaster.
Heute in den Feuilletons
09.05.2012. Der Tagesspiegel ist froh, dass Berlin nur einen Flughafen eröffnen will. Es hätte noch peinlich kommen können. Der Perlentaucher schaut mit Mitleid auf die narzisstische Kränkung, die das Netz dem Liberalismus zufügt. Die taz druckt schon wieder einen Europa-Appell mit Daniel Cohn-Bendit. In der Welt fragt Ralf Fücks von der grünen Böll-Stifung, ob aus den Piraten je was werden kann. Die NZZ wirft einen Blick auf das neu erblühende Kulturleben in Simbabwe. In der FAZ telefoniert Michael Krüger über Skype mit einem griechischen Freund.
Medienticker
09.05.2012. Meine Eltern, diese Monster: Zum Tod des Kinderbuchautors Maurice Sendak - Urheberrechtsdebatte: Es gibt kein Zurück ins echte Leben oder Sind wir dabei unsere Freiheit im Netz zu verlieren? - Grimme-Award: Tagesschau-App nominiert - Ende des Hypes: Social Reader im Sinkflug und Washington Post verliert 10 Mio. Facebook-Leser - Springers Digital-Geschäft immer stärker + Hans Christoph Buch über Antiamerikanismus, made in USA.
Dienstag, 08.05.2012
BÜCHERBRIEF
08.05.2012. Die besten Bücher im Mai erzählen von einem verliebten Gemüsefahrer, Allahs Töchtern und der Geburt der Renaissance.
Bücherschau des Tages
08.05.2012. Bettina Balakas Roman "Kassiopeia" hat die NZZ bestens amüsiert. Und außerdem: Er spielt in Venedig. Die SZ lobt Sigrid Damms Roman "Wohin mit mir?" als Blick auf Rom und Caravaggio und empfiehlt eine wagemutige Biografie über den Gestalter Otl Aicher. Die taz begibt sich mit "NarcoZones" in die gewalttätigen Märkte Lateinamerikas.
Heute in den Feuilletons
08.05.2012. In der FR erinnert Götz Aly an den Dreißgjährigen Krieg, und Agnes Heller spricht über Marx. In der Welt wundert sich Wolf Lepenies nicht über die Aufnahme Drieu La Rochelles in die Pléiade - die französische Klassikerbibliothek. Und Arnulf Baring wundert sich nicht über Günter Grass. Die NZZ findet, dass Günter Wallraff viel von seinem Nimbus verloren hat. Im Independent geißelt Robert Fisk den Rassismus in den arabischen Ländern. In der taz erklärt der jüdische Tunesier Gilbert Naccache, warum er Strafanzeige gegen die Salafisten stellt.
Karikaturen und Cartoons
08.05.2012. Mon Dieu!
Magazinrundschau
08.05.2012. Die Zukunft der Lyrik liegt im "unkreativen Schreiben", behauptet die Boston Review. Gute Übersetzer beherrschen das Handwerk des Mamporrero, behauptet El Espectador. Seit es Internet gibt, machen Bücher über Musik dem Leser mehr, dem Autor weniger Spaß, behauptet das TLS. Micromega fordert mehr Commons. In Le Monde diskutieren Edgar Morin und Francois Hollande über Multikulturalismus. Was ist in den USA mit dem Säkularismus passiert, fragt der New Humanist. Der Hollywood Reporter meint: Gar nicht so übel, dieser Kim Dotcom.
Medienticker
08.05.2012. Pynchon'75: Ein klandestines Gespräch mit einem großen Unbekannten oder Eureka: A Secret Visit in Vineland - Netzbremse: Mobile Geräte und Überwachung verlangsamen das Internet und Paywalls erobern Europas Zeitungsportale - New York Times: Digital überholt Print - Offener Kanal im Web: Google macht Videochats live auf YouTube möglich + Von wegen Biedermeier: Die wilden, wüsten Geschichten des Jeremias Gotthelf.
Montag, 07.05.2012
Bücherbrief
07.05.2012. Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai.
Bücherschau des Tages
07.05.2012. Sieben Monate lang fotografierten Mathias Braschler und Monika Fischer jeden Tag einen Chinesen. Das Ergebnis sieht man im Fotoband "China", den die SZ wärmstens empfiehlt. Auch Joachim Kalkas Essay "Die Katze, der Regen, das Totenreich" (Leseprobe) hat ihr ungemein gefallen. Die FR feiert den Sieg der Poesie über den Realismus in Ivan Klimas in der tiefsten Ostslowakei spielendem Roman "Stunde der Stille". Für die FAZ liest sich Matthias Baths Geschichte des dänischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung wie ein Agententhriller.
Heute in den Feuilletons
07.05.2012. In der taz porträtiert Gabriele Goettle Hilde Schramm, die Tochter Albert Speers, die erklärt, warum sie die Stiftung "Zurückgeben" gründete. Ist es wirklich Kurt Westergaards Mohammed-Karikatur, die für Gewalt sorgte, oder waren es nicht eher die Salafisten?, fragt das Blog Tapferimnirgendwo. Die SZ erkundet mit Gerhard Polt die Unterseite der bayerischen Gemütlichkeit. In Le Monde freut sich Caroline Fourest über den Sieg der säkularen Linken in Frankreich. In der Welt spricht sich der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan gegen einen Boykott der Fußball-EM aus.
Medienticker
07.05.2012. Virtuelles Korrektorat: Das Netz, ein kafkaesker Staat? - Re:publica: Das Netz verschmilzt mit dem Alltag - Informare: "Das Web wird zum Web Everywhere" - Ich weiß nicht, wann das Internet voll ist: Kulturstaatsminister Bernd Neumann in Wahrheit ein trojanisches Pferd der Piratenpartei? - Fachpresse-Statistik: 17,6% plus für elektronische Medien - Der Mensch als verlogenes Gesellschaftstier: Über August Strindbergs "Das rote Zimmer".
Vorgeblättert
07.05.2012. Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente.
Samstag, 05.05.2012
Bücherschau des Tages
05.05.2012. Die NZZ und die taz genießen mit Henry D. Thoreau "Wilde Früchte" in einer neuen und prachtvollen Ausgabe. Die FAZ und die SZ suchen mit Robert Spaemann Argumente gegen die Französische Revolution und die Ladenöffnung am Sonntag. Außerdem: Ambrose Bierce, Gerbrand Bakker und die "Hobbits" in einer wissenschaftlichen Edition.
Heute in den Feuilletons
05.05.2012. Die NZZ erzählt, wie hervorragend Tradition, Kunst und Château Mouton Rothschild in China zusammengehen. In der Welt bestehen Leipziger Künstler auf inhaltlicher Debatte. Wie totalitär sind die Piraten?, fragt Richard Herzinger in seinem Blog. Atheisten sind mitfühlender als religiöse Menschen, wundert sich Telepolis. In der FR/Berliner Zeitung möchte Markus Beckedahl "Fair Use". Die FAZ porträtiert den Illustrator Christoph Niemann. Die SZ erklärt, warum Musikzeitungen ihre Deutungsmacht verlieren.
Freitag, 04.05.2012
Bücherschau des Tages
04.05.2012. Die FAZ feiert Katrin Seddigs Eheroman als lebenskluges, unsentimentales Buch über die Abnutzungserscheinungen der Liebe. Die SZ überlegt mit Miguel Abensour, wieviel Staat eine Demokratie verträgt.
Heute in den Feuilletons
04.05.2012. In der NZZ spricht Gilles Kepel über die gesellschaftliche Auflösung in den französischen Banlieues. In der FR bemerkt Michel Serres, dass Deutsche und Franzosen sich eigentlich recht ähnlich sind. FR und Tagesspiegel blicken zudem in den strahlenden Schein der Echtheit, den das Berliner Theatertreffen vorausschickt. Die taz lernt in der Pariser Ausstellung "Linvention du sauvage" etwas über die Nähe von Anthropologie und Menagerie. Und die New York Times meldet: Cecil Taylor ist immer noch gut drauf.
Karikaturen und Cartoons
04.05.2012. Der letzte Schrei.
Medienticker
04.05.2012. Re:publica: Wo sich Netzaktivisten und Firmengründer verpassen - Entspannung auf Knopfdruck: Google steckt 200 Mio Dollar in YouTube-Produktionen - Arbeit am Leichentuch: Ulrich Plenzdorfs "Legende vom Glück ohne Ende / Kein runter kein fern" in Berlin - Ry Cooders kleine Krimigeschichten aus L. A. - Lothar Struck gratuliert dem großartigen Dichter Florjan Lipuš zum 75. Geburtstag + Stephen King schreibt Horror für Republikaner und FDP.
Donnerstag, 03.05.2012
Bücherschau des Tages
03.05.2012. Die SZ bekommt mit Padgett Powells klugem "Roman in Fragen" wieder richtig Lust nachzudenken. Die Neuauflage von Arthur Koestlers Bürgerkriegsreportage "Ein spanisches Testament" begrüßt sie, allerdings nur mit Einschränkungen. Als poetisches Manifest feiert die FR Felicitas Hoppes Traumbiografie "Hoppe". Die Zeit liest Robert Spaemanns Autobiografie "Über Gott und die Welt" und empfiehlt zur Aufheiterung Carol O'Connells Thriller "Tödliche Geschenke".
Heute in den Feuilletons
03.05.2012. In der NZZ hat T.C. Boyle eine gute Nachricht für alle Ökos: die Natur wird weiter existieren. Der Hollywood Reporter bringt eine große Geschichte über Kim Dotcom. Die Autoren der Geschichte erzählen in paidcontent.com, dass sich Dotcom am liebsten als Steve Jobs sah. In der Welt versetzt BHL der extremen Rechten einen liberalen Haken. Vor der zweiten Wahlrunde in Frankreich denkt die FAZ mit Grauen an die erste zurück. In der Zeit unterhalten sich Peter Handke und Luc Bondy. Auch über Günter Grass. Und Stephen King erklärt in The Daily Beast, warum es un-fucking-American ist, zu niedrige Steuern zu zahlen.
Karikaturen und Cartoons
03.05.2012. Über den Dächern von London.
Medienticker
03.05.2012. Journalisten leben in vielen Teilen der Welt sehr gefährlich: 2012 schon 40 Tote - Verwerter: Warum Kunst und Kommerz kein Gegensatz sind oder Der Pirat in uns - Rettung aus rauher See: Kontext Wochenzeitung kann weitermachen und Carta baut um - Mehr Grantezza: Carl-Wilhelm Macke über den "Bayern-Blues" Grant des Thomas Grasberger - Das böse Introspekt: Tilmann Moser über "Gott auf der Couch".
Mittwoch, 02.05.2012
Bücherschau des Tages
02.05.2012. In der taz singt Jochen Schimmang eine Hymne auf Patricia Görg und ihr "Handbuch der Erfolglosen": Hinreißend so viel Klugheit, findet er. Die FAZ entdeckt viel Lebensweisheit in Stephane Hessels Rückblick "Meine Empörung". Außerdem liest sie die Neuerscheinungen zu Axel Springers Hundertstem.
Heute in den Feuilletons
02.05.2012. Die AG Dokumentarfilm schlägt in einem Papier auf Carta eine tiefgreifende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor - der im Netz nicht mehr an die üblichen Anstalten gebunden sein soll. Ha'aretz konfrontiert den berühmten Friedensforscher Johan Galtung mit seinen Theorien über Anders Breivik und den Mossad. Die FR macht sich Sorgen über den Umbau der New York Public Library. Die FAZ ist entsetzt über die Kölner Kulturpolitik. Die SZ macht sich mit Nicholas Payton Gedanken über die Frage, ob Jazz besser als "Black American Music" bezeichnet werden soll.
Im Kino
02.05.2012. Céline Sciammas Jugendfilm "Tomboy" lässt das sozial zugewiesene Geschlecht als eigentliche Maske erkennen. Schmetterlingsflatterhaft tanzen Catherine Deneuve, Milos Forman und Paul Schneider in Christophe Honorés Musical-Fantasie "Die Liebenden" von den Sechzigern in die Neunziger.
Karikaturen und Cartoons
02.05.2012. Trends aus Kiew.
Medienticker
02.05.2012. Bislang keine Einigung mit ARD und ZDF: Zeitungsverlage klagen weiter - Presse-Cäsar mit Bild: Christian Ströbele über Axel C. Springer zum 100. und der Verlag verdient jeden dritten Euro im Internet - Audit Bureau of Circulations: US-Zeitungen gewinnen an Auflagen im Netz - 15 Thesen zum Journalismus im 21. Jahrhundert - Der literarische Franz Liszt: Eine Hommage von Wolfram Schütte - Deutsche im Visier: Michael Herzigs grandioser Krimi "Töte Deinen Nächsten".
Dienstag, 01.05.2012
Magazinrundschau
01.05.2012. Fast Company begutachtet das gemeinsame gute Werk eines verteilten Spekulanten und eines Jesuitenpaters. In Al Ahram sieht Youssef Rakha, wie die ägyptische Revolution verraten wird. In Eurozine debattieren Timothy Garton Ash, Jeremy Waldron und Kenan Malik über Redefreiheit. Der New Yorker lernt, wie man ein Iphone hypnotisiert. In Vanity Fair erzählt Jeff Daniels, warum Schauspieler auf Zack sein müssen, wenn sie Sorkin spielen. New Republic beschäftigt sich mit den vier Göttinnen der Billboard Charts. Im Merkur erklärt Beate Rössler: Junge Frauen, es gibt keine Gleichberechtigung. In Elet es Irodalom debattieren Claudio Magris und Peter Esterhazy über Provinzialität und Weltbürgertum. Die NYT sucht afghanische Dichterinnen.