Wer zahlt die Zeche?. Wege aus der Krise

Klartext Verlag, Essen 2009
Man hat sich darauf geeinigt, dass der 15. September 2008 unsere Welt verändert habe der Tag, als die Bank Lehmann-Brothers pleite ging. Seitdem hätten wir eine Weltwirtschaftskrise. Aber das ist eine Lüge. Diese Lüge soll einen Teil derjenigen schützen, die noch nach 2008 die Shareholder-Value-Ideologie vertreten und verteidigt haben. Man konnte aber schon vor dem September 2008 sehen, dass der Turbokapitalismus scheitern würde. Die Zeichen an der Wand waren überdeutlich. Er musste scheitern, weil er geprägt war von Materialismus, Werterelativismus und Individualismus. Der Turbokapitalismus hatte mit jahrhundertelangen Menschheitserfahrungen, dem Wissen um die Zerbrechlichkeit von Freiheit und Gerechtigkeit und der Notwendigkeit von Sicherheit für ein gelungenes menschliches Leben, gebrochen. Für ihn war Profit wichtiger als Gemeinwohl, das Jetzt wichtiger als die Zukunft.

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