Verfolgte Kinderärzte 1933-1945. Entrechtet - geflohen - ermordet

Bouvier Verlag, Bonn 2000
Nahezu jeder zweite Kinderarzt in Deutschland - ein Drittel davon Frauen - war nach 1933 im Sinne der nationalsozialistischen Gesetze jüdischer Herkunft oder galt als politisch missliebig. Ihre Erfolge und vor allem ihre Beliebtheit erregten schon vor 1933 die Missgunst vieler ihrer nichtjüdischen Kollegen. Mit der vorliegenden Studie untersucht zum ersten Mal eine deutsche medizinische Fachdisziplin die Hintergründe und die z.T. erschütternden Umstände der Verfolgung ihrer über 750 betroffenen Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Wien und Prag. Biographische Daten, Selbstzeugnisse und Briefe berichten von ihren einzelnen Schicksalen. Die Zerstörung der Existenz dieser Menschen wurde von der Mehrzahl der deutschen Kinderärztinnen und Kinderärzte jener Generation widerstandslos geduldet. Es ist daher das besondere Anliegen dieser Untersuchung, nicht nur die Erinnerung wach zu halten, sondern dem weiteren Vergessen und Verdrängen entgegen zu wirken.

Mit der Benutzung dieses Service stimmen Sie mit folgenden Punkten überein:

Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers für einen Zeitraum von drei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.