Constantin Brunner: Eine Einführung

Parerga Verlag, Düsseldorf 2000
Constantin Brunner (1863 - 1937) war zwischen den Weltkriegen ein bekannter Philosoph mit großer Anhängerschaft. 1933 emigrierte er wegen seiner jüdischen Abstammung und seiner energischen Stellungnahme gegen die NSDAP nach Den Haag, wo er 1937 starb. In seinem Hauptwerk "Die Lehre von den Geistigen und vom Volke" (1908) unterscheidet Brunner drei "Fakultäten" des Denkens: Zwischen dem inhaltlichen, relativen Denken des "praktischen Verstandes" und der Wahrheit des formellen, absoluten "Geistes" gilt es, ein ursprüngliches Gleichgewicht zu realisieren. Von beidem unterscheidet er ein analogisches Denken, das diese Momente des Denkens "abergläubisch" verabsolutiert. Sein Gegenstand ist das fiktiv Absolute oder die verabsolutierte Relativität. Der Aberglaube ist nach Brunner eine dem Menschen angeborene Denkweise, die er nur durch eine Veränderung seines Bewusstseins überwinden kann. Hendrik Matthes? Buch bietet eine kurze Einführung in Leben, Werk und Wirkung des Philosophen und stellt zugleich eine kleine Anthologie zu den wesentlichen Abschnitten seines Philosophierens dar.

Mit der Benutzung dieses Service stimmen Sie mit folgenden Punkten überein:

Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers für einen Zeitraum von drei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.