Sommernacht. Short Stories

Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2007
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier. Elizabeth Bowen schreibt oft über Männer, die nicht wissen, was ihre Frauen fühlen, oder über Liebhaber, die eine Frau zwar besitzen, aber nicht kennen wollen. Ihre Heldinnen sind häufig leidenschaftlich, egoistisch und schwierig. Umgebungen bilden Stimmungen ab: "Das Haus wirkte wie in ewigem Januar: Sonnigere Jahreszeiten prallten an seinem Gemäuer ab." Elizabeth Bowens Geschichten sind dramatisch und verstörend, ihr Stil ist, nach Meinung ihrer Biographen, derart perfekt, dass es unmöglich ist, ihn zu imitieren: "Sie betrachtete Julian und wünschte, er wäre eine Uhr. Auch wenn sie gewollt hätte, hätte sie nicht sehr tief in ihn hineinschauen können; sie war in jeder Hinsicht kurzsichtig."

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