Exzentrische Existenzen. Erzählungen und Reportagen

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2007
Furios war Herman Bangs Start ins literarische Leben: Bereits als Fünfundzwanzigjähriger hatte er acht Bücher und 140 Feuilletons geschrieben und einen Pornografieskandal überstanden. Tatsächlich kam der 1857 geborene Pastorensohn eher notgedrungen zum Schreiben. Nach dem Tod seiner Eltern war er gezwungen, sich einen Broterwerb zu suchen, um sein dandyhaftes Leben aufrechterhalten zu können. Innerhalb kurzer Zeit wurde er zu einem der bekanntesten Journalisten Kopenhagens, aber auch zu einem der umstrittensten, denn seine exzentrische Lebensweise und seine offen gelebte Homosexualität provozierten die bürgerliche Gesellschaft. Der vorliegende Band versammelt Erzählungen aus allen Schaffensperioden in einer neuen der kraftvollen Sprache Bangs gerecht werdenden Übersetzung, so die psychologische Studie "Irene Holm", das Eifersuchtsdrama "Die vier Teufel" oder die bissige Satire "Ein schöner Tag". Ergänzt wird der Band durch Reportagen, unter anderem über den Brand von Schloss Christiansborg oder den Besuch im belgischen Gheel, der "Stadt der Wahnsinnigen".

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