

John Banville
Geister. Roman
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
Aus dem Englischen von Christa Schuenke. Auf einer einsamen Insel in der irischen See hat er Unterschlupf gefunden. Wegen Mordes saß er im Gefängnis und ist nun nach zehn Jahren begnadigt. Er ist ein Kunstexperte und arbeitet als Ghostwriter für den einst renommierten Kunsthistoriker Kreutznaer, der an einem großen Werk über einen niederländischen Maler arbeitet und mit seinem Faktotum Lux in einem düsteren Haus wohnt. Das heikle Zusammenleben der drei Männer wird durcheinander gewirbelt, als vor der Insel ein Boot mit äußerst merkwürdigen Ausflüglern strandet. Sie bleiben einen Tag auf der Insel und im Haus, bringen Schatten aus der Vergangenheit mit, aber auch Heiterkeit, Komik. In burlesken Szenen verschwimmen zunehmend die Identitäten, vermischt sich wie immer bei Banville die Welt der Bilder mit der Realität.