

Helmut Schreier
Bäume. Streifzüge durch eine unbekannte Welt
Rogner und Bernhard Verlag, Hamburg 2004
Mit 15 farbigen Abbildungen. Wo steht der älteste Baum? Weshalb wird der Niim-Baum Apothekenbaum genannt? Weshalb gibt es so viele unterschiedliche Blattformen an ein und demselben Baum? Was sehen wir in Bäumen und wie lässt sich heutzutage über Natur sprechen? Ausgehend von solchen Fragen nähert Helmut Schreier sich den ältesten und Lebewesen der Erde. Er berichtet von einem Baum in Thule, der so alt ist, dass er seine einstige Landschaft überlebt hat. Von Walter Benjamin, der im Sommer 1932 auf Ibiza unter einem Baum für einen Moment die Symbiose von Baum und Sprache erfährt. Davon, wie der Häftling Jorge Semprun im KZ Buchenwald die Schönheit einer Buche erblickt, was fast zu seiner Erschießung führt. Aber er spricht auch darüber, wie Bäume für uns als Ware tot mehr wert sind als lebendig.