Sur la lecture - Tage des Lesens. Faksimile und Begleitband. Mit Transkription, Kommentar und Essays

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
Herausgegeben von Jürgen Ritte und Reiner Speck. Limitierte Auflage von 1300 Exemplaren. Zwei Bände in Schmuckkassette. Eine Handschrift von Marcel Proust zu besitzen, davon träumen nicht nur begeisterte Proustianer. Selten erscheint uns ein Kunstwerk so zugänglich, sein Gehalt so zum Greifen nahe wie im Prozeß seiner Entstehung. Mit diesem Faksimile legt der Suhrkamp Verlag eine Rarität vor: Es handelt sich um ein 48 Seiten umfassendes Schulheft, eines von Prousts berühmten "cahiers". Der Autor hat dieses Heft in jeder erdenklichen Weise vollgeschrieben, er hat jeden freien Raum mit Notizen und Zeichnungen ausgefüllt. Entstanden ist dabei der Entwurf zu einem seiner bedeutendsten Essays: "Sur la lecture - Tage des Lesens". In diesem Aufsatz sucht Proust Geheimnis und Faszination des Lesens - "dieses fruchtbaren Wunders einer Kommunikation im Herzen der Einsamkeit" - zu entschlüsseln und setzt sich mit der Frage auseinander, ob und wie aus dem Umgang mit Literatur Literatur entstehen kann. Proust veröffentlichte den Essay in seiner endgültigen Form erstmals 1906 als Vorwort zu seiner Übersetzung von Ruskins "Sesame and Lilies". Die Handschrift des Entwurfs befindet sich heute im Besitz des Sammlers und Vorsitzenden der Marcel Proust Gesellschaft Reiner Speck. Diese Urfassung wurde bislang, auch in Frankreich, noch nicht publiziert.

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