Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Paradoxien der Mode

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
Aus dem Italienischen von Alessandra Corti. Eine der Eigentümlichkeiten der modernen Gesellschaft ist ihre Neigung, etwas Vorübergehendes als festen Bezugspunkt zu nehmen, und dies gerade im Wissen um seine Flüchtigkeit. Die Mode ist hier exemplarisch: Was "in" ist, beansprucht nicht, schön, vernünftig oder interessant, sondern nur, modisch zu sein. Es gefällt, obwohl oder gerade weil man weiß, dass es bald "out" sein und nicht mehr gefallen wird. Zudem hat man gerade in der Mode den Anspruch, eben kein Modell nachzuahmen, sondern seine eigene Individualität zu bestätigen, obwohl man weiß, dass es alle genauso tun. Man verhält sich so wie die anderen, um anders zu sein und dies öffentlich zu zeigen.

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