Gerhard Schröder (1910-1989). Politik zwischen Staat, Partei und Konfession

Droste Verlag, Düsseldorf 2002
Der CDU-Politiker Gerhard Schröder zählte zu den maßgeblichen Spitzenpolitikern der frühen Bundesrepublik. Als Innen-, Außen- und Verteidigungsminister gehörte er seit 1953 sechzehn Jahre lang den verscheidenen Regierungen an. In der CDU war er der Sprecher des protestantischen Flügels, galt als aussichtsreicher Bewerber um das Kanzleramt und kandidierte bei der Bundespräsidentenwahl 1969. Schröders Name ist verbunden mit der entschiedenen Abwehr des Kommunismus zur Zeit des Kalten Krieges, dem ostpolitischen Neuansatz anfangs der 60er Jahre sowie dem Konflikt zwischen "Atlantikern" und Gaullisten". Stets hatte er Adenauers Politik der Westintegration und Wiederbewaffnung unterstützt, aber die enge Kooperation mit den USA schien ihm aus sicherheitspolitischen Gründen unverzichtbar.

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