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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Magazinrundschau

Nur ich denke an mich

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag ab 10 Uhr.
21.08.2012. Im Guardian denkt die ägyptische Schriftstellerin Ahdaf Soueif über die Rolle der Literatur in revolutionären Zeiten nach. Quietus würdigt David Lynchs untrügerische Sinn für Traurigkeit. In Elet es Irodalom liest der ungarische Schriftsteller András Bruck Sebastian Haffners "Geschichte eines Deutschen" als gruselig aktuelle Beschreibung des heutigen Ungarn. Der Economist lädt sich Salah 3D zum Beten aufs Iphone. NZZ Folio folgt dem Weg der Sojabohne zum Kotelett. Die Financial Times besucht den Filmkomponisten John Williams. Ach was, Weltuntergang, winkt Wired ab.

Guardian (UK), 18.08.2012

Die ägyptische Schriftstellerin Ahdaf Soueif denkt über die Rolle der Literatur in revolutionären Zeiten nach und sieht im Moment eher die Autoren der Realität als die der Fiktion gefragt: "Es braucht Zeit, um Realität zu verarbeiten und sie in Fiktion zu verwandeln. Im Moment hat es keinen Sinn, eine Geschichte zu schreiben, die sich selbst anbietet oder geradezu danach verlangt, geschrieben zu werden. Denn in der nächsten Minute wird eine andere Geschichte sie überrolen und den gleichen Anspruch erheben. Wir, als Schriftsteller, können uns nicht einfach eine davon schnappen, weglaufen, uns im Kämmerchen einschließen und darauf warten, bis die Transformation stattgefunden hat - denn als Bürger müssen wir präsent sein auf den Straßen, wir müssen demonstrieren, unterstützen, reden, anregen und Worte finden. In kritischen Zeiten ist unser Talent gefragt, die Geschichten so zu erzählen, wie sie sich zugetragen haben, damit sie ihre Kraft als Realität entfalten, nicht als Fiktion."

Weiteres: Keith Thomas stellt Stephen Alfords Geschichte "The Watchers" vor, die erzählt, mit welch drakonischer Politik Elizabeth I. sich vor katholischen Königinnenmördern zu schützen versuchte: "Die Standardstrafe für Verräter bestand im Hängen und bei noch lebendigem Leib Kastrieren, Ausweiden und Vierteilen." Ruth Scurr empfiehlt Sophie Wahnichs Studie "In Defence of the Terror", die den Terror der Französischen Revolution rigoros vom heutigen Terrorismus absetzt. Salman Rushdie liest noch einmal Kazuo Ishiguros großen Roman "Was vom Tage übrig bleibt". Außerdem ist ein Auszug aus Zadie Smith' neuem London-Roman "NW" zu lesen.
Archiv: Guardian

Elet es Irodalom (Ungarn), 17.08.2012

Die Hoffnung, der Marsch in die Diktatur werde bald beendet sein und die Orban-Regierung zu Verstand kommen, erinnert den ungarischen Schriftsteller András Bruck an das Buch "Geschichte eines Deutschen" von Sebastian Haffner, in dem dieser die unerfüllten Hoffnungen der deutschen Gesellschaft während der Entstehung der Nazidiktatur schildert: "Auch die Deutschen hatten mit kristallklarer Logik dargelegt, weshalb es zu keinem weiteren Rechtsverstoß, Verbot, Schließung, Entlassung und Schauprozess kommen könne. Millionen von aufrichtigen Deutschen dachten an jedem neueren Wendepunkt der unablässig zunehmenden staatlichen Unterdrückung, dass nun sicher das Ende erreicht sei, dass dies wirklich die letzte Rechtsbeschneidung, der letzte Racheakt gewesen sei. Stets hatten sie auf eine Ernüchterung der Macht gehofft - und auch sie wurden stets enttäuscht. Das wirklich Verblüffende ist, wie viele Ähnlichkeiten die beiden Epochen und Systeme trotz all ihrer Unterschiede aufweisen. Dabei ist das unsere angeblich immer noch ein demokratischer Rechtsstaat, während das andere zu einer massenmörderischen Diktatur wurde. Nur eine Frage: In welcher anderen europäischen Demokratie sitzt eine Partei im Parlament, in deren Personalpolitik die nazistische Rassenideologie präsent ist? Und darüber hat hier keiner auch nur ein Sterbenswörtchen verloren. Glaubt denn wirklich noch jemand, dass es nicht noch schlimmer kommen kann?"
Stichwörter: Sebastian Haffner

Atlantic (USA), 19.08.2012

Offenbar sind auch im Westen viele Gläubige entschlossen, schnurstracks ins Mittelalter zurückzukehren, damit sie endlich wieder gefahrlos Frauen schurigeln können. "Es geht schon wieder los", berichtet Garance Franke-Ruta. "Diesmal hat der republikanische Abgeordnete Todd Akin das zeitgenössische Äquivalent zu dem frühen amerikanischen Glauben breitgetreten, nur Hexen würden nicht untergehen, als er im Interview mit einer lokalen Radiostation in Missouri verkündete, eine 'echte Vergewaltigung' führe nicht zu einer Schwangerschaft. 'Nachdem was ich von Ärzten weiß, ist eine solche Schwangerschaft sehr selten', erklärte Akin im Interview mit KTVI-TV. 'Wenn es eine echte Vergewaltigung ist, dann kennt der weibliche Körper Wege, sich gegen eine Schwangerschaft zu verschließen.'" Dieser Schwachsinn ist nicht neu. Franke-Ruta zitiert einige haarsträubende Beispiele, darunter den republikanischen Politiker Stephen Freind, der laut Philadelphia Daily News 1988 erklärte: "Die Chancen, dass eine vergewaltigte Frau schwanger wird, 'stehen eins zu Millionen und Millionen und Millionen'. Der Grund dafür sei, so Freind, dass die traumatische Erfahrung einer Vergewaltigung bei der Frau dazu führe, dass sie 'ein bestimmtes Sekret absondert', das Spermien tötet."

Ob die edlen Lebensschützer die krebskranke Sechzehnjährige gerettet hätten, die in der dominikanischen Republik starb, nachdem man ihre eine Chemotherapie verweigert hatte mit der Begründung, dies würde ihren knapp drei Monate alten Fötus gefährden?
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Archiv: Atlantic
Stichwörter: Mittelalter

Espectador (Kolumbien), 18.08.2012

Héctor Abad schreibt in Sachen Julian Assange Klartext: "Die Ziele von Wikileaks waren und sind weiterhin lobenswert: Die Offenlegung der korrupten Machenschaften autoritärer Regierungen und die vom Westen während seiner 'humanitären Kriege' begangenen Gräueltaten. Der Assange zur Last gelegte Sexualdelikt ist dagegen ein Vorwand bzw. eine Hilfskonstruktion: Ecuador hat Schweden angeboten, Assange in der ecuatorianischen Botschaft zu verhören, wie auch, ihn den Schweden zu übergeben, wenn sie ihn nicht ausliefern. Die USA wollen Assange jedoch exemplarisch bestrafen, damit alle Welt die Botschaft erhält: Lasst euch bloß nicht einfallen, euch nochmal in unsere Staatsgeheimnisse einzumischen. Wenn Assange etwas 'vergewaltigt' hat, dann die Geheimhaltung schmutzigster Regierungsverbrechen und krasser Korruptionspraktiken von Unternehmen. Deshalb wird er verfolgt, und nicht, weil er mit zwei Personen zweimal statt einmal und ohne statt mit Kondom Sex gehabt hat."
Archiv: Espectador
Stichwörter: Julian Assange

Economist (UK), 18.08.2012

Der Einfluss sozialer Medien und neuer Digitaltechnologien auf die Revolutionen im arabischen Raum wurde oft kommentiert, in diesem Artikel erfährt man unterdessen, wie beides auch den Islam selbst ins digitale Zeitalter hievt, den Warnungen von religiösen Hardlinern (die zum Beispiel Chatprogramme ablehnen, weil "sie zum Flirt verführen") zum Trotz: "Viele Smartphone-Apps befriedigen religiöse Bedürfnisse. Einige führen nahegelegene Moscheen und Geschäfte, die halal sind, an. Salah 3D ist ein iPhone-Guide wie man betet. ... Auch auf Muslime zugeschnittene Websites sind im Kommen. Artik Kuzmin, ein türkischer Unternehmer geht demnächst mit Salamworld, einem Facebook für Muslime, ans Netz. ... 'Im Islam ist weit mehr zulässig als die Leute glauben', erklärt Abdelaziz Aourag, der vom sicheren Amsterdam aus Al Asira betreibt, einen Online-Shop für Sexbedarf, der für sich in Anspruch nimmt, mit der Sharia übereinzustimmen."
Archiv: Economist
Stichwörter: Apps

Nepszabadsag (Ungarn), 12.08.2012

Die Krise Europas ist in aller Munde, der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán spricht gar vom Untergang des Abendlandes. Der ehemalige österreichische Vizekanzler Erhard Busek sieht das im Interview mit Edit Inotai nicht so damatisch: "Ich bezweifle, dass sich die Nationalgefühle wirklich verstärkt haben. Was sich vielmehr verstärkt hat, ist der Egoismus. Dazu gibt es ein passendes Wiener Sprichwort: 'Alle denken an sich, nur ich denke an mich'. Dieser Satz ist charakteristisch für die heutige Zeit. Meiner Ansicht nach interessieren sich die Menschen nicht für Nationalgefühle oder für primitive Religiosität, sondern für Werte, die die Gesellschaften zusammenhalten. Und Europa ist solch ein Wert. [...] Was unser Kontinent jetzt braucht, ist eine klarere Sprache, nicht nur bei den Politikern untereinander, sonder auch zwischen Ländern und Gesellschaften. Dies wäre die Aufgabe der europäischen Eliten, die jedoch jetzt ebenfalls kränkeln. Vor und nach den Systemwechseln war diese Debatte lebhafter, doch jetzt scheint der 'Untergang des Abendlandes' auch die europäische Intelligenz befallen zu haben."
Archiv: Nepszabadsag

Wired (USA), 17.08.2012

Ach was, Weltuntergang, winkt Matt Ridley ab. Der Autor der Website Rational Optimist und Kolumnist beim Wall Street Journal lehnt sich allen apokalyptischen Konjunkturen zum Trotz entspannt zurück und lässt die zentralen Szenarien der Weltuntergangsfolklore der letzten 40 Jahre Revue passieren: Die vier apokalyptischen Reiter, die er dabei identifiziert, sind "Angst vor Chemikalien", "Seuchen", "Überbevölkerung" und "Ressourcenmangel" - und nichts davon habe sich bei rückblickender Betrachtung als derart bedrohlich herausgestellt wie zuvor angenommen. Seine zentrale Stütze bildet dabei ein ausgeprägter Techno-Optimismus: "Genau wie Regulation die Klimakrise verschärfen kann - Biokraftstoffauflagen haben nicht nur die Zerstörung des Regenwalds und die Freisetzung von Kohlenstoff vorangetrieben, sondern auch Millionen in Armut und Hunger getrieben -, kann Technologie sie lindern. ... Die Menschheit ist ein sich rasant bewegendes Ziel. Wir werden unsere ökologischen Bedrohungen zukünftig bekämpfen, indem wir ihnen da, wo sie sich erheben, energisch entgegen treten, und nicht mit einer von Worst-Case-Szenarios angestachelten Massenpanik."

Weiteres: Peter Schwartz sieht die Hegemonie von Öl und Gas im Energiehaushalt auch weiterhin nicht bedroht, ganz im Gegenteil. Kevin Kelly spricht mit dem Öko- und Internet-Aktivist Stewart Brand, der in den 80ern erste Netzforen für Umweltschutz gründete und heute aus dem Staunen über die technologischen Möglichkeiten von Biohacking, Gentechnik und Kernfusion nicht mehr herauskommt. Den lesenswerten Artikel zum automatisierten Light-Speed-Trading hatten wir bereits in der Magazinrundschau vom 07.08. vorgestellt.
Archiv: Wired
Stichwörter: Hegemonie, Kevin Kelly

Revue des Droits de l'Homme (Frankreich), 13.07.2012

Frankreich ist sehr stolz auf seine laizistischen Traditionen, in kaum einem Land sind Staat und Religion strikter getrennt. Die Beschneidung der Jungen wird dennoch ohne Probleme praktiziert, schreibt Céline Fercot in einem sehr sachlichen Artikel über die Diskussion in Deutschland und Frankreich in der Revue des Droits de l'Homme. Auch in Frankreich ist das Thema von Zweideutigkeiten und Tabus umgeben, erläutert sie. Beschneidung widerspreche zwar den Gesetzen über die körperliche Unversehrtheit, gerade von Kindern, die nicht religionsmündig sind : "Sie profitiert aber von einer Art Toleranz auf Gewohnheitsbasis, die sich wohl zumindest zum Teil aus der Furcht erklärt, antisemitische oder islamophobe Reaktionen auszulösen. Sie könnte allerdings sehr wohl als Ordnungswidrikeit betrachtet werden: In diesem Fall müsste man die Grenzen in Betracht ziehen, die den Religionen im Namen der öffentlichen Ordnung auferlegt werden können - basierend auf dem Gesetz zur Trennung von Staat und Religion von 1905."

Financial Times (UK), 17.08.2012

Clemency Burton-Hill besucht den Filmkomponisten John Williams auf einen Plausch. Zu ihrem Erstaunen arbeitet der mit Oscars überhäufte Meister auch heute noch mit Stift und Papier und verfügt über keine Angestellten, nicht einmal einen Assistenten. Auch dass er gar nicht sonderlich filmbegeistert ist, überrascht: "'Ich habe mich nie nennenswert für das Kino interessiert', räumt er ein. 'Nie. Selbst als junger Mann nicht. Ich habe mich allein wegen der Studioorchester in Hollywood für Filmmusik zu interessieren begonnen.' ... Als Teenager hörten sich John Williams und seine Freunde Filmsoundtracks an und machten sich einen Spaß daraus, die jeweiligen Ensembles zu identifizieren. 'Wir wussten, dass es sich, sagen wir, um das Warner Bros. Orchestra handelt, denn damals - anders als heute, wo ein oder zwei freiberuflich arbeitende Gruppen alles aufnehmen - ware es nicht immer dieselben Leute, die jeden Film aufnahmen. In der Isolation, ein paar Meilen weg von Los Angeles, kam eine inspirierende Indiviualität aus dem Studiosystem. Heute ist das ganz anders. Es ist eine verschwundene Welt.'"

Hier führt das Prager Filmorchester Williams' "Imperial March" aus "Krieg der Sterne" auf - mit prominentem Besuch:


Folio (Schweiz), 01.08.2012

Soja - die gesunde Bohne? Na ja, meint NZZ Folio, das dem Shooting star unter den Nahrungsmitteln ein eigenes Heft widmet. In Brasilien und den USA führt der Sojaanbau zu riesigen Monokulturen, für die fleißig Regenwald abgeholzt wird, berichtet Tjerk Brühwiller. Der größte Sojaproduzent der Welt, die USA, baut praktisch nur noch genmanipulierten Soja an, den sich Gentechnikkonzerne wie Monsanto von den Bauern teuer bezahlen lässen, erklärt Dirk Asendorpf.

Und Soja stillt heute keineswegs den Hunger der Menschen - über 97 Prozent der geernteten Soja werden an Vieh verfüttert, vor allem in China, wo riesige Schweinezuchtanlagen den wachsenden Fleischkonsum der Chinesen stillen. Die eigene Sojaproduktion wurde lange vernachlässigt, berichtet Xifan Yang. Heute kann sie mit der Konkurrenz nicht mithalten, vor allem, weil sie keine billige genmanipulierte Soja anbieten kann: "Trotz der enormen Nachfrage ist chinesische Soya auf dem Heimatmarkt bisweilen derart chancenlos, dass Bauern in der Mandschurei ihre Erträge exportieren müssen, vorwiegend nach Japan, Südkorea oder Europa. China zählt zu den weltweit größten Exporteuren von Bio-Soyabohnen. Die Ausfuhrmengen sind aber vergleichsweise gering, 350 000 Tonnen oder 0,5 Prozent des jährlichen Gesamtverbrauchs. 'Es ist verrückt', sagt Ma Wenfeng. 'China exportiert teure, qualitativ hochwertige Soya und deckt sich mit minderwertiger Soya ein.'"
Archiv: Folio

Quietus (UK), 17.08.2012

Im Online-Musikmagazin würdigt Charlie Fox die sorgfältig edierte Doppel-LP-Neuauflage des experimentellen Soundtracks von David Lynchs Debütfilm "Eraserhead" und nebenbei auch Lynch als Meister der unheimlichen Geräusche. Insbesondere das Stück "In Heaven" ist ein wahrer Albtraumgarten: "Ähnlich wie das Sounddesign in 'The Shining' oder Tarkowskijs 'Stalker' (deren Soundtracks jeweils eine ähnlich luxuriöse Aufbereitung verdienten) ist 'Eraserhead' durch seine obsessive Aufmerksamkeit für gespenstische Zonen, unheimliche Echos und jene Schauder gekennzeichnet, die durch verlassene Räume ziehen. In allen dreien finden sich reichhaltige geisterhafte Klänge, doch was 'Eraserhead' am ehesten in die Nähe eines hauntologischen Projekts rückt, ist der untrügerische Sinn für Traurigkeit. Peter Ivers 'In Heaven' tritt wie die Erscheinung eines Kindes, das dich ins Jenseits ziehen will, aus einer Wüstenei hervor. Seine traumwandlerische Melodie und der Text, der so einlullend ist wie ein Wiegenlied ('In Heaven, everything is fine') sind tief verstörend, ein Gefühl, das noch verstärkt wird, weil dieses Lied zugleich so bestrickend und süchtigmachend ist. Nach einem Nuklearkrieg wäre es auf Platz 1 der Charts."

Dazu passed: Pitchfork hat sich mit Lynch über die Neuauflage des Soundtracks unterhalten. Und ob Fox' Einschätzung von "In Heaven" gültig ist, lässt sich bei Youtube überprüfen:


Archiv: Quietus
Stichwörter: Youtube
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Archiv: Magazinrundschau

Das verrückte Universum der Killer

14.08.2012. Selbst in Silicon Valley wird fleißig gebetet, berichtet die Financial Times. In der lateinamerikanischen Literatur hat der Narco die fliegenden Frauen als Hauptfigur abgelöst, erzählt Jorge Volpi in The Nation. Wo sind die ungarischen Schriftstellerinnen, fragt Anna Menyhért in Nepszabadsag. Outlook India feiert den Sozialrevolutionär Bhimrao Ramji Ambedkar. Rue 89… Mehr lesen

Die Selbstzensur der Kultur fällt weg

07.08.2012. Laut Rue 89 sind die Frauen in Tunesien nicht mehr gleich, sondern komplementär. Im TLS wünscht Vladimir Nabokov gute Träume nach einem k.o.-Schlag. Im New Republic hört Amartya Sen das Bellen der Hunde Europas. In Eurozine erzählt Abbas Khider, wie man in zwei Sprachen lebt. Wired erklärt, wie man Aktienkurse… Mehr lesen

Mjam-Mjam-Gelb

31.07.2012. ICIJ schildert den Handel mit menschlichen Organen, an dem die deutsche Firma Tutogen maßgeblich beteiligt ist. Vanity Fair sieht zu, wie Microsoft verfettet. In den Blättern bilanziert Arundhati Roy zwanzig Jahre ökonomische Liberalisierung in Indien. Walrus porträtiert eine Madonna des viktorianischen Zeitalters. Die LRB schwimmt mit den Haien. Der… Mehr lesen

Eine ziemlich verzweifelte Sache

24.07.2012. In Elet es Irodalom erzählt der Schriftsteller Balázs Györe, wie er versuchte, mit einem Roman seine Stasiakte als Wirklichkeit zu begreifen. Gentlemen's Quarterly fährt nach Utoya. MicroMega erklärt die Eurokrise. In The New Republic erzählt Walter Kirn, wie sein Vater Mormone wurde. Im New York Magazine sieht Martin Amis die… Mehr lesen

Hey, hier ist Amerika

17.07.2012. Bloomberg staunt über das Vermögen der Mormonenkirche. Slate erzählt, wie in den sechziger Jahren ein Ring aufgedeckt wurde, der sich auf die Erpressung von Homosexuellen spezialisiert hatte. In Polityka schimpft Dorota Maslowska über das Internet, den Kapitalismus und den Niedergang der Buchkultur. In Harper's erklärt der Autor Gideon Lewis-Kraus,… Mehr lesen

Das Werk von Verrückten

10.07.2012. In n+1 erklärt David Auerbach, warum wir immer dümmer werden müssen. In der New York Review of Books stellt Michael Chabon die Taube auf seinem Hut vor. Im Espresso plädiert Roberto Saviano für die Legalisierung von Drogen. Prospect studiert online in Stanford. Das Boston Magazine schildert das harte Leben von… Mehr lesen

Das Universum entschied

03.07.2012. In La Regle du Jeu wehrt sich der Rabbiner Yeshaya Dalsace gegen den Vorwurf Michel Onfrays, das Judentum habe den Monotheismus verbrochen. Bloomberg untersucht die Finanzen von Nummer 2 in China. Gatopardo stellt einige echte Mutbürger vor. Der Merkur klagt: Angela Merkel ist so langweilig. In Edge erklärt Joichi Ito… Mehr lesen

Reines Handeln

26.06.2012. Il Sole 24 Ore freut sich auf die restaurierte Fassung von Sergio Leones Filmklassiker "Es war einmal in Amerika". In der Do-ocracy ist Aufmerksamkeit des Schwarms die Belohnung für Handeln, erklärt Wired am Beispiel von Anonymus. Nepszabadsag erklärt, was heute in Ungarn als kleiner Schönheitsfehler durchgeht. The Nation wird… Mehr lesen

Ich habe mich auf Yoga verlegt

19.06.2012. Le Monde beobachtet, wie nach der Wirtschaft jetzt auch die griechische Kultur zusammenbricht. In der Lettre erklärt William Langewiesche das System Camorra. The New Republic besingt die Schönheit des Helden, der seinem Gefängnis entkommt. Die New York Times bewundert die unternehmerischen Erfolge des Joaquin Guzman. Der Economist staunt über… Mehr lesen

Die Kräfte, die die Blitze schleudern

12.06.2012. Der New Yorker verfolgt die Tragödie des reichsten Landes der Welt, das nichts erzeugt. Der Economist setzt zur Rettung des Journalismus auf milliardenschwere Philanthropen. Rue 89 hofft auf Subventionen vom Staat. Nepszabadsag warnt vor den Freunden des Volkes. Das TLS feiert Charles Darwins kruden englischen Stil. Vanity Fair porträtiert… Mehr lesen

Die Schönheit der Sieger

05.06.2012. The New Republic, die New York Times und Vanity Fair singen das Loblied dreier Schulabbrecher, aus denen dann doch noch was wurde. Im Merkur sucht Thomas Hettche das Soldatische in Deutschland und findet es in Pergamon. In der LRB verkündet Slavoj Žižek das Ende der Demokratie (hinten anstellen, bitte).… Mehr lesen

Na bravo, wirklich vorbildlich

29.05.2012. Im New Yorker erzählt Colson Whitehead, was B-Pictures ihn über die Kunst lehrten. In El Pais Semanal möchte der Philosoph Javier Gomá Lanzón nach einem Gin Tonic gern auch mal nicht vorbildlich sein. In Eurozine erklärt Michael Ignatieff, warum Empathie nicht verwaltet werden kann. La Regle du Jeu feiert… Mehr lesen

Liebe, Revolution und Verrat

22.05.2012. Die Tscherkessen möchten 2014 keine Olympischen Winterspiele in Sotschi: Man könnte auf den Knochen ihrer ermordeten Vorfahren Ski fahren, berichtet Newsweek. Die Italiener müssen verstehen, dass Demokratie auch ohne Spektakel eine interessante Sache ist, meint Roberto Saviano im Espresso. Museen, fürchtet die türkische Regierung, ruft der Economist. Die LRB… Mehr lesen

Nur Geld wird nie müde

15.05.2012. Mark Zuckerberg hat heute Geburtstag. 28 Jahre alt wird er und noch diese Woche voraussichtlich 25 Milliarden Dollar schwer: New York Magazine und New York Times? Sind beeindruckt. Der Economist? Nicht so sehr. Le Monde diplomatique wundert sich über die griechischen Kommunisten. Die Franzosen wollen keine Frühaufsteher mehr sein,… Mehr lesen

Sehnsucht nach absoluter Zeitgenossenschaft

08.05.2012. Die Zukunft der Lyrik liegt im "unkreativen Schreiben", behauptet die Boston Review. Gute Übersetzer beherrschen das Handwerk des Mamporrero, behauptet El Espectador. Seit es Internet gibt, machen Bücher über Musik dem Leser mehr, dem Autor weniger Spaß, behauptet das TLS. Micromega fordert mehr Commons. In Le Monde diskutieren Edgar Morin… Mehr lesen