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Magazinrundschau
Die Magazinrundschau
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30.08.2004. Im Espresso träumt Andrzej Stasiuk von Kalabrien. In der London Review hat Slavoj Zizek eine Frage an Timothy Garton Ash: Wie stehen wir zum globalen Kapitalismus? Der New Yorker denkt ans Essen. Prospect präsentiert das Ergebnis der urinnersten Gedanken einiger Präsidentschaftskandidaten. Literaturen folgt deutscher Literatur nach Russland. Der Spiegel beschreibt ein Wunder in Haiti. In Le Point stellt Art Spiegelman seinen Comic über den 11. September vor. In Plus-Minus erinnert sich Adam Zagajewski an die Zeit, als er ein kleiner Revisionist war. In Logos unterscheidet Jürgen Habermas Kritik an Amerika von Antiamerikanismus.
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L'Espresso (Italien), 02.09.2004
Der Schriftsteller Andrzej Stasiuk träumt so eindrucksvoll von Kalabrien, dass man gleich die Koffer packen möchte. Der Süden Italiens erscheint ihm als besonders gelungene Inkarnation der Peripherie Europas, die ihn ja seit je anzieht. "Ich werde mit leichtem Gepäck reisen und die Ferienorte meiden wie die Pest. Im Sommer ähneln die Strände mittelalterlichen Höllenvisionen. Ich werde so etwa fünfzig italienische Worter lernen und mal sehen, wie man in dieser gegend per Anhalter weiterkommt. Ich werde einen Schlafsack dabei haben, unter freiem Himmel nächtigen und mir so die Herberge sparen. Sicher werde ich Angst vor den Taranteln haben, aber es wird Wein geben, um die Angst nach und nach zu verdünnen. Auf dem Land und in der Stadt werde ich den Schatten suchen. Ich weiß, dass man auf dem Marktplatz entlegener Dörfer den ganzen Tag zusammen im Schatten verbringen kann und das wichtiger sein kann als alle Museen in Rom und Florenz."
Weiteres: Gigi Riva unterhält sich für die Titelgeschichte mit dem italienischen Innenminister Giuseppe Pisanu, der beinahe lustvoll von der steigenden Terrorgefahr an allen Fronten berichtet. Eleonora Attolico freut sich auf das Kinofestival in der Kalsa, dem wunderschönen, einst arabischen Viertel der Altstadt Palermos. Monica Maggi besingt die erotische Komödie, eine italienische Besonderheit der Nachkriegsjahrzehnte, die derzeit späte intellektuelle Lorbeeren erntet: "Der Mechanismus, der den Erfolg dieser Produktionen ausmachte, war so simpel wie wirksam: man bringt das typische erotische Wunschbild des durchschnittlichen männlichen Italieners auf die Leinwand, ohne erhobenen moralischen Zeigefinger, dafür aber mit Gags, buntem Treiben und Unterhaltung."
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The New Yorker (USA), 06.09.2004
Der New Yorker widmet sich in dieser Woche schwerpunktmäßig dem Essen und Trinken. In einer herrlichen Rezension bespricht Adam Gopnik das Buch "Noble Rot" (Norton) von William Echikson, in dem quasi die Geschichte des weltweiten Siegeszugs französischer Spitzenrotweine aus Bordeaux seit den siebziger Jahren erzählt wird - und der revolutionären Veränderungen, die der amerikanische Weinkritiker Robert Parker in Bordeaux ausgelöst hat, der wünschenswerte Charakteristika für Weine aufgestellt hat und danach Noten vergibt. "Einen Mann, der um die fünfzig Frauen liebt und dann eine Liste veröffentlicht, in der jede eine Note bekommt, würde man nicht als Kavalier bezeichnen. Er würde als Schuft gelten. Und das ist es mehr oder weniger, was viele Franzosen über Parker denken: sie bezweifeln nicht seine Zeugnisse, sondern seinen Charakter." (Lesen Sie auch das großartige Parker-Porträt von William Langewiesche aus Atlantic Monthly, ein Auszug auf Deutsch aus der Lettre.)
Auch die Kurzbesprechungen beschäftigen sich mit kulinarischen Themen, vorgestellt wird unter anderem eine Kulturgeschichte der Gewürze. In der Erzählung von Yoko Ogawa geht es um "The Cafeteria in the Evening and a Pool in the Rain". Und in einem Brief aus Südafrika erzählt Calvin Trillin vom "eigentümlichen Reiz" des Snoek, einem "langen, grätenreichen Fisch, der aussieht wie der Cousin eines Barracudas".
Weiteres: Alex Ross berichtet über neue Erkenntnisse bezüglich einer nichtautorisierten Biografie des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch. Dessen Biograf Solomon Wolkow hat eine Unterschrift, die das Gegenteil belegen sollte, vermutlich gefälscht; außerdem kritisiert Ross Konzerte eines Schostakowitsch-Festivals am Bard College. Nancy Franklin kommentiert die TV-Übertragungen der olympischen Spiele. Und Anthony Lane sah im Kino die Verfilmung von Thackerays Roman "Vanity Fair? durch Mira Nair ("der Roman bleibt für immer, der Film ist ein One-Night-Stand") und Zhang Yimous "Hero?, den er "kompliziert und fragil" findet.
Leider nur in der Printausgabe: die Fortsetzung des Schwerpunkts rund ums Essen, darunter eine Reportage über ein 37-Gänge-Menü, das dem Autor "vielleicht doch ein bisschen zu üppig" erschien, ein Bericht über ein auf "Absurdes" spezialisiertes Restaurant, Erinnerungen an "Lektionen aus einer hungrigen Kindheit", ein Artikel über die Herstellung von Pasta, den Vormarsch des Eisbergsalats und das Rätsel der Ketchup-Zusammensetzung sowie diverse Rezepte. Und wie immer Lyrik, diesmal von Yehuda Amichai, Jack, Gilbert und Gary Snyder.
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Outlook India (Indien), 06.09.2004
Die Demontage einer Gedenktafel hat einen schwelenden ideologischen Grundsatzstreit um indische nationale Identität entflammen lassen, und er dreht sich um einen Mann, der seit fast 40 Jahren tot ist - aber nicht in der kollektiven Erinnerung. Doch während Vinayak Damodar "Veer" Savarkar, der Vater des Hindu-Nationalismus, den einen als Nationalheld, Freiheitskämpfer und brillanter Autor in Erinnerung ist, gilt er den anderen als Inspiration oder sogar Anstifter des Attentats auf Mahatma Gandhi (er wurde nie verurteilt, aber seine Beteiligung gilt als erwiesen). Savarkar war ein führender Aktivist des antikolonialen Widerstands gegen die Briten, die ihn 1921 zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilten; elf Jahre war er im berüchtigten Cellular Jail auf den Andaman-Inseln inhaftiert, und ebendort wurde vor wenigen Monaten eine Statue eingeweiht, der eine Reihe von Tafeln mit Zitaten nationaler Figuren beigeordnet waren. Das Pikante: Die Gedenkstätte war von einem BJP-Minister in Auftrag gegeben worden, und es war sein Nachfolger von der Kongresspartei, der jetzt die Savarkar-Zitate entfernen ließ - und durch Worte Gandhis ersetzt hat. Saba Naqvi Bhaumik und Smruti Koppikar spekulieren über mögliche Auswirkungen. Und hier in aller Kürze das Wichtigste zu Savarkar.
Weitere Artikel: Der Schauspieler Amitabh Bachchan hat einen seltenen Auftritt im Wirtschaftsteil, und zwar als "Ein-Mann-Markenindustrie", der allen von sechs bis sechzig, und zwar quer durch die Schichten und überall auf dem Subkontinent, alles verkaufen kann: Stifte, Schmuck, Schokolade, und sogar Pepsi-Cola, die gerade einen Pestizidskandal hinter sich hat. Sanghamitra Chakraborty kann verstehen, warum. Bishwadeep Moitra hat die indische Band Orange Street (Hardrock plus Sufi-Poesie) auf ihrer Europatour begleitet und ist voller Enthusiasmus über die Reaktionen des Publikums von Tallinn bis London: "They like it. Hey, hey my, my, they LIKE THIS!" Hier was zum Hören! Und Manjula Padmanabhan lobt Shashi Deshpandes neuen Roman "Moving On".
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Literaturen (Deutschland), 01.09.2004
Über die verspätete Blüte der deutschen Literatur in Russland berichtet Irina Prochorowa im Magazin. In der Tat seien bis vor kurzem nichts als Grimms Märchen, Thomas und Heinrich Mann sowie DDR-Autoren verlegt worden. Dass dies eher an der zaghaften deutschen Kulturpolitik liegt als an einem historischen Nachtragen der Russen, zeigte sich anlässlich des Moskauer Kinofestivals, das dem bis dato in Russland völlig unbekannten Alexander Kluge gewidmet war. Die deutsche Botschaft in Moskau hatte im Rahmen des Festivals zu einem Dinner geladen, erzählt Prochorowa, "Gesprächsthema war ein Aufsehen erregender Zwischenfall vom Vorabend. Am 22. Juni hatte eine kleine, aber lautstarke Gruppe junger Leute neben dem Botschaftsgebäude eine Protestdemonstration veranstaltet, zum Gedenken an den Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion vor 63 Jahren. Bei dem Essen nahmen die deutschen Gäste diese Nachricht mit der traditionellen Demut und Verständnisbereitschaft auf; die russischen Gäste aber äußerten Unbehagen und Überraschung - einhellig hielten sie die Demo für unangebracht, für ideologische Eiferei."
Der Schwerpunkt (leider nicht online) ist Umberto Eco und seinem fünften Roman "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" gewidmet: Henning Klüver und Sigrid Löffler haben sich gar zu zweit an die Exegese des neuen Romans gemacht, Manfred Schneider porträtiert den "Bibliotheksphantasten" und Semiologen Eco, und Claudia Schmölders verweist auf die Schattenseiten von Ecos "Geschichte der Schönheit".
Weitere Artikel: Im Editorial mokiert sich die Literaturen-Redaktion über das für den 1.Oktober geplante ZDF-Spektakel "Unsere Besten. Das große Lesen". Zum Erscheinen ihres Romanerstlings "Alle Tage" (Leseprobe) hat Frauke Meyer-Gosau Terezia Mora getroffen, die gelegentlich Lust hat, ihre Protagonisten zu strafen - und es dann auch tut. Franz Schuhs Hartgesottenheit ist von Konops Krimi "Kein Kaddisch für Sylberstein" auf die Probe gestellt worden. Manuela Reichart schwärmt von Luchino Viscontis legendärer Mann-Verfilmung "Tod in Venedig", der es gelingt treu und eigen zugleich zu sein: "Man kann das Zeile für Zeile nachlesen. Trotzdem sieht alles ganz anders aus." Ironie ist auch nicht mehr das, was sie einmal war - Aram Lintzel vermisst die wahre Subversion auf der Webseite www.hausfrauenseite.de. Und was liest Werner Herzog?
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London Review of Books (Großbritannien), 02.09.2004
Slavoj Zizek, unvermeidlich auch in der englischsprachigen Welt, liest Timothy Garton Ashs neues Buch "Free World: Why a Crisis of the West Reveals the Opportunity of Our Time" (mehr hier). Vier Grundübel der heutigen Welt macht Ash in dem Buch aus, referiert Zizek: den Islamismus, die Gefahr in einem China, das sich nur zögernd demokratisiert, den Nord-Süd-Gegensatz und ökologische Probleme. Aber Zizek wirft dem Autor vor, nicht die gemeinsame Ursache dieser Übel zu benennen: "Die vier Probleme sind deutlich in der Dynamik des heutigen Kapitalismus begründet. Bei den ökologischen Problemen und dem Nord-Süd-Gegensatz liegt diese Verknüpfung klar auf der Hand. Aber ist nicht auch der Aufstieg des Islamismus bedingt durch den Widerstand der muslimischen Zivilisation gegen die soziale Dynamik des Kapitalismus? Und liegt die seltsame Wende Chinas nicht in dem Fakt, dass ein kommunistischer Staat voll und ganz auf eine kapitalistische Wirtschaft umgeschwenkt hat? Die Frage muss darum auf einem allgemeineren Niveau gestellt werden, als Garton Ash es gerne hätte: Wie stehen wir zum globalen Kapitalismus?"
Perry Anderson ist der Meinung, dass die Franzosen nicht nur die meisten, sondern auch die besten Bücher über Frankreich schreiben. Heutzutage jedoch, seufzt er in Erinnerung an die glorreichen Sechziger, sind das leider Bücher über Frankreichs Niedergang (oder wie soll man das nennen, wenn Bernard-Henri Levy und Michel Houellebecq zu prominenten Denkern erklärt werden?).
Weitere Artikel: Leicht befremdet zeigt sich Christopher Tayler von den "verwelkten Adjektiven", mit denen sich Louis de Bernieres in "Birds without Wings" in die literarische Überlebtheit manövriert. In Short Cuts sinniert Thomas Jones über die olympische Disziplin des Stabhochsprungs. Und schließlich: "Schließ die Augen - was heißt das visuell?" Hal Foster erfreut sich an der Retrospektive, die das New Yorker Whitney Museum dem Fotografen Ed Ruscha widmet, sowie an den Notizen und Interviews des Künstlers, die als Buch erschienen sind ("Leave Any Information at the Signal").
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Der Spiegel (Deutschland), 30.08.2004
Auf Haiti ist ein Wunder geschehen, erzählt Alexander Smoltczyk. "... sie waren da. Auch wenn die Luft vor Hitze flimmerte - das war kein Trugbild: die leibhaftigen Weltmeister, Ronaldo mit seinen Hasenzähnen, Roberto Carlos, klein, kahl und gemein, Roque Junior, Silva. Und Ronaldinho, dessen Bild auf den Märkten, in Öl gepinselt, angeboten wird, das Idol, der Geliebte, der Bruder. Die Selecao." Das Ergebnis? 6:0 für Brasilien, Frieden für Haiti. Organisiert wurde das Spiel übrigens von Haitis unorthodoxem Premierminister Latortue, seinem brasilianischen Kollegen Lula, der UNO und Taiwan.
Andre Heller, Leiter des Kulturprogramms der Fußball-WM 2006 in Deutschland, erzählt im Interview, was er so alles plant. Zum Beispiel Themenabende: "Was war Real Madrid unter dem Diktator Franco? Wie wird Fußball durch Berlusconi politisch missbraucht? ... Außerdem zeigen wir die Gedanken zum Spiel auf dem grünen Rasen von Ausnahmewesen wie Nelson Mandela über den Dalai Lama bis zu Garcia Marquez und Susan Sontag." Und dann natürlich die unvermeidliche Frage nach Godard und jenen Live-Übertragungen, bei denen er Regie führen soll: Wie soll das ausschauen? Heller: "Keine Ahnung. Er wünscht sich einige Kameras - und bekommt weiter keine Vorgaben."
Weitere Artikel: Joschka Fischer kommentiert im Interview die Lage rund um Hartz IV und die Reaktionen seiner Politikerkollegen: "Am meisten ärgere ich mich aber über den sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt. Der saß nachts ... bei den Scharfmachern Roland Koch und Christian Wulff. Jetzt denkt er darüber nach zu demonstrieren, weil ihm vor den Landtagswahlen der Frack brennt." Außerdem gibt es ein Interview mit dem ehemaligen Uno-Botschafter Richard Holbrooke, der zur Zeit Berater von John Kerry ist und im Falle von dessen Wahlsieg Nachfolger von Colin Powell im State Departement werden könnte.
Im Print: Hilde Schramm, Tochter des NS-Architekten Albert Speer, spricht im Interview über die Versäumnisse des Friedrich Christian Flick, ihr Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und ihren Vater. Der Titel widmet sich der "dunklen Welt der Folter".
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Plus - Minus (Polen), 28.08.2004
"Anfang der Siebziger war ich so ein kleiner Revisionist, der die Werke von Kolakowski studierte, Koestler las, etwas zu begreifen versuchte und weiterhin glaubte, dass man das auch von innen heraus reparieren könnte". Im Magazin der Rzeczpospolita erzählt der Schriftsteller Adam Zagajewski in einem Interview, wie der kommunistische Geheimdienst Mitte der Siebziger ungestüm versuchte, ihn anzuwerben. "Wir waren alle auf eine nebulöse Art und Weise links und deshalb betrachtete man uns als 'verirrte Brüder', denen man helfen und die Augen öffnen sollte." Die klassische Anwerbetaktik: Locken - "Gut gemeinter Rat" - Erpressen brachte aber keinen Erfolg. "Wir, die nicht in der Partei waren, hatten den Ruf von Künstlern, dem wir eine gewisse Immunität verdankten", berichtet Zagajewski.
Ryszard Terlecki vom Institut für Nationales Gedenken (offizielle Webseite) setzt sich kritisch mit dem historischen Bewusstsein der Polen auseinander und kommt zu der Feststellung, dass sich nach der Befreiung vom Kommunismus die Ignoranz gegenüber der eigenen Vergangenheit noch verstärkt hat, derweil "die Nachbarn Polens überlegt und konsequent am Image der eigenen Vergangenheit arbeiten". So werden die Deutschen "nicht nur als Verursacher des geschehenen Übels und nicht nur als seine Opfer dargestellt, sondern immer öfter auch als diejenigen, die am Kampf gegen die Tyrannei teilgenommen und geholfen haben, die Folgen des Krieges zu überwinden". Diese im Grunde positiven Tendenzen bleiben in Polen unbemerkt, und gleichzeitig "rufen Pläne zur Errichtungen eines Zentrums gegen Vertreibungen hysterische Reaktionen hervor". Aber "wo ist unser Zentrum gegen Vertreibungen", fragt Terlecki, "das nicht irgendeiner Entschädigung wegen errichtet wird, sondern um der Menschen zu gedenken, die in dem Teil Polens lebten, der aufgrund des Diktats von Jalta aufgegeben werden musste?"
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Prospect (Großbritannien), 01.09.2004
Äußerst unterhaltsam ist das Tagebuch, das Erik Tarloff während des großen Bostoner Parteitages geführt hat, der die Demokraten auf John Kerry einschwören sollte. Tarloff kennt jede Menge Insider und führt Buch über jede Rede und jedes Gerücht, vor allem aber über jedes Essen. Zum Beispiel das mit dem zynischen Journalisten-Freund, dessen Name nicht genannt wird und der Tarloff von den katastrophalen Schwierigkeiten mit Kerrys Abschlussrede erzählt: "Du hast doch Reden für Clinton geschrieben", sagt mein Freund jetzt, "also weißt du, was passiert, wenn ein Kandidat sich zurückzieht um sich zu besinnen und seine urinnersten Gedanken zu Papier zu bringen. Es passiert - NICHTS! Genau das passiert! Nichts! Nicht ein brauchbares Wort! Kerry spricht morgen Abend und sie sind kaum weiter gekommen als 'Meine demokratischen Freunde!'"
Weitere Artikel: Matt Cavanagh wirft Paul Seabright vor, in seinem Buch "The Company of Strangers" die Geschichte des Liberalismus als Geschichte der Menschheit darzustellen und den Nutzen von Autorität zu verkennen. Anlässlich der Londoner Aufführung von David Hares neuem Stück "Stuff Happens", das als Rückkehr des politischen Dramas gefeiert wird, gibt Michael Coveney zu bedenken, dass das Drama grundsätzlich politisch ist. Andrew Adonis schreibt einen späten und hymnischen Nachruf auf die Labour-Legende Roy Jenkins. Ein Jahr nach dem Bombenanschlag auf das UN-Quartier in Bagdad nennt Alexander Casella den von Gerald Walzer (der nicht gerade als Freund des beim Attentat umgekommenen Sonderbeauftragten Sergio Vieira de Mello gilt) vorgelegten Untersuchungsbericht eine unverschämte Farce. Und Julian Evans ruft uns Graham Greenes in Vergessenheit geratenes, "konkretes" Schreibethos ins Gedächtnis.
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Le point (Frankreich), 26.08.2004
Gleichzeitig in den USA, Großbritannien und Frankreich, aber nicht in Deutschland, so scheint's, erscheint Art Spiegelmans neuer Comic "In the Shadow of No Towers" (mehr hier und hier) über den 11. September. Le Point bringt ein schönes Gespräch mit dem Autor. "Wissen Sie, nach dem 11. September haben sich viele New Yorker der Lyrik zugewandt, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Wie ich es im Buch sage - man hörte genauso viele Gedichtlesungen wie Polizeisirenen. Ich dagegen habe mich den Comics des frühen 20. Jahrhunderts zugewandt. Schon weil Hearst und Pulitzer, die damaligen Pressetitanen, sie keine zwei Schritt vom Ort der späteren Türme erfunden haben. Dann auch, weil die Comics, die am Sonntag in illustrierten Beilagen erschienen, immer noch da sind, obwohl sie eigentlich mit dem Fisch, der damit eingewickelt wurde, verschwinden sollten. Statt dessen sind die Türme, die man für unzerstörbar hielt, in zwei Rauchpilze aufgegangen. Das Buch ist auch eine Reflexion über die Flüchtigkeit."
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Le Nouvel Observateur (Frankreich), 26.08.2004
Im Debattenteil macht sich der Philosoph und Sinologe Francois Jullien (mehr) von Athen bis Peking auf die "Suche nach dem Bösen" und seinen gegenwärtigen Abwandlungen. Er schreibt: "In der westlichen Philosophie hat die Frage nach dem Bösen und Negativen einen zentralen Stellenwert. Deshalb erscheint mir an der derzeitigen Ideologie des Alles-ist-positiv, an der Erwartung der universellen Versöhnung, etwas einigermaßen unerträglich zu sein. Als ob in einem erweiterten, friedlichen Europa die Eliminierung des Negativen endlich vor der Tür stünde. [?] Heutzutage kommt eine Art Verinnerlichung des Negativen zum Vorschein, die beispielsweise den Terrorismus oder die Gewalt produziert. Das Negative ist im Entschwinden begriffen. Im Gegensatz zu dieser albernen Vorstellung bin ich der Meinung, dass es keineswegs verschwindet; doch wenn es außen keinen Ort findet, an dem es sich manifestieren kann, zieht es sich nach innen zurück und nimmt neue zerstörerische Formen an."
Im Kulturteil schwelgt der Nouvel Obs im bevorstehenden Bücherherbst und stellt zahlreiche Neuerscheinungen vor. Ausführlich etwa zwei neue Bücher von Philip Roth (ein Roman und ein Band mit Gesprächen), der als "weltweit Nummer 1" gefeiert wird; zu lesen ist außerdem ein Interview mit Ross Miller, der mit der Arbeit an Roths Biografie begonnen hat, die 2013 zu dessen 80. Geburtstag erscheinen soll. Erklärte "Lieblingsbücher" des Obs sind "Le Premier Amour" von Santiago H. Amigorena (POL), "Sarinagara" von Philippe Forest und "La Reine du silence" von Marie Nimier (beide Gallimard), als "gewagteste" Neuerscheinung wird der Debütroman "Octave avait 20 ans" (Grasset) des 22-jährigen Gaspard Koenig gefeiert, der forsche Anleihen bei Proust nimmt. Weitere Orientierung durchs französische Büchermeer liefern die Tipps der Buchhändler und eine Übersicht über Erstlingswerke, die in dieser Saison offenbar alle einen deutlichen Ich-Bezug aufweisen.
Zu lesen ist schließlich ein Interview mit Francois Ozon ("Acht Frauen") über seinen jüngsten Film "5 x 2", in dem er in fünf Momenten die letztlich "tiefe Einsamkeit eines Paares" analysiert.
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The Economist (Großbritannien), 27.08.2004
"Non, je ne regrette rien." Aufmacher ist ein Rückblick auf die Präsidentschaft von George Bush (das Lied von Edith Piaf gibt es als mp3 dazu).
Einen beschwingten Nachruf widmet der Economist der (bis vor kurzem) quicklebendigen TV-Köchin Julia Child, der es zu verdanken ist, dass Amerika Französisch kochen lernte. Wohl aufgrund ihrer unkomplizierten Art, die die Schwierigkeit der Rezepte vergessen ließ: "Bei Missgeschicken wurde nicht lange gefackelt. Ein störendes Stück Brot warf sie über die Schulter mitten in die Topfpflanzen; einen verunglückten Kartoffelpuffer kratzte sie kurzerhand vom Herd und tat ihn zurück in die Pfanne; ihre Dritten rückte sie vor laufender Kamera zurecht."
Es ist noch gar nicht erschienen und sorgt schon für Aufregung: Im Business-Ratgeber "Hardball" erklären die zwei Wirtschaftsgrößen George Stalk und Rob Lachenauer, wie man erfolgreich ist. Das Besondere daran? Es darf gerne auch unfair zugehen (einen Vorgeschmack gibt es als - allerdings gebührenpflichtigen - Artikel in der Harvard Business Review).
Außerdem lesen wir, wie der Dolmetscher der Zukunft aussieht, dass John Kerrys Heldentaten im Vietnam zunehmend unter Beschuss geraten (und was daran glaubhaft ist), warum John Readers Buch über Städte ("Cities") ein lohnender Schmöker ist, dass das britische Gesundheitsamt demnächst Richtlinien gegen Stress am Arbeitsplatz herausgibt, dass Microsoft an der Entwicklung von "Ask MSR" arbeitet, einer Suchmaschine, die Fragen anhand der im Internet vorhandenen Informationen beantworten kann.
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Logos (USA), 01.08.2004
Die New Yorker Kulturzeitschrift Logos bringt ein sehr langes Interview mit Jürgen Habermas. Schwerpunkt des Gesprächs sind politische Themen: Habermas erläutert ausführlich seine Thesen über Kerneuropa, den Irakkrieg, Amerika und die Weltpolitik im Allgemeinen. Auch zur Verflechtung von Antiamerikanismus und Antisemitismus nimmt Habermas Stellung: "Das ist besonders in Deutschland problematisch, wo sich im Moment die Schleusen für eine narzisstische Beschäftigung mit den eigenen Opfern öffnen, die, gestützt von der öffentlichen Meinung, nach Gehör und Legitimität suchen, womit sie eine jahrzehntelange - durchaus notwendige - Zensur durchbrechen. Aber wir werden dieser Mixtur gewachsen sein,..., wenn es gelingt, das legitime Geschäft der Kritik an Bushs verhängnisvoller Vorstellung der Weltordnung überzeugend von beigemengten Antiamerikanismen freizuhalten. Und sobald das andere Amerika wieder erkennbare Konturen annimmt, wird dies jenem Anti-Amerikanismus, der nur als Tarnung für Antisemitismus dient, den Boden unter den Füßen wegziehen."
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The New York Times (USA), 29.08.2004
Wer hat den Bericht der Untersuchungskommission zum 11. September eigentlich gelesen, fragt Richard A. Posner und Originaltext des Dokuments und eine erstes Kapitel) zu spüren sei, preist Maureen Howards "Silver Screen" (empfiehlt einen Sammelband mit dem Oeuvre des formalistischen Dichters Donald Justice (reißen.
Für das porträtiert David Samuels die politische Aktivistin Susan Lindauer. Sie hatte vielfältige Kontakte zu Diplomaten arabischer Länder, mit denen sie sich über die Jahre immer wieder getroffen hat. Lindauerin bezeichnet sich als Kriegsgegnerin, das FBI hält sie für eine irakische Spionin. David Brooks stellt Joe Paterno vor, legendärer Footballtrainer, der es auch mit 77 Jahren einfach nicht lassen kann. Und James Traub
Archiv: Magazinrundschau
Morbid-intimes Sentiment
07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen
Pakt des Nicht-Lesens
31.01.2012. In der französischen Huffington Post erklärt die Philosophin Catherine Clement, warum der Griot Youssou N'Dour kaum Chancen hat, Präsident des Senegal zu werden. Womit haben wir Pitchfork verdient, fragt N+1. Businessweek porträtiert den Albtraum amerikanischer Verleger, Amazons Larry Kirshbaum. Peter Sloterdijk (in Le Monde) und Umberto Eco (im Espresso) denken über das Vergessen nach. Al Ahram begutachtet die Depression der jungen Revolutionäre in Ägypten. Das New York Magazine findet die neuen Dekabristen auch nicht gerade in Hochstimmung vor. Das TLS flüchtet zu den Kaminfeuern des britischen Landadels. Mehr lesen
So roch die Welt der Männer
24.01.2012. Wie schnell man sogar als Ingenieur arbeitslos werden kann, lernt die NYT. Eh alles nur bezahlte Bourgeoisie, schnaubt Slavoj Zizek in der London Review. Il Sole weint über einen lachenden Vincenzo Consolo. In Newsweek warnt Simon Schama die Amerikaner vor der kulturellen Nekrophilie der Briten. In Babelia ruft Javier Goma Lanzon: Lobt mich! Outlook India ärgert sich über die Feigheit indischer Politiker vor religiösen Fanatikern. GQ erzählt von einem gruseligen Fall von Webcam-Hijacking. In der NYRB sucht Simon Leys mit Liu Xiaobo die Wurzeln des heutigen Zynismus. Quo vadis, Hungaria, fragt Osteuropa. Mehr lesen
Ständige Verwirrung
17.01.2012. Im Guardian blicken arabische Autoren nach vorn. The Atlantic betrachtet eine Jammergestalt im Chanelkostüm. In Nepszabadsag erkennt der Dramatiker György Spiro im heutigen Ungarn das Frankreich des 19. Jahrhunderts. In Open Democracy wünschen sich Boris Akunin und Alexej Nawalnyj, Russland hätte die gleiche Anziehungskraft wie Amerika - oder China. Businessweek findet Microsofts Steve Ballmer nicht so irrelevant wie Steve Jobs. The Awl verkündet das grünste Ding in Sachen Bestattung. Mehr lesen
Archiv: Magazinrundschau
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Hm, das ist komisch
10.01.2012. Werden Bücher bald eine Art Wiki von Autor und Übersetzer, fragt Il Sole 24 Ore. Rue 89 berichtet aus dem Tangokrieg in Buenos Aires. Wie wurde Luther populär? Mit Hilfe sozialer Netzwerke, weiß der Economist. In Guernica spricht die koreanische Dichterin Kim Hyesoon mit der Stimme des Außenseiters. Die Boston Review denkt mit Michael Nielsen über wissenschaftliche Evidenz nach. In Vanity Fair lässt Christopher Hitchens ein, zwei Dostojewskis fallen. Der New Yorker schildert den Einstieg Youtubes ins TV-Geschäft. Mehr lesen
Das Ohr des Präsidenten
03.01.2012. Es ist ja doch was dran an diesem französischen Philosophen mit der üppigen Haarmähne, staunen New York Magazine und TLS. Die Revista Piaui porträtiert einen irakischen Geologen, der die Norweger vor ihrer Ölindustrie beschützt hat. Die New York Review of Books stellt nach Lektüre der Briefe von Georgia O'Keefe und Alfred Stieglitz fest: schlechte Behandlung macht die Frau zum Charakter. Al Ahram veröffentlicht das Manifest eines ehrenwerten Bürgers. Slate.fr meldet: Auf kanadischen Webseiten kann man jetzt legal und kostenlos Celine runterladen. Wired begutachtet das United Artists des Internets. Mehr lesen
Blicken Sie ins Dunkel
20.12.2011. In der Lettre erklärt Peter Nadas, an welcher Station die Ungarn auf ihrem langen Marsch in die Demokratie gerade angekommen sind. Im New Statesman rühmt Slavoj Zizek die Mordmaschine Coriolanus. Im Guardian staunt Julian Barnes über den Unterschied zwischen Essay und Essai. In Elet es Irodalom erkennt Adam Michnik keinen Unterschied zwischen lechts und rinks mehr. Nonfiction.fr fordert eine Liberalisierung der Migration. Prospect skizziert die Zukunft der Literatur: Sie ist kurz, aber ernst. Mehr lesen
Die Treppe für Texte
13.12.2011. Alles hat sich in den letzten dreißig Jahren verändert, nur in den Künsten herrscht Stillstand, meint Vanity Fair. Manchmal ändern sich die Dinge auch im Untergrund, meint die NYT mit Blick auf das Alphabet N'Ko. In der LRB meldet Jenny Turner den Tod der Schwesterlichkeit. Guernica stellt das Festival LagosPhoto vor. Der Kindle ist ein Buch, freut sich Martin Caparros in Letras Libres. In The Nation setzt sich Jorge Volpi mit dem Liberalismus Enrique Krauzes auseinandern. In Le monde diplomatique feiert Tim Parks die mobilisierende Kraft des Wuchers. Mehr lesen
Diese glühbirnenköpfige Kreatur
06.12.2011. Wired porträtiert den neuen Steve Jobs: Jeff Bezos. Telerama empfiehlt eine neue Lektüre von Frantz Fanon. Die Columbia Journalism Review verteidigt den institutionellen Journalismus. In MicroMega geißelt Roberto Saviano die Omerta in Norditalien. Für Salon.eu.sk blickt Viktor Jerofejew in den Kreml-Himmel. In der NYRB setzt Daniel Kahnemann ganz klar auf System Zwei. Im Guardian erzählt der Kinderbuchautor Shaun Tan, was Australier mit Finnen gemeinsam haben. Und in Guernica erklärt Occupy-Erfinder Kalle Lassn, warum er heute eher die Zionisten als die Juden der Kriegstreiberei bezichtigen würde. Mehr lesen
Lesen, aber nicht berühren
29.11.2011. Marokkaner sind genauso freiheitshungrig wie Tunesier, erklärt der Aktivist Hisham Almiraat in open Democracy. Aber ihre Eliten sind feige, fürchtet der marokkanische Journalist Driss Ksikes in Le Monde. Im Merkur verabschieden sich Karl Heinz Bohrer und Kurt Scheel. Die LRB reist nach Griechenland. El Pais Semanal unterhält sich mit dem Sohn des letzten spanischen Scharfrichters. Der New Yorker bescheinigt der Fantasyliteratur einen Sinn für Verlust. Mehr lesen
Ein veritabler Brocken
22.11.2011. Die Columbia Journalism Review erzählt am Beispiel der Zeitung San Jose Mercury News, wie man kämpfen und trotzdem verlieren kann. Capital New York erzählt, wie die Huffington Post zum journalistischen Schwergewicht werden will. Prospect überlegt, wie man Computerspiele für den Film fruchtbar machen kann. Elet es Irodalom warnt vor der Vertreibung des sozialistischen Fußballs aus der ungarischen Geschichte. Der Berlusconismus funktioniert auch ohne Berlusconi, fürchtet MicroMega. Vorsicht vor pakistanischen Kleintransportern, warnt The Atlantic. Mehr lesen
Aber man vibriert
15.11.2011. Den Buchhandlungen geht es gut, meldet Bloomsberg Businessweek, solange sie klein sind. Telerama stellt französische Pioniere des Internetjournalismus vor. Im New Yorker geht Jane Kramer ihr Essen sammeln. In El Espectador denkt Hector Abad positiv, John Gray in The New Republic negativ. In Eurozine beruhigt Charles Taylor einen polnischen Linkskatholiken: der Klassenkampf ist ausgetragen. In der Boston Review möchte Lawrence Lessig, dass die Amateure regieren. Im Walrus Magazine sucht Toni Jokinen mit Richard Strauss den Italiener in sich. Mehr lesen
Das Kulturerbe der Muppets
08.11.2011. Eltern können sich ändern, sogar, wenn sie irisch-katholisch sind, erzählt Anne Enright in der Montreal Gazette. Im Iran redet man, um zu schweigen, erklärt Amir Hassan Cheheltan in Guernica. Das TLS liest, wie sich Samuel Beckett gegen James Joyce behauptete. 1000 Belgier schaffen mehr als eine Regierung, behauptet das Manifest des G1000. "Das System gefällt uns nicht!" ruft Magyar Narancs. Mehr lesen
Die Früchte der Revolution
01.11.2011. Der New Yorker reist nach Libyen. Ohne Universalismus gibt es keine Menschenrechte, erklärt Caroline Fourest in Le Monde. Der Grüne ist klassenlos, behauptet der Merkur. Il Sole 24 Ore findet nur noch Italiener, aber kein Italien mehr. Die New York Times erklärt am Beispiel von Pauline Kael, wann es für Kritiker Zeit ist aufzuhören. Mehr lesen
Warum nicht alles?
25.10.2011. In Ägypten ist die Opposition mit dem Beifahrersitz zufrieden, erzählt The Daily Beast. Al Ahram plädiert dafür, dass die Kopten nicht so für sich bleiben. Haaretz interviewt Salman Rushdie. Fast Company kündigt den Großen Krieg 2012 an. In Babelia erklärt der Philosoph Jose Luis Pardo, wie wir ganz leicht aus der Finanzkrise herauskommen. Die NYT besucht Haruki Murakami. Mehr lesen





