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Literaturbeilagen

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Link des Tages

Der Kopfstoß des Zinedine Zidane

10.07.2006. "Coup de boule a droite, coup de boule a gauche, allez les Bleus": Jetzt gibt es den Kopfstoß des auch schon als Sommerhit zum Mittanzen. Dies und alles weitere über Zinedine Zidane qui ne regrette pas.
Italien ist Weltmeister, Deutschland wurde Weltmeisterfan. Doch alle Welt fragt sich, was Zinedine Zidane dazu gebracht hat, die Nerven zu verlieren und seine Karriere mit einer Attacke gegen den italienischen Verteidiger Marco Materazzi zu beenden.

Wir haben ein ein wenig in den internationalen Zeitungen und Blogs gestöbert. Die deutschen Zeitungen haben wir ja schon ausführlich in der Feuilletonrundschau zitiert.


14. Juli 2006


Welch kreative Energien so ein Stoß mit dem Kopf doch freisetzt: Die Franzosen haben ihren neuen Sommerhit: Coup de boule. Der Text ist ganz einfach: "Attention, c'est la danse du coup de boule. Coup de boule a droite, coup de boule a gauche, allez les Bleus, Zidane il a frappe, Zidane il a tape... l'arbitre l'a vu a la tele ... mais la coupe on l'a rate, on a quand meme bien rigole."

In der Übersetzung heißt das ungefähr: "Aufgepasst, dies ist der Kopfstoß-Tanz. Kopfstoß nach rechts, Kopfstoß nach links, vorwärts Ihr Blauen. Zidane hat zugeschlagen, Zidane hat losgeschlagen... Der Schiedsrichter hat's im Fernsehen gesehen... Wir haben den Pokal verpasst, aber trotzdem Spaß gehabt." Heiß diskutiert wird allerdings die Frage, die hämische Zeile "Trezeguet, gay gay" hätte sein müssen.


13. Juli 2006

Der Kopfstoß existiert inzwischen auch als Computerspiel, und zwar hier. Bedienen Sie die linke Maustaste im richtigen Moment. Aber Vorsicht, jeder bekommt, was er verdient!

Auf seiner gestrigen Pressekonferenz hat sich Zidane ebenfalls recht offensiv durchs Feld geschlagen: Er entschuldige sich zwar, aber nur bei Kindern, die bitte nicht auf falsche Gedanken kommen sollten. Aber nicht bei Materazzi, der ihn so übel beleidigt habe. Bedauern kann er nichts.

Liberation kommentiert Zidanes Kunststück, zu entschuldigen, ohne zu bedauern: "Er hatte kein Wort für seine Mannschaft übrig, die er vielleicht um den Weltmeistertitel gebracht hat. Er hatte auch kein Wort für Italien übrig, die bessere Mannschaft im Turnier und der logische Weltmeister. Er schien mit dem Feuer zu spielen."

In Le Monde durchstöbert Benoit Vitkine einige Weblogs und tut dies sehr ausgewogen: Französische pro Zidane und italienische contra Materazzi.

Auf "Materazzi scarso e falloso" erfährt man, dass der italienische Verteidiger schon immer als Schlachter in seinem Land berüchtigt gewesen sei. Auch die Franzosen belasten den Spieler und verbreiten Videos bei YouTube, auf denen Materazzis fieseste Attacken gezeigt werden. Auch das Blog "Materazzi le boucher" ist ganz dem Antihelden gewidmet und liefert sogar eine eigene Version von Materazzis Beschimpfungen ("Muslimischer Bastard! Terroristenbrut"!). "La television kirghouze" glaubt dagegen, Materazzi hätte Zizou als Kommunisten beschimpft.

Erwan Le Duc zitiert in seinem eigenen Blog Le Monde einen anderen Blogger: "Corto spricht von der 'unerträglichen Freiheit seiner Geste' und ich finde das richtig. Dieser Kopfstoß ist faszinierend. Vergeblich sucht man Gründe, Zidane hat sie gerade gegeben. Er hat sich entschuldigt und hat sich erklärt, ohne um Verzeihung zu bitten. Nach einem kleinen Streit ist er einfach in die Brust eines Gegners gestoßen. Dieser Gegner meinte, dass alle Mittel erlaubt sind und Zidane war damit nicht einverstanden. Das war's."

In der SZ erklärt Joachim Möller, wie "Trash Talk" inzwischen als strategische Waffe im Fußball eingesetzt wird. "Nun sind auf europäischen Fußballplätzen Frotzeleien und Beleidigungen nichts Neues, aber über das Gesagte wird nachher geschwiegen. Die Beteiligten haben sich auf einen Ehrenkodex geeinigt, wonach alles vergeben und vergessen wird, weil die Worte nur in der Hitze des Gekickes rausgerutscht seien. In amerikanischen Profiligen ist der Trash Talk über das Stadium hinweg, das man als Affekt bezeichnen könnte - die Provokation wird gezielt eingesetzt, in entscheidenden Phasen, gegen entscheidende Spieler. Genau das werfen nun die Franzosen den Italienern vor: dass sie Zidane von Beginn des Finales an provozierten. Und genau wussten, was sie zu tun hatten."


11. Juli 2006

Bei Spiegel Online beschreibt Thomas Hütlin, warum sich Zidanes Attacke so sehr vom Rest der WM abgehoben hat: "Zidanes Kopfstoß war keine kluge Aktion, es sollte keine beispielhafte werden, und ich rate jedem davon ab, sie zu Hause oder in der Kneipe auszuprobieren, weil Leute wie Sie oder ich dafür zu Recht mit Handschellen, Geldstrafe und möglicherweise Gefängnis belohnt werden. Trotzdem hatte der Kopfstoß in seiner bizarren Ungezähmtheit und Rücksichtslosigkeit, auch gegen sich selbst, eine seltsame Größe. Er zeigte den Dschungel, der dem Spiel erst seinen Glanz verleiht, von seiner hässlichen Seite. Es war nicht schön, aber es war der Dschungel."

Cedric Mathiot zeigt sich in Liberation nicht sonderlich überrascht von Zidanes Ausfall. "Zidane passt nicht zu diesem zuvorkommenden und netten Image, das seine Sponsoren, Verkäufer von Joghurts oder Handys, uns aufdrücken wollen. Im Jahr 2000 hatte er bereits den Goldenen Ball wegen eines ähnlichen Vorfall mit einem deutschen Fußballer in der Championsleague verpasst. Während der WM 1998 ist Zidane auf einen saudischen Spieler getreten... und er hat es geschafft, in der letzten Minute in einem Spiel der spanischen Liga vom Platz verwiesen zu werden, während Dutzende von Kameras 90 Minuten lang nur ihn filmten. Sonntagabend war er er selbst und hat sich den Weg in den Pantheon verbaut."

"Während des Spiels hängt, unterschwellig oder offen, immer eine gewisse Aggressivität in der Luft", schreibt der französische Schriftsteller Francois Weyergans in Le Monde. "Als Romanautor interessiert mich an Zidane sehr viel mehr das, was man von ihm erahnt, als das, was er zeigt. Sein Spiel bleibt undurchschaubar. Es scheint, als habe er eine dunkle Nacht gehabt oder sei eine Pascalsche Wette eingegangen, was ihn davon überzeugte, in die französische Nationalmannschaft zurückzukehren."

Peter Nagy zeigt in der ungarischen Zeitung Nepszabadsag wenig Verständnis für die "letzte große Szene" in Zidanes Karriere: "Die gangsterhaft-idiotische Szene, die er am Sonntagabend aufführte, ist dramaturgisch fehlgeschlagen. In der allerletzten Szene des letzten Aktes etwas Neues auf der Bühne zu zeigen, das für immer rätselhaft bleibt? Das ist doch dumm und dilettantisch. Was ist das für ein letztes Erinnerungsstück, das Zidane durch diesen unrühmlichen Kopfstoß seinen Fans hinterlässt?... Es wird viel gerätselt, was Materazzi vor dem Ausraster Zidanes gesagt hat. Ganz so, als ob es überhaupt etwas geben könnte, was so eine Reaktion vor einer Milliarde Menschen rechtfertigen könnte."

Emanuela Audisio kommentiert in La Repubblica: "Vom König zum Schurken. Eine einzige Nacht in einer Weltmeisterschaft, die gerade dabei war, die seine zu werden... Aber vielleicht hatte er eine Vorahnung, dass ihm der Sieg entgleiten würde und er wollte dieses traurige Vorzeichen mit dieser miesen Geste der Machtlosigkeit abwenden."


10. Juli 2006

In Liberation bringt Jean-Michel Thenard mit seinem Editorial den Leser in die Realität zurück: "Einen Monat lang träumte Frankreich mit Zidane. Heute morgen sind die Franzosen mit Chirac aufgewacht."

Ebenfalls in der Libe steht Gregory Schneider fassungslos vor dem "Rätsel Zidane": Zidanes Geste kann Schneider kaum verstehen. Für ihn musste Zidane vor allem "wegen einer gewaltigen Aggression" ausscheiden und hat so einen ruhmreichen Rücktritt nach der ersten Halbzeit verpasst.

Und in einem Leserkommentar schwärmt "Mustapha": "Zidane ist ein wunderbarer griechischer Gott, ein Held der Antike, gleichzeitig fabelhaft und unglücklich. Er macht uns darauf aufmerksam, dass wir Zuschauer zu der schlimmsten Schande fähig sind: den Mangel an Anerkennung. Diese außerordentlichen Fußballspieler müssen wir wie Götter feiern, weil sie uns in knapp einem Monat die Lust gegeben haben, zu jubeln. Danke Zidane. Danke les Bleus. Ich warte auf ein Treffen auf den Champs... de la gloire."

Im Le Monde bewundert Erwan Le Duc erst einmal Zidanes Grandezza und seinen wunderbar geschlenzten Elfmeter, bevor er stöhnt: "In einer Begegnung, die die Bleus beherrschten, setzt Zidane ein Zeichen der schlimmsten Art. Nach einem Schlagabtausch mit Materazzi verliert Zidane die Nerven... Vom Ausgang dieses Streits profitiert niemand, weder Zizou, der die Arena durch den Hintereingang verlässt, noch Materazzi, der Provokateur, der als jener bekannt wird, der Zidane hat ausscheiden lassen."

In seinem Blog dankt Le Duc außerdem dem Fußballspieler, den er als "außerirdischen Spieler" ehrt, "der mit seinem 'Coup de tete' gezeigt hat, dass er mehr als ein Spieler ist..., dass er ein Mann ist. Lassen wir Cioran schließen: "Der freie Mann belastet sich mit nichts, nicht mal mit der Ehre"".

In "Le mondial des outsiders" fühlen Blogger mit Zidane. "Vielen Dank an die Bleus für ihren Parcours, das was fantastisch. Und für dieses Finale, dessen Ende uns traurig macht, aber dessen Verlauf schön war. Vor seinem geschlenzten Elfmeter bis zu seinem Kopfstoß gegen Materazzi hat uns Zizou ein Konzentrat seiner Karriere präsentiert, die von Gesten eines Genies dominiert ist, aber auch von einigen unglücklichen Gesten getrübt. Vielen Dank Zidane für alles, das du uns gebracht hat!"

In L'Equipe fragt sich Cedric Rouquette, "was in Zidanes Kopf vorgegangen ist, was diesen 34-Jährigen Kämpen dazu getrieben hat, sich selbst zu einer roten Karten zu verurteilen, in die Brust seines Schutzengels zu stoßen, wie ein kleiner Bengel auf dem Bolzplatz?"

Xavier Colombani erinnert auch daran, dass Zidane bereits bei der WM 1998 vom Platz verwiesen wurde - in einem Vorrundenspiel gegen Saudi Arabien, Damals war Zidane auf einen Gegner getreten. Er war zurückgekommen und durfte dank zweier Tore im Finale gegen Brasilien den Gral berühren. Seine jetzige Abschiedstournee war das Gegenteil: ein wunderbares Spiel gegen Brasilien im Viertelfinale und dann der Rauswurf."

Riccardo Pratesi fühlt sich von Zidane in der Gazetta dello Sport an Dr. Jekyll und Mr Hyde erinnert. "Er ist zurückgekommen, um den Ball mit Finesse und Sorgfalt zu berühren, wie eine Geliebte, er ist zurückgekommen, um alles klarzumachen. Dann, wie schon öfter in seiner Karriere, hatte er einen Blackout. Plötzlich, ohne Vorwarnung. Yazid ist zurückgekommen, für den das Spiel mit dem Ball als Kind ein Weg war, um Schreckgespenster zu verjagen und sich das Überleben und die Selbstbehauptung in persönlicher und gesellschaftlicher Sicht zu ermöglichen... Vielen Dank für das Privileg, Dir für mehr als zehn Jahre zuschauen zu dürfen, diesen Fehltritt verzeihen wir Dir. Denn schließlich ist was Gutes dabei herausgekommen. Du hast uns den Titel gewinnen lassen."

Der Guardian behauptet, Materazzi habe Zidane als "Terroristen" bezeichnet. An anderer Stelle befürchtet die Zeitung aber, dass wir nie erfahren werden, was der italienische Spieler Zidane gesagt hat: "Die Fußballspieler respektieren die Omerta in einem solchen Rahmen und da Zidane schon in besseren Momenten nicht sehr gesprächig war, ist es kaum vorstellbar, dass wir eines Tages erfahren, was Materazzi gesagt oder getan hat, was zu dieser wenig ruhmreichen Geste geführt hat. Was auch immer der Grund gewesen sein mag, es ist schade, diesen tollen Mann nach 108 Spielen und 31 für Frankreich geschossenen Toren gehen zu sehen."

Der Independent schreibt: "Die Frage, die die gestrige Nacht beherrschte, während Feuerwerk explodierte und die italienischen Spieler vor dem Pokal paradierten, ist einfach: Warum hat Zidane das getan? Wie konnte eine Spieler wie Materazzi mit einem solch mittelmäßigen Talent - er war ein unerheblicher Erfüllungsgehilfe bei Everton - einen der größten Spieler aller Zeiten zu einer derartigen Wahnsinnstat provozieren?"

Keine Frage, für den Kopfstoß verdiente er die rote Karte. Trotzdem: Zidane gehört zu den Größten, nur vergleichbar mit Pele, Franz Beckenbauer, Diego Maradona und "für mich" Johan Cruyff, schreibt Simon Barnes in der Times. "Immer hart und ernst, aber mit diesem seltsamen Sinn für Distanz. Es war, als wäre ihm die Absurdität des Fußballspiels immer bewusst, und somit auch die des Lebens. Dennoch konnte er nie einen Sinn darin sehen, diesen Absurditäten weniger als sein Bestes zu geben. Er spielte mit einer wunderbar gallischen Coolness, als ob er eine Gitane im Mund hätte, selbst wenn er sich drehte, wendete und passierte. Aber nicht was er tat war der Schlüssel zu seiner Größe, sondern was er war. Seine Präsenz machte das französische Fin-de-siecle-Team zum größten in der Welt, ja zu einem der größten, das man je sah. Man kann keine Weltmeisterschaft ohne einen guten Stürmer gewinnen, heißt es. Man kann, wenn man Zidane in seinem Team hat, mit seinem Dirigentenstab, seinem "slide rule", seinem Falkenprofil und seinem Gitane-Feuer."

Auch wenn er jetzt noch als bester WM-Spieler ausgezeichnet wurde, "seinen Heiligenschein hatte Zidane in der 108. Minute des Finales zerstört", behauptet Peter Hess im FAZ.net. "'Wir leben zusammen, wir sterben zusammen.' Zidane wählte eine Überdosis Pathos, um vor dem Finale das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Equipe Tricolore zu beschreiben. Auch im Endspiel hatte er seine Emotionen nicht im Griff. Und beendete seine Karriere mit einem überflüssiger Paukenschlag."

In der Welt ist Markus Lotter fassungslos über diesen Abgang, aber er würdigt auch noch einmal Zidanes Spiel: "Wenn er Kontakt mit dem rollenden Zufall gewinnt, beglückt er noch einmal mit seinem Repertoire: Übersteiger, Pirouetten und immer wieder Bewegungen, die ihm den Spitznamen 'Zizou', die weiße Katze, eingebracht haben. Er ist der Herr über den Rhythmus des Spiels. Er ist komplett. Und beweist es in dieser, seiner letzten Nacht. Maradonas Spiel war ein Actionfilm, Ronaldinhos Auftritte sind Zirkusnummern und er ist ein Gesamtkunstwerk. Das er selbst geschändet hat, weil er seine Emotionen nicht im Griff hatte. Adieu Zizou, es war schön mit Dir, aber auch verstörend."

Anne Lainault / Thekla Dannenberg
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