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Kommentare

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Aktualisiert: Jetzt mit Link zur Rede von Precht. Richard David Precht befürchtet eine Fragmentierung der Öffentlichkeit durch das Internet - und fällt mit seiner Kritik am Internet sogar hinter Jürgen Habermas zurück. Allzu simpel ist sein Begriff von Öffentlichkeit. Eine Replik

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Leserkommentare (3)

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Gerald Schmitt

03.12.2009 um 12:34:44 Uhr

Wohltuend, daß Sie ihn als Publizisten und nicht als das bezeichnen, wie er sich selbst produziert. Ohne Internet wäre mir eine Vielzahl an Beiträgen zu seinen Aktivitäten unzugänglich geblieben. So gesehen verstehe ich, weshalb er sich davor fürchtet. Bisher habe ich Precht als jemanden wahrgenommen, der versucht Attraktivität dadurch zu erzeugen, indem er Blitz-Lösungen anbietet. Das gelingt ihm durch Vereinfachung oder wie Jens-Christian Rabe meint, durch rücksichtslose Ranschmeiße. Das haben Sie, Herr Münker, treffend herausgestellt. Danke!

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Claudia Klinger

05.11.2009 um 09:52:55 Uhr

Jeden Morgen schaue ich unter anderem auf Rivva.de und informiere mich, worüber "man" spricht, bzw. schreibt. So bin ich auch hier gelandet und wundere mich, wie R.D.Precht die einen breiten Überblick verschaffende Funktion des Webs verkennen kann! (Auf Rivva werden ja mitnichten nur Artikel aus Blogs angezeigt, es sind auch viele "Mainstreammedien" prominent vertreten, die zudem über weitere Aggregatoren oder auch direkt sehr schnell gesichtet werden können).

Den ganzen Tag über bin ich im Bilde, was gerade die Top-Themen in verschiedensten großen und kleinen Öffentlichkeiten sind. Kein Vergleich zu früher, als ich erst abends mit der Tagesschau ein paar ausgewählte Mega-Themen mitbekam. Allerdings nur solche Themen, zu denen ein eigener Beitrag weder sinnvoll noch machbar ist, wogegen sich heute die großartige Möglichkeit bietet, sich hier und da in Diskussionen aktiv einzumischen.

M.E. kommen Einschätzungen wie die von Precht daher, dass er und andere noch immer den Spiele-Freak oder die Teenys in den Chat-Welten und Communitys als "typische Netz-User" vor Augen hat. Die hätten aber auch ohne Web kein Interesse an z.B. von TAGESSCHAU oder FAZ, SZ, TAZ etc. vermittelten Themen.

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Satzmanufaktur

04.11.2009 um 12:32:03 Uhr

Lieber Herr Münker, Sie haben mich glücklich gemacht! Lob und Respekt für den differenzierten Kommentar zur Rede von R.D. Precht. Traurig macht, dass solche sehr einfachen Szenarien wie die von Precht heute immer noch möglich sind. Und eine Frage wäre auch, inwiefern eine Fragmentierung hier überhaupt bewertet wird. Prechts Begriff der Fragmentierung einer – offensichtlich! – imaginären Öffentlichkeit impliziert, dass es sich hierbei um einen Prozess oder Zustand handelt, der negativ zu bewerten ist. Vielmehr spricht es meiner Ansicht nach auch für einen demokratischen Geist, dass Öffentlichkeit eben keine homogene Masse darstellt. Dass sie vielfältig und gespalten ist. Das war sie übrigens immer und das ist auch gut so!

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