Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Voraussichtlich in der Tat präventiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

04.09.2013. In der taz erzählt Haifaa al-Mansour, die erste Regisseurin Saudi-Arabiens, wie schwierig es für sie war, "Das Mädchen Wadjda" zu drehen. Die NZZ zählt Amos Gitais neuen Film "Ana Arabia" zu den Favoriten von Venedig. Die SZ klärt die Voraussetzungen, um in Syrien nicht einzugreifen. Torrentfreak schildert Stadien der Illegalität: Erst ist die Kopie illegal, dann der Link zum Dienst, der die Kopie erlaubt, dann der Link zum Link... Im Guardian klärt Slavoj Zizek mit Kant über den NSA-Skandal auf. Und Joey Ramone singt John Cage.

Die Tageszeitung, 04.09.2013

Haifaa al-Mansour, die erste Regisseurin Saudi-Arabiens, erzählt im Interview mit Jannis Hagmann von den absurden Bedingungen, unter denen sie arbeiten musste (Anweisungen an Männer nur über Funk), und von ihrem Film selbst. "Das Mädchen Wadjda" handelt von einem Mädchen, das Radfahren lernen möchte, von ihrer Mutter, deren Fahrer und einer Lehrerin: "Zwischen Frauen und ihren Fahrern geht es in saudischen Haushalten zu wie bei 'Tom und Jerry': ein ewiger Machtkampf. Die Frau fühlt sich als Arbeitgeberin, aber der Fahrer weiß, dass sie ohne ihn nichts machen kann. Die Lehrerin ist ein Beispiel dafür, wie Frauen das System reproduzieren. Ich habe absichtlich keine Gesellschaft dargestellt, in der Männer die Unterdrücker und Frauen die Guten sind. Alle Figuren sind in einer komplexen Situation gefangen."

Simon Rothöhler vermerkt beruhigt, dass Roland Emmerich nach seinem Shakespeare Film "Anonymous" zum patriotischen Action-Kracher zurückgekehrt ist: "Bevorzugtes Konversationsmedium ist wieder die Panzerfaust." Besprochen werden die in Venedig gezeigten Filme von Jonathan Glazer ("Under the Skin") und Frederic Wiseman ("At Berkeley") sowie die Schau des Berliner Medienkünstlers Aram Bartholl im Kunstverein Kassel.

Und Tom.

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Neue Zürcher Zeitung, 04.09.2013

Die Krise ist in Venedig angekommen, stellt Susanne Ostwald fest, ökonomisch und atmosphärisch, aber nur zum Teil auch filmisch. Neben Stephen Frears Tragikomödie "Philomena" und James Francos Psychogramm "Child of God" ist für sie Amos Gitais Film "Ana Arabia" der heißeste Anwärter auf einen Löwen: "Sein 84-minütiges Werk ist als eine einzige Plansequenz gefilmt, ohne jeglichen Schnitt. Das ist nicht nur handwerklich brillant, sondern auch eine geniale Metapher für seine erzählerische Absicht. Die junge Journalistin Yael recherchiert in einer Enklave in Jaffa die Lebensgeschichte einer soeben verstorbenen jüdischen Holocaust-Überlebenden, die mit ihrem arabischen Mann und weiteren Familienangehörigen ein Dasein als gesellschaftliche Außenseiter führte."

Bild zum ArtikelBesprochen werden die Retrospektive von Piero Manzoni im Frankfurter Städel (Bild), der Auftritt der Pianistin Mitsuko Uchidas beim Lucerne Festival, die neue Edition von Jacob Burckhardts "Griechische Culturgeschichte" und Kinderbücher (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

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Die Welt, 04.09.2013

Alan Posener geißelt in seiner Kolumne "J'accuse" die Absurdität eines Aachener Friedenspreises für das Berliner Robert-Blum-Gymnasium, das sich weigert, Bundeswehrsoldaten einzuladen. Der Zeichner Gerald Scarfe, der für die Aussteattung von Roger Waters' Show "The Wall" verantwortlich ist, verteidigt sich im Gespräch mit Michael Loesl gegen den Vorwurf des Antisemitismus. Besprochen werden Roland Emmerichs neuer Film "White House Down" und ein Comicband von, ja, Neil Young.

Das Forum übernimmt einen Text von Daniel Cohn-Bendit und Felix Marquardt, die eine grenzübergreifende Basisbewegung für Europa fordern.

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Twitterfeed der Verlage

Aus den Blogs, 04.09.2013

Letzte Woche sind Journalisten mit Klagen bedroht worden, weil sie den Namen eines Dienstes nannten, der illegale Kopien erlaubte. Andy kommentiert auf Torrentfreak: "In years gone by it was fairly widely accepted that if you host infringing material without permission then that is illegal. Now we are used to the idea that linking to that material is also illegal, and even indexing a link that links to a page that links to a mere torrent file can be painted as infringement."

Das muss man hören! Joey Ramone singt eine Art Song von John Cage nach einem Text von James Joyce. Open Culture liefert die Aufnahme und den Hintergrund: "Ramone's interpretation of the piece is enthralling simply as a piece of recorded music.  But it's also a fascinating piece of cultural history, representing a confluence of the foremost figures in early twentieth century modernist literature, mid-century avant-garde music, and late century punk rock." Das Stück stammt von dem Album "Caged/Uncaged - A Rock/Experimental Homage To John Cage" (1993). Alle Tracks findet man bei Ubuweb. Hier eine Hörprobe mit u.a. David Byrne und John Zorn:



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Weitere Medien, 04.09.2013

Der NSA-Skandal führt dazu, dass man plötzlich mit Figuren wie Slavoj Zizek in einem Boot sitzt - aber in diesem Fall kann man ihm nur recht geben. Im Guardian schreibt er: "Once we choose to follow the path of state secrets, we sooner or later reach the fateful point at which the legal regulations prescribing what is secret become secret. Kant formulated the basic axiom of the public law: 'All actions relating to the right of other men are unjust if their maxim is not consistent with publicity.'"

In The Vice erklärt der isländische Abgeordnete und ehemalige Innenminister Ögmundur Jónasson, warum er für ein Pornoverbot in Island kämpft. Eine Definition von Porno kann er allerdings nicht geben: "Eroticism may be art, and nudity and sex may be presented artistically and beautifully. If being violent to other people - hurting others - has become an art form in somebody's mind - I must say that I for one would associate this with degeneration if not criminality and not art. And violence is not to be venerated. As to the definition of porn, then this is something we had legal experts look into."

In The New Republic erinnert sich der Modeexperte Simon Doonan an eine Zeit, als die Modeindustrie noch eine Zufluchtsstätte für Irre war: "The reason my book's called 'The Asylum' is because I always thought of fashion as a refuge for people like myself who are basically fairly unemployable. They can work in fashion because their love of idiosyncracy or eccentricity would find a niche, but now, I meet interns in fashion companies and they're very conventional kids who grew up in Brentwood whose parents happen to know this person or that one."

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Süddeutsche Zeitung, 04.09.2013

Andreas Zielcke stört sich sehr an Obamas und Kerry Vergeltungsrhetorik in Sachen Syrien. Diese sei mit dem Völkerrecht nicht in Einklang zu bringen, am besten solle man warten bis Assad wieder Anstalten macht, zum Giftgas zu greifen: "Die Schwelle für Militärattacken zur Prävention weiterer Giftgasanschläge liegt genauso hoch wie für jede zulässige Gegengewalt: Nur wenn Assads Regime sehr wahrscheinlich in nächster Zukunft darangeht, Giftgasanschläge zu wiederholen, ist eine gewaltsame Verhütung zu legitimieren - vorausgesetzt, sie ist militärisch begrenzt auf diesen Zweck und sie wirkt voraussichtlich in der Tat präventiv." Aber wenn sie voraussichtlich in der Tat nicht präventiv wirkt, sollen wir selbstverständlich friedlich bleiben.

Weitere Artikel: Christine Dössel blickt aufs Programm der kommenden Theatersaison und beobachtet dabei eine Tendenz zur politischen Aktualität: "Gleich an vier Häusern wird dem 'Nationalsozialistischen Untergrund' der Prozess gemacht." Georg Imdahl führt durch die zeitgenössische Malerei, die sich im September unter dem Slogan "Painting Forever" bei der Berlin Art Week einfindet. Pascal Paukner warnt seine journalistischen Kollegen davor,  Stimmungstendenzen auf Twitter mit "dem Netz" oder gar einem repräsentativen Schnitt durch die Bevölkerung zu verwechseln. Susan Vahabzadeh erholt sich beim Filmfestival in Venedig beim neuen, vierstündigen Dokumentarfilm "At Berkeley" von Frederick Wiseman, in dem sich zusehen lässt, "wie einer aus dem Vollen schöpft, aus der Welt, wie er sie vorfindet." (Nicolas Rapold stellt den Film in der New York Times vor) Holger In't Veld porträtiert den Musiker Trent Reznor von den Nine Inch Nails, dem es heute sichtlich besser geht als früher.

Besprochen werden James Marshs neuer Film "Shadow Dancer" und Bücher, darunter Paul Boghossians "Angst vor der Wahrheit", mit dem sich der Autor gegen postmodernen Relativismus positioniert (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2013

Jordan Mejias stellt die amerikanische Zeitschrift The Baffler vor, zu deren "Stammlieferanten" Evgeny Morozov, Susan Faludi und David Graeber gehören, was erst einmal nicht so originell klingt. Chris Brays Artikel über die metastasenartige Ausbreitung von schwammigen Sicherheitsgesetzen, die Polizei und Geheimdiensten immer mehr Vollmachten gibt, ist allerdings sehr lesenswert.

Außerdem: Julia Voss mokiert sich in der Leitglosse über den in UK arbeitenden Dirigenten Vasily Petrenko, der in einem Zeitungsinterview verkündet hat, männliche Dirigenten seien besser als weibliche: "Ein 'hübsches Mädchen am Dirigentenpult' hätte zur Folge, dass die Musiker 'über andere Dinge' nachdächten." Olivier Guez empfiehlt Jean-Paul Kauffmanns Buch über seine Wanderung entlang der Marne, "Remonter la Marne" (französische Besprechungen hier und hier). Lena Bopp erinnert an das Massaker deutscher Soldaten in Oradour, das die Staatsanwaltschaft immer noch untersucht, in der Hoffnung, "dass einige Verantwortliche doch noch zur Rechenschaft gezogen werden können". Andreas Rossmann freut sich über das renovierte Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Harald Welzer stellt die Initiative "Green Music" vor.

Bild zum ArtikelBesprochen werden die Ausstellung "Ein expressionistischer Sommer - Bonn 1913" im Kunstmuseum Bonn (Bild: Heinrich Campendonk, Komposition mit 2 Figuren, um 1912), Filme von Terry Gilliam, Peter Landesman und Jonathan Glazer in Venedig, James Marshs IRA-Film "Shadow Dancer" und Bücher, darunter John Darwins Band über Aufstieg und Niedergang des Britischen Empires "Das unvollendete Weltreich" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

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