Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Jede Menge elektronisches Gefiepe

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

03.04.2013. In der SZ Online bekennt Adam Krzeminski sein Entsetzen über die ignoranten polnischen Passagen in der Serie "Unsere Mütter Unsere Väter". Das Blog Meedia fürchtet: paid content wird auch nicht funktionieren. In der Berliner Zeitung fordert Götz Aly die Benennung einer Kreuzbeger Straße nach Moses Mendelssohn. Aber die Grünen sind dagegen. Die FAZ ärgert sich über die weiter versagende Elite der Politiker in Italien und erhofft sich auch nichts von Italiens Populisten.Und in der New York Review of Books verkündet Robert Darnton: Die National Digital Public Library of America steht vor der Eröffnung..

Aus den Blogs, 03.04.2013

Paid content  wird auch nicht funktionieren, fürchtet Stefan Winterbauer in Meedia, und das gilt auch für das oft nachgeahmte "Metered Model" der New York Times. Winterbauer führt für diese Einsicht mehrere Gründe an. Allerdings gesteht er auch zu, dass es Ausnahmen gibt, nur nicht hier: "Bei der New York Times selbst mag das Metered Model funktionieren Aber die NYT ist der seltene Fall einer wirklich globalen Medienmarke. Nur weil das Metered Model bei der NYT in globalem Maßstab funktioniert, muss es bei der Welt, dem Schwäbischen Tageblatt oder der Neuen Zürcher Zeitung noch lange nicht funktionieren."

nach oben

Welt, 03.04.2013

Volker Tarnow ist genervt von der diesjährigen Märzmusik, dem Berliner "Festival für aktuelle Musik", die sich den wichtigsten Komponisten moderner Musik verweigere: "Es wäre doch so leicht gewesen, zwei der diesjährigen Kernthemen, nämlich Schlagwerkmusik und türkisch-arabische Komponisten, auf beeindruckende Weise personell zu verbinden. Doch stand schon vor dem Anpfiff fest, dass der bedeutendste Komponist der türkischen Moderne, der 1991 verstorbene Ahmed Adnan Saygun, bei Märzmusik kein Forum erhalten würde. Obwohl gerade er höchst originelle Lösungen gefunden hat, was die Durchdringung klein- und großformatiger Werke mit perkussiven Elementen betrifft. Statt seiner gab es lärmende, vierzig Jahre alte Orchesterstücke von Lachenmann und Ferneyhough, das übliche Spitzentönegeklöppel von Furrer, Mundry und Sciarrino und jede Menge elektronisches Gefiepe."

Weitere Artikel: Iris Alanyali erklärt, was Goodreads ist. Alan Posener überlegt, wie man die Diskriminierung von Frauen im Beruf unterlaufen kann.

Besprochen werden eine Ausstellung mit Arbeiten von Hans-Peter Feldmann in den Hamburger Deichtorhallen (Hans-Joachim Müller hat seine stille Freude), Michael Thalheimers "atemberaubende" Inszenierung der "Geschichten aus dem Wiener Wald" im Deutschen Theater Berlin, neue CDs von The Strokes und Black Rebel Motorcycle Club (beide erschreckend bieder geworden, findet Christian Preußer).

nach oben

Perlentaucher, 03.04.2013

Erstaunlich verzagt klang die Europa-Rede Joachim Gaucks vor ein paar Wochen, findet Peter Mathews, der auch Gaucks Behauptung nicht teilt, es gebe keinen "Gründungsmythos" für Europa: "Ich behaupte, es gibt diesen Mythos, diesen Geist, der Europa von allen unterscheidet, es gab diese Schlachten, die über das Schicksal des Kontinents entschieden, wie die gemeinschaftliche Abwehr der Osmanen vor Wien oder die politischen Akte der Emanzipation, wie der Kampf um Freiheit und Einheit im 19. Jahrhundert , sehr wohl.  Wir müssen uns nur an sie erinnern wollen."

Anzeige

Twitterfeed der Verlage

nach oben

NZZ, 03.04.2013

Daniela Segenreich stellt das Sidreh Weaving Center in der israelischen Stadt Lakya vor, das den Beduininnen im Negev mit Ausbildung und Arbeit aus der wirtschaftlichen Misere helfen will: "Etwa vierzig Prozent der Männer sind arbeitslos, und nur zehn Prozent der Beduinenfrauen arbeiten auswärts, über zwei Drittel sind Analphabetinnen."

Weiteres: Christian Gasser feiert Chris Wares Comic-Meisterwerk "Jimmy Corrigan", das nun endlich auch auf Deutsch erschienen ist. Daniel Ender begrüßt, dass sich jetzt auch die Wiener Philharmoniker ihrer Vergangenheit stellen.  Außerdem besprochen werden eine Wiener Ausstellung über den "Anschluss", Francisca Loetz' Studie über "Sexualisierte Gewalt" in der frühen Neuzeit und Kinderbücher (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

nach oben

Weitere Medien, 03.04.2013

Die Grünen in Kreuzberg wollen Straßen nur nach Frauen benennen. Allerdings haben sie bei Rudi Dutschke und Silvio Meier (einem Märtyrer der Hausbesetzer-Szene) Ausnahmen gemacht. Aber die Lindenstraße am Jüdischen Museum nach Moses Mendelssohn benennen, wollen sie nicht, klagt Götz Aly in seiner Kolumne für die Berliner Zeitung: "Mendelssohn belustigte sich 1769 über die lokale Geistesarmut und die 'Sottisen' des Berliner 'Hofpöbels'. Friedrich II. verweigerte ihm die Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften, die Nazis vernichteten eine Gedenktafel zu seinen Ehren, die Grünen sind dabei, die Benennung eines Platzes nach ihm zu verhindern. Offenbar war und ist Moses Mendelssohn für Berlin einfach zu schade."

Im Interview mit Martha Schmid spricht der Schriftsteller Michail Schischkin im Wiesbadener Kurier über die sich stetig verschlimmernde Lage in Russland: "In den letzten Monaten hat die Regierung der entstehenden Zivilgesellschaft den Krieg erklärt. Die illegitime Duma verabschiedet Gesetze, die das Land in das Mittelalter zurückwerfen. In Gefängnissen sitzen Dutzende politische Häftlinge. Die Gerichte sind zu Handlangern der Machthabenden geworden. Und das staatliche Fernsehen, die einzige Informationsquelle für die Mehrheit der Bevölkerung, baut das alte Weltbild wieder auf: Russland, das Heilige Land, ist von Feinden umzingelt."

Die  National Digital Public Library ist online geschaltet, meldet ihr Erfinder Robert Darnton voller Stolz in der NY Review of Books. Er beschreibt sie als uramerikanische Synthese aus utopischem und pragmatischem Geist: "What could be more utopian than a project to make the cultural heritage of humanity available to all humans? What could be more pragmatic than the designing of a system to link up millions of megabytes and deliver them to readers in the form of easily accessible texts?"

nach oben

TAZ, 03.04.2013

Autorin Kerstin Decker versetzt in einer Kolumne dem Wagner-Verächter Woody Allen einen echten Tiefschlag: "Seltsamerweise denke ich Sie und Wagner ohne Probleme zusammen. Weil Ihr Witz und seine Musik aus derselben Wurzel kommen: der Einsicht in unseren Status der Unerlöstheit."

Weiteres: Katharina Borchardt unterhält sich mit dem indonesischen Autor Andrea Hirata über den großen Verkaufserfolg seines Roman "Die Regenbogentruppe". Besprochen werden die Ausstellung "Zeichen, gefangen im Wunder" über Kunst in Istanbul im Wiener Museum für Angewandte Kunst und Daniel Rysers Geschichte der Hamburger Punkband "Slime -Deutschland muss sterben".

Und Tom.

nach oben

SZ, 03.04.2013

Adam Krzeminski ist in einem auf der Online-Ausgabe versteckten Artikel ziemlich entsetzt über die polnischen Episoden in der so gefeierten ZDF-Serie "Unsere Mütter Unsere Väter". Viele Details sind falsch und historisch von krasser Ignoranz, meint er: "Ausgerechnet Ende Juli 1944 von der nahen Befreiung Warschaus zu sprechen, ohne den Warschauer Aufstand zu erwähnen, zu dem diese Partisanen hinzuzustoßen hätten, hätte verpflichtender Bestandteil des Films sein müssen. So ist er einfach nur feige. Genauso feige ist es von Nico Hofmann, Katyn in den Gesprächen der Polen untereinander NICHT zu erwähnen."

Außerdem: Im Netz hat man immer mehr Zugriff auf immer mehr Inhalte, aber zugleich gehört einem immer weniger, stellt Jan Füchtjohann nach einem ernüchternden Blick auf die AGB von Amazon und iTunes fest (interessant in diesem Zusammenhang ist ein Urteil gegen die Plattform ReDigi, wo man bislang seine Musikdateien weiterverkaufen konnte, berichtet Patrick Beuth auf Zeit online). Susan Vahabzadeh wägt Positionen aus der aktuellen (und von der Industrie selbstauferlegten) amerikanischen Debatte über Gewaltdarstellungen im Kino ab - mehr dazu in diesem Themenspecial von Variety. Peter Richter unterhält sich mit Massimiliano Gioni vom New Museum in New York über die Kunst und Mode der frühen 90er. Thomas Urban lauscht im Kulturhaus Almunécar unter anderem maurischer Poesie. Dorion Weickmann sorgt sich um den von der Berliner Kulturpolitik vernachlässigten Tanz und fordert "ein unabhängiges Haus allein für den Tanz" in der Stadt.

Besprochen werden neue Popveröffentlichungen, zwei neue Stücke am Deutschen Theater in Berlin, die laut Peter Laudenbach das kulinarische Spektrum von "schwerer Sahnetorte" bis "hartes Vollkornbrot" umfassen, und Bücher, darunter Dieter Dorns Autobiografie (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

Stichwörter: Amazon

nach oben

FAZ, 03.04.2013

Als schiere Unverschämtheit bezeichnet Dirk Schümer ein Video des Berlusconi-Politikers Stefano Caldoro, in dem dieser Merkel auffordert, von ihrer Austeritätspolitik abzulassen und sich um die arbeitlose italienische Jugend zu kümmern: "Während die Jugendarbeitslosigkeit abermals erschreckend gestiegen ist, gefällt sich die weiter versagende Elite der Politiker in den üblichen Hinterzimmergeplänkeln und steuert frohgemut auf den Abgrund zu. Wie gut, dass es Deutschland als Sündenbock gibt!" (Hier ist Caldoros wortreiche Intervention mit deutschen Untertiteln zu sehen.) In einem zweiten Artikel über Italien macht Wolfgang Michal auf die Tatsache aufmerksam, dass beide populistische Parteien des Landes von Medienunternehmern groß gemacht wurden, Silvio Berlusoconi einerseits, Gianroberto Casaleggio, die graue Eminenz der Grillisten mit ihrer Verschwörungs- und New-Age-Ideologie andererseits (mehr zu Casaleggio in unserer Magazinrundschau der letzten Woche).

Weitere Artikel: Im ausführlichen Aufmacher zeigt sich Melanie Mühl bestürzt über die von der gefallenen Sportmanagerin Katja Kraus in ihrem Buch "Macht: Geschichten von Erfolg und Scheitern" geschilderten misslichen sozialen Verhältnisse. Außerdem freut sich Matthias Grünzig über die gelungene Renovierung eines frühen Baus von Egon Eiermann in Oranienburg.

Besprochen werden Nora Ephrons Stück "Lucky Guy" über die herzhaften Sitten der Boulevard-Journalismus, mit Tom Hanks in der Hauptrolle in New York, die Ausstellung "Constable, Delacroix, Friedrich, Goya - Die Erschütterung der Sinne" im Albertinum Dresden (es handelt sich um die Abschiedsausstellung des Kurators Ulrich Bischoff), eine Ausstellung über neue Bibliotheksbauten in der Akademie der Künste, eine Ausstellung über Henry van de Velde in Weimar und Brahms und Wagner bei den Salzburger Osterfestspielen sowie bücher, darunter ein nachgelassenes Werk Friedrich Kittlers (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

nach oben

Drucken | Empfehlen auf Facebook | Twittern | Share on Google+

Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Gesamtes Archiv Heute in den Feuilletons