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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Tut mir leid, ich war nie in Haft

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
27.03.2013. In der taz reagiert Detlev Claussen auf die Anwürfe des Sinologen Wolfgang Kubin gegen den chinesischen Dissidenten Liao Yiwu. Die Welt bringt ein Dramolett von Bodo Kirchhoff, in dem Franziskus an Franz gerät. Das Blog Uhupardo hat den von El Pais gestrichenen Kommentar des Ökonomie-Professor Juan Torres López, für den Merkel = Hitler ist, übersetzt. Den Briten geht an den Deutschen aber vor allem das pedantische Festhalten an formaler Legalität auf die Nerven, hat die SZ herausgefunden. In der Zeit gratuliert Alexander Fest seinem Autor Georg Klein zum Sechzigsten. Außerdem hat die Zeit eine Suhrkamp-Vision mit degradierter Chefin.

TAZ, 27.03.2013

So wütend wie deutlich antwortet Detlev Claussen auf die Anwürfe des Sinologen Wolfgang Kubin gegen den chinesischen Autor und Dissidenten Liao Yiwu zu ziehen, der den Nobelpreis für Mo Yan kritisiert hatte. "Liao Yiwu ist seit 1990 in bösester Weise verfolgt worden. Wenn er die Glaubwürdigkeit von Mo infrage stellt, ist das kein kleinlicher Streit unter futterneidischen chinesischen Autoren, die sich mit einer Riposte von Chinaexperte Wolfgang Kubin relativieren lässt. Die Nobelpreisverleihung an Mo war ein schlimmer Affront für alle Chinesen, die nach dem Tian'anmen-Massaker um ihr Leben und ihre physische Integrität fürchten mussten. An dieser Bedrohung kann es keinen Zweifel geben. Wenn Wolfgang Kubin das Erlittene dummdreist infrage stellt, so kann dies nichts anderes als Empörung bei denen hervorrufen, die mit der chinesischen Unterdrückungspraxis Erfahrung haben."

In einem kurzen Anfall von Optimismus erkennt Felix Dachsel "die Schönheit der Medienkrise": "Journalisten können nicht anders, als ihren Beruf auszuüben, solange sie ihre Augen offen halten. Journalisten brauchen keine Aufträge, keine Chefredaktionen, keine Schreibtische, keine Durchwahl, keine Verlage, keine Weihnachtsfeiern..."

Besprochen werden eine Ausstellung des Fotografen Max Regenberger in der Städtischen Galerie Wolfsburg und Christiane Rösingers Reiseerzählung "Berlin-Baku" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

Und Tom.

Welt, 27.03.2013

Bodo Kirchhoff hat zu Ehren des neuen Papstes ein Dramolett geschrieben über eine Begegnung des neuen Franz mit dem alten. Es läuft ganz gut zwischen den beiden, trotz einiger heikler Momente:

"JORGE:
Tut mir leid, ich war nie in Haft.
FRANZ:
Dafür ein paar deiner Ordensbrüder damals in Argentinien. Du hast etwas verpasst - der Kerker lehrt uns, andere am Leben zu erhalten, sie bei Kälte, Dunkelheit und Hunger zu trösten. Einer der mir liebsten Freunde wäre ohne mich gestorben. Wir waren uns sehr nahe.
JORGE: schließt kurz die Augen
Wie nahe?"

Weitere Artikel: Ekki Kern berichtet über Experimente mit crossmedialem Erzählen im Fernsehen. Alan Posener strandet in der Vorhölle Wittenbergs: dem Bahnhof. Neues von der utopischen Front beim Literaturfestival am Monte Verità berichtet Holger Heimann. Tilman Krause wundert sich über die Gnadenlosigkeit, mit er in unserer ach so politisch korrekten Gesellschaft Abweichler wie Katja Riemann oder Til Schweiger verfolgt werden.

Besprochen werden Peter Steins Inszenierung von Eugène Labiches "Le prix Martin" in Paris, Benjamin Brittens Krönungsoper "Gloriana" unter Simone Young in Hamburg und die David-Bowie-Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London.

Weitere Medien, 27.03.2013

Zornig äußert sich der Publizist Paul Lendvai im Interview mit dem Wiener Kurier über sein Heimatland Ungarn: "Die Regierung in Ungarn sieht Kritiker als Feinde. Wenn Medien dem Land einen Spiegel vorhalten, dann wird der Spiegel zertrümmert. Mich kann man aber nicht einschüchtern. Kritiker werden als Handlanger des internationalen Kapitals oder des Weltzionismus hingestellt." Auch der Standard hat Lendvai, dessen Erinnerungen gerade erschienen sind, kürzlich interviewt.
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Stichwörter: Paul Lendvai, Standard, Ungarn

Aus den Blogs, 27.03.2013

Peter Mühlbauer berichtet in Telepolis über eine Studie zur neuen Rundfunkgebühr, die zu dem Ergebnis kommt, dass es sich dabei eigentlich um eine Steuer handele, die "gleichheitswidrig" sei, weil sie für jedemann gleich hoch ist, egal , was er verdient oder ob er die Angebote überhaupt nutzt: "Auch außerhalb der akademischen Welt wächst die Unzufriedenheit mit der seit 1. Januar geltenden Haushaltspauschale. Dies liegt unter anderem daran, dass sie der Öffentlichkeit als 'Ende der GEZ-Schnüffelei' verkauft wurde - während sich jetzt herausstellt, dass man für ihre Durchsetzung in einem verfassungsrechtlich noch deutlich problematischeren Ausmaß auf geschützte Daten zugreift." (mehr dazu bei Golem)

Wegen des Hitler-Vergleichs hat El Pais den Kommentar des Ökonomie-Professor Juan Torres López aus Sevilla von der Website genommen. Das Blog Uhupardo hat den Artikel ins Deutsche übersetzt: "Merkel hat, wie Hitler, dem Rest von Europa den Krieg erklärt, diesmal um sich den vitalen Wirtschaftsraum abzusichern. Sie bestraft uns, um ihre Konzerne und Banken zu schützen - und auch, um vor ihrer Wählerschaft das beschämende Modell zu verbergen, das dafür sorgte, dass der Armutsindex in ihrem Land so hoch ist wie seit 20 Jahren nicht mehr, dass 25 Prozent der deutschen Arbeitnehmer weniger als 9,15 Euro pro Stunde verdienen, oder dass die Hälfte der Bevölkerung, wie bereits erwähnt, über ein einziges miserables Prozent des nationalen Reichtums verfügt."

(via) Die Huffington Post hat Woody Allens Gesamtwerk auf sämtliche Stotterer abgescannt und in einem Supercut zusammengefasst. Resultat: Eine Dreiviertelstunde Video - und kein Satz gerade heraus!

Stichwörter: Euro, Europa

NZZ, 27.03.2013

Marc Zitzmann macht einen Rundgang durch die Ausstellung über den  Modeschöpfer Jean Paul Gaultier in der Kunsthalle Rotterdam, mäkelt hier ein bisschen und da, ist am Ende aber doch überwältigt: "Auf Milchglas-Podesten, die von unten beleuchtet sind, überwältigt einen hier eine Parade der Paradiesvögel: Nachfahrinnen der Romanows in Strickkleidern mit gründerzeitlich opulentem Häkel-Dekor, Operndiven mit falschen Leopardenfellen aus Glasperlen, Toreadore mit Fächer-Korsetten und Chiffon-Schlaghosen ... Wer diese Kreationen nicht gesehen hat, weiß nicht, welche Horizonte der Imagination, der sanften Verrücktheit, des regenbogenfarbenen Traums einem Mode öffnen kann!"

Besprochen werden außerdem die Ausstellung zu Maria Lassnig in der Neuen Galerie Graz, eine Schau über die schwedischen Malerin "Hilma af Klint" im Moderna Museet in Stockholm und Bücher, darunter Hubert Wolfs Klosterkrimi "Die Nonnen von Sant' Ambrogio", Richard Sennetts Studie "Zusammenarbeit" und Thomas Strässles Untersuchung zur "Gelassenheit" (mehr in unserer Bücherschau des Tages um 14 Uhr).

Freitag, 27.03.2013

Michael Jäger sucht die Gemeinsamkeiten im Werk von Richard Wagner und Karl Marx und findet sie unter anderem bei Ludwig Feuerbach: "Der Künstler, schreibt Wagner, geht von der 'sinnlichen Welt' aus; er kann nicht 'aus dem Wesen des abstrakten Geistes' Kunst schaffen. Das aber mutet ihm das Christentum zu, als dessen Erben Wagner die Industrie auffasst. Abstraktion statt Sinnlichkeit, darauf läuft es beim 'Sklaven der Industrie' hinaus, da dessen Tätigkeit nur dem 'abstrakten Zweck der notdürftigen Erhaltung des Lebens' gilt, 'und so sehen wir mit Entsetzen in einer heutigen Baumwollenfabrik den Geist des Christentums ganz aufrichtig verkörpert'. Sinnlichkeit statt Abstraktion ist auch Marx' Kampfruf in seinen Jugendschriften."

SZ, 27.03.2013

Gustav Seibt erfährt aus diesem im New Statesman veröffentlichten Aufsatz des Historikers Brendan Simms, warum es um Deutschlands Ansehen in Europa derzeit schlecht bestellt ist. Eine Erklärung: Auf die Briten wirkt die Europäische Union derzeit wie eine Reprise des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation "und neben ein paar guten Eigenschaften - Machtausgleich, Friedensstiftung - hat diese deutsche Geschichte seinem europäischen Nachfolger auch ein paar Schwächen mitgegeben, die Simms vormodern und überholt findet: vor allem den Hang zu endlosen Entscheidungsprozessen und zu pedantischem Festhalten an formaler Legalität."

Außerdem gleicht Alexander Menden unter Rückgriff auf große Namen der Literaturgeschichte das Bild ruralistischer Briten vom Landleben miteinander ab. Besprochen werden neue Jazzalben, eine Schau zu Meret Oppenheim im Sprengelmuseum Hannover, Thomas Vinterbergs neuer Film "Die Jagd", Christian Stückls Inszenierung von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald" am Münchner Volkstheater, die Ausstellung "Die ganze Wahrheit" im Jüdischen Museum in Berlin und Bücher, darunter Kerstin Ekmans Roman "Schwindlerinnen" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

FAZ, 27.03.2013

"Die Spieltheorie kann die Probleme der Eurozone lösen und das iranische Atomprogramm aufhalten", behauptet der israelische Spieltheoretiker Ariel Rubinstein in der Überschrift des Aufmachers, aber das tut er nur in der spieltheoretischen Annahme, dass durch die protzige Behauptung die Wahrscheinlichkeit der Lektüre seines Artikels steigt. Im Artikel selbst rät er davon ab, "Spieltheoretiker als Berater für strategische Fragen einzustellen". Das hält Frank Schirrmacher, dessen aktuelles Steckenpferd die Spieltheorie ist, in einem zweiten Artikel aber nicht davon ab, die Eurokrise im Lichte derselben zu betrachten.

Weitere Artikel: Jürg Altwegg erzählt, dass sich die französische Buchbranche mit großem rhetorischem Aufwand aber wenig Ideen gegen Amazon stellt. Die Japanologin Irmela Hijiya-Kirschnereit bespricht eine nur auf englisch vorliegende Mishima-Biografie der Autoren Naoki Inose und Hiroaki Sato.

Besprochen werden eine Chagall-Ausstellung in Zürich, der Abschluss von Achim Freyers "Ring"-Inszenierung in Mannheim, die Verfilmung von Salman Rushdies "Mitternachtskindern" und Humperdincks "Hänsel und Gretel" an der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper München. Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite geht's unter anderem um neue Gesualdo-Aufnahmen.

Zeit, 27.03.2013

In einem liebevollen Text erinnert sich Verleger Alexander Fest, wie er seinen Autor Georg Klein (der morgen 60 Jahre alt wird) kennen lernte und feststellte, dass "der jugendlich wirkende Mann mir gegenüber Mitte vierzig war und 'unentdeckt'. Erst später verstand ich, wie sehr diese Lebensgeschichte ihm auch entsprach. Schwer fassbare Erfahrung, die doch fast jeder macht: Das als Kränkung Erlebte kann uns in Schutz nehmen. Niederlagen können uns beistehen. Georg Klein, als Autor, war durch die Ablehnung der Verlage um das schöne Gift Jugend herumgekommen. Hochgefühl und Hochempfindsamkeit, geteilter Wahn, geteilte Begeisterung, geteiltes Herumhocken, Biografie jedweder Art, die dann verklärt und stilisiert wird und sich doch schnell verbraucht: Sein Erzählen war frei davon."

Autor Adolph Muschg bittet Hans Barlach in einem Offenen Brief, nicht den Suhrkamp Verlag zu zerstören. Für 13 Millionen würde Barlach vielleicht seinen Anteil verkaufen, glaubt Ijoma Mangold und blickt Richtung Hubert Burda, Thomas Ganske und Stefan von Holtzbrinck. (Aber was wäre an dem Verlag dann noch Suhrkamp, vor allem wenn Ulla Unseld-Berkewicz sich auf die Rolle der "mondänen Repräsentantin der Suhrkamp-Kultur" beschränken muss, wie Mangold vorschlägt.)

Weitere Artikel: Peter Kümmel empfiehlt im Aufmacher, Shitstorms im Internet gelassen zu nehmen. Werner Abelshauser von der Uni Bielefeld erklärt im Interview, warum die Südeuropäer mehr Vermögen haben als die Deutschen, aber nicht reicher sind: wegen unserer Rentenanwartschaften, die nie mitgezählt würden, außerdem drücken die Ossis den Mittelwert. Katharina Teutsch besichtigt den Nachlass Roberto Bolanos, der gerade in Barcelona ausgestellt wird. Der Fotograf Sebastiao Salgado spricht im Interview über seine Fotoerzählung "Genesis" (Bilder). Christine Lemke-Matwey und Wolfram Goertz tragen ihre "Zauberflöten"- und "Parsifal"-Besprechung im Kanon vor. Moritz von Uslar frühstückt mit Anne Will in den "Schwarzwaldstuben" in Berlin (Ein Ei. Keinen Käse, kein Bier, lahm.)

Besprochen werden neue Hollywood-Märchen wie "Hänsel und Gretl" (die jetzt schwer bewaffnete Hexenjäger sind!), die neue CD von Depeche Mode, die Santiago-Sierra-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen sowie Bücher, darunter Bernd Roecks Band über "Gelehrte Künstler" der Renaissance (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Überaus sympathisches Prä-Hippietum

26.03.2013. Die New York Times stellt den Millionär Nick D'Aloisio vor, der eine News App erfunden hat. Bald wird er 18. Das Schild "Swing tanzen verboten", das in der Serie "Unsere Mütter Unsere Väter" eine Rolle spielte, ist eine historische Fälschung, hat das Blog pophistory herausgefunden. queer.de berichtet, dass Länder,… Mehr lesen

Parsifal kann sehr rational sein

25.03.2013. Die Blogger lecken sich nach der Niederlage beim Thema Leistungsschutzrecht die Wunden. Hat die "Netzgemeinde" versagt? Gabriele Goettle erzählt in der taz von einem Arzt, der ein Immunsystem gegen Pharmawerbung entwickelt. In der NZZ erinnert Hector Abad mit Blick auf Franziskus, den Papst, an die fatale Rolle der Jesuiten… Mehr lesen

Sich erheben, abwärts schweben

23.03.2013. Die NZZ lässt sich vom Berliner Verleger Andreas Rötzer erklären, was eingreifendes Verlegen ist. In der taz fordert die Aktivistin Monika Hauser eine Aufarbeitung der Vergewaltigungen durch deutsche Soldaten. In der Welt antwortet Wolfgang Kraushaar seinen Kritikern. In der SZ verteidigt Salman Rushdie noch einmal einen universellen Freiheitsbegriff. Entsetzen… Mehr lesen

Phasenphysik und Frequenzmodularanalyse

22.03.2013. Die SPD ist beim Thema Leistungsschutzrecht eingeknickt und wird das Gesetz heute im Bundesrat wohl passieren lassen. Der FAZ ist es eine winzige Meldung wert. Die FR sorgt sich um das "geistige Eigentum". Ohnmächtiger Aufschrei im Netz. In der taz kritisiert der Historiker Ulrich Herbert die ZDF-Serie "Unsere Mütter… Mehr lesen

Sein Prosafluss ist kein gerader

21.03.2013. Im Freitag gibt die Kulturjournalistin Agnes Szabo einen bestürzenden Einblick in die Gleichschaltung der ungarischen Kulturszene. Jungle World liefert den geschichtspolitischen Hintergrund dazu, der ebenso deprimierend ist. Nach jahrelangem beredtem Schweigen und kurz bevor es durch ist, bringen die Zeitungen doch noch Pro-und-Contras zum Leistungsschutzrecht, so die Zeit und… Mehr lesen

Ach, so fickten Nazis?

20.03.2013. #UMUV! So langsam gibt es auch Gegenstimmen zur Wehrmachtsschmonzette im ZDF, deren Hashtag eigentlich #UUUU lauten müsste ("Unsere Urgroßmütter unsere Urgroßväter"). Ekkehard Knörer dreht im Cargo-Blog durch: Haben Fernsehkritiker, anders als Filmkritiker denn gar keine Kriterien? In der taz spottet Jan Feddersen: "Mann, das haben wir ja nicht gewusst!,… Mehr lesen

Kaum koschere Leber

19.03.2013. Der Tagesspiegel schaut mit Maurizio Pollini ins Laboratorium der Komponisten. Rue89 erklärt, warum Bernard-Henri Lévy jetzt nicht mehr nach Libyen darf. In der taz ist Najem Wali verzweifelt über den Irak im Zustand der Selbstverwaltung. Die NZZ erklärt, warum Google News nicht so gut funktioniert, wie es sollte. In… Mehr lesen

Pure Idyllen der achtziger Jahre

18.03.2013. Die NZZ möchte das Roma-Problem als Armutsproblem und nicht als ein ethnisches behandelt sehen. Außerdem würdigt sie den frischgekürten Pritzker-Preisträger Toyo Ito. Dezeen bringt eine Menge Bilder von seinen Entwürfen. Warum kommen in der Serie "Borgen", die einen illusionslosen Blick auf Dänemark werfen will, Karikaturenstreit und Islamdebatte gar nicht… Mehr lesen

Das ist Humbug, wenn nicht Unfug

16.03.2013. Die Gleichung "68 = Antizionismus = linker Antisemitismus" geht nicht auf, rechnet die taz vor. Die NZZ beschwört die Gunst des Augenblicks. Lukas Foerster fordert von Kinos die Einhaltung musealer Grundprinzipien. Die FAZ wünscht sich einen Gorbatschow des Kapitalismus. Isabelle Huppert bestreitet, eine intellektuelle Schauspielerin zu sein. Die Welt beklagt… Mehr lesen

Gegenwartskompatibler als jeder Actionfilm

15.03.2013. In der NZZ bekennt der Politologe Otto Kallscheuer, dass er sich vom Heiligen Geist etwas mehr Mut bei der Papstwahl gewünscht hätte. Der Tagesspiegel erklärt, was die vatikanischen Riten so netzkompatibel macht. Auf der Leipziger Buchmesse wird der Name des Teufels Amazon gemieden, berichtet die SZ. Mit der Verleihung des… Mehr lesen

Generalverdacht gegen die Wirklichkeit

14.03.2013. Als Bildungsrevolution feiert die Zeit die wachsende Zahl der im Netz zugänglichen Hochschulvorlesungen. Die Blogs reagieren bestürzt auf das angekündigte Ende des Google Reader. Die taz klagt über die spezifisch deutsche Hysterie gegenüber Googles Datenbrille. In der Welt pocht Henryk Broder auf Pornografie. Der Freitag untersucht die Rückkehr des… Mehr lesen

Hirschragout mit Datteln

13.03.2013. "Vorsicht Buch!" ruft die FAZ gemeinsam mit der Buchbranche zu Beginn der Leipziger Buchmesse. Die taz interviewt Klaus-Michael Bogdal, der heute den Leipziger Preis zur Europäischen Verständigung erhält. Anne Applebaum empfiehlt einen Klacks Crème fraiche. Im Tagesspiegel spricht die Linguistin Manana Tandaschwili über die Lage der Frauen in Georgien.… Mehr lesen

Öffentliche Beschäftigung mit Nachrichten

12.03.2013. Was soll mit dem Erbe des großen Film-Essayisten Chris Marker geschehen?, fragt die Welt. Im Design Observer bringt David Brook einen Riesen-Essay über die atemberaubende Entwicklung der Stadt Schanghai. Wir verlinken auf die Dokumentation des ORF über die Nazivergangenheit der Wiener Philharmoniker, die 75 Jahre nach dem "Anschluss" ihre… Mehr lesen

Queseria Mürsch

11.03.2013. Hans Christoph Buch berichtet für den Tagesspiegel aus einem demoralisierten Kuba. Das Literaturcafé testet den Ebookreader Tolino. Im Deutschlandfunk rechnet Sabine Pamperrien mit den China-Verteidigern Helmut Schmidt und Tilman Spengler ab. In der FR erinnert sich Amos Oz an den Kibbuz. Die NZZ besucht die zweitbeste Schweiz der Welt.… Mehr lesen

Abgekoppelt-anomische Arbeitslosigkeit andererseits

09.03.2013. In der Welt bespricht Necla Kelek das Buch Semiya Simseks über den Mord an ihrem Vater und die traumatisierenden Pannen bei den Ermittlungen zu den NSU-Morden. In der taz jongliert Chefapokalyptiker Harald Welzer mit Europa-, Klima-, Finanzkrise. Ebenso Vizechefapokalptiker Wolfgang Streeck in der FR. Überchefapokalyptiker Frank Schirrmacher hatte wohl… Mehr lesen