Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Am häufigsten kommentierte Bücher
Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
- Politkowskaja
- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Moderedakteurinnen in der zweiten Reihe
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
25.01.2013. In der FAZ denkt der tschechische Autor Jaroslav Rudis über die irgendwie surreale Präsidentenwahl in seinem Land nach. Die Welt verteidigt David Cameron gegen die beleidigten Leberwürste vom Kontinent. Die NZZ erklärt, unter welchen Umständen die direkte Demokratie funktioniert. Robert Basic wendet sich in seinem Blog gegen Prophezeiungen, dass es mit dem Bloggen ein Ende habe. Hier und dort wird weiter zu Suhrkamp diskutiert und präzisiert.
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2013
Die Nachbarn blicken mit zunehmendem Interesse auf die Schweiz und ihr System der direkten Demokratie. Der Politologe Leonhard Neidhart erläutert, warum das Schweizer Modell nur schwer auf andere Länder übertragbar ist: "In großen Staaten kann das Volk nicht drei- bis viermal pro Jahr an die Urnen gerufen werden, wie das in der Schweiz der Fall ist. Damit die direkte Volksherrschaft zudem nicht nur Nein-Entscheidungen hervorbringt, also jede Entwicklung blockiert, und auch, damit sie nicht in ein System des Populismus abstürzt, müssen die Verhältnisse wirtschaftlich und sozial ausgeglichen und stabil sein - sonst regiert die Angst."
Weiteres: Roman Bucheli berichtet von einer Ausstellung mit frühen Fotografien aus Deutschland im Stadtmuseum München. Besprochen werden eine Aufführung von Wagners "Ring" im Teatro Massimo in Palermo, Luca Ronconis Inszenierung von Rafael Spregelburds "Panik" in Mailand (die Christine Wolter "irr, komisch, grotesk, finster" findet), das neue Album "Anything In Return" von Toro Y Moi und Bücher, darunter Abel Lanzacs und Christophe Blains Polit-Comic "Quai d'Orsay" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Die Tageszeitung, 25.01.2013
Stefan Reinecke und Christian Semler stellen die Bände 3 ("Vorgeblättert") und 5 ("Vorgeblättert") der Quellenedition zur "Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden" vor: "Wenn man diese Dokumente liest, das ratlose Entsetzen der Vertriebenen, die Hetze der Nazi-Propaganda, die kalte Sprache der Verwaltung, die immer neue Schikanen für die Juden erfindet, die wenigen erhaltenen Dokumente aus Sicht der Opfer, die Massaker bezeugen, enthüllt sich ein Maß an Schrecken, die das Schicksal von Einzelnen bedeutungslos erscheinen lassen."
Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Im Fluss der Zeit" mit Aufnahmen des Magnum-Fotografen Steve McCurry im Kunstmuseum Wolfsburg und das Album "Hardcourage" des New Yorker Produzenten Drew Lustman alias FaltyDL.
Und Tom.
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Aus den Blogs, 25.01.2013
Der deutsche Ur-Blogger Robert Basic wendet sich gegen Prophezeiungen von Deutschlandfunk und anderen interessierten Medien, dass es mit dem Genre des Blogs bergab gehe, und behauptet das glatte Gegenteil: "Schon mal blasse Moderedakteurinnen in der zweiten Reihe hinter Modebloggerinnen auf Modeschauen gesehen? Süßer Anblick, wenn Zickenaugen töten möchten."
(Via Matthias Rascher) Grauen des Hyperrealismus!
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Der Tagesspiegel, 25.01.2013
Die Debatte um rassistische und sexistische Begriffe bei Astrid Lindgren und Otfried Preußler wird von dem Germanisten Lothar Quinkenstein um eine neue Facette bereichert: Antisemitismus bei Christine Nöstlinger? Der Name der tyrannischen Gurke aus ihrem Buch "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" lautet "Kumi-Ori" - eine biblische Umschreibung von Jerusalem. "Betrachten wir nun noch einmal die Geschichte der 1936 geborenen Nöstlinger: An Ostern (!) taucht aus düsteren Kellertiefen der vertriebene König (!) 'Jerusalem' auf. Er ist anmaßend-arrogant, verlangt - in verdrehtem (!) Deutsch -, bedient zu werden und stiftet vom Moment seines Erscheinens an Unfrieden in einer unbescholtenen Familie. Er lügt, intrigiert, zieht Geheimnisse der Familienmitglieder ans Licht, versucht, den Vater mit Versprechungen von Reichtum zum Mord anzustiften. Als die Geduld der Getriezten zu Ende ist, wird er 'abserviert'."
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Weitere Medien, 25.01.2013
Titanic macht einige Vorschläge zur Umformulierung von Kinderbüchern: "'Und der "Drache, der zu den Indianern wollte', will nunmehr, klar, 'zu den Amerikanischen Ureinwohnern (um sich zu entschuldigen)'."
Das neue Lied von Prince:
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Die Welt, 25.01.2013
Bei der Welt funktioniert die Paywall inzwischen so gut, dass man die Artikel nicht mehr googlen kann! Also (fast) keine Links heute.
Im Forum verteidigt Alan Posener David Cameron gegen das antibritische Gemurre nach Camerons Ankündigung einer Volksabstimmung über die EU: "Cameron machte den unverzeihlichen Fehler, die Beschwörer des 'mehr Europa' beim Wort zu nehmen. Er forderte mehr - mehr Freiheit in Europa, mehr Wettbewerb, mehr Demokratie, mehr Subsidiarität, mehr Vielfalt und mehr Mitglieder in der EU. Das war der Aufruf zu einem Europa der Offenheit und des Aufbruchs, einem maritimen, nach außen blickenden Europa anstelle eines mit sich selbst beschäftigten kontinentalen Blocks im Geiste Napoleons."
Im Feuilleton erinnert sich Alan Posener, wie er in seiner Jugend als Maoist 1976 im gespaltenen Dörfchen Mödlareuth den Abriss der Mauer forderte. Richard Kämmerlings klärt in der Leitglosse die Faktenlage beim Suhrkamp Verlag. Volker Tarnow erinnert an den Komponisten Witold Lutosławski, der vor hundert Jahren geboren wurde. Und Hanns-Georg Rodek unterhält sich mit Denzel Washington, der in seinem neuen Film "Flight" mal wieder einen tollen Hecht spielt.
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2013
Mit Blick auf die Prager Burg denkt der tschechische Autor Jaroslav Rudis über die "schicksalhafte und zugleich irgendwie surreale Wahl" in seinem Heimatland nach, wo der Wahlkampf zwischen Miloš Zeman und Karel Schwarzenberg kurz vor dem Stichtag zusehends schriller wird, wie Rudis recht ratlos bemerkt: "Wir bekommen entweder einen verlogenen Schwejk oder die Verkörperung des altösterreichischen Adels, gegen den wir Tschechen über Jahrhunderte gekämpft haben."
Außerdem: Andreas Kilb verbringt ein Winterwochenende in Paris, beziehungsweise in dessen Museen, Kino-Diskussionsveranstaltungen und einer spontan einberufenen Pressekonferenz, in der sich Regisseur Olivier Assayas von der Cinephilie der Cahiers du Cinéma lossagt, die seinem jüngsten Film offenbar recht kalt begegnet sind. Paul Ingendaay kommentiert eine peinliche Zeitungsente bei El Pais - die Zeitung veröffentlichte ein Foto Hugo Chavez' auf dem Krankenbett, das in Wirklichkeit einen anderen Patienten zeigte (mehr hier). Dass Hollywood-Choreograf Benjamin Millepied 2014 als Ballettdirektor an der Pariser Oper antreten wird, findet Wiebke Hüster nur auf den ersten Blick schockierend. Jürgen Dollase befreit im Restaurant Dôme in Antwerpen "das Hirschfleisch energisch von der Kräuterkruste".
Besprochen werden neue Schallplatten (darunter ausführlicher eine Aufnahme von Witold Lutoslawskis Sinfonien), Tim Burtons Stopmotion-Animationsfilm "Frankenweenie" ("eine Großtat", jubelt Andreas Platthaus völlig fasziniert), eine Ausstellung aus der Sammlung Patricia Phelps de Cisneros im Reina-Sofiá-Museum in Madrid und Bücher, darunter George Oppens Gedichteband "Die Rohstoffe" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).
Neue Zürcher Zeitung | Die Tageszeitung | Aus den Blogs | Der Tagesspiegel | Weitere Medien | Die Welt | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Süddeutsche Zeitung, 25.01.2013
Andreas Zielcke fasst die Lage im Suhrkamp-Streit zusammen und spielt mehrere Möglichkeiten für den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach durch: Weder eine Übernahme des Verlags (massiver Autorenschwund), noch dessen Auflösung (geringe Renditeaussicht nach Abschluss des Verfahrens) könnten demnach wirklich in Barlachs Interesse liegen. Allein im Verkauf von Barlachs Anteilen an die Familienstiftung sieht Zielcke einen gangbaren und für Barlach profitablen Weg: "Wie man hört, werden hinter den Kulissen bereits von beiden Seiten Zahlen genannt, die Kluft ist allerdings noch erheblich. Allerdings dürfte die Stiftung kaum in der Lage sein, den Kaufpreis allein aufzubringen. Ohne einen wohlgesonnenen Investor (...) wird es nicht gehen."
Weitere Artikel: Im ausführlichen Gespräch erklärt Dirk von Lowtzow von Tocotronic Jens-Christian Rabe seine Liebe zur Präzision in der Popkunst von Jennifer Lopez und Britney Spears und wie sich guter von schlechtem Kitsch unterscheiden lässt. Helmut Mauró amüsiert sich über Heinos Dreistigkeit, sich quer durch die deutsche Rockmusik zu covern.
Online erfahren wir, dass die Autorin Pinar Selek in ihrer türkischen Heimat zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Besprochen werden ein "Parsifal" in historischer Aufführungspraxis in Dortmund (von der Kristina Maidt-Zinke glaubt, dass sie in Bayreuth auf verschlossene Ohren treffen wird) und Bücher, darunter ein Band mit Fotografien von Sergei Prokudin-Gorski aus dem Zarenreich zwischen 1855 und 1918, von denen es über 2600 auch online bei der Library of Congress zu sehen gibt (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).
Archiv: Heute in den Feuilletons
Zu 93 Prozent akkurat
18.06.2013. In der Welt erhofft sich Wolfgang Kraushaar durch neue Ermittlungen mehr Informationen über die Terrorserie in München 1970. Die Digitale Gesellschaft erstattet wegen Prism Anzeige bei der Polizei: Es besteht Verdacht auf Spionage. In der taz verrät Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser die Honorare seiner freien Mitarbeiterin Silke Burmeister. Stefan Niggemeier kann sich darüber nur sehr wundern. Dass der Aufklärer Walter Jens bei seiner Trauerfeier mit Mozarts Requiem verabschiedet wurde, gehört zu den Aporien, die zu ihm passen, findet die FAZ. Mehr lesen
Doch eher blumig-ornamental
17.06.2013. Trotz allem: Noch ist die NSA ist nicht die Stasi, meint Fred Kaplan in der FAZ. Frank Schirrmacher fordert in der Sonntags-FAZ trotzdem ein europäisches Staats-Google. Spiegel Online ist da skeptisch, der BND nicht. In der Welt erklärt Zafer Sencak, warum sich die türkische Jugend den von Tayyip Erdogan verordneten Islam nicht mehr bieten lassen will. Die NZZ unternimmt eine Reise nach Timbuktu. Die taz meint: Auch nach der Wiederentdeckung von Hilma af Klint muss die Geschichte der Malerei nicht neu geschrieben werden. Mehr lesen
Nichts wissen macht nichts
15.06.2013. Im Interview mit der taz erklärt Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser den Erfolg seines Wochenmagazins. Freie Journalisten dürften sich für das Interview interessieren! Recht heftig ging es auch bei einer Wiener Konferenz über das Urheberecht zu, berichtet Futurezone. In der NZZ sucht und findet der Zeithistoriker Edgar Wolfrum einen Gründungsmythos für Europa: Der 17. Juni hat damit zu tun. Die SZ findet Femen pubertär. Mehr lesen
Wenn der dreimal Terror ruft
14.06.2013. In der SZ erklärt Constanze Kurz, warum Google denn doch nicht dasselbe ist wie die NSA. Und in der FAZ erklärt sie, dass es auch der NSA durchaus um Wirtschaft gehen könnte. Der Guardian erzählt, warum sich der Whistleblower Edward Snowden nicht an die New York Times wandte. Der Freitag interviewt einen türkischen Journalisten zu Zensur und Selbstzensur in den Medien des Landes. Im Buchreport erklären die Manager von Randomhouse die Rolle der Verlage in Zeiten des Ebooks. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
2013123456789101112201212345678910111220111234567891011122010123456789101112200912345678910111220081234567891011122007123456789101112200612345678910111220051234567891011122004123456789101112200312345678910111220021234567891011122001123456789101112
Archiv: Heute in den Feuilletons
Heutzutage Gespenster
13.06.2013. Auch Kroatien ist erst in Europa richtig zuhause, meint Marko Martin in der Welt. Die deutschen Qualitätszeitungen wollen jetzt auch alles, was nicht sowieso schon kostenpflichtig ist, mit einer Paywall einfrieden, meldet horizont.net. Die Zeit bringt mehrere Artikel zu den Istanbuler Demonstrationen, darunter von Seyran Ateş und Feridun Zaimoglu. Die SZ erzählt, wie die Kulturinstitutionen Ägyptens von den Islamisten besetzt werden. Die Ruhrbarone suchen angesichts des Mordaufrufs gegen Hamed Abdel-Samad Trost bei Lichtenberg. Mehr lesen
Dass dieser Vorsprung nun aufgebraucht ist
12.06.2013. Die FAZ berichtet von Tayyip Erdogans konzertierter Aktion: Als Begleitmusik zur Räumung des Taksim-Platzes beschimpfte er die Demonstranten in einer landesweit übertragenen Rede als Terroristen. Mozilla und andere Organisationen starten die Kampagne StopWatching.Us gegen Prism, berichtet Netzpolitik. Die Macht hat die Sprache des Netzes gelernt - ein Einschnitt in der Geschichte des Internets, fürchtet Markus Beckedahl ebendort. Und in der SZ fragt sich Teju Cole, warum das Genre des Romans trotz Virginia Woolf wieder bei Jane Austen gelandet ist. Mehr lesen
Es ist immer die allerletzte Minute der Geschichte
11.06.2013. Nach der Enthüllung des Prism-Skandals fragen der Guardian, die FAZ und andere Zeitungen nach den weltpolitischen Konsequenzen. In der FAZ rät Datenschützer Thilo Weichert, keine amerikanischen Internetdienste mehr zu nutzen. In der SZ setzen sich Aleida Assmann und Bernard Giesen sehr kritisch mit Giorgio Agambens Ruf nach einem "Empire latin" auseinander. Auf starke-meinungen.de fragt Alan Posener, ob sich die Antideutschen wirklich für Israel interessieren. Alle Zeitungen würdigen den "reinen Intellektuellen" Walter Jens. Und aktuell: Spiegel Online meldet, dass der Taksim-Platz geräumt wird. Mehr lesen
Automatisch aufgesaugt
10.06.2013. Der Prism-Skandal beschäftigt fast alle Medien. Wir bringen eine ganz aktuelle Presseschau - auch mit Informationen über den Whistleblower Edward Snowden. Auch deutsche Medien befassen sich mit der Affäre: Das Geheimnis hat die Schranken des Rechtsstaats gesprengt, meint die FAZ. Focus meldet, dass Hans Barlach Einspruch gegen das Schutzschirmverfahren für Suhrkamp einlegt. In Spiegel Online appelliert Hamed Abdel-Samad an die deutsche Regierung, die in Ägypten zirkulierenden Mordaufrufe gegen ihn zu verurteilen. Für die NZZ besucht Tom Schulz das Wohnhaus Paul Celans in Czernowitz. Mehr lesen
Pinguine und Schizophrenie
08.06.2013. Das Abhörprogramm der Obama-Regierung lässt die Feuilletons erstaunlich kalt: Warum soll die Regierung nicht dürfen, was Google und Amazon ja längst machen, fragt die Welt. Russen und Chinesen hätten immer schon gewarnt, dass Amerikaner und Israelis so etwas tun, meint Frank Rieger vom Chaos Computer Club in der FAZ. Die Internetkonzerne scheinen sich laut New York Times jedenfalls kaum gewehrt zu haben. Außerdem: Religionskritik führt nur zu Rechtsfundamentalismus warnt die FR. In der taz besingt Dilek Zaptcioglu die Vorteile von Twitter beim Protest. Mehr lesen
Gierige Halbwelt und einverständige Mediengaffer
07.06.2013. Der Spiegel geißelt Barack Obamas Überwachungsstaat, der bedenkenlos so viele Telefongespräche aufzeichnet wie nur möglich. Die Welt bringt ein großes Dossier über Picasso und Deutschland. Das Blog mylorraine.fr porträtiert den 21-jährigen Fotografen Edouard Elias, der in Syrien vermisst wird. Die taz lauscht der Nostalgiemaschine der Boards of Canada. Die FAZ feiert mit den Istanbuler Demonstranten. Aber in Venedig wird ihr übel. Mehr lesen
Ausnahmslos schleppend, exzeptionell tieftönig
06.06.2013. In der SZ singt Orhan Pamuk eine Hommage auf die Demonstranten vom Taksim-Platz. Berliner Blogs streiten über Berliner Start ups. Der Freitag fragt mit Blick auf die Suhrkamp-Debatte, ob die Feuilletons endgültig ins Spektakel abgeglitten sind. Die Zeit hat beim kostenlosen Lunch im Silicon Valley die AGB von Google studiert. In der taz fordert Reinhard Loske Freiheit zum Verzicht auf Freiheit zum Konsum. Der Tagesspiegel geißelt die scharfen Urteile gegen internationale Stiftungen in Ägypten. Mehr lesen
Bereits fertig gemischte Tubenfarben
05.06.2013. Die Begeisterung über den Büchner-Preis für Sybille Lewitscharoff ist allgemein sehr groß: Nur die taz hat Bedenken gegen ihren bekennenden Kulturkonservatismus. In der Welt erklärt Henryk Broder, warum er kein Börne-Preisträger mehr sein will, wenn Peter Sloterdijk einer ist. Die SZ und Netzpolitiker Markus Beckedahl sind sich einig: Es kommt nicht darauf an, dass Politiker im Wahlkampf twittern - sondern dass sie sich für Netzneutralität stark machen. Die FAZ würdigt van Gogh als Techniker. Mehr lesen
Schönster Schweinerockismus
04.06.2013. Die türkischen Proteste erregen auch die Feuilletons. Die taz findet: "Zu Grabe getragen wird ein Projekt von welthistorischer Bedeutung: die Demokratisierung des politischen Islams." Der Guardian erzählt, wie türkische Oppositionelle per Crowdfunding eine Anzeige in der New York Times kaufen. Die FAZ erklärt, warum Erdogans Polizei so unbeliebt ist. Außerdem: Die Welt versucht herauszufinden, wer die Milliarden-Erben Sylvia und Ulrich Ströher sind, die als weiße Ritter für Suhrkamp im Gespräch sind. Und die SZ fürchtet um die exception culturelle. Mehr lesen
Durchgeknallte Synapsen
03.06.2013. FAZ, taz und Zeit online berichten aus Istanbul, wo die städtische Jugend erstmals massiv gegen den frommen Autoritarismus Tayyip Erdogans aufbegehrte. Der Streit um Suhrkamp geht weiter: Heute antwortet eine ungenannte Zeitung aus Frankfurt auf einen ungenannten Journalisten aus München. Die Welt schickt ein letztes Psychogramm der Bewegung gegen die Schwulenehe in Frankreich. Und Stefan Niggemeier fragt: Ist Springer etwa ein Startup? Mehr lesen
Bitte schreiben Sie das nicht auf!
01.06.2013. Heute eröffnet die Biennale in Venedig, die Feuilletons nehmen sie sehr kontrovers auf: Die FAZ erkennt in ihr einen synkretistischen Tempel, in dem auch die Götter der Vergangenheit und Dilettanten ihren Platz haben. Die NZZ erkennt in ihr eine große Umarmung der Welt. Die SZ vermisst Zeitgenossenschaft. Der taz fehlen die Highlights. SZ und NZZ schreiben außerdem den Suhrkamp-Roman fort. Und in der Welt stolpert Salman Rushdie über erste Erinnerungslücken. Mehr lesen








