Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Am häufigsten kommentierte Bücher
Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
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- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
In einer Ära großen Durcheinanders
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
24.01.2013. In der FAZ erinnert sich Dustin Hoffman an seine WG-Kumpels Robert Duvall und Gene Hackman. Die NZZ macht sich Sorgen ums preußische Kulturerbe. Techcrunch kann es nicht fassen: Apple macht in einem Quartal fast soviel Umsatz wie Microsoft im ganzen Jahr. Das Schweizer Fernsehen erklärt das Leistungsschutzrecht. Die taz beleuchtet die komplizierte Lage der deutschen Kinematheken. Die Welt findet: Die Deutschen sollten es nicht den Franzosen überlassen, ihre Freiheit zu verteidigen. In der Zeit nennt Ulla Unseld-Berkéwicz realistische Renditeerwartungen für den Suhrkamp Verlag.
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Der Tagesspiegel, 24.01.2013
Nach dem Scheitern des Wettbewerbs für das Leipziger Einheitsdenkmal kritisiert der Stadtplaner Florian Mausbach den in der Ausschreibung formulierten Anspruch des Denkmals: "Diese Forderungen haben aus dem Wettbewerb für ein historisches Denkmal einen Wettbewerb für experimentelle Kunst gemacht, mit der Kunstszene als Adressat. Ein an das Volk als Adressat gerichtetes Denkmal wendet sich aber an die Allgemeinheit und die Nachkommen."
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Aus den Blogs, 24.01.2013
Tim Parks denkt in einem interessanten Blogbeitrag für die NY Review of Books über sprachliche Standards in Zeiten der Globalisierung nach - eine Problematik, die, ohne dass er es ausspricht, natürlich vor allem das Englische betrifft. "Wir werden wohl akzeptieren müssen", schreibt er, "dass wir in einer Ära großen Durcheinanders leben, in der die Positionierung eines Schreibers zu einem angeblichen kulturellen Standard extrem problematisch wird."
Robert Sinclair beweist, dass Cartoons und Comicstrips nichts an Komik einbüßen, wenn man ihre Pointe durch die Zeile "Christ, what an asshole" ersetzt.
(Via Thomas Knüwer) Paradoxer Apple-Kult: die Firma hat Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2012 bekanntgegeben, und die Aktie ist in den Abgrund gerauscht, weil man noch bessere Ergebnisse erwartet hatte. MG Siegler lässt sich das in Techcrunch auf der Zunge zergehen. Apple hat in dem Quartal 54 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Und das heißt: "Apple machte in einem Quartal mehr Umsatz als Google im ganzen Jahr 2012. Apple ist nicht mehr weit davon entfernt, in einem Quartal den gesamten Jahresumsatz von Microsoft einzufahren."
(Via Matthias Rascher) Trost im Winter: Florent Tanet hat sehr hübsche bunte moderne Gemüseskulpturen arrangiert.
Das Schweizer Fernsehen erklärt, was es mit dem Leistungsschutzrecht wirklich af sich hat:
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Die Welt, 24.01.2013
Nach den Freundschafts-Beteuerungen zu fünfzig Jahren Elysées-Vertrag wünscht sich Richard Herzinger auf der Forumsseite eine aktivere Unterstützung des französischen Mali-Einsatzes durch Deutschland: "Für andere Nationen ist es nicht weniger schmerzhaft, das Leben ihrer Soldaten in Gefahr zu bringen. Eine Logik, nach der Deutschland seine Freiheit genießt, den menschlichen Preis dafür aber andere zahlen sollen, kann auf Dauer keinen Bestand haben."
Im Feuilleton bezweifelt Manuel Brug, dass Valery Gergiev der richtige Chefdirigent für die Münchner Philharmoniker sei. Andreas Rosenfelder findet, dass Prinz Harry durchaus das Recht hat zu sagen, was er über den Krieg denkt.
Gemeldet wird, dass Ulla Unseld-Berkéwicz und Hans Barlach versuchen, über unbekannte Mediatoren ins Gespräch zu kommen, um eine Lösung für den Suhrkamp Verlag zu finden.
Besprochen werden Philipp Glass' Oper "The Perfect American", die in Madrid Uraufführung hatte, und Filme, darunter Steven Spielbergs "Lincoln".
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Die Tageszeitung, 24.01.2013
Aus Anlass des 50. Geburtstags der Deutschen Kinemathek erinnert Andreas Busche an deren komplizierte Gründungsgeschichte. Im Vergleich zu anderen nationalen Filminstituten habe der sogenannte deutsche Kinemathekenverbund aus elf Einzelinstitutionen bis heute nicht einmal eine gemeinsame Datenbank - "eigentlich eine politische Bankrotterklärung. Dass die Filmmuseen in Berlin, Potsdam, Frankfurt und München dennoch so verdienstvolle Arbeit leisten, grenzt an ein Wunder."
Außerdem: Daniel Schreiber denkt über die unterschiedliche gesellschaftliche Bewertung von Ex-Rauchern und Ex-Trinkern nach.
Besprochen werden die Ausstellung der Berliner Künstlerinnengruppe "Schwarze Schokolade" im Bonner Frauenmuseum (Bild: "Berlin wird helle" von Roswitha Baumeister), Ruben Östlunds Film "Play" und Dustin Hoffmans Regiedebüt "Quartett", das in einer Alters-WG aus ehemaligen Sängern und Musikern spielt.
Und Tom.
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Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2013
Die zum Weltkulturerbe zählende Schlösserlandschaft in Berlin und Potsdam befindet sich in teilweise desolatem Zustand, berichtet Jürgen Tietz. Das für die nächsten zehn Jahre veranschlagte Investitionsvolumen von 155 Millionen Euro sei nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein: "Derweil gönnt man sich in den Stadtmitten von Potsdam (veranschlagte Baukosten 120 Millionen Euro) und Berlin (veranschlagte Baukosten 590 Millionen Euro) das Luxusprogramm neuer Schlösser, während gleich nebenan das - authentische - Erbe eines Schinkel, Stüler oder Persius vergammelt. Es ist ein baukultureller Skandal, den sich Deutschland da leistet."
Weiteres: Geri Krebs wirft einen Blick aufs Programm der Solothurner Filmtage. Besprochen werden Filme, darunter Dustin Hoffmans Regiedebüt, die Uraufführung von Joël Pommerats neuem Stück "La Réunification des deux Corées" in Paris sowie Bücher, darunter zwei neue Bände der Siegfried Kracauer-Gesamtausgabe (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Süddeutsche Zeitung, 24.01.2013
Johannes Boie berichtet von der DLD-Konferenz, wo allerlei Wissenschaftler und Kreative sich über zukünftige Möglichkeiten des Internets austauschten (darunter, man höre und staune, ein Twittermeldungen anzeigendes T-Shirt). Auch wurde dort die Plattform Rap Genius vorgestellt, auf der die kulturhistorischen Kontexte von Rap-Texten philologisch penibel zusammengetragen werden, wie Andrian Kreye staunend berichtet. Ganz und gar nicht zum Staunen ist Jörg Häntzschel zumute, der für allerlei auf der Konferenz vorgebrachte Versprechungen neuerer Kreativ-Startups nur ein müdes Gähnen übrig hat.
Fritz Göttler gratuliert der Deutschen Kinemathek zum fünfzigjährigen Bestehen.
Besprochen werden Philip Glass' Oper "The Perfect American" in Madrid, Nanine Linnings Tanzstück "Zero" im neuen Theatersaal in Heidelberg, Céline Danhiers Dokumentarfilm "Blank City" über die New Yorker Punk-Bohème der späten 70er, Tim Burtons Animationsfilm "Frankenweenie" und Bücher, darunter der Briefwechsel zwischen Allan Ginsberg und Jack Kerouac (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2013
Dustin Hoffman, dessen (von Eleonore Büning besprochenes) Regiedebüt "Quartett" diese Woche ins Kino kommt, kann Marco Schmidt Im Interview manche Anekdote aus seinen Lehrjahren in der New Yorker Schauspieler-Bohème der 60er erzählen, als er sich mit seinen WG-Kumpels Robert Duvall und Gene Hackman mehr schlecht als recht durchschlug: "Zehn Jahre lang zogen wir drei gemeinsam um die Häuser und versuchten vergeblich, von unserem Beruf zu leben. Stattdessen musste ich die meiste Zeit kellnern, Duvall schob Nachtschichten auf dem Postamt, und Hackman schleppte als Möbelpacker Kühlschränke treppauf und treppab. Wir vegetierten am Rande des Existenzminimums dahin, doch wir hatten das Gefühl, in Würde zu scheitern, unsere Schauspielerfreunde waren ebenfalls arbeitslos."
Weitere Artikel: Ein besorgter Mark Siemons skizziert das zusehends angespannte Verhältnis zwischen China und Japan: "Die Geister der Vorkriegszeit [sind] wieder da ... ein hochgefährliches Gebräu." Joachim Müller-Jung gehen die Augen über vor Staunen angesichts aktueller Forschungen, die DNA-Stränge als Datenspeicher zu etablieren. Jürgen Kaube kann den Positionen der Schavan-Verteidiger in der Plagiatsaffäre um die Bildungsministerin nicht viel abgewinnen. Die Europa-Rede David Camerons passt zur Europaskepsis der Briten, meint Gina Thomas. Wiebke Hüster schreibt den Nachruf auf die Tänzerin Konstanze Vernon.
Besprochen werden Philip Glass' in Madrid aufgeführte Oper "The Perfect American" über das Leben von Walt Disney, das Münchner Konzert von Conor Oberst (der an diesem Abend für Jakob Biazzas Geschmack "zu ungenau" nölte), Ruben Östlunds Kinofilm "Play" und Bücher, darunter ein Band mit Fotografien von Shomei Tomatsu, von denen wir hier einige Kostproben finden (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).
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Die Zeit, 24.01.2013
Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz erklärt auf zwei Seiten im Interview ausführlich ihre Sicht auf die juristische Auseinandersetzung mit Hans Barlach. Sie wirft ihm vor, aus rein wirtschaftlichen Motiven zu handeln und illusorische Renditeforderungen zu stellen: "Der Verlag kann Umsatzrenditen im Bereich von 2 bis 4 Prozent erwirtschaften - über solche Renditen wären heute viele Zeitungen froh -, in ganz guten Jahren auch mal 7 oder 8 Prozent. Damit musste Siegfried Unseld leben, und damit muss auch jeder andere Eigentümer leben. Hans Barlach hat, und das muss ich hier auch einmal sagen, in den vergangenen sechs Jahren Gewinne in Millionenhöhe aus der Verlagsgruppe gezogen, abgezogen." Unseld-Berkéwicz signalisiert aber auch Bereitschaft für einen außergerichtlichen Kompromiss: "Wir sind für Vermittlungsversuche offen, und wir werden Herrn Barlach auch weiterhin Vorschläge unterbreiten."
Weitere Artikel: Zum Jahrestag der Befreiung Auschwitz' erinnert der Politologe Joachim Perels an die dürftige strafrechtliche Verfolgung der Täter. Spitzensportler erfüllen das gesellschaftliche Bedürfnis nach charismatischen Führern, erklärt der Philosoph Gunter Gebauer mit Blick auf Lance Armstrongs Doping-Beichte. Nina Pauer gratuliert Tocotronic zum zwanzigsten Bandjubiläum.
Besprochen werden der Film "Staub auf unseren Herzen", in dem Susanne Lothar ihren letzten Auftritt hat, Dustin Hoffmans Regiedebüt "Quartett" (das Christine Lemke-Matwey "unterhaltsame, kluge, auch freche 100 Minuten" bereitete), neue Stücke von Elfriede Jelinek und Ewald Palmetshofer in Wien sowie Bücher, darunter Tom Wolfes neuer Roman "Back to Blood" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Außerdem: Im Wirtschaftsteil berichtet Alina Fichter von einem jungen Wiener Juristen, der von Facebook die Kontrolle seiner Daten einklagt. In der Zeit im Osten widerspricht der Stasi-Unterlagen-Beauftragte Roland Jahn vehement der vor vierzehn Tagen von Hans-Joachim Maaz geäußerten Hoffnung, die "Dritte Generation Ost" möge zu den "68ern des Ostens" werden: Damals hätten die Generationen den Zeitpunkt verpasst, miteinander ins Gespräch zu kommen, was zu "Brutalität und Gewalt" führte - so weit sollten wir es diesmal nicht kommen lassen, meint Jahn.
Archiv: Heute in den Feuilletons
Gruß über den Gartenzaun
25.05.2013. In der FAZ erneuert Giorgio Agamben seine Kritik an der politischen Führung der EU. Hans Christoph Buch fordert Daniel Cohn-Bendit in der FR zum europäischen Dornröschenkuss auf. Die SZ fordert von den Grünen die Aufarbeitung ihrer Pädophilen-philen Wurzeln. Die Welt bringt ein einmütiges Pro und Contra zu Joseph Beuys. Die NZZ gratuliert dem Antidemokraten Henry Kissinger zum Neunzigsten. Die taz ist ernüchtert vom postrevolutionären Ägypten. Ansonsten herrscht allgemeine Zufriedenheit mit dem Programm von Cannes und Vorfreude auf den Fußballgipfel von Wembley. Mehr lesen
Spiele zuerst einmal drei Akkorde
24.05.2013. In britischen Medien wird nach der Abschlachtung eines britischen Soldaten durch einen islamistischen Fanatiker darüber diskutiert, wieviel man davon zeigen soll. Die NZZ erläutert anhand des preisgekrönten Fotos von Paul Hansen aus Gaza die Tücken der digitalen Fotografie und ihrer Manipulierbarkeit. Die taz ergründet den Begriff der "Critical Whitness". Die Welt beklagt die grassierende Verniedlichung der DDR. Die BBC bringt verwirrende Umfrage-Ergebnisse: Demnach ist Deutschland das beliebteste Land der Welt. Mehr lesen
Darling flüstert die Amsel
23.05.2013. Die Zeit klärt über die Legitimationskrise der öffentlich-rechtlichen Anstalten auf. Im Freitag erzählt Terry Eagleton, wie es sich anfühlt, wenn man als letzter eine Mao-Jacke trägt. In der taz konstatiert der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz: "Obama ist ein Versager für mich." Die NZZ lässt sich von Matthias Lilienthal durch Beirut führen. Die SZ findet die Kritik der FAZ an Georg Baselitz ziemlich daneben. Alle Zeitungen erinnern an Sarah Kirsch - auch an ihre Liebeslyrik. Mehr lesen
Die vervielfältigte Stimme des Heiligen Geistes
22.05.2013. Heute vor 200 Jahren kam in Leipzig ein klitzekleiner Richard Wagner zur Welt. Die Zeitungen bringt er bis heute in große Form. Im Tagesspiegel zählt Norbert Miller all jene Autoren auf, denen wir es verdanken, dass wir ihn noch ertragen. Eleonore Büning stockt der Atem bei einem unbekannten Frühwerk Wagners, das wir in ganzer Länge als Video einbinden. Die Berliner Zeitung empfiehlt die französische Wagner-Rezeption gegen die festgefahrene deutsche Debatte. Außerdem: Ai Weiwei hat ein Heavy Metal-Video gemacht, in dem er seine Inhaftierung nachspielt. Der Guardian berichtet, wir binden es ein. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
In Grün und Orange, in Rot, Blau und Gelb
21.05.2013. Ja, ist es etwa das Empire latin, in dem wir zu posthistorischen Tieren werden, fragt die NZZ. Die Welt trifft Urs Widmer zum Werkstattgespräch. Die SZ feiert den Maler Hans Hofmann. Die FAZ wirft Georg Baselitz vor, den Wirtschaftseliten nahe zu stehen. Viele Zeitungen (und der Perlentaucher) berichten aus Cannes über Claude Lanzmanns Film "Le dernier des Injustes". Und wir zünden ein Licht an für Ray Manzarek. Mehr lesen
Das nenne ich totalitär
18.05.2013. In der Welt erklärt Beuys-Biograf Hans Peter Riegel Beuys Vorliebe für völkische Ideen auch mit der Nähe des Künstlers zu Rudolf Steiner. In Cannes verwandelt die taz nach der Vorstellung von Jia Zhangkes Film "A Touch of Sin" Papierfetzen in Waffen. Im New Yorker erinnert Alex Ross daran, dass Wagner nach Amerika auswandern wollte. Auch Palästinenser lieben Amerika, jedenfalls in Form von geschmuggelten Kentucky Fried Chicken, berichtet der Christian Science Monitor. In der NZZ staunt Nike Wagner, was ihr Urgroßvater alles im Kopf hatte. Die FAZ gratuliert dem Kookbooks Verlag zum Zehnten. Mehr lesen
Tagtäglich dem Leser zugemutet
17.05.2013. Die taz stellt den ersten chinesischen Blogger vor, der es schaffte, einen Vizeminister zu stürzen. In der Welt ruft Richard Herzinger die westlichen Länder zur Intervention in Syrien auf. In der FAZ kritisiert Constanze Kurz die Kampagne deutscher Medien gegen Adblocker. In Cannes liefen Filme von Sofia Coppola und François Ozon. Meldung des Tages: Elisabeth Ruge verlässt Hanser Berlin. Ihr Nachfolger wird Karsten Kredel von Suhrkamp. Mehr lesen
Ist Gott jetzt zufrieden?
16.05.2013. Medienkrise hin oder her: In Frankreich wird eine neue Zeitung gegründet: L'Opinion, berichtet die Welt. Im Freitag spricht Peter Schneider über seine recht unkonventionelle Mutter, die er in seinem neuen Roman porträtiert. In der Jungle World weigert sich Hamed Abdel-Samad, seine Hoffnung in die arabische Revolution aufzugeben. In der NZZ hinterlässt der ökologische Fußabdruck einen bizarren Eindruck. Die FAZ erklärt Giorgio Agambens Idee vom "Empire latin" zum Stuss. Mehr lesen
Samples der Oberflächenwelt
15.05.2013. Die Welt zitiert aus einem Memorandum von Stadtplanern, die die Stadt Berlin auffordern, sich endlich um ihre Mitte zu kümmern. Die NZZ bringt einen Stimmungsbericht aus Italien, wo das soziale Klima unter null sinkt. Baz Luhrmanns "Großer Gatsby" regt niemanden auf - füllt die Feuilletons aber trotzdem. Ähnlich unvermeidlich ist Dan Browns "Inferno". Dafür lassen wir Theophilus London ein hübsches Liedchen singen. Mehr lesen
Filzhaltige Kunstzeichen
14.05.2013. "Anfänge, zumal politische, sind niemals rein", seufzt Micha Brumlik in der taz mit Blick auf Daniel Cohn-Bendit und Theodor Heuss. In der Welt könnte Hans-Joachim Müller einstimmen - mit Blick auf den Militaristen Joseph Beuys. Wir verlinken auf die Abschlusserklärung der "Kritischen Islamkonferenz", die sich für den Transkulturalismus einsetzt. In der SZ rät Gustav Seibt den Deutschen, Giorgio Agambens (oder eigentlich Alexandre Kojèves) Idee eines "Empire latin" ein europäisches Ideal entgegenzusetzen. Mehr lesen
Es zeichnet sich der Morgenstern ab
13.05.2013. In der Welt wendet sich Necla Kelek gegen das Recht von Eltern, Mädchen unter 14 Jahren mit Kopftuch in die Schule zu schicken. In der taz widerspricht Bommi Baumann der These Wolfgang Kraushaars, die radikale Linke sei antisemitisch gewesen: Kunzelmann sei die Ausnahme. Die NZZ versucht ein Psychogramm der französischen Demonstanten gegen die Schwulenehe. Springer will 200 Mitarbeiter bei der Bild entlassen und viele andere in den Onlinestall ohne Tarifbindung stecken, meldet der Spiegel. Der "Große Gatsby" lässt sich gar nicht verfilmen, beteuert die FAZ. Und bitte lauschen Sie den trockenen Sforzati Daniil Trifonovs. Mehr lesen
Die Regie-Rübe, durch die so was rauscht
11.05.2013. Der Skandal um den abgesetzten "Tannhäuser" in Düsseldorf sorgt in den Feuilletons für mittelgroße Erregung. Die NZZ erkundet die Zukunft der Literaturkritik in Zeiten des Netzes. Die FAZ zweifelt am Wirtschaftsaufschwung in Afrika. Die taz ist im siebten Pophimmel: Daftpunk ist zurück. Und Pharell singt mit (wir bringen den Beweis). Die Erotizität von theoretischen Texten nimmt zu, meinte Diederich Diederichsens auf der re:publica. Die Pronunziabilität theoretischer Prosa aber nicht. Mehr lesen
Was öffentlich ist und was nicht
10.05.2013. Die FAZ fragt mit Antonio Muñoz Molina nach Spaniens Verantwortung für die Krise. Außerdem skizziert Ernst Elitz die Zukunft des Journalismus mit viel Paywall und Leistungsschutzrecht. Die Guardian-Leser freuen sich zu 64 Prozent über Stephen Hawkings Entscheidung, Israel zu boykottieren. Die SZ bewundert die barocke Hängung in Sanssouci. Die NZZ staunt über südkoreanischen Optimismus. Die Welt beleuchtet das kräftezehrende Metier der Liebesromanautorinnen. Mehr lesen
Hegemoniale Metaerzählung
08.05.2013. Dass sich Beate Zschäpe Verteidiger namens Stahl, Heer und Sturm gewählt hat, ist kein Zufall, sondern Hohn, meint Georg M. Oswald in der Welt und ruft die Anwälte auf, ihr Mandat niederzulegen. Zum Tod des Animationsfilmers Ray Harryhausen bringen wir ein Video mit Interview und Filmausschnitten. Kathrin Passig benennt auf zeit.de die Vorteile des Ebooks. Sascha Lobo fordert auf der re:publica, die ein großes Medienecho ausgelöst hat, mehr Politik statt Netzpolitik. In der Zeit protestiert Marlene Streeruwitz gegen die Starrheit der Kamera in Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung". Mehr lesen
So sehr haben die Chefs Angst
07.05.2013. Die NZZ hat herausgefunden, warum deutsche Journalisten sich ungern kritisieren lassen: Niemand weiß besser, wie weh das tut. Anlässlich des NSU-Prozesses erinnert Götz Aly in der Berliner Zeitung an die Urszene des Terrorismus in Deutschland: die Ermordung August von Kotzebues. Wolf Lepenies kann in der Welt mit Giorgio Agambens Plan eines "Empire Latin" nicht d'accord gehen. Der Tagesspiegel erklärt, wie ein Datenjournalist die öffentlich-rechtlichen Anstalten transparent machen will. In der FAZ verteidigt die dänische Fernsehredakteurin Sofia Fromberg die als sexistisch kritisierte Talkshow "Blachman". Mehr lesen








