Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

In einer Ära großen Durcheinanders

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

24.01.2013. In der FAZ erinnert sich Dustin Hoffman an seine WG-Kumpels  Robert Duvall und Gene Hackman. Die NZZ macht sich Sorgen ums preußische Kulturerbe. Techcrunch kann es nicht fassen: Apple macht in einem Quartal fast soviel Umsatz wie Microsoft im ganzen Jahr. Das Schweizer Fernsehen erklärt das Leistungsschutzrecht. Die taz beleuchtet die komplizierte Lage der deutschen Kinematheken. Die Welt findet: Die Deutschen sollten es nicht den Franzosen überlassen, ihre Freiheit zu verteidigen. In der Zeit nennt  Ulla Unseld-Berkéwicz realistische Renditeerwartungen für den Suhrkamp Verlag.

Tagesspiegel, 24.01.2013

Nach dem Scheitern des Wettbewerbs für das Leipziger Einheitsdenkmal kritisiert der Stadtplaner Florian Mausbach den in der Ausschreibung formulierten Anspruch des Denkmals: "Diese Forderungen haben aus dem Wettbewerb für ein historisches Denkmal einen Wettbewerb für experimentelle Kunst gemacht, mit der Kunstszene als Adressat. Ein an das Volk als Adressat gerichtetes Denkmal wendet sich aber an die Allgemeinheit und die Nachkommen."

Stichwörter: Einheitsdenkmal

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Aus den Blogs, 24.01.2013

Tim Parks denkt in einem interessanten Blogbeitrag für die NY Review of Books über sprachliche Standards in Zeiten der Globalisierung nach - eine Problematik, die, ohne dass er es ausspricht, natürlich vor allem das Englische betrifft. "Wir werden wohl akzeptieren müssen", schreibt er, "dass wir in einer Ära großen Durcheinanders leben, in der die Positionierung eines Schreibers zu einem angeblichen kulturellen Standard extrem problematisch wird."

Robert Sinclair beweist, dass Cartoons und Comicstrips nichts an Komik einbüßen, wenn man ihre Pointe durch die Zeile "Christ, what an asshole" ersetzt.

(Via Thomas Knüwer) Paradoxer Apple-Kult: die Firma hat Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2012 bekanntgegeben, und die Aktie ist in den Abgrund gerauscht, weil man noch bessere Ergebnisse erwartet hatte. MG Siegler lässt sich das in Techcrunch auf der Zunge zergehen. Apple hat in dem Quartal 54 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Und das heißt: "Apple machte in einem Quartal mehr Umsatz als Google im ganzen Jahr 2012. Apple ist nicht mehr weit davon entfernt, in einem Quartal den gesamten Jahresumsatz von Microsoft einzufahren."

(Via Matthias Rascher) Trost im Winter: Florent Tanet hat sehr hübsche bunte moderne Gemüseskulpturen arrangiert.

Das Schweizer Fernsehen erklärt, was es mit dem Leistungsschutzrecht wirklich af sich hat:


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Welt, 24.01.2013

Nach den Freundschafts-Beteuerungen zu fünfzig Jahren Elysées-Vertrag wünscht sich Richard Herzinger auf der Forumsseite eine aktivere Unterstützung des französischen Mali-Einsatzes durch Deutschland: "Für andere Nationen ist es nicht weniger schmerzhaft, das Leben ihrer Soldaten in Gefahr zu bringen. Eine Logik, nach der Deutschland seine Freiheit genießt, den menschlichen Preis dafür aber andere zahlen sollen, kann auf Dauer keinen Bestand haben."

Im Feuilleton bezweifelt Manuel Brug, dass Valery Gergiev der richtige Chefdirigent für die Münchner Philharmoniker sei. Andreas Rosenfelder findet, dass Prinz Harry durchaus das Recht hat zu sagen, was er über den Krieg denkt.

Gemeldet wird, dass Ulla Unseld-Berkéwicz und Hans Barlach versuchen, über unbekannte Mediatoren ins Gespräch zu kommen, um eine Lösung für den Suhrkamp Verlag zu finden.

Besprochen werden Philipp Glass' Oper "The Perfect American", die in Madrid Uraufführung hatte, und Filme, darunter Steven Spielbergs "Lincoln".

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Twitterfeed der Verlage

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TAZ, 24.01.2013

Aus Anlass des 50. Geburtstags der Deutschen Kinemathek erinnert Andreas Busche an deren komplizierte Gründungsgeschichte. Im Vergleich zu anderen nationalen Filminstituten habe der sogenannte deutsche Kinemathekenverbund aus elf Einzelinstitutionen bis heute nicht einmal eine gemeinsame Datenbank - "eigentlich eine politische Bankrotterklärung. Dass die Filmmuseen in Berlin, Potsdam, Frankfurt und München dennoch so verdienstvolle Arbeit leisten, grenzt an ein Wunder."

Außerdem: Daniel Schreiber denkt über die unterschiedliche gesellschaftliche Bewertung von Ex-Rauchern und Ex-Trinkern nach.

Besprochen werden die Ausstellung der Berliner Künstlerinnengruppe "Schwarze Schokolade" im Bonner Frauenmuseum (Bild: "Berlin wird helle" von Roswitha Baumeister), Ruben Östlunds Film "Play" und Dustin Hoffmans Regiedebüt "Quartett", das in einer Alters-WG aus ehemaligen Sängern und Musikern spielt.

Und Tom.

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NZZ, 24.01.2013

Die zum Weltkulturerbe zählende Schlösserlandschaft in Berlin und Potsdam befindet sich in teilweise desolatem Zustand, berichtet Jürgen Tietz. Das für die nächsten zehn Jahre veranschlagte Investitionsvolumen von 155 Millionen Euro sei nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein: "Derweil gönnt man sich in den Stadtmitten von Potsdam (veranschlagte Baukosten 120 Millionen Euro) und Berlin (veranschlagte Baukosten 590 Millionen Euro) das Luxusprogramm neuer Schlösser, während gleich nebenan das - authentische - Erbe eines Schinkel, Stüler oder Persius vergammelt. Es ist ein baukultureller Skandal, den sich Deutschland da leistet."

Weiteres: Geri Krebs wirft einen Blick aufs Programm der Solothurner Filmtage. Besprochen werden Filme, darunter Dustin Hoffmans Regiedebüt, die Uraufführung von Joël Pommerats neuem Stück "La Réunification des deux Corées" in Paris sowie Bücher, darunter zwei neue Bände der Siegfried Kracauer-Gesamtausgabe (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

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SZ, 24.01.2013

Johannes Boie berichtet von der DLD-Konferenz, wo allerlei Wissenschaftler und Kreative sich über zukünftige Möglichkeiten des Internets austauschten (darunter, man höre und staune, ein Twittermeldungen anzeigendes T-Shirt). Auch wurde dort die Plattform Rap Genius vorgestellt, auf der die kulturhistorischen Kontexte von Rap-Texten philologisch penibel zusammengetragen werden, wie Andrian Kreye staunend berichtet. Ganz und gar nicht zum Staunen ist Jörg Häntzschel zumute, der für allerlei auf der Konferenz vorgebrachte Versprechungen neuerer Kreativ-Startups nur ein müdes Gähnen übrig hat.

Fritz Göttler gratuliert der Deutschen Kinemathek zum fünfzigjährigen Bestehen.

Besprochen werden Philip Glass' Oper "The Perfect American" in Madrid, Nanine Linnings Tanzstück "Zero" im neuen Theatersaal in Heidelberg, Céline Danhiers Dokumentarfilm "Blank City" über die New Yorker Punk-Bohème der späten 70er, Tim Burtons Animationsfilm "Frankenweenie" und Bücher, darunter der Briefwechsel zwischen Allan Ginsberg und Jack Kerouac (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

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FAZ, 24.01.2013

Dustin Hoffman, dessen (von Eleonore Büning besprochenes) Regiedebüt "Quartett" diese Woche ins Kino kommt, kann Marco Schmidt Im Interview manche Anekdote aus seinen Lehrjahren in der New Yorker Schauspieler-Bohème der 60er erzählen, als er sich mit seinen WG-Kumpels Robert Duvall und Gene Hackman mehr schlecht als recht durchschlug: "Zehn Jahre lang zogen wir drei gemeinsam um die Häuser und versuchten vergeblich, von unserem Beruf zu leben. Stattdessen musste ich die meiste Zeit kellnern, Duvall schob Nachtschichten auf dem Postamt, und Hackman schleppte als Möbelpacker Kühlschränke treppauf und treppab. Wir vegetierten am Rande des Existenzminimums dahin, doch wir hatten das Gefühl, in Würde zu scheitern, unsere Schauspielerfreunde waren ebenfalls arbeitslos."

Weitere Artikel: Ein besorgter Mark Siemons skizziert das zusehends angespannte Verhältnis zwischen China und Japan: "Die Geister der Vorkriegszeit [sind] wieder da ... ein hochgefährliches Gebräu." Joachim Müller-Jung gehen die Augen über vor Staunen angesichts aktueller Forschungen, die DNA-Stränge als Datenspeicher zu etablieren. Jürgen Kaube kann den Positionen der Schavan-Verteidiger in der Plagiatsaffäre um die Bildungsministerin nicht viel abgewinnen. Die Europa-Rede David Camerons passt zur Europaskepsis der Briten, meint Gina Thomas. Wiebke Hüster schreibt den Nachruf auf die Tänzerin Konstanze Vernon.

Besprochen werden Philip Glass' in Madrid aufgeführte Oper "The Perfect American" über das Leben von Walt Disney, das Münchner Konzert von Conor Oberst (der an diesem Abend für Jakob Biazzas Geschmack "zu ungenau" nölte), Ruben Östlunds Kinofilm "Play" und Bücher, darunter ein Band mit Fotografien von Shomei Tomatsu, von denen wir hier einige Kostproben finden (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

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Zeit, 24.01.2013

Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz erklärt auf zwei Seiten im Interview ausführlich ihre Sicht auf die juristische Auseinandersetzung mit Hans Barlach. Sie wirft ihm vor, aus rein wirtschaftlichen Motiven zu handeln und illusorische Renditeforderungen zu stellen: "Der Verlag kann Umsatzrenditen im Bereich von 2 bis 4 Prozent erwirtschaften - über solche Renditen wären heute viele Zeitungen froh -, in ganz guten Jahren auch mal 7 oder 8 Prozent. Damit musste Siegfried Unseld leben, und damit muss auch jeder andere Eigentümer leben. Hans Barlach hat, und das muss ich hier auch einmal sagen, in den vergangenen sechs Jahren Gewinne in Millionenhöhe aus der Verlagsgruppe gezogen, abgezogen." Unseld-Berkéwicz signalisiert aber auch Bereitschaft für einen außergerichtlichen Kompromiss: "Wir sind für Vermittlungsversuche offen, und wir werden Herrn Barlach auch weiterhin Vorschläge unterbreiten."

Weitere Artikel: Zum Jahrestag der Befreiung Auschwitz' erinnert der Politologe Joachim Perels an die dürftige strafrechtliche Verfolgung der Täter. Spitzensportler erfüllen das gesellschaftliche Bedürfnis nach charismatischen Führern, erklärt der Philosoph Gunter Gebauer mit Blick auf Lance Armstrongs Doping-Beichte. Nina Pauer gratuliert Tocotronic zum zwanzigsten Bandjubiläum.

Besprochen werden der Film "Staub auf unseren Herzen", in dem Susanne Lothar ihren letzten Auftritt hat, Dustin Hoffmans Regiedebüt "Quartett" (das Christine Lemke-Matwey "unterhaltsame, kluge, auch freche 100 Minuten" bereitete), neue Stücke von Elfriede Jelinek und Ewald Palmetshofer in Wien sowie Bücher, darunter Tom Wolfes neuer Roman "Back to Blood" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Außerdem: Im Wirtschaftsteil berichtet Alina Fichter von einem jungen Wiener Juristen, der von Facebook die Kontrolle seiner Daten einklagt. In der Zeit im Osten widerspricht der Stasi-Unterlagen-Beauftragte Roland Jahn vehement der vor vierzehn Tagen von Hans-Joachim Maaz geäußerten Hoffnung, die "Dritte Generation Ost" möge zu den "68ern des Ostens" werden: Damals hätten die Generationen den Zeitpunkt verpasst, miteinander ins Gespräch zu kommen, was zu "Brutalität und Gewalt" führte - so weit sollten wir es diesmal nicht kommen lassen, meint Jahn.

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

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