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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Die Normalität weiblichen Daseins und Schreibens

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
11.12.2012. Suhrkamp ist Thema Nummer 1: Das Landgericht Berlin erklärt Ulla Unseld-Berkéwicz für abgesetzt - allerdings muss das Urteil noch in zwei Instanzen bestätigt werden. Für die FAZ ist das Urteil dennoch eine Katastrophe, weil die jetzige Geschäftsführung nur noch auf Abruf bestellt sei. Die SZ sieht bereits das Ende der von Ulla Unseld-Berkéwicz geprägten Ära dämmern. Die Welt sucht den Kompromiss. Télérama interviewt den Dokumentarfilmer Paul Moreira, der zur Lage der Frauen und zu Sexualität in Ägypten und Tunesien nach der Revolution recherchierte. In der Welt erklärt Javier Bardem, warum er sich für die Unabhängigkeit der West-Sahara einsetzt.

Welt, 11.12.2012

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin ist Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Suhrkamp Verlags abberufen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Richard Kämmerlings beschreibt detailliert, worum es in den verschiedenen Rechtsstreits zwischen dem Gesellschafter Hans Barlach und Ulla Unseld-Berkéwicz eigentlich geht. Am Ende zeigt sich, dass Barlach schlicht einen anderen Verlag will, der mehr Geld bringt. Statt zu fragen, warum er dann nicht selbst einen gründet, plädiert Kämmerlings für Appeasement: Wenn Barlach "die Geschäftsführung (mit-)bestimmen dürfte, bliebe der Verlag immerhin bestehen. Gerade bewegen sich aber beide Parteien auf den - gemeinsamen - Untergang zu. Es wird Zeit, dass sich gewichtige Vermittler einschalten, dass zur Vernunft gerufen wird, zur Abrüstung. Es wird knapp."

Der Schauspieler Javier Bardem erklärt im Interview, warum er sich mit seinem Dokumentarfilm "Hijos de las nubes, la última colonia" (Söhne der Wolken, die letzte Kolonie) für die Unabhängigkeit der West-Sahara von Marokko einsetzt: Es kümmert sich sonst niemand drum. "Die Situation in der Region wird von den Regierungen als relativ kleines Problem betrachtet, eigentlich ganz einfach zu lösen. Seit 1991 gibt es einen UN-Beschluss, dass ein Referendum über die Unabhängigkeit der Westsahara abgehalten werden soll. Das wurde bislang von Marokko verhindert. Ebenso wenig überwacht die UN die Einhaltung der Menschenrechte in den von Marokko kontrollierten Gebieten - obwohl die Vereinten Nationen mit einer Beobachtermission präsent sind."

Weiteres: Manuel Brug meldet "Kreischalarm in Salzburg", weil Dirigent Franz Welser-Möst abgesagt hat. Mitten in Paris wird demnächst eine große russisch-orthodoxe Kirche gebaut, berichtet Uwe Schultz. Besprochen wird Robert Carsens Inszenierung der Prokofiew-Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" an der Deutschen Oper Berlin.

Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters erklärt das neue Bezahlmodell der Welt, das ab morgen gelten soll: "Von nun an kann jeder Nutzer pro Kalendermonat 20 Artikel auf unserer Internetseite kostenfrei lesen. Ab dem 21. Artikel - und das ist neu - bieten wir Ihnen zu fairen Preisen unsere digitalen Abo-Modelle an." Das Abo gibt's für 50.000 aktivsten Leser der Welt Online erstmal umsonst, für die anderen kostet die billigste Variante 0,99 Cent im Monat - ein Preis, der dann offiziell auf 6,99 Euro pro Monat steigen soll. Wer über externe Links kommt, muss nichts bezahlen.

TAZ, 11.12.2012

Katharina Granzin unterhält sich mit dem südafrikanischen Krimiautor Deon Meyer, der gewissermaßen auf Südafrikanisch schreibt: "Es ist eine Sprache, die aus den Townships kommt, die ja sehr multikulturell sind. Über die letzten fünfzig, sechzig Jahre hat sich eine Townshipsprache entwickelt, die praktisch alle Sprachen enthält, die dort gesprochen werden, einschließlich Afrikaans und Englisch. Und manche Ausdrücke dieser Sprache sind Teil einer südafrikanischen Umgangssprache geworden. Wenn ich also Zulu oder Xhosa in Dialoge einfließen lasse, benutze ich Wörter, die aus dieser Umgangssprache allgemein bekannt sind."

Auf den vorderen Seiten tragen Tim Caspar Boehme und Andreas Fanizadeh Hintergründe zum Kampf um Suhrkamp zusammen, der mit dem Einstieg des Immobilen- und Medienmaklers Ernst Barlach beim verlag 2006 begonnen hat. Aram Lintzel entsetzt sich über eine neue eiserne Marktrhetorik: "Das ist ein Antikommunismus ohne Kommunisten." Jan Zier begrüßt Samir Akika als neuen Leiter des Bremer Tanztheaters.

Besprochen werden das Festival "Krass" auf Kampnagel in Hamburg und Owen Hatherleys Essay "These Glory Days" über die Band Pulp und ihrer Heimatstadt Sheffield (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages)

Und Tom.

Weitere Medien, 11.12.2012

Peter Raue, Anwalt von Ulla Unseld-Berkéwicz, erklärte vor kurzem im Interview mit der Berliner Morgenpost, was seiner Ansicht nach Hans Barlach antreibt: "Der Grundstreit zwischen Familienstiftung und Herrn Barlach liegt darin, dass Herr Barlach nur an den Gewinnen von Suhrkamp interessiert ist, und eine möglichst hohe Ausschüttung erreichen will. Er hat in einer Sitzung gesagt, als über das Budget gesprochen wurde: 'Es ist doch viel günstiger, wenn wir gar keine neuen Bücher mehr produzieren, sondern nur noch die Backlist bedienen.'"

Eine höchst interessante Dokumentation hat der "Grand Reporter" Paul Moreira gedreht, "Sexe, salafistes et printemps arabe". Der Film lief gestern Abend auf Canal Plus - hoffentlich erreicht er demnächst auch ein deutsches Publikum. Der Autor hat undercover recherchiert und mit vielen Frauen und Männern über Sexualität und die Situation der Frauen in Tunesien und Ägypten nach der Revolution gesprochen. Unter anderem schildert Moreira im Interview mit Télérama, wie die Salafisten in Tunesien Angst säen - über das Internet: "Sie gehen gewaltsam gegen Prostituierte oder Vernissagen angeblich blasphemischer Ausstellungen vor und streuen ihre Bilder über das Netz. Sucht man sie vor Ort, hat man Schwierigkeiten, sie aufzustöbern. Ich habe sie angerufen, aber sie zeigen sich nicht. Aber im Internet schaffen es 400 zu allem entschlossene Männer, ein ganzes Land zu terrorisieren. Ihre Bilder werden vom Fernsehen übernommen und schaffen ihnen einen enorm vergrößerten Einfluss."
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Twitterfeed der Verlage

NZZ, 11.12.2012

Im Aufmacher besingt Friedhelm Rathjen Joseph O'Connors' von antikatholischem Furor getragenen Roman "Irrlicht" und dessen Heldin Molly Allgood. Hoo Nam Seelmann erklärt, wie fremd den asiatischen Ländern die Krisenrhetorik oder dramatische Zuspitzung ist, die in Europa gepflegt wird. Andreas Breitenstein kommentiert recht böse Mo Yans Nobelpreisrede, die sich konfus und "bauernschlau" um ein kritisches Bekenntnis wand.

Besprochen werden Andreas Homokis glanzvolle Inszenierung des "Fliegenden Holländers" am Zürcher Opernhaus, eine Ausstellung zum Tessiner Maler Giovanni Serodine und seinem Umfeld im Museum Züst in Rancate, Ling Xis Roman "Die dritte Hälfte" sowie Jörg Magenaus Doppelbiografie zu Friedrich Georg und Ernst Jünger "Brüder unterm Sternenzelt" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
Stichwörter: Europa, Ernst Jünger

FR/Berliner, 11.12.2012

Wird Hans Barlach, der Erbe des Bildhauers, den Suhrkamp Verlag am Ende übernehmen können? Das Urteil des Berliner Landgerichts (das noch von zwei Instanzen bestätigt werden muss) hat für Peter Michalzik in der FR auf jeden Fall "etwas Epochales": "Bisher wurde bei Suhrkamp die Tradition sozusagen persönlich weitergereicht, zunächst von Peter Suhrkamp an Siegfried Unseld, dann von Unseld an Ulla Unseld-Berkéwicz. Das war immer mit Streit, Eifersucht und Missgunst verbunden, nie führte es zum Bruch. Jetzt erscheint es erstmals möglich, dass der Verlag von außen übernommen wird oder zerbricht."

Außerdem besucht Nikolaus Bernau den neuen Lesesaal der Staatsbibliothek unter den Linden.

In seiner Kolumne (nur noch in der Berliner Zeitung, von der FR gekippt) stellt Götz Aly ein paar dringende Fragen zu Ungerechtigkeiten im deutschen Rentensystem: "Warum gibt es für die gesetzlichen Sozialversicherungen die Beitragsbemessungsgrenze, mit der erreicht wird, dass derjenige, der rund 60.000 Euro brutto im Jahr verdient, genauso viel an die Sozialkassen entrichtet wie derjenige, der 95.000 Euro bekommt? Warum wird in der Debatte über zunehmende Altersarmut nicht vorgeschlagen, höhere Renten zugunsten von Kleinrentnern zu kappen?"

Weitere Medien, 11.12.2012

buchreport.de kommentiert eine Meldung des Branchendienstes iSuppli über den rasanten Abstieg von E-Readern: "Aus Sicht von iSuppli ist der rasante Anstieg - von 2008 (1 Mio Geräte) bis 2010 (10,1 Mio Geräte) - und der plötzliche Einbruch von E-Readern beispiellos selbst in der für kurze Lebenszyklen bekannten Verbraucherelektronik-Branche. Die Marktforscher sehen in dieser Entwicklung eine grundsätzliche Bestätigung für das Muster, nach dem Geräte, die nur eine Funktion bedienen (in diesem Fall die Lektüre von E-Books), im Leben von Verbrauchern 'ohne Reue' schnell durch multifunktionale Geräte ersetzt werden."
Stichwörter: Ebooks

SZ, 11.12.2012

Mit Ulla Unseld-Berkéwicz' überraschender gerichtlicher Abberufung vom geschäftsführenden Posten bei Suhrkamp wird sich die verkeilte Situation im krisengeschüttelten Verlag nicht bessern, meint Lothar Müller: "Die Konfliktparteien werden aneinandergekettet bleiben. Die Verteilung der Gesellschafteranteile kann kein Gericht aufheben. Was sich nun abzeichnet, ist der Austausch der Geschäftsführung des Verlages bei gleichbleibender Eignerstruktur, das Ende der von Ulla Unseld-Berkéwicz geprägten Ära nach dem Tod Siegfried Unselds. Hans Barlach wird die neue Geschäftsführung nicht einsetzen können."

Wie Mann's macht, macht Mann's verkehrt: Im aktuellen Merkur schreiben nur Frauen, bemerkt Burkhard Müller, der zwar keinen Kommentar dazu im Heft findet, wohl aber im Merkur-Blog. Übel stößt Müller dort das Wort "auch" auf, in dem er Frauen allen besten Absichten der Redaktion zum Trotz auf die "Reservebank" geschoben sieht: "Denkt man darüber nach, so kann der Merkur aus diesem Dilemma gar nicht herauskommen. Auf die Normalität weiblichen Daseins und Schreibens vermag er nur hinzuweisen, indem er sie als Spezialfall darbietet; das Krumme der numerischen Verhältnisse lässt sich nur gerade richten, in dem man es biegt; das Ende einer Bevorzugung soll durch einmalige Bevorzugung eingeleitet werden; das intendierte 'und' verzerrt sich, ohne dass es gewollt wäre, zu besagtem und beklagtem 'auch'."

Weitere Artikel: "Je rascher die digitale Revolution voranschreitet, desto schöner werden die Bibliotheken", staunt Jens Bisky beim Besuch der zwei neuen Lesesäle der Berliner Staatsbibliothek (hier einige Eindrücke). Bernd Graff informiert sich bei einer Stuttgarter Tagung über die "schleichende Ökonomisierung" aller ethischen Werte. Mit Argwohn beobachtet Peter Richter, dass das Museum in Boston zur Aufstockung des Haushalts seine berühmtesten Werke dauervermietet: "Da ist es bis zum Bruch des letzten Tabus, dem Verkauf, theoretisch nur noch ein einziger Schritt." Michael Stallknecht entdeckt bei einer Marbacher Tagung den Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder wieder.

Besprochen werden neue Klassik-Veröffentlichungen, Daniel Barenboims und Claus Guths "Lohengrin" an der Scala in Mailand (bei arte finden wir einen Mitschnitt) und Bücher, darunter Jochen Hellbecks "Die Stalingrad-Protokolle" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

FAZ, 11.12.2012

Ob Ulla Unseld-Berkewicz und ihre Mit-Geschäftsführer Thomas Sparr und Jonathan Landgrebe nun nach Berufung und Revision des gestrigen Urteils abgesetzt werden oder nicht - nach der Entscheidung des Berliner Landgerichts, dass die Suhrkamp-Chefs zu Unrecht im Amt seien, sieht Andreas Kilb das Haus bereits jetzt gefährdet: "Wer wollte Autoren- und andere Verträge mit einer Geschäftsführung abschließen, die nur noch auf Abruf bis zum nächsten Prozesstermin amtiert? Und wer vertraute einem Unternehmen, dessen Gesellschafter einander bekriegen?"

Weitere Artikel: Marcus Jauer begleitete die Honoratioren der EU zur Friedensnobelpreisverleihung in Oslo. Gina Thomas schreibt zum Tod des Astronomen Patrick Moore, der über Jahrzehnte eine populäre Sendung in der BBC moderierte.

Außerdem spielte er Xylophon, hier zum Beispiel die eigene Komposition "Penguin Parade":




Dieter Bartetzko begutachtet das unter der Regie von David Chipperfield restaurierte Gesellschaftshaus im Frankfurter Palmengarten. Andreas Kilb ist nicht zufrieden mit der "karottigen Anmutung" der Furniere im neuen Lesesaal der Staatsbibliothek unter den Linden, eines der ausufernden Bauprojekte der Hauptstadt (420 Millionen Euro Kosten).

Auf der Medienseite erzählt der ehemalige Al Dschazira-Deutschland-Korrespondent Aktham Suliman, warum er den Sender verlassen hat: Er beschuldigt den Sender der einseitigen Stellungnahme für die syrische Opposition. Und Michael Hanfeld fragt, warum ausgerechnet die Talkshow von Anne Will mit ihrem deutlich politischen Programm womöglich abgesetzt werden soll.

Besprochen werden Nicola Porporas Oper "Poliferno" in Schwetzingen, Lutz Hübners Stück "Richtfest" in Bochum, Prokofjews Oper "Die Liebe zu den drei Orangen", die Ausstellung "Kaiser Maximilian und die Kunst der Dürerzeit" in Wien und Bücher, darunter Rainer Merkels Reiseessay "Das Unglück der anderen" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Auf einer Stufe mit der Elbphilharmonie

10.12.2012. Wer ist eigentlich dieser Hans Barlach, der jetzt den Suhrkamp Verlag leiten will?, fragt der Tagesspiegel. Die SZ verteidigt den Nobelpreisträger Mo Yan gegen Kritik aus dem Westen. Die Welt lernt aus seiner Rede (auf die wir verlinken), wie man in China die Wahrheit sagt und wie nicht. Auch… Mehr lesen

Ungeheuerlich chinesisch

08.12.2012. Über Mo Yan wird weiter kontrovers diskutiert: die FR sammelt Stimmen zu seinen dubiosen Äußerungen über Zensur, in der FAZ befindet seine Übersetzerin Karin Betz: Mo Yan kokettiert mit seiner Exotik. Die Welt wünscht sich staatliche Regulierung des haifischkapitalistischen Internets. Nicht nur die Prophezeiungen der Apokalypse haben sich mittlerweile… Mehr lesen

Dezidiert unhübsche Mädchen

07.12.2012. Wird Mo Yan in seiner Nobelpreisrede Liu Xiaobo erwähnen?, fragt die Welt. Das ganze chinesische Volk würde ihm jedenfalls zuhören. In der taz lotet Najem Wali die Schizophrenien arabischer Politik aus. Die Financial Times Deutschland verabschiedet sich mit Witz und ohne Bitterkeit. Alle würdigen Oscar Niemeyer. Wir setzen Links… Mehr lesen

Die gute, kluge, liebe Violetta

06.12.2012. Laut Spiegel Online ist der CDU-Politiker Norbert Lammert empört: Google hat die E-Mail-Adressen des Bundestags geleaked! Auch Mathias Döpfner vom Springer-Verlag ist in der Zeit nicht gut auf Google zu sprechen: Eine Hehler-Bande sei das, die der Bild die Seite 3-Qualitätsmädchen entführt. Medienpromiskuität auch zwischen Zeit-Magazin und SZ-Magazin, die… Mehr lesen

Hola, das gibt eine Öko-Bilanz!

05.12.2012. Die Berliner Zeitung fragt: Ist der Tunnel unter der Staatsoper in Wahrheit ein Abgrund? Die Welt schildert die Schwierigkeiten der Stadt Mainz mit der Renovierung ihres Rathauses.Die NZZ porträtiert den makedonischen Schriftsteller Nikola Madzirov. Die Columbia Journalism Review präsentiert deprimierende Grafiken über Zeitungseinnahmen aus Online und aus Print. Die… Mehr lesen

Wir nahmen LSD und gingen in den Richmond Park

04.12.2012. In der Berliner Zeitung erklärt der Konzertagent Berthold Seliger, wer tatsächlich an den gestiegenen Preisen für Konzertkarten verdient. Die Welt bringt geschichtstheoretische Erörterungen von Lemmy Kilmister. In der FAZ erledigen Frank Rieger die Debatte um die Leistungschutzrechte und Dennis Meadows die Menschheit. Und Eigenzitattherapie: Aus Anlass der Zeitungskrise macht… Mehr lesen

Kritik und Kampf

03.12.2012. Die SZ verteidigt Theodor Eschenburg. Die FAZ verfolgte das zentrale NRW-Vorsprechen von Absolventen der Schauspielschulen. Mehr als ein Leistungsschutzrecht brauchen wir eine Kontrolle der entstehenden Monopole im Netz findet Stefan Plöchinger von sueddeutsche.de auf Carta. Befreit das Öffentlich-Rechtliche von den Anstalten, fordert Thierry Chervel im Perlentaucher. Die FAZ macht… Mehr lesen

Das Fest verglüht

01.12.2012. Die taz erzählt am Beispiel des traurigen Niedergangs der FR, wie die FAZ das Diskursmonopol der anderen Seite knackte. Die FAZ wehrt sich gegen alle, die ihr geistiges Eigentum zusammenklauben wollen. Die FAZ bringt auch einen Appell zur Befreiung des Autors Li Bifeng. Die FR preist die Verdinglichung in… Mehr lesen

Apokalypse verkauft sich einfach besser

30.11.2012. Im Bundestag fand die Nachtung zu den Leistungsschutzrechten für Pressekonzerne statt. Stefan Niggemeier und das Medienblog dwdl.de werfen der FAZ, der SZ und Springer in ihrer Berichterstattung zum Thema Propaganda und Lüge vor. In der taz spricht David Berger über Homophobie und Fundamentalismus in der katholischen Kirche. In Atlantic… Mehr lesen

Große Marken wie Lady Gaga

29.11.2012. Am Tag der Bundestagsberatungen über Leistungschutzrechte für Pressekonzerne nehmen die Journalisten nochmal ihren ganzen Mut zusammen und stellen sich einem neuen Totalitarismus entgegen. Denn Google ist ein Imperialist. Google ist quasi Stalin. Google stiehlt ihr "geistiges Eigentum". Sascha Lobo sieht die Medienkrise dagegen in Spon als Werbekrise und prophezeit,… Mehr lesen

Das Brandenburg unter den Monaten

28.11.2012. In der taz erklärt die Übersetzin und Bloggerin Katy Derbyshire, warum sie mehr oder weniger die einzige Britin ist, die sich für deutsche Kultur interessiert. In Faust erklärt Jan Wagner, worauf's ankommt bei einem guten Gedicht. Bei Performance Today spricht Andras Schiff über das "Wohltemperierte Klavier" (und spielt es… Mehr lesen

So richtig schiach

27.11.2012. Die NZZ rät ab von Knoblauch und Zwiebeln: Sie könnten Ihre Leidenschaften anregen, warnen zumindest die Mönche in Korea. Die Rolling Stones sind gar nicht so gealtert, findet die Welt, aber die Fans, die rollen mit ihrem Bauchspeck! Google mobilisiert seine Nutzer gegen Leistungsschutzrechte. Die taz verortet die Grünen… Mehr lesen

Die schöpferische Zerstörungskraft des Internets

26.11.2012. Die New York Times legt den Finger auf den wunden Punkt der Stadt Berlin: Man ist zwar kreativ, aber das heißt noch lange nicht, dass man etwas schafft. In der Welt will Marc Reichwein den "kollektiven Print-stirbt-Taumel" nicht mitmachen. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten müssen sich dringend neu legitimieren, findet Peter… Mehr lesen

Albernheit schafft Distanz

24.11.2012. In der taz ruft der frühere FR-Chefredakteur Wolfgang Storz nach staatlicher Feuerwehr für private Zeitungen. In der Welt verzweifelt Zeruya Shalev am Nahostkonflikt. In der NZZ begründet Olga Martynova Russlands andere moderne Klassik. In der FAZ fürchtet Ivan Fischer die evolutionäre Sackgasse allzu lauter Orchester. In der SZ empfiehlt… Mehr lesen

Eine Machtposition ganz neuer Art

23.11.2012. Alle Hoffnung passée. Heute um elf Uhr wird den Mitarbeitern der FTD nun doch das endgültige Aus verkündet, meldet das Handelsblatt. Das Gute an Zeitung ist, dass sie von Realität trennt, meint die taz. In der NZZ stellt sich heraus: Auch Taubblinde haben in erster Linie religiöse Probleme. Die… Mehr lesen