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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Wir nahmen LSD und gingen in den Richmond Park

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

04.12.2012. In der Berliner Zeitung erklärt der Konzertagent Berthold Seliger, wer tatsächlich an den gestiegenen Preisen für Konzertkarten verdient. Die Welt bringt geschichtstheoretische Erörterungen von Lemmy Kilmister. In der FAZ erledigen Frank Rieger die Debatte um die Leistungschutzrechte und Dennis Meadows die Menschheit. Und Eigenzitattherapie: Aus Anlass der Zeitungskrise macht die taz den Kollegen mit der Erinnerung an die Berichterstattung über die Schlecker-Pleite viel Mut.

Aus den Blogs, 04.12.2012

Die erste Ipad-Zeitung der Welt, Rupert Murdochs The Daily wird nach knapp zwei Jahren eingestellt, meldet Hamilton Nolan bei Gawker. Murdoch lobte in einer Presseerklärung sein Projekt als mutiges Experiment, das "leider nicht genug Leser anzog, um es auf absehbare Zeit profitabel zu machen". Auch Jeff Jarvis kommentiert im Guardian das Ende von The Daily: "Though it looked quite nice and its content was competent, that content was all-in-all just news and news is a commodity available for free in many other places." Eine ausführliche Analyse außerdem in Gigaom.

Während dessen kündigte, ebenfalls laut Nolan in Gawker, die Chefredakteurin der New York Times, Jill Abrahams, an, sie könne 30 Mitarbeitern der NYT eine Abfindung anbieten, wenn sie freiwillig gehen. Anderenfalls müsste sie Kündigungen aussprechen.

Ashton Kutcher wird Steve Jobs spielen. Hier ein erstes Foto. Auch Walter Isaacsons Jobs-Biografie wird verfilmt, melden Techcrunch (hier) und Mashable (hier).


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TAZ, 04.12.2012

Deniz Yücel erinnert die verschreckten Journalistenkollegen daran, wie kühl sie blieben, als zum Beispiel 11.000 Angestellte von Schlecker entlassen wurden. So schrieb damals die Welt: "Es ist aus der Sicht jeder einzelnen Frau verständlich, dass sie sich so viel Abfederung und finanzielle Hilfe wie möglich wünscht. Doch als hilfsbedürftig und unselbstständig dargestellt zu werden, hilft ihnen nicht."

In seiner Kolumne erklärt Micha Brumlik, warum Israel so wütend ist über die Anerkennung Palästina als Beobachter-Staat der UN: "Mit der Aufnahme wird zudem das Mantra der Regierung Israels, dass ein Staat Palästina ausschließlich aus Verhandlungen mit Israel hervorgehen dürfe, Lügen gestraft."

Besprochen werden das neue Album "Landing on a Hundred" von Cody ChesnuTT (das Fatma Aydemir ein bisschen zu gefällig geraten ist), eine Ausstellung über den Architekten als Berufsstand an der TU München, Iris Hanikas Roman "Tanzen auf Beton" und Lucía Puenzos Spurensuche "Wakolda" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

Und Tom.

Stichwörter: Micha Brumlik, Israel

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Berliner Zeitung, 04.12.2012

Nicht die Musiker treiben die Preise für Konzertkarten in ungeahnte Höhen, schreibt der Konzertveranstalter Berthold Seliger in der Berliner Zeitung, sondern die Ticketverkäufer, die den Markt immer mehr dominieren: "Monopolstrukturen und überteuerte Preise gibt es nicht nur in den USA, wo das weltgrößte Ticketing-Unternehmen Ticketmaster mit dem weltgrößten Konzertveranstalter Live Nation fusionierte, und zwar nicht unbedingt zum Vorteil der Verbraucher. In Deutschland ist der börsennotierte Konzern CTS Eventim AG der Marktführer in der Rolle eines Quasi-Monopolisten."

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Welt, 04.12.2012

Felix Mescoli plaudert mit Lemmy Kilmister von Motörhead über die guten alten Zeiten, als man noch im Park mit den Bäumen sprechen konnte: "Wir nahmen LSD und gingen in den Richmond Park. Das war großartig, wunderschön. Wissen Sie, 1967 hat die Sonne quasi durchgeschienen. Es war eines dieser Jahre. Es war … wissen Sie, das ist das Problem mit Geschichte. Du musst dabei gewesen sein, um sie zu verstehen. Sonst hast du keine Ahnung. Es war wie auf einem anderen Planeten. Es gab mehr Optimismus. Heute herrschen Pessimismus und Verzweiflung."

Hier sind sie 1987: "Come on baby, eat the rich, put the bite on the son of a bitch"



Weiteres: Nach einer ganzen Reihe von Bibliotheksneubauten wird nächste Woche der neue Lesesaal der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden eröffnet, Fank Maier-Solgk setzt angesichts dieser Renaissance neue Hoffnung in das gedruckte Wort. Sandra Blass erinnert daran, wie die Nazis alle jüdischen Anklänge aus den Weihnachtsliedern zu tilgen versuchten. Wolf Lepenies erklärt, dass die politische Linke traditionell wenig Einfluss in den USA hat, nicht aber die kulturelle Linke. Matthias Heine blickt auf die Versteigung ehrwürdiger Wörterbücher bei Bonhams voraus. Matthias Kamann preist die Bibel der Bildzeitung an.

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NZZ, 04.12.2012

Großes Lob von Jürgen Tietz für die von Barkow Leibinger gebaute "Tour Total", den neuen Berliner Sitz des Energiekonzerns Total: "Es ist ein elegantes Spiel aus Norm und Abweichung, das das amerikanisch-schwäbische Architektenpaar mit Sitz in Berlin hier entfacht. ... Die Architekten haben ein System aus weißen, scharfkantigen Betonfertigteilen entwickelt, das sie auf das Raster der tragenden Betonfassade legen. Expressive Betonelemente mit einer K-förmig gefältelten Oberfläche wechseln sich so mit stehenden Fensterformaten ab, die bis zum Boden der Geschosse hinabreichen. Das Ergebnis ist eine skulpturale Hochhauskomposition, die die Sonne zum ambitionierten Spiel mit Licht und Schatten einlädt".

Weitere Artikel: Uwe Justus Wenzel räumt Loblieder aufs Unglücklichsein vom Schreibtisch. Nach 15 Monaten tritt der Intendant Düsseldorfer Schauspielhauses Staffan Valdemar Holm wegen schwerer Depression und Burnout zurück, meldet Hans-Christoph Zimmermann, den das angesichts der Düsseldorfer Politiker nicht wundert. Peter Hagmann war beim Festkonzert 200 Jahre Wiener Musikverein.

Besprochen werden eine Corot-Ausstellung in der Kunsthalle Karlsruhe (Bild: "Die Ruhe") und Bücher, darunter die Carlos Ruiz Zafóns Roman "Der Gefangene des Himmels" und Helmut Böttigers Studie zur Gruppe 47 (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Auf der Medienseite stellt Stephan Russ-Mohl zwei Bücher vor, die sich mit der fehlenden Transparenz und Selbstkritik von Medienorganisationen auseinandersetzen. Andreas Mink stellt den neuen Mann an der Spitze von CNN vor, Jeff Zucker. Und Rainer Stadler meint angesichts der Kampfberichterstattung zum Leistungsschutzrecht: "Der Journalismus würde intelligentere Interessenvertreter verdienen."

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SZ, 04.12.2012

Mit einigem Erstaunen begutachtet Laura Weissmüller die in Lens eröffnete Dependance des Louvre, die sich dem Pomp des Mutterhauses so gar nicht fügen möchte: Das Nationalmuseum tritt dort architektonisch "bescheiden auf. Das Haus (...) vermeidet jeden Ehrfurcht einflößenden Gestus. Die Räume für die Wechselausstellung oder das Auditorium sind sogar so zweckmäßig geraten, dass sie streckenweise den Charme einer Mehrzweckhalle besitzen. Und doch, etwas Spektakuläres hat der Louvre-Lens zu bieten: die Galerie der Zeit. Hier findet keine Wechselausstellung statt. Stattdessen: ein Extrakt des Louvre - ein grandioses Wagnis!" Flankierend dazu unterhält sich Joseph Hanimann mit Louvre-Direktor Henri Loyrette.

Weitere Artikel: Cathrin Kahlweit erlebt bei einer Diskussion ungarischer Schriftsteller über das Thema "Heimat" in Budapest "eine seltsame Mischung aus Trauer, Sarkasmus und Härte gegen sich selbst". Tobias Bauckhage empfiehlt der Filmindustrie, die immer mehr vom Erfolg des ersten Startwochenendes ihrer Filme abhängig ist, sich das eine oder andere bei Obamas Marketingkampagnen abzuschauen. Volker Breidecker berichtet von der ersten Veranstaltung der Reihe "Literaturen rund ums Mittelmeer" (mehr) in Triest.

Besprochen werden Scott Walkers neues Album "Bish Bosch" (auf dem sich der Musiker "diese absolute Freiheit der Assoziation" nimmt, jubelt Joachim Hentschel), diverse in Wien aufgeführte Stücke von Jura Soyfer (Helmut Schödel findet sich im Akademietheater "im Würgegriff des Nichts" wieder) und Bücher, darunter Friederich Schorlemmers "Klar sehen und doch hoffen" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

Im Aufmacher der heutigen Literaturbeilage huldigt Burkhard Müller den deutschen Balladen.

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FAZ, 04.12.2012

Frank Rieger vom Chaos Computer Club (der im FAZ-Feuilleton sonst die dunklen Seiten des Netzes ausleuchtet)  rückt die auch von der FAZ bisher höchst tendenziös geführte Debatte um Leistungsschutzrechte zurecht: "Den üblen Geruch von 'Wes Brot ich ess, des Lied ich sing' werden etliche Journalisten, aber auch einige selbsternannte Internetvordenker erst einmal schwer wieder loswerden. Natürlich spricht nichts gegen ein engagiertes Eintreten für die eigenen Interessen, jedoch wurde hier die Grenze zur intellektuellen Unredlichkeit und stilistisch fragwürdigem ad hominem an etlichen Stellen überschritten." Ohnehin müsse man alles auf den Grundwiderspruch zurückführen, nämlich "das Verhältnis von Marktideologie und Gesellschaft".

Ob es noch so weit kommt, erscheint allerdings fraglich, wenn man Joachim Müller-Jungs Interview mit Dennis Meadows liest, der für den Club of Rome die Formel von den "Grenzen des Wachstums" erfunden hat und der Menschheit nach wie vor eine schlechte Prognose ausstellt: "Selbst wenn wir jetzt einen Knopf zum Ausschalten drücken könnten, wäre es zu spät, weil so viel Treibhausgase schon in der Pipeline stecken. Was zu tun wäre? Praktisch glaube ich nicht, dass wir das als Menschheit in den Griff bekommen."

Besprochen werden zwei neue Stücke von David Mamet (eins davon mit Al Pacino) am Broadway, Händels "Giulio Cesare" in Frankfurt, eine Antoon van Dyck-Ausstellung (Bild: Jupiter und Antiope) im Prado in Madrid und ein Auftritt von Florence and the Machine in Frankfurt, außerdem Bücher, darunter eine Studie von Fridolin Schley über W.G. Sebald (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Online lesen kann man jetzt Niklas Maaks sehr schönen FAS-Artikel über die neue Wohnkultur in Berlin (hier und hier), die Kultur durch Culture ersetzt: "Die neuen Bauprojekte verdrängen nicht einfach nach guter alter Gentrifizierungsart das Einfache und Provisorische durch ein wohlhabendes bürgerliches Leben. Sie zombifizieren die Stadt: Sie lassen das, was sie verdrängten - die Ateliers, die kleinen Kunsträume, das Improvisierte, Provisorische - als wertsteigerndes, belebendes Bild wiederauferstehen. Die neue Stadt baut als Fiktion nach, was sie soeben verdrängte".

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

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