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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Wie gebannt in einem Zauberkreis

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
18.07.2012. In der Welt erklärt Olga Martynova, wie angenehm es für Russen ist, in zwei Zeiten zu leben: Man fährt nach Mallorca und erzählt sich am Strand, wie nett es in der UdSSR war. Die FAZ erlag dem hölzernen Gesang der von Andras Schiff dargebrachten Schubertschen G-Dur-Sonate. FR und taz protestieren gegen die Schleifung der Berliner Gemäldegalerie. Überall wird immer noch über das Beschneidungsurteil diskutiert: Die Grüne Eva Quistorp attackiert im Perlentaucher die "postmoderne Religionspolitik" ihrer Parteiführung. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler meint in seinem Blog, dass es schwierig werden dürfte, das Recht auf Beschneidung als Gesetz zu formulieren. Aber das soll bis Herbst geschehen, meldet die FAZ.

Welt, 18.07.2012

Bachmann-Preisträgerin Olga Martynova erklärt im Interview, warum sie ihre Prosa auf Deutsch und ihre Gedichte auf Russisch schreibt und warum sie beim Schreiben so gern zwischen den Zeiten springt: "Dieses Gefühl, dass wir in einer Zeit leben und gleichzeitig in einer anderen, interessiert mich. In Russland kann man das gerade sehr gut sehen. Die Menschen, die zur Perestroikazeit geboren wurden, erzählen jetzt unglaubliche Mythen darüber, wie schön es in der Sowjetunion war. Sie fliegen nach Mallorca in die Ferien, und erzählen einander am Strand, wie schön es in der Sowjetunion war... Und deswegen bin ich auch sehr vorsichtig bei der 'Protestbewegung' in Russland. Teilweise ist sie extrem nationalistisch, teilweise besteht sie aus jenen jungen Menschen, die meinen, in der Sowjetunion sei alles wunderbar gewesen. Das ist eine hochexplosive Mischung."

Weiteres: Gerd Midding fürchtet, die Filmstadt Cinecitta könnte verkauft werden. Alan Posener reagiert sehr zufrieden auf die Nachricht, dass Frauen einen höheren IQ haben als Männer. Manuel Brug meldet Neuigkeiten aus dem Festival-Besetzungsreigen: Elisabeth Sobotka wird neue Chefin der Bregenzer Festspiele. Im Forum erklären die Forscher Eamon Kircher-Allen und Anya Schiffrin, Herausgeber des Buches "From Cairo to Wall Street: Voices from the Global Spring", wie sie bei der Recherche lernten, welche Bedeutung die sozialen Netzwerke für die jüngsten Proteste in Nordafrika, Europa oder den Vereinigten Staaten hatten.

Besprochen wird Elton Johns Aids-Buch "Love is the Cure".

Perlentaucher, 18.07.2012

Eva Quistorp, ehemalige Europa-Parlamentarierin der Grünen, kann es kaum fassen: Was treibt grüne Spitzenpolitiker wie Renate Künast und Volker Beck dazu, ihre Zustimmung zur Beschneidung von Jungen ausgerechnet mit Bibel-Zitaten zu begründen? "Das ist, wie schon in der Kopftuchdebatte, Parteiergreifung für die traditionelle und konservative Thora- und Koraninterpretation; etwas, das grüne PolitikerInnen gegenüber der wörtlichen und konservativen Bibelauslegung im Christentum niemals zugelassen haben - man denke an die Forderung nach schwulen Bischöfen und der kirchlichen Trauung lesbischer Paare und anderes."

NZZ, 18.07.2012

Anlässlich des Architektursommers in Hamburg feiert Roman Hollenstein die Stadt als Architekturmetropole, die in der Vergangenheit von den schlimmsten Bausünden verschont blieb und sich selbst mit der Elbphilharmonie "keine Fehlinvestition" geleistet habe: "Mit ihr besitzt Hamburg schon jetzt ein weithin sichtbares Wahrzeichen, dessen Ausstrahlung mit der des Opernhauses von Sydney oder des Guggenheim-Museums von Bilbao verglichen werden darf."

Markus Bauer besucht die rumänischen Herkunftsorte des Dirigenten Sergiu Celibidache, Roman und Iasi.

Besprochen werden drei große Schauen zum Renaissance-Maler Luca Signorelli in Orvieto, Perugia und Città di Castello,  Thomas Medicus' Biografie der NS-Vorzeigepilotin Melitta von Stauffenberg, Klaus Reicherts "Türkische Tagebücher" und Ingram Hartingers Brevier "Kigo" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
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Weitere Medien, 18.07.2012

Im New Statesman warnt der Historiker Richard J. Evans angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen in vielen europäischen Ländern vor dem Einfluss rechtsextremer Parteien auf Mainstreamparteien, auch wenn sich die Geschichte von Deutschland 1930-33 nicht einfach wiederholen werde: "What is happening now is something related but different, a new threat for a new era. It's not that unemployment leads directly to the rise of fascism. The social crisis that led to the present policies of austerity reaches far wider. Businesses go bankrupt, banks crash, civil servants are sacked, pay is cut, benefits are slashed, public services are shattered. It is not just the young, or the unemployed, who are affected. The whole of society is affected by it. No wonder political extremism is on the rise."

John Burnside hat für den New Statesman eine Kurzgeschichte geschrieben, "Perfect and privat things".

In The Nation erklärt Anson Rabinbach einer amerikanischen Leserschaft ausführlich, warum Jürgen Habermas mit seiner Kritik an der derzeitigen Verfasstheit der Europäischen Union und der sie beherrschenden politischen Elite Recht hat.

TAZ, 18.07.2012

Ingo Arend sieht mit der geplanten Verbannung der Alten Meister aus der Gemäldegalerie den "Tatbestand der Verhinderung der Aneignung des kulturellen Erbes" erfüllt: "Nur weil die FAZ die Gemäldegalerie als 'Kronjuwel des preußischen Erbes' bejubelt, besteht übrigens kein Grund, die ganze Chose als Querelen irgendeines wurmstichigen Kunstbürgertums abzutun. Hier findet ein veritabler Angriff der Gegenwart auf die Vergangenheit statt, um einen Filmtitel Alexander Kluges abzuwandeln."

Weiteres: Andreas Klaeui berichtet vom Theaterfestival Avignon. In ihrer Medienkolumne wünscht sich Silke Burmester, dass die SZ ihr neues Layout mit den vielen nicht zusammenpassenden Schriften kassiert.

Besprochen werden die Ausstellung "Histoires de Voir" in der Pariser Fondation Cartier und Stephen Frears' Spielerfilm "Lady Vegas".

Weitere Medien, 18.07.2012

Martin Vogel hat einen Prozess gegen die Verwertungsgesellschaft Wort geführt, weil sie einen Teil ihrer Gelder an die Verlage, statt an die Autoren ausschüttet. Im Interview mit irights.info kritisiert er unter anderem die Position der Gewerkschaften in der Frage: "Meinen Musterprozess hätte doch Verdi im Interesse der Mitglieder längst selbst führen müssen. Aber es waren die Gewerkschaften, die das nicht wollten. Wie kommt es, dass mir der DJV die Kostenübernahme für meinen Prozess verweigert hat, obwohl ich dort Mitglied bin, und wie kommt es, dass sämtliche Gewerkschaftsmitglieder in den Gremien der VG Wort den kritisierten Verteilungsplänen zugestimmt haben? Das verstehe ich beim besten Willen nicht."

Aus den Blogs, 18.07.2012

Rechtlich gesehen dürfte es höchst schwierig werden, die Beschneidung gesetzlich zu verankern, meint Rechtsanwalt Thomas Stadler in seinem Blog: "Wenn man also nach sorgfältiger Abwägung der sich gegenüberstehenden Grundrechtspositionen zu dem Ergebnis gelangt, dass das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrheit Vorrang vor der Religionsfreiheit der Eltern genießt, dann ändert sich daran auch dann nichts, wenn der Gesetzgeber nunmehr einen Rechtfertigungstatbestand schafft. Dieser wäre dann nämlich schlicht verfassungswidrig."

Man kann nicht zugleich für Israel und gegen Beschneidung sein, meint der Blogger Filipp Piatov in einem viel diskutierten Beitrag an die Adresse all jener, die er nun als falsche Freunde Israels entlarvt sieht: "Wer das Judentum nur oberflächlich kennt und versucht, die Diskussionsfreude der Religiösen auf die Beschneidungsdebatte zu lenken, wird versagen. Denn so sympathisch man als Säkularer das Judentum finden kann, so darf man doch nicht vergessen, dass es immer noch eine Religion ist; mit all ihren religiösen Eigenheiten. Und im Falle der Beschneidung lautet die Eigenheit: Keine Veränderung."

Diesem Ewigkeitsanspruch hält Felix Riedel in seinem Blog entgegen: "Der jüdische Gott als literarische Figur ist nun mal kein auf Literalismus geeichter Gott: Er ist fehlbar und lässt sich mitunter von Argumenten der Menschen überzeugen. Sein Zorn reut ihn ebenso wie seine vergangenen Fehler. Er ist ein zutiefst historischer Gott, der über die Jahrtausende der Überlieferung Gesetze vermittelt, die meist den jeweiligen historischen Bedingungen angemessen sind."

Hingewiesen sei außerdem auf den Beitrag Alan Poseners in starke-meinungen.de, der eine positive Diskriminierung von Juden und Muslimen ablehnt, und auf Jörg Lau in seinem Zeit-Blog, der nun endgültig verstanden hat, dass Antisemitismus und Islamophobie ein und das selbe sind.

Auch der Guardian beschäftigt sich mit dem Thema. Kate Connolly beschrieb in einem Bericht, worum es überhaupt geht. Und Giles Fraser, ein zum Christentum konvertierter Priester, wendet sich in einem Kommentar empört gegen ein Beschneidungsverbot, weil dann Hitler doch noch gewinnt. Interessant sind vor allem die Leserkommentare (1112 bei Conolly, 1215 bei Fraser), die sich - und das war beim Guardian nicht unbedingt zu erwarten - in großer Mehrheit gegen die Beschneidung von kleinen Kindern aussprechen.

Und in der Stuttgarter Zeitung stellt Rupert Koppold den in Paris lebenden syrische Comic-Autor Riad Sattouf vor, der einen Comic über seine Beschneidung verfasst hat, Auszug:


SZ, 18.07.2012

Der Orientalist Roman Seidel ergeht sich ausführlichen Würdigungen der beiden iranischen Spitzenfunktionäre Ali Laridschani und Gholam-Ali Haddad-Adel als Kant-Experten. Christoph Haas schmökert sich durch den kompletten (aber auch "ziemlich halbherzigen") Relaunch von insgesamt 52 Superhelden-Comicserien aus dem Hause DC und erfährt dabei "einiges über den prekären Status, den die Superhelden heute gerade in ihrem Mutterland besitzen." Die ganze zweite Seite des Feuilletons ist dem 75-jährigen Bestehen des Hauses der Kunst in München gewidmet: Willibald Sauerländer erinnert an die Gründung des Hauses, zu der Hitler eine "ölige Rede" hielt und Goebbels die Ausstellung "Entartete Kunst" organisierte. Diese schwierige Frühgeschichte findet Gottfried Knapp unterdessen in einer aktuellen Jubiläumsausstellung gut dargestellt. Catrin Lorch wirft derweil beim Flanieren durch das Gebäude einen genaueren Blick auf dessen Architektur und jetzige Einrichtung.  Karl Bruckmaier schreibt den Nachruf auf Jon Lord.

Besprochen werden neue Pop-Alben und Bücher, darunter "Sunset Boulevard", Kevin Vennemanns Buch über die Architekturmoderne in Kalifornien (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

FAZ, 18.07.2012

Eleonore Büning hat beim Klavier-Festival Ruhr nicht nur Martha Argerich hören dürfen. Fast mehr noch beeindruckte sie Andras Schiff mit Schuberts himmlisch ereignisloser G-Dur-Sonate auf einem alten Hammerklavier: "Am Anfang, zugegeben, fällt diese Erziehung zum Zuhören wohl allen ziemlich schwer. Doch nach weniger als fünf Minuten haben sich die Ohren neu eingestellt und fokussiert. Niemand verlässt den Saal. Wir alle sind plötzlich Gefangene dieses weichen, lieblichen, runden, hölzernen Gesanges, der da aus dem alten Flügel aufsteigt, sind wie gebannt in einem Zauberkreis."

Weitere Artikel: Rainer Meyer, der einst als Blogger (und Rentier) Don Alphonso die Blogosphäre unsicher machte, skizziert mit viel Spott ein Bild der digitalen Bohème in Berlin mit ihrem Traum von einem "BGE" (bedingungslosen Grundeinkommen). Melanie Mühl erklärt, wie sich der Alpinismus verändert hat, der zu einem hochtechnisierten Massenphänomen wurde - und in diesem Jahr viele Menschenleben kostete. Jordan Mejias erzählt von einem lautstarken Streit am Museum of Contemporary Art in Los Angeles, dessen neuer Kurator Jeffrey Deitch durch konsequente Kommerzialisierung fast das gesamte Direktorium vergraulte. Edo Reents schreibt zum Tod des Deep-Purple-Organisten Jon Lord.

Besprochen werden der Film "Guilty of Romance" von Sion Sono und Bücher, darunter Erzählungen der ungarischen Autorin Trisztina Toth (mehr hier und in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Auf Seite 1 wundert sich Reinhard Müller darüber, "mit welcher Vehemenz" die Verteidiger des Kölner Beschneidungsurteils angegegriffen würden und ist sich sicher: "Wenn es dem Rechtsfrieden dient, wird der Gesetzgeber eine lege artis vorgenommene Beschneidung ausdrücklich erlauben." Es wird auch gemeldet, dass der Bundestag noch bis zum Herbst einen Gesetzentwurf zu Beschneidung erarbeiten will.
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Unterernährt, gegängelt, gelangweilt und unglücklich

17.07.2012. In der FR erklärt der Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger, warum er eine Petition gegen die Schleifung der Berliner Gemäldegalerie lancierte. Die Welt hat nichts dagegen, die alten Meister ins Depot wandern zu lassen: Denn Berlin ist eine Stadt der Moderne. The American Scholar hat mitgeschrieben, was Jorge Luis Borges in… Mehr lesen

Die Jakobinermütze vom Kopf gezogen

16.07.2012. In der SZ sucht Richard Swartz nach einer Diagnose für Rumänien und erkennt auf "byzantinischen Postmodernismus". Die taz bringt einen Nachruf auf den Rocker als sozialromantische Projektionsfigur und erklärt Frankreichs neues Gesetz gegen Prostitution. In der Jungle World fürchtet Thomas Osten-Sacken, dass eine gesetzliche Verankerung der Beschneidung zu einem… Mehr lesen

Aus den Wutnetzen

14.07.2012. In der NZZ sucht Alfred Brendel den historischen Kompromiss zwischen Carl Philipp Emmanuel Bach und Denis Diderot. Die taz ist sich sicher: Dass die Muslime ihre Knaben weiter beschneiden dürfen, haben sie den Juden zu verdanken. Die New York Times bereitet die Meldung um syrische Massaker mit Hilfe sozialer… Mehr lesen

In der Hand der Mehrheit

13.07.2012. In der FR erklärt Martha Nussbaum, warum sie Blasphemiegesetze ablehnt. Zeitungen sind oft auch deshalb wenig innovationsfreudig, weil ihre Chefs der Rente entgegendämmern, meint Raju Narisetti vom Wall Street Journal in themediabriefing.com. Die Deutschen werden die Griechen als Faulenzer am Strand beschimpfen, und die Griechen werden den Deutschen ihre… Mehr lesen

Pullover trag ich nur im Winter

12.07.2012. Jezebel lernt 99 Lektionen aus Jay-Z' Song "99 Problems" (naja, oder zumindest eine). Außerdem informiert das Blog: Facebook ist out. Letters of Note veröffentlicht den letzten Brief Marie-Antoinettes. Im Standard erklärt Boualem Sansal, warum der Nahostkonflikt kein Kolonialkrieg ist. In der taz erzählt Ingrid Caven, wie sie sich aus… Mehr lesen

An die Stelle des Kaisers trat die Partei

11.07.2012. Die FR liest Jonathan Littells große Reportage aus Syrien, die zuerst als Ebook herausgegeben wird. Wertvoll an der Beschneidung ist, dass sie auch künftige Atheisten zu Juden macht, findet Doron Rabinovici in der SZ. Der rumänische Präsident Traian Basescu wurde gekippt, weil er eine unabhängige Justiz wollte und die… Mehr lesen

Riesiges Gratis-Angebot

10.07.2012. In der NZZ schlägt Mircea Cartarescu Alarm: In Rumänien schafft die Regierung gerade die Demokratie ab. In der FAZ erklärt der Sammler Heiner Pietzsch, warum in Berlin alles fließen soll: auch die Moderne in die Gemäldegalerie. Statt über Urheberrechtsfragen sollte die Gesellschaft über die exorbitanten Kosten wissenschaftlicher Zeitschriften diskutieren,… Mehr lesen

Ohne Zustimmung des Zensurapparats

09.07.2012. In der NZZ wünscht sich die ägyptische Autorin Mansura Eseddin echte revolutionäre Kunst: kühn, voranstürmend und überraschend. Das hätten sich auch die Beobachter des Bachmann-Wettbewerbs gewünscht. Der erste Preis für Olga Martynova ging aber okay. Die internationale Kunstszene in China lernt gerade die Bedeutung des Spruchs "Schlachte das Huhn,… Mehr lesen

So ein wenig Zivilcourage

07.07.2012. Caravaggio in Mailand? Gelungene Kunstaktion, findet die FR. In der Welt sucht Ruth Klüger die Wahrheit bei Ingeborg Bachmann. Die NZZ fürchtet einen intellektuellen und kulturellen Kahlschlag in Rumänien. In der FAZ schwelgt Georg Stefan Troller in Erinnerungen an seine Buchbinder-Ausbildung. In der SZ gibt sich Willi Winkler der… Mehr lesen

Der Sommer ist zu etwas Metaphorischem geworden

06.07.2012. Die FAZ liest den prüden Porno "Shades of Grey". Die Welt wundert sich über deutsche Literaten, die sich über Ruth Klüger wundern, weil sie ihre Rede beim Bachmann-Wettbewerb vom Ebook-Reader abliest. Außerdem lotet Peter Singer die Grenzen der Religionsfreiheit aus. Die taz fragt: Wie können sich Musiker im Zeitalter… Mehr lesen

Higgs!

05.07.2012. Die NZZ hat die Manifesta besucht, bei der es mal nicht um Kunst und Kohle, sondern um Kohle und Kunst ging. Netzpolitik feiert die Verhinderung des Acta-Abkommens, und die taz versichert an die Adresse von FAZ und SZ, dass Demokratie kein Shitstorm ist. In der Welt versichert der Chef… Mehr lesen

Künftig wird erst diskutiert

04.07.2012. In der taz erinnert sich Najem Wali an die erste Begegnung mit der Folter: Das war, als der Arzt ihm die Vorhaut abschnippelte. Es gibt keine empirischen Beweise für eine Traumatisierung durch Beschneidung, versichert der Theologe Thomas Lentes in der FR. In Wired erinnert Clay Shirky an das Versagen… Mehr lesen

Und die Ukrainer lächeln selten

03.07.2012. Die Welt stellt ein Videospiel vor, das seine Teilnehmer dazu bringt, sich für ihre Gräueltaten zu schämen. In der FR warnt Micha Brumlik: Wenn der deutsche Staat nicht einen rechtlichen Rahmen für die Beschneidung schafft, muss er zur Strafe laizistisch werden. In der SZ lehnt der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer… Mehr lesen

Die armen Wagner-Regisseure

02.07.2012. In der NZZ meldet György Dalos: In Ungarn werden Freiheitsplätze jetzt nach Reichsverweser Horthy umbenannt. In der Welt führt Dalos seine Vorwürfe weiter aus. In der FR nennt Claus Leggewie die Forderung Martin Mosebachs nach Wiedereinführung einer religiösen Zensur frivol und schlägt statt dessen einen freiwilligen Verzicht auf böse… Mehr lesen

Daherscheppernder Dorfdiscoquark

30.06.2012. Business Week erklärt, mit welchen Mitteln Neal Stephenson die wahre Kunst des Schwertkampfs propagieren will. In der SZ verteidigt Navid Kermani den "hochheiligen" Akt der Beschneidung und Martin Mosebachs Kokettieren mit den Morddrohungen islamischer Fanatiker. Die Abenzeitung sagt für heute Abend eine starke Senkung des Saturday Night Fevers an:… Mehr lesen