Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Umstellt von Informanten

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

26.06.2012. In der FR kritisiert der Musiker Guido Möbius die Gema, die 65 Prozent aller Ausschüttungen an 5 Prozent aller Mitglieder auszahle. Auf worldpolicy.com fragt Neal Stephenson, ob sich ein Zeitalter, das nicht mal mehr Menschen zum Mond schießen kann, noch als innovativ bezeichnen kann. Im Blog ihrer Partei erklären Brigitte Zypries und Lars Klingbeil, warum die SPD ein Leistungsschutzrecht ablehnt. Das Wall Street Journal meldet, dass Rupert Murdoch die wenig profitablen Printmedien aus seinem Konzern abspaltet.

Frankfurter Rundschau / Berliner Zeitung, 26.06.2012

Online kritisiert Musiker und PR-Agent Guido Möbius die Verteilungspraxis des privaten Vereins Gema: "Man muss sich das mal klar machen: Die ordentlichen Mitglieder, fünf Prozent aller Mitglieder, beziehen knapp 65 Prozent aller Ausschüttungen und haben zudem Anspruch auf Bezüge durch die Sozialkasse. Spricht ein Gema-Oberer von 'den Urhebern', deren Rechte in diesen schwierigen Zeiten gewahrt werden müssen, so meint er die exklusive Kaste der 3400 ordentlichen Mitglieder. Im Gema-Aufsichtsrat sitzen ausschließlich erfolgreiche Komponisten, Textdichter und Verleger."


Außerdem: Daniel Kothenschulte verteidigt den deutschen Film gegen die Kritik von Dominik Graf: alle machen tolle Filme, nur die deutsche Filmbranche erkennt das nicht an. Sebastian Preuss fragt in Times Mager, welcher Teufel den Intendanten der Bundeskunsthalle geritten hat, sich für die Anselm-Kiefer-Ausstellung ausgerechnet mit dem "Klüngler" Walter Smerling zu verbünden.

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Die Welt, 26.06.2012

Henryk Broder attackiert die Schweizer Supermarktkette Migros, die künftig Produkte aus den israelischen Siedlungen deklarieren will: "Man könnte allenfalls die Frage stellen, ob der mündige Kunde, der frei entscheiden soll, was er kaufen will, nicht auch ein Recht hat zu erfahren, woher die Pistazien kommen, die bei Migros ausliegen. Aus dem Iran, wo Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle an Baukränen aufgehängt werden?"


Weiteres: Hannes Stein jubelt über Aaron Sorkins neue Serie "The Network", die heute auch im deutschen Bezahlfernsehen startet. Miriam Hollstein versucht, den derzeitigen Erfolg des französischen Kinos auch in Deutschland zu erklären.

Besprochen werden die neuaufgelegten Choreografien der Ballets Russes in Dresden, eine Edgar-Degas-Schau im Pariser Musée d'Orsay und eine Ausstellung zur NS-Regierungsmeile Wilhelmstraße in der Topografie des Terrors.

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Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2012

Wenn Twitter und Facebook Werbung wollen, dann sollen sie auch Haftung bekommen, meint der Schweizer Verleger Norbert Neininger-Schwarz auf der Meinungsseite: "Es ist daher im Sinne gleich langer Spieße für alle Medienunternehmen und vor allem zum Schutze der Gemeinschaft zu fordern, dass die Plattformen letztlich für die auf ihnen veröffentlichten Inhalte die Haftung übernehmen."


Weiteres: Andrea Köhler sieht schwarz für den amerikanischen Buchmarkt und fürchtet, da jetzt sogar Thomas Pynchon sich dem E-Book ergibt, den endgültigen Sieg von Amazon über die Verlage. Der Jurist Daniel Thürer betrachtet Stärken und Schwachen der direkten Demokratie.

Besprochen werden eine Schau der Sammlung von Andreas Züst im Centre culturel suisse Paris, Marcel Beyers Recherchen "Putins Briefkasten" und Lisa-Maria Seydlitz' Debütroman "Sommertöchter".

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Spiegel Online, 26.06.2012

Fritz von Klinggräff und Alexander Smoltczyk unterhalten sich mit dem Philosophen Joseph Vogl über Jean-Jacques Rousseau, dessen 300. Geburtstag gerade begangen wird: "Der Mann ist wie ein Brühwürfel. Wenn man ihn auflöst, schwimmt das ganze 18. Jahrhundert in der Suppe, mit allen Ingredienzien. Er war eine Art intellektueller Projektemacher."

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Aus den Blogs, 26.06.2012

Das Design-Blog Dezeen stellt eine Kamera vor, die den Augen folgt und genau das aufnimmt, was man sieht und auch ihre Objekte wiedererkennt: "The Iris camera uses biometric technology to identify people by looking at their unique iris signatures. If the user's iris is recognised, the camera will automatically load their preferred settings - including aperture, ISO and screen display."


Neal Stephenson, Autor von "Quicksilver", trauert in worldpolicy.org unter dem tragischen Titel "Innovation Starvation" visionären Zeiten nach, die er in seiner Kindheit noch erlebte: "My lifespan encompasses the era when the United States of America was capable of launching human beings into space... I worry that our inability to match the achievements of the 1960s space program might be symptomatic of a general failure of our society to get big things done."

Die SPD lehnt das Leistungsschutzrecht ab, melden Meedia und andere Dienste. In der Stellungnahme im Blog der Partei schreiben Brigitte Zypries und Lars Klingbeil: "So ist bis heute unklar, wofür es eines solchen Schutzrechts eigentlich bedarf und es ist auch nicht zu erkennen, welchen Beitrag dieses zur Lösung der unübersehbaren Probleme bei der Durchsetzung des Urheberrechts in der digitalen Welt leisten kann." Die "Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht" (IGEL), die auch vom Perlentaucher unterstützt wird, veranstaltet heute um 11 Uhr in der Parlamentarischen Gesellschaft Berlin eine Diskussion zum Thema.

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Weitere Medien, 26.06.2012

(Via @hemartin) Eine Folge der Abhöraffäre? Rupert Murdoch erwägt eine Aufspaltung seiner New Corp. Die Film- und Fernsehaktivitäten sollen abgespalten werden, meldet das Wall Street Journal, das selbst zu Murdochs Konzern gehört: "The entertainment assets make up by far the bulk of the company, contributing three-quarters of the $25.34 billion in revenue for the first nine months of the fiscal year. Those assets accounted for roughly 90% of the operating profit in that period. In the nine months through March, News Corp.'s various segments together had operating profit of $4.2 billion, of which the publishing division contributed $458 million."

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Die Tageszeitung, 26.06.2012

Die Documenta-Ausstellung in Kabul (mehr), die Carolyn Christov-Bakargiev unter das Motto "Zusammenbruch und Wiederaufbau" gestellt hat, funktioniert erstaunlich gut, notiert Ingo Arend bei einem Besuch: "Es hätte Mariam Ghanis auch in Kabul gezeigte Zweikanalvideo-Installation 'A brief history of collapses' gar nicht gebraucht, um die historischen Analogien, um die es Bakargiev geht, zu illustrieren. Darin durchstreift die amerikanisch-afghanische Künstlerin das Fridericianum und den Dar-ul-Aman-Palast. Ersteres versank 1943 im Bombenhagel der Alliierten. Der riesige Palast, den Reformkönig Amanullah 1920 für das afghanische Parlament errichten ließ, steht heute noch als die monströse Ruine, zu der er im Bürgerkrieg der neunziger Jahre zerschossen wurde. Als der amerikanische Künstler Michael Rakowitz seine Arbeit im Queen's Palace aufbaut, zieht er ein Foto des zerstörten Fridericianums aus der Tasche. Ein einheimischer Helfer fragt ihn sofort: 'Ist das Afghanistan?'"


Weitere Artikel: Isolde Charim denkt über Vertrauen und Währung nach. Arno Frank berichtet über die Caricatura VI in Kassel. Shirin Sojitrawalla sieht Theater bei der Biennale Wiesbaden. Christian Werthschulte berichtet vom c/o Pop Festival in Köln.

Auf der Meinungsseite sieht der libanesische Journalist Abdel Mottaleb El Husseini ein verkalktes Saudiarabien durch die Wahlen in Ägypten unter schwerem Druck, sich endlich demokratischen Reformen zu öffnen.

Und Tom.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2012

Regina Mönch verfolgte eine Tagung, die sich mit Oskar Pastiors Securitate-Verwicklung befasste und erste Ergebnisse vorstellte (die im Lauf des Jahres noch publiziert werden). Er scheint als IM unbrauchbar gewesen zu sein. Seine Akte, so zitiert Mönch den Germanisten Ernst Wichner, "versammele auf 214 Seiten nur Material, das gegen den Dichter und seine Familie hätte verwendet werden können. Pastior sei umstellt gewesen von Informanten, darunter seit 1957 einige seiner Lehrer, und er habe zu Recht befürchten müssen, wieder verhaftet zu werden. Eine genaue Skizze seiner Wohnung befindet sich in der Akte, die Namen all seiner Besucher und Kopien der abgefangenen Briefe."


Weitere Artikel: Kerstin Holm berichtet von der Eröffnung des Deutschlandjahrs in Russland mit einer großen Ausstellung im ehemaligen Moskauer Lenin-Museum. Oliver Tolmein kommentiert Neureglungen von Patientenrechten. Jordan Mejias stellt die radikalen Pläne des Direktors der New York Public Library, Anthony W. Marx, zur Reform der Bibliothek vor.

Besprochen werden die Diane Arbus-Ausstellung in Berlin, eine Ausstellung über die Kunst der Collage, ebenfalls in Berlin, eine Ausstellung über Arthur Schnitzler in Zürich und Bücher, darunter Denis Bertholets Biografie über Paul Valéry (mehr hier und in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

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Süddeutsche Zeitung, 26.06.2012

"Uiuiui", staunt Bernd Graff über den immensen Erfolg der Romantrilogie "Fifty Shades of Grey" in den USA, einer insbesondere unter Frauen populären sado-masochistischen und offenbar recht pornografischen Serie. Großen Anteil an diesem Erfolg haben vor allem auch die vergleichsweise hohen E-Book-Absätze, wohl auch, weil die neutralen Lesegeräte nach außen hin keinen Aufschluss über den anrüchigen Inhalt des gelesenen Buches gestatten, mutmaßt Graff: "Wieder einmal ist es Pornografie, die neuer Technologie und neuen Medien den Weg ebnet: Gerade befeuert sie den Absatz und die Akzeptanz von elektronischen Lesegeräten wie dem Kindle." Vielleicht auch vor dem Hintergrund hiesiger Debatten erwähnenswert: Das Buch begann seinen Erfolgszug als frei im Netz veröffentliches E-Book, wie man im Guardian erfährt.


Weiteres: Catrin Lorch meldet, dass Robert Fleck seinen Intendantenvertrag bei der Bundeskunsthalle nach der fragwürdig konzipierten Anselm-Kiefer-Ausstellung nicht mehr verlängern wird. Doris Kuhn plaudert mit "Drive"-Autor James Sallis, der unter anderem erzählt, dass Hollywood ihn zu einer Fortsetzung seines erfolgreich verfilmten Krimis ermuntert hat. Lothar Müller skizziert mit Gilbert K. Chesterton ein Lob der Auftragsarbeit. Karl Bruckmaier hört neuen Noise- und Gitarrenpop, wobei es ihm besonders das Album "Carington Street" von Adele & Glenn angetan hat, das man hier probehören kann. Burkhard Müller gratuliert Sigrid Löffler und Karl Lippegaus dem Musiker und brasilianischen Kulturpolitiker Gilberto Gil zum je 70. Geburtstag.

Besprochen werden der Film "Bulb Fiction", der Gerhard Matzig zufolge gut zur "Ära des Wutbürgertums" passe, eine Corbusier-Ausstellung im Architekturmuseum München, eine Ausstellung im Prado über Raffaels Spätwerk, mit der Kia Vahland einen "Neuanfang" in der "Deutungsgeschichte" von Raffaels Spätwerk gekommen sieht, ein dem ersten Auftritt des Ballett Russe vor hundert Jahren gewidmeter Hommage-Abend an der Semperoper, der Dorion Weickmann glänzend gefallen hat, und Bücher, darunter Friederike Wissmanns Monografie über Hanns Eisler (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

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Archiv: Heute in den Feuilletons

In Grün und Orange, in Rot, Blau und Gelb

21.05.2013. Ja, ist es etwa das Empire latin, in dem wir zu posthistorischen Tieren werden, fragt die NZZ. Die Welt trifft Urs Widmer zum Werkstattgespräch. Die SZ feiert den Maler Hans Hofmann. Die FAZ wirft Georg Baselitz vor, den Wirtschaftseliten nahe zu stehen. Viele Zeitungen (und der Perlentaucher) berichten aus Cannes über Claude Lanzmanns Film "Le dernier des Injustes". Und wir zünden ein Licht an für Ray Manzarek. Mehr lesen

Das nenne ich totalitär

18.05.2013. In der Welt erklärt Beuys-Biograf Hans Peter Riegel Beuys Vorliebe für völkische Ideen auch mit der Nähe des Künstlers zu Rudolf Steiner. In Cannes verwandelt die taz nach der Vorstellung von Jia Zhangkes Film "A Touch of Sin" Papierfetzen in Waffen. Im New Yorker erinnert Alex Ross daran, dass Wagner nach Amerika auswandern wollte. Auch Palästinenser lieben Amerika, jedenfalls in Form von geschmuggelten Kentucky Fried Chicken, berichtet der Christian Science Monitor. In der NZZ staunt Nike Wagner, was ihr Urgroßvater alles im Kopf hatte. Die FAZ gratuliert dem Kookbooks Verlag zum Zehnten. Mehr lesen

Tagtäglich dem Leser zugemutet

17.05.2013. Die taz stellt den ersten chinesischen Blogger vor, der es schaffte, einen Vizeminister zu stürzen. In der Welt ruft Richard Herzinger die westlichen Länder zur Intervention in Syrien auf. In der FAZ kritisiert Constanze Kurz die Kampagne deutscher Medien gegen Adblocker. In Cannes liefen Filme von Sofia Coppola und François Ozon. Meldung des Tages: Elisabeth Ruge verlässt Hanser Berlin. Ihr Nachfolger wird Karsten Kredel von Suhrkamp. Mehr lesen

Ist Gott jetzt zufrieden?

16.05.2013. Medienkrise hin oder her: In Frankreich wird eine neue Zeitung gegründet: L'Opinion, berichtet die Welt. Im Freitag spricht Peter Schneider über seine recht unkonventionelle Mutter, die er in seinem neuen Roman porträtiert. In der Jungle World weigert sich Hamed Abdel-Samad, seine Hoffnung in die arabische Revolution aufzugeben. In der NZZ hinterlässt der ökologische Fußabdruck einen bizarren Eindruck. Die FAZ erklärt Giorgio Agambens Idee vom "Empire latin" zum Stuss. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Samples der Oberflächenwelt

15.05.2013. Die Welt zitiert aus einem Memorandum von Stadtplanern, die die Stadt Berlin auffordern, sich endlich um ihre Mitte zu kümmern. Die NZZ bringt einen Stimmungsbericht aus Italien, wo das soziale Klima unter null sinkt. Baz Luhrmanns "Großer Gatsby" regt niemanden auf - füllt die Feuilletons aber trotzdem. Ähnlich unvermeidlich ist Dan Browns "Inferno". Dafür lassen wir Theophilus London ein hübsches Liedchen singen. Mehr lesen

Filzhaltige Kunstzeichen

14.05.2013. "Anfänge, zumal politische, sind niemals rein", seufzt Micha Brumlik in der taz mit Blick auf Daniel Cohn-Bendit und Theodor Heuss. In der Welt könnte Hans-Joachim Müller einstimmen - mit Blick auf den Militaristen Joseph Beuys. Wir verlinken auf die Abschlusserklärung der "Kritischen Islamkonferenz", die sich für den Transkulturalismus einsetzt. In der SZ rät Gustav Seibt den Deutschen, Giorgio Agambens (oder eigentlich Alexandre Kojèves) Idee eines "Empire latin" ein europäisches Ideal entgegenzusetzen. Mehr lesen

Es zeichnet sich der Morgenstern ab

13.05.2013. In der Welt wendet sich Necla Kelek gegen das Recht von Eltern, Mädchen unter 14 Jahren mit Kopftuch in die Schule zu schicken. In der taz widerspricht Bommi Baumann der These Wolfgang Kraushaars, die radikale Linke sei antisemitisch gewesen: Kunzelmann sei die Ausnahme. Die NZZ versucht ein Psychogramm der französischen Demonstanten gegen die Schwulenehe. Springer will 200 Mitarbeiter bei der Bild entlassen und viele andere in den Onlinestall ohne Tarifbindung stecken, meldet der Spiegel. Der "Große Gatsby" lässt sich gar nicht verfilmen, beteuert die FAZ. Und bitte lauschen Sie den trockenen Sforzati Daniil Trifonovs. Mehr lesen

Die Regie-Rübe, durch die so was rauscht

11.05.2013. Der Skandal um den abgesetzten "Tannhäuser" in Düsseldorf sorgt in den Feuilletons für mittelgroße Erregung. Die NZZ erkundet die Zukunft der Literaturkritik in Zeiten des Netzes. Die FAZ zweifelt am Wirtschaftsaufschwung in Afrika. Die taz ist im siebten Pophimmel: Daftpunk ist zurück. Und Pharell singt mit (wir bringen den Beweis). Die Erotizität von theoretischen Texten nimmt zu, meinte Diederich Diederichsens auf der re:publica. Die Pronunziabilität theoretischer Prosa aber nicht. Mehr lesen

Was öffentlich ist und was nicht

10.05.2013. Die FAZ fragt mit Antonio Muñoz Molina nach Spaniens Verantwortung für die Krise. Außerdem skizziert Ernst Elitz die Zukunft des Journalismus mit viel Paywall und Leistungsschutzrecht. Die Guardian-Leser freuen sich zu 64 Prozent über Stephen Hawkings Entscheidung, Israel zu boykottieren. Die SZ bewundert die barocke Hängung in Sanssouci. Die NZZ staunt über südkoreanischen Optimismus. Die Welt beleuchtet das kräftezehrende Metier der Liebesromanautorinnen. Mehr lesen

Hegemoniale Metaerzählung

08.05.2013. Dass sich Beate Zschäpe Verteidiger namens Stahl, Heer und Sturm gewählt hat, ist kein Zufall, sondern Hohn, meint Georg M. Oswald in der Welt und ruft die Anwälte auf, ihr Mandat niederzulegen.  Zum Tod des Animationsfilmers Ray Harryhausen  bringen wir ein Video mit Interview und Filmausschnitten. Kathrin Passig benennt auf zeit.de die Vorteile des Ebooks. Sascha Lobo fordert auf der re:publica, die ein großes Medienecho ausgelöst hat, mehr Politik statt Netzpolitik. In der Zeit protestiert Marlene Streeruwitz gegen die Starrheit der Kamera in Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung". Mehr lesen

So sehr haben die Chefs Angst

07.05.2013. Die NZZ hat herausgefunden, warum deutsche Journalisten sich ungern kritisieren lassen: Niemand weiß besser, wie weh das tut. Anlässlich des NSU-Prozesses erinnert Götz Aly in der Berliner Zeitung an die Urszene des Terrorismus in Deutschland: die Ermordung August von Kotzebues. Wolf Lepenies kann in der Welt mit Giorgio Agambens Plan eines "Empire Latin" nicht d'accord gehen. Der Tagesspiegel erklärt, wie ein Datenjournalist die öffentlich-rechtlichen Anstalten transparent machen will. In der FAZ verteidigt die dänische Fernsehredakteurin Sofia Fromberg die als sexistisch kritisierte Talkshow "Blachman". Mehr lesen

Rosa Pelzjacke über der Lederrüstung

06.05.2013. Die NZZ fürchtet sich vor dem rabiaten Umbau der Stadt Istanbul. In der FAZ erklärt Yohji Yamamoto, was am weiblichen Körper so schwierig ist und am männlichen so langweilig. Außerdem spricht die Netzaktivistin Raegan MacDonald  zu Beginn der Re:publica über Datenschutz. Vocer fragt nach Chancen eines gemeinnützigen Journalismus in Deutschland. Die SZ fand das Staatsballett im Berghain schön und harmlos. Mehr lesen

Die Empörung ist eine europäische Sünde

04.05.2013. In der Welt spricht Kevin Powers über seinen Roman "Die Sonne war der ganze Himmel". Daily Mail stellt kleidsame Wollkappen für Schildkröten vor. Die taz trauert um die einst so angesagte Clubszene von Berlin. Für die FAZ legt die Psychoanalytikerin Julia Kristeva ganz Europa auf die Couch. Und alle gedenken Søren Kierkegaards. Mehr lesen

Steile Hierarchien, Massenproduktion, Akkordarbeit

03.05.2013. In Foreign Policy rät Arch Puddington zum heutigen Tag der Pressefreiheit von der Reise in die zehn schlimmsten Länder für Journalisten ab. Die NZZ stellt die Designerin Inga Sempé vor. Mit Longform.org verlinken wir auf die "2013 National Magazine Awards Winners" mit Texten aus dem Atlantic und Texas Monthly. In der NYRB schreibt Ian Buruma über David Bowie. Die FAZ liest den Briefwechsel zwischen Grass und Brandt und empfiehlt Telekom-Kunden die Exhumierung ihrer Akustikkoppler. Die SZ besucht eine Ausstellung über die Geburt der neusten Technik aus dem Geist des Hippietums. Mehr lesen

Abkehr vom Mainstream der Alltagsheringe

02.05.2013. In Spiegel online fordert Sascha Lobo viel mehr Investitionen in ein schnelles Internet - und zwar von der Regierung. Im Tagesspiegel stellt Achim Freyer mit Richard Wagner ein Notgleichgewicht her. Die taz beleuchtet die Rolle von Gewerkschaften und SPD in der Nazi-Zeit. In der Zeit spricht Cecila Bartoli über tragische und weniger tragische Frauenrollen. Die FAZ übernimmt Salman Rushdies Aufruf für die Anerkennung von Freiheitshelden als Freiheitshelden. Das WWW ist zwanzig Jahre alt. Das CERN stellt die allerallererste Website wieder online. Mehr lesen

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