Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Jede Veränderung ist Verschlechterung

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

20.08.2011. Krisen, Krachs und Katastrophen. Jetzt auch im Feuilleton. In der FAZ nehmen uns die Soziologen Jens Beckert und Wolfgang Streeck alle Hoffnung: Kein Lösungsansatz wird verfangen. Aufstände und Extremismus sind unausweichlich. In der NZZ warnt der Philosoph Michael Hampe: Die Ideologien des Marktes, aber auch der Natur sind Teil des Problems, nicht der Lösung. Wir sind ohnhin zur Zivilisation ohne Zukunftsvision geworden, meint der Historiker Philipp Blom in der FR. Und die SZ mokiert sich über mögliche Alternativen!

Die Welt, 20.08.2011

Thomas Schmid lässt noch einmal Liao Yiwus Berliner Auftritt mit Herta Müller in sich nachklingen - und besonders Liaos Rezitation seines Gedichts "Massaker": "Sie kommt von ganz tief her, ist fremd und sie verliert auch in der anschließend vorgetragenen Übersetzung nicht ihre rätselhafte Wucht. Mehr als ein Graben trennt diesen freundlichen, bescheidenen, seiner selbst sich aber bewussten Menschen von diesem Berliner Kulturmilieu, das respektvoll erschüttert ist, um hernach in den lauen Sommerabend zu entgleiten."


Weitere Artikel: Manuel Brug hat in einem gnadenlos sich selbstvermarktenden Schloss Versailles Lully-Opern gesehen und gehört. Michael Pilz porträtiert den Popsänger Stephen Malkmus, der mit seiner Band Pavement in den Neunzigern eine Indie-Ikone war, aber unverdrossen weitermacht. Alan Posener geht mit Götz Aly essen. Bettina Stangneth fragt, warum der BND Akten des Nazitäters Alois Brunner gelöscht hat. Hans-Joachim Müller betrachtet Werke der Sammlung Ingvild Goetz, die zur Zeit an verschiedenen Münchner Stätten ausgestellt sind (zum Beispiel hier und hier). Tim Ackermann begutachtet den Neubau der Kunsthalle Bremen.

Für die Literarische Welt liest Urlich Weinzierl den Briefwechsel zwischen Marie-Louise von Mentesiczky und Elias Canetti. Ruth Klüger bespricht für ihre Kolumne Lorrie Moores Roman "Ein Tor zur Welt", der vor dem Hintergrund des 11. Septembers spielt. Besprochen werden außerdem Michael Kumpfmüllers Kafka-Roman "Die Herrlichkeit des Lebens", Johannes Willms' Talleyrand-Biografie und ein Fantomas-Roman von Pierre Souvestre und Marcel Allain.

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Der Tagesspiegel, 20.08.2011

Malte Lehming stellte schon im gestrigen Tagesspiegel folgende wichtige Frage: "Warum ist es aufklärerisch, totalitäre Strukturen in der Hierarchie des Vatikan zu diagnostizieren, aber fremdenfeindlich, auf den Zusammenhang zwischen Islam und religiöser Intoleranz hinzuweisen?"

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Frankfurter Rundschau / Berliner Zeitung, 20.08.2011

Europa ist zur "Festung der ängstlich Begüterten" geworden, die jede Veränderung mit Händen und Füßen ablehnen, klagt der Historiker Philipp Blom. "Noch halb betäubt vom Scheitern der großen Ideologien und überfordert von den anstehenden Entscheidungen sind wir zur Zivilisation ohne Zukunftsvision geworden. Renten und Gesundheitssystem, Klima und Energieversorgung, internationale Machtgefüge, Überbevölkerung und Überschuldung: Jede Veränderung ist Verschlechterung."


Weitere Artikel: Seine Konzerteindrücke von den diesjährigen Salzburger Festspielen fasst Hans-Klaus Jungheinrich zusammen. Kai Posmik erinnert an den Diebstahl der Mona Lisa aus dem Louvre vor 100 Jahren.

Besprochen werden diverse Auftritte beim Berliner Tanz-im-August-Festival, Ausstellung mit Werken des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson im Frankfurter Kunstverein und Christoph Heins Roman "Weiskerns Nachlass".

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Weitere Medien, 20.08.2011

(Via Achgut) Richtig beleidigt bespricht Andy Pöttgen im Vorwärts Götz Alys neues Buch "Warum die Deutschen? Warum die Juden?"- Aly wirft einigen Sozialdemokraten um 1900 ein zumindest zwiespältiges Verhältnis zum Antisemitismus vor, der manchen als "Sozialismus der dummen Kerls" galt: "Seinem Abschnitt über die Sozialdemokratie kommt die Zuspitzung nicht zugute. Durch seine unvollständige Darstellung vermittelt er den Eindruck, Antisemitismus sei in der SPD eine allgemein akzeptierte Denkweise. Dem Anspruch, den Deutschen unangenehme Wahrheiten aufzutischen, wird Aly so nicht gerecht. Vielmehr vermittelt er den Eindruck, durch nur scheinbar ehrliches Anpacken von 'heißen Eisen' auf reißenden Absatz zu hoffen."

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Die Tageszeitung, 20.08.2011

Thomas Groh setzt die Geschichte des Hollywood-Alien-Films mit der US-Realgeschichte ins Verhältnis - und zwar bis in die unmittelbare Gegenwart: "In 'Planet der Affen: Prevolutions' etwa sind es jedenfalls keine Überwältigungen von außen mehr, die auf eine Krise hinweisen, sondern Bilder von Straßenkämpfen und revolutionärer Auflehnung. Kurz nach dem weltweiten Kinostart fanden die Londoner Riots statt."


Weitere Artikel: Ulrike Herrmann unterhält sich mit der Ex-Fondsmanagerin Susan Leverman, die aus ethischen Gründen ihren Job aufgab, aber trotzdem immer noch Börsenratgeber schreibt. In den Notizen zum Kleist-Jahr sieht Jochen Schimmang den Autor als Mann des Kinos und großartiger einzelner Sätze. Felix Zimmermann porträtiert Rainer Seegers, der bei den Berliner Philharmonikern die Pauke schlägt und außerdem Schmetterlinge sammelt. Ruth Reichstein schreibt über die Todesfälle beim belgischen Pukkelpop-Festival. Aktuelle Zahlen zum deutschen Buchmarkt kommentiert Dirk Knipphals - so erfährt man unter anderem, dass das E-Book extrem langsam Marktanteile gewinnt.

Besprochen werden das neue Zomby-Album "Dedication" und Bücher, darunter Georg Stanitzeks große Studie zum deutschen Nachkriegsessayismus "Essay - BRD" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr).

Und Tom.

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Neue Zürcher Zeitung, 20.08.2011

Unter dem Titel "Die Natur gibt es nicht" greift der Zürcher Philosoph Michael Hampe zwei seiner Auffassung nach gerade zirkulierende Ideologien an, die des Marktes - und eben die der Natur: "Lebensprobleme, wie die ökologische oder die Finanzkrise, haben mit konkreten Konstellationen von Personen und Sachen zu tun. Ihre Analyse verlangt gesteigerte Unterscheidungsfähigkeit. Wegen ihrer Abstraktheit taugen Ideologien nicht zur Lösung solcher Probleme. Ihre intensive Rezitation ist Ausdruck und Mitursache der Krisen, nicht Bedingung ihrer Bewältigung."


Weitere Artikel in Literatur und Kunst: Eduard Kaeser schreibt über die "Simulation von Organtätigkeiten" und die Selbsterkundung des menschlichen Geistes in der Hirnforschung. Die Anglsitin Elisabeth Bronfen legt einen Essay über die Nacht vor. Der Schriftsteller Alain Claude Sulzer betrachtet Joachim Patinirs Gemälde "Überfahrt in die Unterwelt".

Im Feuilleton versucht Joachim Güntner in einem angenehm unaufgergten Artikel die Gründe für den Erfolg Charlotte Roches zu ermitteln. Und Renate Klett stellt den Schweizern das erfolgreiche Berliner Alternativtheater im Ballhaus Naunynstraße vor.

Besprochen werden die Ausstellung "Fetisch Auto - Ich fahre, also bin ich" im Basler Museum Tinguely und Bücher, darunter Cees Nootebooms "Schiffstagebuch".

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Süddeutsche Zeitung, 20.08.2011

Mit an Herablassung grenzender Sympathie im Einzelfall, mit Skepsis im Grundsätzlichen blickt Till Briegleb auf die Commons-Bewegung, die an Projekten gemeinsamer Nutzung und Allmendenbildung arbeitet: "Im Westen sind Gemeingüter-Projekte wie improvisierte Stadtgärten, selbstverwaltete Schwimmbäder, autarke Energieversorgung oder autonome Künstlerviertel letztlich vor allem schöne politische Hobbys zur Stärkung alternativer Lebensstile - was als solches absolut begrüßenswert ist, wenn sich die Betreiber nicht in den Glauben verirren, sie täten etwas anderes als der pluralistische Angebotskapitalismus auch."


Weitere Artikel: Warum Bildungsreformen immer scheitern, versucht Burkhard Müller zu erklären. Über den Zauber des verlorenen Meisterwerks - zum Beispiel der Mona Lisa - in der Kunst denkt der Historiker Bernd Roeck nach. In Khaled al-Khamissis Kairo-Kolumne erzählt ein Taxifahrer von einem Todesfall während der Revolution, der den Autor zu Tränen rührt. Auf die Gründung einer Anti-Berlusconi-Intellektuellenbewegung des Namens "Generation Q" weist Henning Klüver hin. Kia Vahland würdigt den Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen. Fritz Göttler schreibt knapp zum Tod des großen Filmemachers Raul Ruiz.

Im Aufmacher der SZ am Wochenende ist Darin Strauss' "wahre" Geschichte "Mein halbes Leben" vorabgedruckt. Peter Wagner unterhält sich mit Neil Ansell, der lange als Eremit gelebt hat, über die "Stille".

Besprochen werden die Hollywood-Komödie "Crazy, Stupid, Love" (mehr) und Bücher, darunter Feridun Zaimoglus Ruhrpott-Krimi "Ruß" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr).

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2011

Die Soziologen Jens Beckert und Wolfgang Streeck deklinieren alle Lösungsansätze für die gegenwärtige Finanzkrise durch und kommen zu dem Ergebnis, dass die Katastrophe nicht mehr zu vermeiden ist: "Der Vertrauensverlust ist mittlerweile überall angekommen. In der nächsten Stufe wird die Krise auf das soziale System übergreifen. Anzeichen finden sich bereits in steigender Arbeitslosigkeit, Auswanderung und Gewaltausbrüchen in besonders betroffenen Ländern."


Weitere Artikel: Marcus Jauer schreibt ein launiges Feuilleton über die Feuerteufel, die in Berlin Autos anstecken. Christian Geyer fühlte sich durch eine Auftritt Charlotte Roches bei Markus Lanz an die siebziger Jahre erinnert. Jürgen Dollase aß beim niederländischen Spitzenkoch Jonnie Boer aus Zwolle. Tilmann Lahme berichtet über eine Vergrößerung der Thomas-Mann-Weihestätten in Lübeck und die erste Einrichtung einer solchen in München ab 2014. Jürg Altwegg blättert durch den neu konzipierten Schweizer Monat (mehr hier). Olivier Guez' Reportage ist dem unheimlichen Aufstieg der Mormonen in immer mehr amerikanische Spitzenpositionen gewidmet. Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite geht's um eine neue Platte von Joss Stone, ein Hamburger Popprojekt namens "Nuclear Raped Fuck Bomb" und Max Regers Violinkonzert, eingespielt von Kolja Lessing.

Bilder und Zeiten präsentiert den Briefwechsel zwischen Canettis Geliebter Marie-Louise von Montesicky und Canetti über seine vor ihr zunächst verheimlichte zweite Ehe. Rose-Maria Gropp erzählt wie Jean-Leon Geromes Gemälde "Der Heilige Hieronymos" im Frankfurter Städel wiedergefunden und restauriert wurde. Auf der Literaturseite geht?s unter anderem um Michael Kumpfmüllers Kafka-Roman "Die Herrlichkeit des Lebens". Und Marco Schmidt unterhielt sich am Rande des Filmfestivals von Marrakesch mit Francis Ford Coppola.

Für die Frankfurter Anthologie liest Ingrid Bacher ein Gedicht Max Herrmann-Neißes - "Notturno:

Wind würgt den Wald. Wie totgeschlagen liegt
ein dunkler Teich(...)"

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Vom Verenden des Verstehens

26.05.2012. Pfingstereignis Feuilleton! In der FAZ überlegt Durs Grünbein, warum Dichtung unerlässlich ist. In der SZ schreibt Günter Grass ein erlässliches Gedicht. In der NZZ beschreibt Botho Strauss den Idioten als freien Geist. In der Welt droht der Künstler Gregor Schneider Documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev mit Kunst. Im Tagesspiegel wünscht sich Johannes Schneider etwas mehr Ehrlichkeit in der Urheberrechtsdebatte. In der taz schlägt Ulrich Kühne vor: Nur noch sechs Prozent für die Verwerter. Mehr lesen

Grenzen spielen eine ambivalente Rolle

25.05.2012. Heise Online und die Welt melden: Die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks steigen um bis zu 1850 Prozent. Die FR bewundert in ihrer Cannes-Kolumne Nicole Kidman in der Rolle ihres Lebens. Die FAZ resümiert die spanische Debatte um Mario Vargas-Llosas jüngstes Buch "La civilización del espectáculo". Mehr lesen

Belebung der Leiber

24.05.2012. In der NZZ beschreibt die Schriftstellerin Mansura Eseddin die Situation kurz vor den Wahlen in Ägypten. In der taz erzählt Wes Anderson, was ihn an den 60er Jahren interessiert. In der FAZ erklärt Peer Steinbrück dem Genossen Thilo Sarrazin noch einmal, warum wir den Euro brauchen. In der Zeit erklärt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Die Piraten sind keine Modeerscheinung. SZ, Welt und taz feiern den neuen Film von Leos Carax und seinen Hauptdarsteller mit dem hässlichen und wunderschönen, bösen und romantischen Gnomengesicht: Denis Lavant. Mehr lesen

Pragmatische Theorie der Tücke

23.05.2012. Die Welt erzählt, was man in der großen Ausstellung über den jungen Dürer in Nürnberg lernen kann. Und sie spricht sich gegen die Vorschläge der Piratenpartei zum Urheberrecht aus.  In der SZ begrüßt der Historiker Michael Wildt neue Blicke auf die Gewaltzusammenhänge des 20. Jahrhunderts. Und Georg Klein zerschneidet Schnecken. Slate.fr fragt: Wie frauenfeindlich darf ein Festival wie Cannes sein? Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Gelegentlich auch finster und bizarr

22.05.2012. Die Inszenierung von "The Rake's Progress" in Frankfurt ist zwar ein bisschen bieder, findet die FR, aber ansonsten: tolle Oper! Die FAZ stellt erstaunliche Parallelen zwischen den Urheberrechtspositionen der SPD und der Piraten fest. Die SZ versucht mithilfe der Nobeltpreisträgerin Elinor Ostrom Urban Gardening und Filesharing zu verstehen. Alle trauern um Robin Gibb. Und die NZZ meint zur Position der deutschen Sarrazin-Kritiker: "Hilflos strampeln sie mit im System der Vermarktung, das sie verdammen." Mehr lesen

Figur der Jederzeitlichkeit

21.05.2012. Wie können die Europäer eigentlich in ein Land kommen, wo gefoltert wird, um ein Fußballfest zu feiern?, fragt Juri Andruchowytsch in der FR. Aber sie singen ja auch in Baku, notiert die taz. Im sonnigen Cannes hebt sich die Düsternis dänisch-österreichischer Autorenfilme besonders vorteilhaft ab, findet die Welt. Im Perlentaucher plädiert Katharina Hacker für das Teilen von Texten - und gegen "Geistiges Eigentum". Die NZZ lernt in Japan: Wer hundert werden will, muss lernen, lernen, lernen.  Mehr lesen

Auch bei geringsten dynamischen Graden

19.05.2012. In der Welt gratuliert Kontatin Grcic dem Designerkollegen Dieter Rams, der ihn auf den Pfad der Tugend zurückführte. Die taz überlegt, ob die Geschichte von kino.to als Hollywoodfilm nachzuerzählen wäre, und welche Rolle dabei den Verbänden der Filmindustrie zukäme. Die SZ kritisiert in der Urheberdebatte den Autoren-Aufruf und fordert konstruktive Lösungen. Die FAZ bewegt sich mit Grausen durch spanische Investitionsruinen. Alle trauern um Dietrich Fischer-Dieskau. Mehr lesen

Das Theater, es lebt, es lebt

18.05.2012. Die Berliner Volksbühne ist wieder auferstanden, meldet die taz nach dem Berliner Theatertreffen. Die Welt ist beglückt von Wes Andersons Film "Moonrise Kingdom", der das Festival von Cannes eröffnete. Das Blog Movie Morlock hat passend zum Anlass Glamour-Fotos aus den besseren Jahren des Festivals zusammengestellt. In der FAZ macht Frank Rieger vom CCC einen Vorschlag zur Steuerrevolution. In deutschen Blogs wird immer noch recht heftig über den Urheber-Aufruf diskutiert. Gibt es ein Menschenrecht auf "Geistiges Eigentum"? Mehr lesen

Sie rezensieren, loben und verbreiten auch

16.05.2012. Der Urheber-Aufruf sorgt weiter für Debatten - nun melden sich allerdings auch Autoren, die ihn kritisieren. Cora Stephan will in der Welt die Front gegen die Leser aufbrechen. Benjamin Stein fordert in der Jüdischen Allgemeinen die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter. Alle Zeitungen begrüßen den Büchner-Preis für Felicitas Hoppe. Nur die SZ überlegt, wer ihr lieber gewesen wäre. Mehr lesen

Viel mit der Hand abgeschrieben

15.05.2012. Die taz kritisiert die Bild: Denn die macht keinen soliden Journalismus, wie er zum Beispiel von Elke Heidenreich verkörpert wird. Jörg Lau kritisiert in seinem Zeit-Blog die taz und erinnert sie daran: Auch wer provoziert, ist nicht selbst schuld, wenn er am Ende dafür umgebracht wird. Die FR ist traurig über die Gentrifizierung Hamburgs. Und Sibylle Lewitscharoff plädiert in der FAZ fürs Urheberrecht. Mehr lesen

Von bürgerlichen Medien empfohlen

14.05.2012. Heftig herumgedruckst wird bei der Berichterstattung über den Eklat bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises: Eigentlich missgönnt SZ-Redakteur Hans Leyendecker den Kollegen von der Bild den Preis gar nicht, schreibt die Bild. Und die SZ zitiert lieber eine Stellungnahme des Netzwerks Recherche - als wäre das nicht Leyendeckers Club. Die taz findet trotzdem: Die SZ-Kollegen sind Helden. Die FAZ ist empört über eine Aktion anonymer Hacker, die die Adressen von Unterzeichnern der Aktion "Wir sind die Urheber" veröffentlichen und mit weiteren Aktionen drohen. Mehr lesen

Unbeeindruckt vom Hohn der Kunstwelt

12.05.2012. Die Urheberrechtsdebatte tost und rumpelt weiter: "Ihr seid nicht (mehr) systemrelevant", ruft Udo Vetter den "Wir sind die Urheber"-Urhebern zu. Euer Geschäftsmodell ist von gestern, bedauert die FR. Vor kurzem protestierten Urheber doch noch gegen Verwerter, wundert sich die SZ. Auf Spiegel Online erinnert Volker Kauder daran, dass auch die Freiheit der Kommunikation Schutz verdient. Die NZZ befasst sich mit dem Dackel in der Kunst. Die FAZ bewundert die Erektion eines Möhrenmännleins. Und: die SZ schlägt den Nannen-Preis für die Bild-Zeitung aus. Mehr lesen

Auch das Spiel folgt Regeln

11.05.2012. Im Tagesspiegel fordert der Drehbuchautor Thomas Bohn: Künstler, erfüllt die Bedürfnisse eures Publikums. Carta fürchtet, dem Künstler geht es bald wie der Milchkuh. Die FAZ dankt für die Würdigung der Verwerter. Die taz findet die Vorstellung von Liquid Democracy naiv: Politik brauche Profis. Die SZ begutachtet die weißen Elefanten in Kiew und Warschau. Die NZZ durchforstet das Angebot der Multioptionsgesellschaft. Mehr lesen

Man versucht, die Revolution herauszuhalten

10.05.2012. In der Zeit pochen hundert Urheber auf ihr Recht. Und Peter Sloterdijk bezweifelt, dass André Rieu in der Lage ist, eine Philosophie-Sendung im ZDF zu moderieren. Die Urheberrechtsdebatte reißt auch in weiteren Medien Gräben auf: Im Freitag fordert der Konzertagent Berthold Seliger eine Reform, die eine Verkürzung der Schutzfristen einschließt. Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer fordert im WDR, dass man die Gegebenheiten der Digitalisierung zur Kenntnis nimmt. Und Foreign Policy meldet: die Prediger der Christenverfolgung haben jetzt schon eine Million Follower. Mehr lesen

Wie eine Kühlbox mit Deckel obendrauf

09.05.2012. Der Tagesspiegel ist froh, dass Berlin nur einen Flughafen eröffnen will. Es hätte noch peinlich kommen können. Der Perlentaucher schaut mit Mitleid auf die narzisstische Kränkung, die das Netz dem Liberalismus zufügt. Die taz druckt schon wieder einen Europa-Appell mit Daniel Cohn-Bendit. In der Welt fragt Ralf Fücks von der grünen Böll-Stifung, ob aus den Piraten je was werden kann. Die NZZ wirft einen Blick auf das neu erblühende Kulturleben in Simbabwe. In der FAZ telefoniert Michael Krüger über Skype mit einem griechischen Freund. Mehr lesen

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