Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
- Politkowskaja
- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Schwirren und fliegen und sausen
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
08.03.2010. Ja doch, Christoph Waltz hat den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen. Wir setzen Links zu Videos, Galerien, Listen und Roben. In der NZZ wendet sich der Maskulinologe Gerhard Amendt gegen das Opferbild Frau. Die taz bringt am Frauentag gleich eine ganze Männertaz mit einem Manifest für ein neues Selbstbewusstsein des Mannes. In der FR erklärt der Ökonom Robert Fogel, warum das alte Europa gegenüber China zurückbleibt: Es ruht sich allzu gerne aus. In Carta erklärt ein Burda-Manager, warum er Leistungsschutzrechte will: weil er seine Inhalte kostenlos ins Netz stellt.
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Spiegel Online, 08.03.2010
Ja doch, Christoph Waltz hat den Oscar als bester Nebendarsteller, und nein doch, Michael Haneke hat den Oscar für den besten ausländischen Film nicht. Spiegel Online verfolgte die Verleihung in einem Live-Blog:
"[5.59] "Hurt Locker" ist bester Film!
[6.01] Jubel...
[6.11] Vielen Dank und Good-bye!"
Videos und Galerien auf der offiziellen Seite der Oscars. Hier die offizielle Liste der Nominierten und der Preisträger. Und hier bei Gawker eine Bildergalerie mit den - und humoristischen Bemerkungen über die - Roben der Geladenen.
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Aus den Blogs, 08.03.2010
Im Interview mit Helmut Hartung erklärt der Burda-Manager Robert Schweizer auf Carta, warum er Leistungsschutzrechte für die deutsche Presse für notwendig hält: "Ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist erforderlich, seitdem die Leistungen der Presseverlage in einem rechtsfreien Raum massenhaft und unkontrolliert kostenlos genutzt werden können. Diese Nutzung nimmt sprunghaft zu." (Er könnte natürlich auch einfach seine Internetseite zumachen!)
(Via Mediadigital) Etwas verspätet verweisen wir auf einen Gastbeitrag in Holger Schmidts FAZ-Blog Netzökonom. Stefan Glänzer, Gründer von Last.fm stellt eine interessante Frage: "Es ist offensichtlich, dass es Deutschland und anderen europäischen Ländern in der digitalen Welt nicht gelingt, international so erfolgreich zu sein wie in vielen traditionellen Branchen. Was ist der Grund, dass der Marktanteil Europas in der digitalen Medienwelt lediglich 1,8 Prozent beträgt? Bei den traditionellen Medien liegt er immerhin bei 28 Prozent."
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Neue Zürcher Zeitung, 08.03.2010
Männerforscher Gerhard Amendt wendet sich zum 8. März noch einmal entschieden gegen die Aufteilung der Geschlechterwelt in Gut und Böse, ohne und mit Penis: "Darüber hinaus hat feministische Politik den demokratischen Prozess geschwächt. Denn was als Konflikt ausgetragen werden müsste, endet in der Zuschreibung von Wesensmerkmalen. Einmal Täter, immer Täter - eben ein Mann! Männer wie Frauen stehen sich dann nur noch im Wege, Flexibilisierung wird schier unmöglich. Da der Feminismus keine Konfliktlösung anstrebt, soll der Staat zugunsten der Frauen tief in die Privatsphäre und das Geschlechterarrangement eingreifen. Solange diese Opferbesessenheit die Interessen von Frauen einer Ideologie unterordnet, bleibt nur der Ruf nach dem starken Staat. An der Erstarrung der Männer wird sich deshalb nichts ändern. Denn für die männliche Gefühlswelt sind unzufriedene Frauen ein Hinweis auf verfehlte Pflichten."
Weiteres: Die kroatische Schriftstellerin Dubravka Ugresic gibt sich den Verlockungen einer Hotel-Minibar hin und erklärt, warum sie so etwas wie ein Erste-Hilfe-Kasten ist. Besprochen werden die Uraufführung des Theaterstückes "Das Begräbnis" des Dogma-Regisseurs Thomas Vinterberg am Wiener Burgtheater, das die Fortsetzung des Films "Das Fest" ist und die Erstaufführung von Messiaens "Poemes pour Mi" des Tonhalle-Orchesters Zürich unter der Leitung des Gastdirigenten Jun Märkl.
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Frankfurter Rundschau, 08.03.2010
2040 wird der Chinese einen doppelt so hohen Lebensstandard haben wie der Franzose, behauptet der Ökonom Robert Fogel und zählt die Gründe dafür auf: die Investitionen der Chinesen in Bildung etwa oder ihr wachsendes Konsumbedürfnis. Europa dagegen wird nicht nur immer älter und innovationsfeindlicher, es "gibt Wirtschaftsexperten noch andere Rätsel auf: Die Einwohner der reichen europäischen Länder wollen scheinbar nicht noch mehr arbeiten, um mehr Geld zu verdienen und mehr Konsumgüter zu kaufen. Lange Urlaube, Frührente und kürzere Wochenarbeitszeiten stehen höher im Kurs als der Kauf von Konsumgütern - zumindest im Vergleich zu vielen anderen entwickelten Ländern, wie zum Beispiel den USA. ... Ein Spaziergang im Jardin du Luxembourg trägt jedenfalls - im Gegensatz zu einer Fahrt ins nächste Einkaufszentrum, um dort einen Flachbildschirmfernseher zu kaufen - nicht dazu bei, die Wirtschaftsleistung der Europäischen Union zu steigern."
Außerdem: In Times Mager grübelt Judith von Sternburg über Mesofacts.
Besprochen werden Thomas Vinterbergs Inszenierung seines Stücks "Das Begräbnis" (zusammen mit Mogens Rukov) am Wiener Burgtheater, eine konzertante Aufführung von Puccinis "La Rondine" in Frankfurt, Stefan Puchers Musical-Projekt "Andersen" am Hamburger Thalia Theater, die neue CD der Gorillaz und Nicol Ljubics Liebesgeschichte "Meeresstille" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Die Tageszeitung, 08.03.2010
Zum Frauentag macht die taz eine Männertaz (Editorial der Chefredakteurin Ines Pohl)
Anlassgemäß legt Christian Füller auf Seite 1 der taz ein Manifest des Maskulinismus vor (auch wenn er es nicht so nennt). Eine der Forderungen: "Die krasse Benachteiligung von Jungen in der Schule ist vielleicht das Exempel für das Unverständnis, das Männern entgegenschlägt. Jungs fallen massenhaft als Verlierer aus dem System. Die einzige Erklärung aber, die eine Pädagogik mit teils vulgär-feministischer Schlagseite dafür findet, ist, dass daran eine Art genetischer Defekt schuld sei, der zu großer Lautstärke und übermäßigem Bewegungsdrang führe. Wir brauchen eine Kraftanstrengung zur Rettung der Jungen."
Auf der Kulturseite berichtet Julian Weber über die Samstagsnacht im Berghain (ist das eine Kolumne?) Und Doris Akrap hat eine Diskussion im Brüsseler EU-Parlament über sexuelle Gewalt als Kriegsverbrechen im Bürgerkrieg von Kongo verfolgt.
Und Tom.
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Die Welt, 08.03.2010
Gerhard Gnauck zitiert einige Stimmen aus der weiterhin in Polen tobenden Debatte um Artur Domoslawskis skandalträchtige Kapuscinski-Biografie, deren Startauflage von 45.000 Exemplaren sich bereits in den ersten Tagen verkauft hat. Zum Beispiel von Andrzej Stasiuk: "Das neue Buch, schreibt er, zeichne 'ein tiefes, mehrdeutiges, anziehendes Bild' des Autors und Menschen Kapuscinski, der seinem eigenen Ruhm verfallen sei. Polen sei vielleicht noch zu infantil, um zu verstehen, wie sehr sich fiction und non-fiction - nicht nur in Kapuscinskis Werk - heute amalgamiert hätten, und ein widersprüchliches Bild seiner Heldenfiguren zu verkraften. 'Nur vor dem Hintergrund von Schwächen, Kompromissen und Stürzen wird wahre Größe sichtbar.'"
Weiteres: Autor Rainer Moritz glossiert die jüngsten Affären der Fußballwelt, die ihn um Autorität und Unparteilichkeit der Schiedsrichter fürchten lassen. Regisseur Volker Schlöndorff nimmt Jo Baiers Historienepos "Henri 4" gegen seine Kritiker in Schutz, "einen Film, der mich hingerissen hat, zum Lachen, Zittern und Weinen".
Besprochen werden das "meisterhafte" Album der Gorillaz "Plastic Beach", Thomas Vinterbergs Inszenierung seiner "Fest"-Fortsetzung "Das Begräbnis" am Wiener Burgtheater, eine "One-Woman-Klagshow" mit der finnischen Sopranistin Karita Mattila in Lyon, ein Andersen-Abend mit Stefan Pucher im Thalia Theater in Hamburg und Deon Meyers Südafrika-Thriller "Dreizehn Stunden".
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Süddeutsche Zeitung, 08.03.2010
Heute noch das politische Kabarett zu erledigen, wie es Burkhard Müller nach dem Starkbieranstich auf dem Nockherberg tut, ist zwar ungeführ so mutig wie eine Satire auf Guido Westerwelle - aber Müller tut es im Aufmacher trotzdem. In den "Nachrichten aus dem Netz" resümiert Niklas Hofmann noch einmal Reaktionen auf das Karlsruher Urteil zur Vorratsdatenspeicherung. Florian Kessler verfolgt ein Symposion über den aktuellen Boom von Klassikerübersetzungen in Berlin. Martin Bauer gratuliert Ernst Tugendhat zum Achtzigsten. Holger Liebs gratuliert dem Maler Franz Gertsch zum Achtzigsten.
Besprochen werden neue DVDs, Rene Polleschs Dramatisierung des Films "Mädchen in Uniform" im Schauspielhaus Hamburg, Roland Rebers neuer Film "Engel mit schmutzigen Flügeln", Thomas Vinterbergs Stück "Das Begräbnis" mit Martin Wuttke in Wien, Richard Wagners "Rheingold", inszeniert von Günter Krämer in Paris und Bücher, darunter Philip Roth' neuer Roman "Die Demütigung" (mehr in der Bücherschau um 14 Uhr).
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2010
Begeistert ist Jordan Mejias von der Inszenierung von Dimitrij Schostakowitschs Oper "Die Nase", die an der New Yorker Met der Künstler William Kentridge auf die Bühne gezaubert hat: "Die Met hat endlich ihre visuelle Sensation.... Die gesamte Bühne ist eine einzige Hommage an die sowjetrussischen Konstruktivisten, mit ihrer markanten Grafik, ihren geometrischen Explosionen und ins knallige Rot getauchten Punkten und Ausrufungszeichen. Derart dynamisiert, regnen Libretto, Kommentare, historische Zitate auf die Bühne herab, schwirren und fliegen und sausen über eine Kulissenlandschaft, die ihrerseits aus einer Kollision von Zeitungsartikeln und Bücherseiten beruht." (Mitbesprochen wird auch eine begleitende Kentridge-Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art.)
Weitere Artikel: In der Glosse kommentiert Kerstin Holm bissig die Ankündigungen des Moskauer Bürgermeister Luschkow, bei den kommenden Weltkriegssiegesfeiern werde Stalin mit gleich zehn großen Porträttafeln als "Ehrengast" sehr präsent sein. Patrick Bahners kritisiert das Verhalten des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger in der Sex-Affäre um Schiedsrichteraufseher Manfred Amerell und legt ihm den Rücktritt mehr als nur nahe. Tobias Döring macht darauf aufmerksam, dass das viktorianische Durchhaltegedicht "Invictus", das Clint Eastwoods jüngstem Film den Titel gab, auch den Oklahoma-Bomber Timothy McVeigh beeindruckt hat.
Die Geburtstagsglückwünsche der Woche gehen im Doppelpack an die Musiker Bobby McFerrin (60) und Al Jarreau (70), an den Jazzmusiker Ornette Coleman (80), den Künstler Franz Gertsch (80), den Komponisten Dieter Schnebel (80), den Künstler Günther Uecker (80) und den Philosophen Ernst Tugendhat (80).
Besprochen werden Thomas Vinterbergs von ihm selbst auch gleich am Wiener Burgtheater inszeniertes "Begräbnis", die Fortsetzung des Dogma-Filmerfolgs "Das Fest" ("eine lupenreine Kopie" erkennt Dirk Schümer, die ihn in keiner Hinsicht wirklich überzeugt), die "Rheingold"-Inszenierung im Ring-Zyklus der Pariser Bastille-Oper und Bücher, darunter eine Auswahl aus Stuart Hamples Woody-Allen-Comic Strips mit dem Titel "Der Irrsinn des Lebens" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Archiv: Heute in den Feuilletons
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase
10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen
Wegfall von Arbeit
09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen
Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren
08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Der Graf von Sandwich war in Gefahr
07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen
2000PutIN, 2012PutOUT
06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen
Die ganze Welt inventarisieren
04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen
Einschlusslöcher am Gebäudesockel
02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen
So sehr ich Warhol schätze
01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen
Also, Bürger, auf zur Wacht!
31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen
Weil es dem Franz so gefallen hat
30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen
Das korrekte Verfahren für Anarchisten
28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen
Und die Emotionen suchen blind
27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen. Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen
Ein irrer Cut
26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen





