Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
- Politkowskaja
- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Ein gewisses Gefühl von Helligkeit
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
29.12.2009. In der FR erklärt die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kozena den feinen Unterschied zwischen Romantik und Barock. Für die FAZ liest Viktor Jerofejew einen Roman des hochrangigen Funktionärs Jurjewitsch Surkow. Die linke taz lässt sich von einem Theologen die Grenzen zulässiger Religionskritik ziehen.
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Frankfurter Rundschau, 29.12.2009
Jügen Otten unterhält sich mit der tschechischen Mezzosopranistin Magdalena Kozena über den unterschätzten Vivaldi, den Humor in der Musik und die Ungezwungenheit des Barock: "Was ich eigentlich sagen will, ist, dass so viel Musik einfach vorhanden war. Komponisten schrieben beinahe täglich etwas Neues. Es hatte nicht diese aufgeladene Bedeutung. Man improvisierte, alles war sehr frisch. Und natürlich wussten die Komponisten, dass ihre Musik erklingt, während die feinen Leute dinieren. Musik war zu der Zeit kulinarische Begleiterscheinung. Das änderte sich erst, als die ersten Konzerthallen gebaut wurden, als Musik eine öffentliche Erscheinung wurde. Ab der Romantik wurde gewissermaßen jede Note bedeutsam. Das ist der feine Unterschied zum Barockzeitalter."
Weiteres: Der Soziologe Michael Hartmann schlüsselt die tatsächlich eher niedrigen Steuersätze der hohen Einkommen in Deutschland auf und sieht Peter Sloterdijks Angriff gegen den Steuerstaat an der Wirklichkeit vorbeigehen: "Die Feststellung der OECD, in keinem anderen OECD-Land hätten Einkommensungleichheit und Armut seit der Jahrtausendwende stärker zugenommen als in Deutschland, zeichnet ein realistisches Bild der Entwicklung."
Besprochen werden eine Ausstellung von Peter Feilers Höllenbilder in der Frankfurter Galerie Adler, Reinhard Kaiser-Mühleckers Roman "Magdalenaberg" und ein Band mit Briefen, die der 17-jährige Philip Slier 1942 aus dem Zwangsarbeiterlager Molengoot an seine Eltern schrieb (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
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Die Tageszeitung, 29.12.2009
Jan Felix Engelhardt interviewt die iranische Menschenrechtlerin Shadi Sadr, die auch über die Rolle der Frauen in der Protestbewegung spricht: "Ich habe persönlich gesehen, wie Frauen Slogans bestimmen und Demonstranten dirigieren. Das Problem ist, dass diese mutigen Frauen keine dominante Rolle in der politischen Führung der Bewegung spielen. Auf der Straße sind sie Anführerinnen, aber in der Politik sind sie unsichtbar."
"Wo sind die Grenzen zulässiger Religionskritik?", fragt die linke taz den katholischen Theologen Heiner Bielefeldt, der ein Verbot der Burqa, aber nicht ein Verbot des Kopftuchs an Schulen nachvollziehen kann und Islamkritik als Islamophobie ablehnt: "Die Abneigung gegen Ausländer oder anders Aussehende wird jetzt gern als Religionskritik ausgegeben, weil man hier bis in bürgerliche und linksliberale Kreise anschlussfähig ist."
Besprochen werden die Ausstellung "Hast du meine Alpen gesehen?" über jüdischen Alpinismus in Wien, eine CD des Münchener Duos Schlachthofbronx, Ausstellungen des Filmemachers Abbas Kiarostami und des Bildhauers Parviz Tanavoli in Dubai und eine Ausstellung über die propagandistische Ausschlachtung des Weihnachtsfestes durch die Nazis in Köln.
Tom.
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Die Welt, 29.12.2009
Einheitskleidung statt Nacktscanner für Flugpassagiere fordert Gerhard Charles Rump in der Glosse. Manuel Brug porträtiert den Regisseur Damiano Michieletto als Modernisierer des Musiktheaters. Rainer Haubrich freut sich, dass die Akropolis jetzt wieder ohne störende Gerüste bewundert werden kann. Michael Pilz schreibt zum Tod des Songwriters Vic Chesnutt.
Besprochen werden die Ausstellung über "Deutschen Impressionismus" in der Kunsthalle Bielefeld, einige DVDs - darunter Filme mit Sybille Schmitz - und einige CDs.
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Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2009
Brigitte Kramer berichtet, dass das katalonische Parlament darüber debattiert, zumindest die spanischen Arten der Stierquälerei zu verbieten, katalanische sollen als identitätsstiftend beibehalten werden. Besprochen werden Cesare Lievis Inszenierung von Rossinis "Barbier von Sevilla" in Zürich, eine Ausstellung mit Möbeln des Hof-Ebenisten Andre Charles Boulle im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, Botho Strauß' Prosaband "Vom Aufenthalt", Dagmar Leupolds Roman "Die Helligkeit der Nacht" sowie Briefe von und an Erich Fried (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
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Süddeutsche Zeitung, 29.12.2009
Die SZ widmet noch einmal eine ganze Seite dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen. Alex Rühle mag den Aufrufen grüner Politiker, nun müsse jeder selbst handeln, und Analysen von Peter Sloterdijk, Harald Welzer und Claus Leggewie, die eine neue Revolution ansagen, nicht recht folgen. Und Kathrin Hartmann kommt nach messerscharfer Analyse zu dem Ergebnis, dass selbst die ökologischsten Kaufentscheidungen "letztlich affirmativ und systemkonform" sind.
Weitere Artikel: Henning Klüver besucht die den angewandten Künsten gewidmete Mailänder Triennale, deren Star in diesem Jahr Frank O. Gehry ist.
Besprochen werden eine Ausstellung mit antiken Malereien in Rom, einige neue Rock-CDs von alten Helden, einige Frankfurter Ausstellungen, die in den Tagen des Suhrkamp-Exodus an die großen Tage und Helden des freien Geisteslebens in der Stadt erinnern (hier, hier und hier), und Bücher, darunter Jacob Burckhardts "Geschichte des Revolutionszeitalters" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2009
Der russische Autor Viktor Jerofejew hat den unter Pseudonym geschriebenen Roman "Nahenull" des bei der Intelligenzja höchst unbeliebten hochrangigen Funktionärs Jurjewitsch Surkow - "Schöpfer der politischen Philosophie der 'gelenkten Demokratie'"- gelesen und zeigt etwas wie Respekt vor der tief empfundenen Verzweiflung, die aus dem Werk spricht. Selbst literarisch kann er dem Werk einiges abgewinnen: "Ich kann meinerseits sagen, dass ein gewisses Gefühl von Helligkeit, das auch ich empfand, bestimmt nicht durch den unschönen moralistischen Epilog entsteht (bei Romanen ist der Schluss nicht selten konventionell und unschön), der das Leben und die Liebe in den höchsten Tönen lobt (hier macht sich wohl des Autors Angst vor der eigenen Courage bemerkbar, denn er hat sich, ebenfalls ohne Rücksicht auf seinen Ruf, in seinem Buch einiges zu viel herausgenommen), sondern weil man spürt, wie grausam das Buch in tiefere Schichten der Wahrheit über unser Leben eindringt. Da wurde voll ins Schwarze getroffen - und alles hell beleuchtet vom unheimlichen Widerschein eines traurigen Wissens."
Weitere Artikel: Helge Buttkereit schildert aus eigener Anschauung, wie sich die Stadt Kaltenkirchen spät, aber doch der eigenen NS-Geschichte zu stellen begann. Vom bislang erfolglosen Versuch, das Stadttheater von Florenz zu verkaufen, berichtet Jörg Bremer. In der Glosse hat Edo Reents Probleme mit dem Wort "spannend". Marcus Weisbeck hat zum Abschied von der Dresdner Bank eine Hommage an das vom legendären Otl Aicher entworfene Corporate Design des Unternehmens verfasst. Hannes Hintermeier schreibt einen kurzen Nachruf auf den Theaterautor Kurt Wilhelm.
Besprochen werden die Pariser "Hommage a Merce Cunningham", die Ausstellung "Franz West, Autotheater" im Kölner Museum Ludwig und Bücher, darunter Michael Niehaus' literaturwissenschaftliche Studien "Das Buch der wandernden Dinge" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Archiv: Heute in den Feuilletons
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase
10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen
Wegfall von Arbeit
09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen
Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren
08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Der Graf von Sandwich war in Gefahr
07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen
2000PutIN, 2012PutOUT
06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen
Die ganze Welt inventarisieren
04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen
Einschlusslöcher am Gebäudesockel
02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen
So sehr ich Warhol schätze
01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen
Also, Bürger, auf zur Wacht!
31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen
Weil es dem Franz so gefallen hat
30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen
Das korrekte Verfahren für Anarchisten
28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen
Und die Emotionen suchen blind
27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen. Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen
Ein irrer Cut
26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen





