Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Die Gerontokraten zum Teufel

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

09.11.2009. In der Welt erinnert sich Buchpreisträgerin Kathrin Schmidt an ihren Überschwang im Herbst 89. Die FAZ fragt, was das Jahr 1989 heute den Chinesen und den Russen bedeutet. Die SZ sucht nach architektonischen Leistungen Berlins seit dem Mauerfall und und erstarrt vor einer Blutwurst zur Salzsäule. In der NZZ plädiert der Architekt Magnago Lampugnani für eine Verdichtung der Städte.

Die Welt, 09.11.2009

Buchpreisträgerin Kathrin Schmidt erinnert sich an den Herbst 89, die Anti-Krenz-Demo am 4. November. "Schabowski, Markus Wolf und Manfred Gerlach werden ausgebuht, sie gehen wie geschlagene Hunde vom Platz. Die Stimmung ist großartig. Wieder zu Hause, ist da Euphorie in mir, dass nun endlich alles, alles losgehen kann. Diese Euphorie ist es, an die ich hier erinnern will. ... Ich erinnere mich des Überschwangs, der unermesslichen Selbstsicherheit, jetzt endlich an die Reihe zu kommen, meine Generation war um die dreißig, und die Gerontokraten zum Teufel zu jagen, die sich mit aller Macht an die Macht klammerten und sie doch nicht halten konnten."


Weitere Artikel: Auch Michael Gwisdek, Christiane Paul, Nadja Uhl und Wolfgang Kohlhaase erinnern sich an "ihre" Nacht des 9. November. Matthias Heine mag sich nicht über die Indizierung der neuen Rammstein-CD aufregen - schließlich habe es die Band genau darauf angelegt, glaubt er. Eckhard Fuhr sah Thomas Grimms Film "Frau Walter Jens".

Besprochen werden die Bühnenversion von Peter Esterhazys Roman "Harmonia Caelestis" in Wien, die Aufführung von Jaromir Weinbergers "Wallenstein" in Gera und einige CDs.

nach oben

Aus den Blogs, 09.11.2009

(Via BoingBoing) Das Gerücht geht um, dass Universitäten heute so unpersönlich geworden sind, dass einfach jeder dort einen Abschluss machen kann. Stimmt! Wikipedia hat eine Liste mit diplomierten Katzen zusammengestellt. Sie tragen Namen wie Oliver Greenhalgh und Henrietta Goldacre und brachten es bis zum BA in Buchhaltung.

nach oben

Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2009

Die NZZ ist heute morgen noch nicht online.


Der Architekt Magnago Lampugnani plädiert nach Jahrzehnten des Lobs der Peripherie für eine neue Verdichtung von Städten: "Dichte ist nicht nur für den Einzelnen ökonomisch vorteilhaft, sondern auch für die Gemeinschaft. Jede Vorortsiedlung setzt aufwendige Verkehrserschließung, Kanalisation und Anschlussleitungen voraus; Einrichtungen, die eine kompakte Ansiedlung in geringerem Maße benötigt und besser auslastet."

Weitere Artikel: Navid Kemani staunt in einer Glosse über die Brutalo-Architektur einer Speisehalle in einer gehobenen Ferienanlage irgendwo am Mittelmeer. Besprochen werden Tracy Letts Drama "Eine Familie", das in Wien und in Basel Premiere hatte, und der "Rosenkavalier", inszeniert von Stefan Herheim an der Staatsoper Stuttgart.

nach oben

Die Tageszeitung, 09.11.2009

Martin Reichert porträtiert den Schauspieler Matthias Freihof, der in Heiner Carows legendärem "Coming Out" spielte und heute ein bisschen die Nestwärme der DDR-Homoszene vermisst: "Diese kuschelige Atmosphäre, man saß in Kneipen, quatschte. Natürlich ging es auch um Sex, aber nicht nur. Heute hängen alle im Internet rum."


Besprochen werden das neue Album "II" von Raz Ohara and the Odd Orchestra und Juli Zehs Stück über Folter "Der Kaktus" am Münchner Volkstheater.

Zum Mauerfall erklärt außerdem Eduard Schewardnadse, einst Außenminister der Sowjetunion, im Interview mit Klaus-Helge Donath, wie brenzlig die Situation am 9. November gewesen sei. Barbara Bollwahn erinnert sich an ihre ersten Tage im Westen.

Und Tom.

nach oben

Frankfurter Rundschau, 09.11.2009

Ina Rudolph, Model, Schauspielerin und nun auch Autorin, spricht im Interview mit Arno Widmann über Mut, Gesang und Pausen: "Ich finde es geil, wenn man es erträgt, es aushält, einmal nichts zu sagen, nichts zu tun, wenn man das Leben mal nicht vollstopft." Karl Grobe rekapituliert noch einmal die großen historischen Ereignisse vom 9. November. Ina Hartwig gratuliert dem "großen Illusionszertrümmerer" und Nobelpreisträger Imre Kertesz zum Achtzigsten. In Times mager erzählt Natalie Soondrum von ihrer Familie aus Dresden.


Auf der Medienseite erinnert sich Hans-Ulrich Köhler daran, wie die Mitteldeutsche Zeitung beschloss, am 10.11.1989 doch lieber nicht mit der Öffnung der Grenzen aufzumachen, sondern mit der ZK-Tagung.

Besprochen werden Achim Freyers Inszenierung von Philip Glass' "The Fall of the House Usher" und Juli Zehs Stück "Der Kaktus" am Münchner Volkstheater.

nach oben

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2009

Das Feuilleton steht im Zeichen des historischen Datums, das aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird. Mark Siemons erklärt, wie man es in China anstellt, im Mauerfall kein Menetekel für den Kommunismus zu sehen: "In der pekingfreundlichen Hongkonger Zeitung 'Wen Wei Po' interpretiert der Publizist Qiu Zhenhai den Mauerfall jetzt als die erste Phase im Ringen zwischen Sozialismus und Kapitalismus, die Übernahme Hongkongs durch die Volksrepublik aber als die zweite: Die Konfrontation sei wieder offen." Kerstin Holm sammelt russische Stimmen, etwa die der nach anfänglicher Euphorie ernüchterten Historikerin Natalja Narotschnizkaja: "Statt zu verschwinden, sei die Berliner Mauer nur weitergewandert bis zur Grenze des Moskowitischen Reiches im siebzehnten Jahrhundert." Edo Reents hat Einblick genommen in Walter Kempowskis in der Welt am Sonntag jetzt auszugsweise veröffentlichtes "kollektives Tagebuch" des 9. November, das unterschiedlichste Stimmen versammelt. Thalia Gigerenzer besucht die Heimatmuseen in Wittstock, Eisenhüttenstadt und Wittenberge.


Weitere Artikel: In der Glosse schildert Paul Ingendaay den souverän-friedlichen Tod des spanischen Schriftstellers Francisco Ayala, der im Alter von 103 starb, "wie eine Kerze verlischt". Die Geburtstagsglückwünsche der Woche gehen an den Schriftsteller Imre Kertesz (80), den Waffenbauer Michail Kalaschnikow (90) und - in Form eines Gesprächs - an den Filmemacher Rudolf Thome (70).

Besprochen werden Marc Pommerenings Wuppertaler Uraufführung von Peter Hacks' DDR-Niedergangs-Prophetie aus dem Jahr 1988 "Jona", Mei Hong Lins "Schwanengesang"-Choreografie in Darmstadt, Achim Freyers Inszenierung von Philip Glass' Oper "Der Untergang des Hauses Usher" in Potsdam, und Bücher, darunter Olivier Guez und Jean-Marc Gonins Tatsachenbericht "Die Mauer fällt" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

nach oben

Süddeutsche Zeitung, 09.11.2009

Eine Mauer ist gefallen, viele Fassaden wurden errichtet. Auf Seite 3 der SZ bleibt der Münchner Architekturkritiker Gottfried Knapp nach einigen lobenden Worten für Regierungsviertel und Museumsinsel in der notorischen Berliner Investorenarchitektur stecken, die Berlin zwanzig Jahre nach dem Mauerfall prägt: "Und wer hat das schwarzbraune Monster hinter den Bahnhof Friedrichstraße gestellt? Auf dem dreieckigen Grundstück an der Spreebrücke, auf dem Mies van der Rohe in den Zwanzigern ein filigranes Bürohaus hochschießen lassen wollte, erhebt sich seit kurzem ein Stück Blutwurst, das unschön geknetet worden ist."


Weitere Artikel: Im Feuilletonaufmacher recherchiert Johannes Boie über Machenschaften von Suchfirmen und Abmahnanwälten, die Bloggern und Privatleuten exorbitante Gebühren für Urheberrechtsverletzungen in Rechnung stellen. Fritz Göttler zitiert eine Interviewäußerung Roland Emmerich, in dessen jüngstem Katastrophenschinken die halbe Welt pardauz macht, nur die Kaaba in Mekka nicht: "Christliche Symbole kann man durchaus zusammenkrachen lassen, aber arabische Symbole... So ist das halt im Augenblick in der Welt." Till Briegleb schildert das Wunder von Hamburg, welches in einer emotionalen Aufwallung der Pfeffersäcke und journalistischen Blazerträger in bezug auf das Gängeviertel besteht. Andrian Kreye hört sich einen offensichtlich recht kümmerlich geratenen Popsampler zum Mauerfall an. Franziska Augstein unterhält sich mit Imre Kertesz, der heute achtzig Jahre alt wird. Peter Esterhazy schreibt eine kleine Hommage auf den Kollegen. Helmut Böttiger hat in der Berliner Akademie der Künste einen Dokumentarfilm von Thomas Grimm über Inge und Walter Jens gesehen. Arnd Wesemann verfolgte den Hamburger Tanzkongress. In den "Nachrichten aus dem Netz" berichtet Johannes Kuhn über Verschwörungstheorien zur Schweinegrippe.

Besprochen werden die neue Dauerausstellung des Kolumba-Museums in Köln, neue DVDs und Bücher, darunter "Meditationen über das Glück" des Philosophen Michael Hambe (mehr in unserer büchrschau ab 14 Uhr).

nach oben

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Heute in den Feuilletons

Vom Verenden des Verstehens

26.05.2012. Pfingstereignis Feuilleton! In der FAZ überlegt Durs Grünbein, warum Dichtung unerlässlich ist. In der SZ schreibt Günter Grass ein erlässliches Gedicht. In der NZZ beschreibt Botho Strauss den Idioten als freien Geist. In der Welt droht der Künstler Gregor Schneider Documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev mit Kunst. Im Tagesspiegel wünscht sich Johannes Schneider etwas mehr Ehrlichkeit in der Urheberrechtsdebatte. In der taz schlägt Ulrich Kühne vor: Nur noch sechs Prozent für die Verwerter. Mehr lesen

Grenzen spielen eine ambivalente Rolle

25.05.2012. Heise Online und die Welt melden: Die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks steigen um bis zu 1850 Prozent. Die FR bewundert in ihrer Cannes-Kolumne Nicole Kidman in der Rolle ihres Lebens. Die FAZ resümiert die spanische Debatte um Mario Vargas-Llosas jüngstes Buch "La civilización del espectáculo". Mehr lesen

Belebung der Leiber

24.05.2012. In der NZZ beschreibt die Schriftstellerin Mansura Eseddin die Situation kurz vor den Wahlen in Ägypten. In der taz erzählt Wes Anderson, was ihn an den 60er Jahren interessiert. In der FAZ erklärt Peer Steinbrück dem Genossen Thilo Sarrazin noch einmal, warum wir den Euro brauchen. In der Zeit erklärt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Die Piraten sind keine Modeerscheinung. SZ, Welt und taz feiern den neuen Film von Leos Carax und seinen Hauptdarsteller mit dem hässlichen und wunderschönen, bösen und romantischen Gnomengesicht: Denis Lavant. Mehr lesen

Pragmatische Theorie der Tücke

23.05.2012. Die Welt erzählt, was man in der großen Ausstellung über den jungen Dürer in Nürnberg lernen kann. Und sie spricht sich gegen die Vorschläge der Piratenpartei zum Urheberrecht aus.  In der SZ begrüßt der Historiker Michael Wildt neue Blicke auf die Gewaltzusammenhänge des 20. Jahrhunderts. Und Georg Klein zerschneidet Schnecken. Slate.fr fragt: Wie frauenfeindlich darf ein Festival wie Cannes sein? Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Gelegentlich auch finster und bizarr

22.05.2012. Die Inszenierung von "The Rake's Progress" in Frankfurt ist zwar ein bisschen bieder, findet die FR, aber ansonsten: tolle Oper! Die FAZ stellt erstaunliche Parallelen zwischen den Urheberrechtspositionen der SPD und der Piraten fest. Die SZ versucht mithilfe der Nobeltpreisträgerin Elinor Ostrom Urban Gardening und Filesharing zu verstehen. Alle trauern um Robin Gibb. Und die NZZ meint zur Position der deutschen Sarrazin-Kritiker: "Hilflos strampeln sie mit im System der Vermarktung, das sie verdammen." Mehr lesen

Figur der Jederzeitlichkeit

21.05.2012. Wie können die Europäer eigentlich in ein Land kommen, wo gefoltert wird, um ein Fußballfest zu feiern?, fragt Juri Andruchowytsch in der FR. Aber sie singen ja auch in Baku, notiert die taz. Im sonnigen Cannes hebt sich die Düsternis dänisch-österreichischer Autorenfilme besonders vorteilhaft ab, findet die Welt. Im Perlentaucher plädiert Katharina Hacker für das Teilen von Texten - und gegen "Geistiges Eigentum". Die NZZ lernt in Japan: Wer hundert werden will, muss lernen, lernen, lernen.  Mehr lesen

Auch bei geringsten dynamischen Graden

19.05.2012. In der Welt gratuliert Kontatin Grcic dem Designerkollegen Dieter Rams, der ihn auf den Pfad der Tugend zurückführte. Die taz überlegt, ob die Geschichte von kino.to als Hollywoodfilm nachzuerzählen wäre, und welche Rolle dabei den Verbänden der Filmindustrie zukäme. Die SZ kritisiert in der Urheberdebatte den Autoren-Aufruf und fordert konstruktive Lösungen. Die FAZ bewegt sich mit Grausen durch spanische Investitionsruinen. Alle trauern um Dietrich Fischer-Dieskau. Mehr lesen

Das Theater, es lebt, es lebt

18.05.2012. Die Berliner Volksbühne ist wieder auferstanden, meldet die taz nach dem Berliner Theatertreffen. Die Welt ist beglückt von Wes Andersons Film "Moonrise Kingdom", der das Festival von Cannes eröffnete. Das Blog Movie Morlock hat passend zum Anlass Glamour-Fotos aus den besseren Jahren des Festivals zusammengestellt. In der FAZ macht Frank Rieger vom CCC einen Vorschlag zur Steuerrevolution. In deutschen Blogs wird immer noch recht heftig über den Urheber-Aufruf diskutiert. Gibt es ein Menschenrecht auf "Geistiges Eigentum"? Mehr lesen

Sie rezensieren, loben und verbreiten auch

16.05.2012. Der Urheber-Aufruf sorgt weiter für Debatten - nun melden sich allerdings auch Autoren, die ihn kritisieren. Cora Stephan will in der Welt die Front gegen die Leser aufbrechen. Benjamin Stein fordert in der Jüdischen Allgemeinen die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter. Alle Zeitungen begrüßen den Büchner-Preis für Felicitas Hoppe. Nur die SZ überlegt, wer ihr lieber gewesen wäre. Mehr lesen

Viel mit der Hand abgeschrieben

15.05.2012. Die taz kritisiert die Bild: Denn die macht keinen soliden Journalismus, wie er zum Beispiel von Elke Heidenreich verkörpert wird. Jörg Lau kritisiert in seinem Zeit-Blog die taz und erinnert sie daran: Auch wer provoziert, ist nicht selbst schuld, wenn er am Ende dafür umgebracht wird. Die FR ist traurig über die Gentrifizierung Hamburgs. Und Sibylle Lewitscharoff plädiert in der FAZ fürs Urheberrecht. Mehr lesen

Von bürgerlichen Medien empfohlen

14.05.2012. Heftig herumgedruckst wird bei der Berichterstattung über den Eklat bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises: Eigentlich missgönnt SZ-Redakteur Hans Leyendecker den Kollegen von der Bild den Preis gar nicht, schreibt die Bild. Und die SZ zitiert lieber eine Stellungnahme des Netzwerks Recherche - als wäre das nicht Leyendeckers Club. Die taz findet trotzdem: Die SZ-Kollegen sind Helden. Die FAZ ist empört über eine Aktion anonymer Hacker, die die Adressen von Unterzeichnern der Aktion "Wir sind die Urheber" veröffentlichen und mit weiteren Aktionen drohen. Mehr lesen

Unbeeindruckt vom Hohn der Kunstwelt

12.05.2012. Die Urheberrechtsdebatte tost und rumpelt weiter: "Ihr seid nicht (mehr) systemrelevant", ruft Udo Vetter den "Wir sind die Urheber"-Urhebern zu. Euer Geschäftsmodell ist von gestern, bedauert die FR. Vor kurzem protestierten Urheber doch noch gegen Verwerter, wundert sich die SZ. Auf Spiegel Online erinnert Volker Kauder daran, dass auch die Freiheit der Kommunikation Schutz verdient. Die NZZ befasst sich mit dem Dackel in der Kunst. Die FAZ bewundert die Erektion eines Möhrenmännleins. Und: die SZ schlägt den Nannen-Preis für die Bild-Zeitung aus. Mehr lesen

Auch das Spiel folgt Regeln

11.05.2012. Im Tagesspiegel fordert der Drehbuchautor Thomas Bohn: Künstler, erfüllt die Bedürfnisse eures Publikums. Carta fürchtet, dem Künstler geht es bald wie der Milchkuh. Die FAZ dankt für die Würdigung der Verwerter. Die taz findet die Vorstellung von Liquid Democracy naiv: Politik brauche Profis. Die SZ begutachtet die weißen Elefanten in Kiew und Warschau. Die NZZ durchforstet das Angebot der Multioptionsgesellschaft. Mehr lesen

Man versucht, die Revolution herauszuhalten

10.05.2012. In der Zeit pochen hundert Urheber auf ihr Recht. Und Peter Sloterdijk bezweifelt, dass André Rieu in der Lage ist, eine Philosophie-Sendung im ZDF zu moderieren. Die Urheberrechtsdebatte reißt auch in weiteren Medien Gräben auf: Im Freitag fordert der Konzertagent Berthold Seliger eine Reform, die eine Verkürzung der Schutzfristen einschließt. Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer fordert im WDR, dass man die Gegebenheiten der Digitalisierung zur Kenntnis nimmt. Und Foreign Policy meldet: die Prediger der Christenverfolgung haben jetzt schon eine Million Follower. Mehr lesen

Wie eine Kühlbox mit Deckel obendrauf

09.05.2012. Der Tagesspiegel ist froh, dass Berlin nur einen Flughafen eröffnen will. Es hätte noch peinlich kommen können. Der Perlentaucher schaut mit Mitleid auf die narzisstische Kränkung, die das Netz dem Liberalismus zufügt. Die taz druckt schon wieder einen Europa-Appell mit Daniel Cohn-Bendit. In der Welt fragt Ralf Fücks von der grünen Böll-Stifung, ob aus den Piraten je was werden kann. Die NZZ wirft einen Blick auf das neu erblühende Kulturleben in Simbabwe. In der FAZ telefoniert Michael Krüger über Skype mit einem griechischen Freund. Mehr lesen

Gesamtes Archiv Heute in den Feuilletons