Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
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- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Inflation an Rechtsgutachten
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
16.12.2008. Die NZZ beschreibt die immer stärkeren Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten. In der FR versichert Oliver Sacks: Musik hilft bei Demenz. Die Achse des Guten weiß, warum der Spiegel in seiner Schmidt-Geschichte ohne Schmidt-Zitat auskommen musste. Recht lau sind die Reaktionen auf Tom Cruises Stauffenberg-Film "Operation Walküre"und Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung.
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Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2008
Mona Naggar beschreibt die innerislamischen Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten, die durch den Bürgerkrieg im Irak, aber auch durch die Politik des Irans kräftig angeheizt wurden. "Eine nicht zu unterschätzende Rolle bei den interkonfessionellen Verstimmungen spielt auch die Krise, die das sunnitische Denken zurzeit erlebt. Deren sichtbarste Zeichen sind die Stärke und Verbreitung radikaler salafitischer Gruppen, das angeschlagene Ansehen und der schwindende Einfluss der führenden klassischen sunnitischen Institutionen wie der Al-Azhar-Universität oder die Inflation an Rechtsgutachten, teilweise mit wirren und zweifelhaften Inhalten und unprofessioneller Methodik."
Weiteres: Alexandra Stäheli schreibt zum Siebzigsten der Schauspielerin und Bergman-Muse Liv Ullmann. Besprochen werden eine große Schau in der Antwerpener Maison Martin Margiela, Christoph Meckels Erzählungen "Nachtsaison", Filip Florians Roman "Kleine Finger", Franco Supinos Roman "Das andere Leben" sowie Gedichte von John Montague und Iain Crichton Smith (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
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Frankfurter Rundschau, 16.12.2008
Der Neurologe Oliver Sacks erzählt, welch positive Auswirkungen die Musik auf das menschliche Gehirn allgemein und seine Patienten im Besonderen hat und warum er jetzt wieder anfangen will, Klavierunterricht zu nehmen: "Die Auswirkungen von Musik - Verbesserung der Stimmung, des Verhaltens und sogar der Wahrnehmung - können bei Demenz-Patienten manchmal Stunden, ja Tage vorhalten. Die Forschung beginnt erst jetzt, sich mit diesem Phänomen zu beschäftigen. Durch Patienten wie Woody wissen wir nun, dass Musik eine wirksame Therapie für fast alle neurologischen Störungen ist. Musik ist weitaus mehr als eine schöne Zerstreuung. In ihr kommt auf elementare Weise unser Selbst zum Ausdruck - und oft ist sie unsere beste Medizin."
Weiteres: Peter Michalzik hat Heinrich Breloers Mann-Verfilmung der "Buddenbrooks" gern gesehen, aber vor allem als "luzides Ausstattungskino". Robert Kaltenbrunner schildert, wie unterschiedlich sich die Schrumpfung der Städte in Ost und Wet vollzieht. Auf der Medienseite berichtet Rudolf Walther von der sich formierenden Opposition in Frankreich gegen Sarkozys Pläne, das öffentlich-rechtliche Fernsehen werbefrei zu machen. In Times mager widmet sich Harry Nutt präsidialer Sicherheit in Bagdad und bei den "Water Rats" Sydney.
Besprochen werden eine Schau libanesischer Künstler im Heidelberger Kunstverein und eine Ausstellung zu der armenischen Künstlerfamilie Sevrugian im Frankfurter Museum der Weltkulturen.
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Die Welt, 16.12.2008
Ganz in Ordnung, der Stauffenberg-Film "Operation Walküre", findet Hanns-Georg Rodek. Schade nur, dass der Hauptdarsteller so wenig Charisma hat: "Cruise ist am besten als Aufsteiger, der mit Aggressivität und Energie den Respekt seiner Umgebung erkämpft, ein amerikanischer Held eben. Stauffenberg aber war ein deutscher Held, von aristokratischem Gebaren, und das ist eine Dimension, die Cruise völlig abgeht. Die vielen Briten, mit denen Cruise in 'Walküre' umgeben ist (von Branagh als Tresckow über Bill Nighy als Olbricht bis zu dem wunderbaren Tim Wilkinson als Fromm) strahlen diesen Anflug militärisch-adeliger Grandezza aus, Cruise nicht."
Weiteres: Udo Kittelmann, neuer Direktor der Berliner Nationalgalerie möchte die Sammlung stärker in den Mittelpunkt rücken, erklärt er im Interview. Berthold Seewald berichtet über ein neu entdecktes römisches Schlachtfeld im Harz. Krei. schreibt zum Siebzigsten von Liv Ullmann. Peter Zander erklärt, warum es so schwer ist, Thomas Mann zu verfilmen. Marcel Hartges, bislang Verlagschef bei Dumont, geht zu Piper, meldet Wieland Freund. Dankwart Guratzsch kritisiert die Stadtentwicklungspolitik Schwerins, die denkmalgeschützte Häuser öden Einkaufszentren opfert. Wenig Freude hat Julian Mieth an dem neuen Album von Take That.
Auf der Forumsseite beklagt Freya Klier die DDR-Verherrlichung in den Schulen.
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Der Tagesspiegel, 16.12.2008
Auch Jan Schulz-Ojala findet die "Operation Walküre" soweit ok, wünscht sich aber, Tom Cruise hätte ein paar mehr Ausdrucksmöglichkeiten, als bei Daily Plastic skizziert (siehe links). Und noch was ärgert ihn: "Weniger plausibel erscheint nun - nach den grundsätzlichen Einwänden gegen Dreh-Rummel in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand -, warum die Produktion überhaupt auf diesem Originalschauplatz bestand. Die Locations am heutigen Finanzministerium, vor dem Messegelände an der Masurenallee und im Neuköllner Ganghoferbad mögen noch angehen, weil sie die eine oder andere Draufsicht-Totale erbringen - die Erschießungsszenen allerdings, meist halbnah oder in Großaufnahme gedreht, hätten sonstwo nachgestellt werden können. Der Sieg der Produzenten nach dem erbitterten Berliner Streit im vergangenen Jahr: Nun taugt er tatsächlich bloß für das, was viele befürchtet hatten - als Trophäe im Abspann."
(Zur Erinnerung: Die "grundsätzlichen Einwände", die auch eine Kritik an FAZ-Feuilletonchef Frank Schirrmacher einschlossen, machte damals der Historiker Peter Steinbach im Tagesspiegel und wurde dafür von der FAZ niederkartätscht.)
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Die Tageszeitung, 16.12.2008
Dirk Knipphals hat Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung schon gesehen und ist nicht gerade begeistert: "Seine Docufiction 'Die Manns' stellte die Familie Mann in den Mittelpunkt und zeigte, wie interessant und durcheinander, modern und neurotisch dies Familienleben war. Seine 'Buddenbrooks'-Verfilmung aber ist eine breit getretene Klassikerverwurstung."
Weitere Artikel: Jürgen Gottschlich resümiert einen neuen Forschungsbericht über Troja. Wolfgang Ullrich macht kapitalismuskritische Anmerkungen zum Treiben auf den Weihnachtsmärkten ("Auf den Weihnachtsmärkten begegnet uns dieselbe Überfülle und Reizüberflutung wie in Kaufhäusern; vieles Angebotene ist außerdem zynisch nutzlos und lediglich dazu da, irgendwie Geld einzubringen"). Philipp Gessler berichtet in tazzwei über einen Prozess vor dem Landgericht Berlin, wo die Frage geklärt wird, ob der Berliner Autor Volker Kühn seine in einem Radiofeature gemachte Aussage widerrufen muss, Johannes Heesters habe vor KZ-Wächtern in Dachau gesungen - das Urteil wird heute erwartet.
Besprochen werdem Antonio Muntadas Ausstellung "Räume, Orte und Situationen" in der Fundacion Botin in Santander und ein Spektakel der Regiegruppe "Schöne Gegend" über Alexander von Humboldt in der Hamburger Kampnagel-Fabrik
Schließlich Tom.
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Aus den Blogs, 16.12.2008
Ein bisschen Medienklatsch über die Schmidt-Shows in Spiegel und Zeit kolportiert Wolfgang Röhl in der Achse des Guten: "Die Spiegel-Titelgeschichte zu Schmidts 90. Geburtstag am 23. Dezember enthielt, ziemlich unüblich, keine wörtlichen Zitate aus dem Interview. Da das Magazin mit seinem Geburtstags-Stück 'Über Schmidt' schon am 8. Dezember vorgeprescht war, hatte die Zeit, über deren Büros der Spiegel sein Interview mit dem Zeit-Herausgeber Schmidt autorisieren lassen musste, die Chose so lange verzögert, bis die Spiegel-Ausgabe 50/08 in Druck ging. Denn die Zeit-Redakteure hatten selber umfangreiche Schmidt-Hommagen in der Pipeline..."
Paul Krugman erklärt, warum die deutsche Obstuktionspolitik gegen die Krisenpläne der EU so fatal ist:
"dY = (1-m)dG + (1-m)(1-t)c dY
or dY/dG = (1-m)/[1 - (1-m)(1-t)c]"
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2008
Bernard Andreae ist sich ganz sicher, dass der Satyr von Mazara del Vallo ein Praxiteles-Original ist: "Nicht nur ich halte den Satyr für rein praxitelisch. Hier wird es immer verschiedene Meinungen geben. Aber gerade ein Detail, nämlich die Formung des männlichen Gliedes, die bei diesem Meister besonders charakteristisch ist, spricht dafür, dass wir es wirklich mit dem hochberühmten Satyr des Praxiteles zu tun haben."
Weiteres: In Moskau wurde die russische "Miss Verfassung" gekürt - Kerstin Holm war vor Ort. Tobias Rüther war in Boston, wo er an der Universität Harvard erst die Wahlkampfberater von Obama und McCain auf den Wahlkampf zurückblicken sah, und am nächsten Abend Juristen, Literaturwissenschaftler und andere Experten über Menschenrechte diskutieren hörte. Günter Kowa hat sich das restaurierte Wohnhaus des Pietisten August Hermann Francke in Halle angesehen. Pia Reinacher weiß von gleich zwei im Entstehen begriffenen Robert-Walser-Werkausgaben. Dieter Bartetzko erklärt, warum es dank Finanzkrise vielleicht doch nicht zum Teilabriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs kommt. Knapp kommentiert wird die überraschende Ablösung des Piper-Verlegers Wolfgang Ferchl durch den Dumont-Mann Marcel Hartges. Dem Scrabble-Spiel gratuliert Gina Thomas zum sechzigsten Geburtstag. Online gibt es Glückwünsche von Andreas Kilb für Liv Ullmann zum Siebzigsten. Andreas Rossmann meldet, dass der so unangenehm betitelte Krimipreis Ripper Award an Henning Mankell geht. Auf der Forschung-und-Lehre-Seite spürt Heinz-Elmar Tenorth bisher gar nicht recht deutlich gewordene Kompetenzmängel im Pisa-Bericht auf. Auf der Medienseite porträtiert Constanze Benecke den schuhwerfenden Journalisten Muntaser el Saidi. Michael Hanfeld hat den Nachruf auf Horst Tappert geschrieben.
Besprochen werden ein Kölner Konzert des HipHoppers Thomas D, die Pariser Ausstellung "Bonaparte et l'Egypte", die Potsdamer Ausstellung "Ich bin kein Romantiker" über den Pianisten Wilhelm Kempff, Einspielungen des Liedwerks von Sergej Rachmaninow und Heinrich Steinfests Roman "Mariaschwarz" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
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Süddeutsche Zeitung, 16.12.2008
Filmkritiker Tobias Kniebe ist von der SZ zur Weltpremiere von Tom Cruises Stauffenberg-Film "Operation Walküre" in New York geschickt worden und seufzt erleichtert auf: Der Film sei kein Meisterwerk, aber doch ein komplexer und ehrlicher historischer Thriller: "Weder wird hier das Ansehen der deutschen Widerstandskämpfer in irgendeiner Weise in den Schmutz gezogen, noch ist nun ernsthaft mit globaler Stauffenberg-Euphorie zu rechnen; weder wird Tom Cruises Karriere nach diesem Film zu Ende sein, noch steht seine Heiligsprechung unmittelbar bevor." (Kniebe hatte im letzten Jahr schon als erster das Drehbuch zum Film lesen dürfen und schrieb damals: "Es könnte ein großer Film sein. Vielleicht sogar ein Meisterwerk", unser Resümee.)
Weitere Artikel: Fabian Soethof schreibt einen Abgesang auf den in Harvard einst berühmten Zeitungskiosk "Out Of Town News", der nun krisenbedingt schließen muss. Tobias Kniebe gratuliert Liv Ullmann zum Siebzigsten. Holger Liebs spricht mit dem Sammler Udo Brandhorst, der aus Köln nach München kam, sowie Armin Zweite, dem Leiter des Museums Brandhorst, über ihre Pläne - das Museum Brandhorst soll demnächst eröffnen. In einem zweiten Interview befragt Liebs außerdem den bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch nach seinen Plänen für die ihm unterstehenden Museen in München. Jörg Häntzschel berichtet aus New Orleans über Debatten um den Wiederaufbau der immer noch von Catrina gezeichneten Stadt. Harald Eggebrecht berichtet über sensationell zu nennende archäologische Funde eins Scharmützels zwischen Römern und Germanen im Harz 200 Jahre nach der Varus-Schlacht. Und auf Seite 3 steht Willi Winklers Nachruf auf Horst Tappert.
Besprochen werden ein Konzert des türkischen Pianisten Fazil Say in München und Bücher, darunter Ulrich Holbeins "Narratorium".
Auf der Medienseite wird über den maroden ORF (hier) und über den ebenso maroden britischen Staatssender Channel 4 (hier) berichtet.
Archiv: Heute in den Feuilletons
Vom Verenden des Verstehens
26.05.2012. Pfingstereignis Feuilleton! In der FAZ überlegt Durs Grünbein, warum Dichtung unerlässlich ist. In der SZ schreibt Günter Grass ein erlässliches Gedicht. In der NZZ beschreibt Botho Strauss den Idioten als freien Geist. In der Welt droht der Künstler Gregor Schneider Documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev mit Kunst. Im Tagesspiegel wünscht sich Johannes Schneider etwas mehr Ehrlichkeit in der Urheberrechtsdebatte. In der taz schlägt Ulrich Kühne vor: Nur noch sechs Prozent für die Verwerter. Mehr lesen
Grenzen spielen eine ambivalente Rolle
25.05.2012. Heise Online und die Welt melden: Die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks steigen um bis zu 1850 Prozent. Die FR bewundert in ihrer Cannes-Kolumne Nicole Kidman in der Rolle ihres Lebens. Die FAZ resümiert die spanische Debatte um Mario Vargas-Llosas jüngstes Buch "La civilización del espectáculo". Mehr lesen
Belebung der Leiber
24.05.2012. In der NZZ beschreibt die Schriftstellerin Mansura Eseddin die Situation kurz vor den Wahlen in Ägypten. In der taz erzählt Wes Anderson, was ihn an den 60er Jahren interessiert. In der FAZ erklärt Peer Steinbrück dem Genossen Thilo Sarrazin noch einmal, warum wir den Euro brauchen. In der Zeit erklärt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Die Piraten sind keine Modeerscheinung. SZ, Welt und taz feiern den neuen Film von Leos Carax und seinen Hauptdarsteller mit dem hässlichen und wunderschönen, bösen und romantischen Gnomengesicht: Denis Lavant. Mehr lesen
Pragmatische Theorie der Tücke
23.05.2012. Die Welt erzählt, was man in der großen Ausstellung über den jungen Dürer in Nürnberg lernen kann. Und sie spricht sich gegen die Vorschläge der Piratenpartei zum Urheberrecht aus. In der SZ begrüßt der Historiker Michael Wildt neue Blicke auf die Gewaltzusammenhänge des 20. Jahrhunderts. Und Georg Klein zerschneidet Schnecken. Slate.fr fragt: Wie frauenfeindlich darf ein Festival wie Cannes sein? Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Gelegentlich auch finster und bizarr
22.05.2012. Die Inszenierung von "The Rake's Progress" in Frankfurt ist zwar ein bisschen bieder, findet die FR, aber ansonsten: tolle Oper! Die FAZ stellt erstaunliche Parallelen zwischen den Urheberrechtspositionen der SPD und der Piraten fest. Die SZ versucht mithilfe der Nobeltpreisträgerin Elinor Ostrom Urban Gardening und Filesharing zu verstehen. Alle trauern um Robin Gibb. Und die NZZ meint zur Position der deutschen Sarrazin-Kritiker: "Hilflos strampeln sie mit im System der Vermarktung, das sie verdammen." Mehr lesen
Figur der Jederzeitlichkeit
21.05.2012. Wie können die Europäer eigentlich in ein Land kommen, wo gefoltert wird, um ein Fußballfest zu feiern?, fragt Juri Andruchowytsch in der FR. Aber sie singen ja auch in Baku, notiert die taz. Im sonnigen Cannes hebt sich die Düsternis dänisch-österreichischer Autorenfilme besonders vorteilhaft ab, findet die Welt. Im Perlentaucher plädiert Katharina Hacker für das Teilen von Texten - und gegen "Geistiges Eigentum". Die NZZ lernt in Japan: Wer hundert werden will, muss lernen, lernen, lernen. Mehr lesen
Auch bei geringsten dynamischen Graden
19.05.2012. In der Welt gratuliert Kontatin Grcic dem Designerkollegen Dieter Rams, der ihn auf den Pfad der Tugend zurückführte. Die taz überlegt, ob die Geschichte von kino.to als Hollywoodfilm nachzuerzählen wäre, und welche Rolle dabei den Verbänden der Filmindustrie zukäme. Die SZ kritisiert in der Urheberdebatte den Autoren-Aufruf und fordert konstruktive Lösungen. Die FAZ bewegt sich mit Grausen durch spanische Investitionsruinen. Alle trauern um Dietrich Fischer-Dieskau. Mehr lesen
Das Theater, es lebt, es lebt
18.05.2012. Die Berliner Volksbühne ist wieder auferstanden, meldet die taz nach dem Berliner Theatertreffen. Die Welt ist beglückt von Wes Andersons Film "Moonrise Kingdom", der das Festival von Cannes eröffnete. Das Blog Movie Morlock hat passend zum Anlass Glamour-Fotos aus den besseren Jahren des Festivals zusammengestellt. In der FAZ macht Frank Rieger vom CCC einen Vorschlag zur Steuerrevolution. In deutschen Blogs wird immer noch recht heftig über den Urheber-Aufruf diskutiert. Gibt es ein Menschenrecht auf "Geistiges Eigentum"? Mehr lesen
Sie rezensieren, loben und verbreiten auch
16.05.2012. Der Urheber-Aufruf sorgt weiter für Debatten - nun melden sich allerdings auch Autoren, die ihn kritisieren. Cora Stephan will in der Welt die Front gegen die Leser aufbrechen. Benjamin Stein fordert in der Jüdischen Allgemeinen die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter. Alle Zeitungen begrüßen den Büchner-Preis für Felicitas Hoppe. Nur die SZ überlegt, wer ihr lieber gewesen wäre. Mehr lesen
Viel mit der Hand abgeschrieben
15.05.2012. Die taz kritisiert die Bild: Denn die macht keinen soliden Journalismus, wie er zum Beispiel von Elke Heidenreich verkörpert wird. Jörg Lau kritisiert in seinem Zeit-Blog die taz und erinnert sie daran: Auch wer provoziert, ist nicht selbst schuld, wenn er am Ende dafür umgebracht wird. Die FR ist traurig über die Gentrifizierung Hamburgs. Und Sibylle Lewitscharoff plädiert in der FAZ fürs Urheberrecht. Mehr lesen
Von bürgerlichen Medien empfohlen
14.05.2012. Heftig herumgedruckst wird bei der Berichterstattung über den Eklat bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises: Eigentlich missgönnt SZ-Redakteur Hans Leyendecker den Kollegen von der Bild den Preis gar nicht, schreibt die Bild. Und die SZ zitiert lieber eine Stellungnahme des Netzwerks Recherche - als wäre das nicht Leyendeckers Club. Die taz findet trotzdem: Die SZ-Kollegen sind Helden. Die FAZ ist empört über eine Aktion anonymer Hacker, die die Adressen von Unterzeichnern der Aktion "Wir sind die Urheber" veröffentlichen und mit weiteren Aktionen drohen. Mehr lesen
Unbeeindruckt vom Hohn der Kunstwelt
12.05.2012. Die Urheberrechtsdebatte tost und rumpelt weiter: "Ihr seid nicht (mehr) systemrelevant", ruft Udo Vetter den "Wir sind die Urheber"-Urhebern zu. Euer Geschäftsmodell ist von gestern, bedauert die FR. Vor kurzem protestierten Urheber doch noch gegen Verwerter, wundert sich die SZ. Auf Spiegel Online erinnert Volker Kauder daran, dass auch die Freiheit der Kommunikation Schutz verdient. Die NZZ befasst sich mit dem Dackel in der Kunst. Die FAZ bewundert die Erektion eines Möhrenmännleins. Und: die SZ schlägt den Nannen-Preis für die Bild-Zeitung aus. Mehr lesen
Auch das Spiel folgt Regeln
11.05.2012. Im Tagesspiegel fordert der Drehbuchautor Thomas Bohn: Künstler, erfüllt die Bedürfnisse eures Publikums. Carta fürchtet, dem Künstler geht es bald wie der Milchkuh. Die FAZ dankt für die Würdigung der Verwerter. Die taz findet die Vorstellung von Liquid Democracy naiv: Politik brauche Profis. Die SZ begutachtet die weißen Elefanten in Kiew und Warschau. Die NZZ durchforstet das Angebot der Multioptionsgesellschaft. Mehr lesen
Man versucht, die Revolution herauszuhalten
10.05.2012. In der Zeit pochen hundert Urheber auf ihr Recht. Und Peter Sloterdijk bezweifelt, dass André Rieu in der Lage ist, eine Philosophie-Sendung im ZDF zu moderieren. Die Urheberrechtsdebatte reißt auch in weiteren Medien Gräben auf: Im Freitag fordert der Konzertagent Berthold Seliger eine Reform, die eine Verkürzung der Schutzfristen einschließt. Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer fordert im WDR, dass man die Gegebenheiten der Digitalisierung zur Kenntnis nimmt. Und Foreign Policy meldet: die Prediger der Christenverfolgung haben jetzt schon eine Million Follower. Mehr lesen
Wie eine Kühlbox mit Deckel obendrauf
09.05.2012. Der Tagesspiegel ist froh, dass Berlin nur einen Flughafen eröffnen will. Es hätte noch peinlich kommen können. Der Perlentaucher schaut mit Mitleid auf die narzisstische Kränkung, die das Netz dem Liberalismus zufügt. Die taz druckt schon wieder einen Europa-Appell mit Daniel Cohn-Bendit. In der Welt fragt Ralf Fücks von der grünen Böll-Stifung, ob aus den Piraten je was werden kann. Die NZZ wirft einen Blick auf das neu erblühende Kulturleben in Simbabwe. In der FAZ telefoniert Michael Krüger über Skype mit einem griechischen Freund. Mehr lesen








