Bücherschau der Woche
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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
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- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
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- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Zu klein für achtzig Kilo
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
28.01.2008. In der Berliner Zeitung meint Götz Aly: Die 68er sind der Nazizeit ausgewichen, statt sich mit ihr auseinanderzusetzen. In der taz porträtiert Gabriele Goettle eine Bodybuilderin, die gern 15 Kilo zunehmen möchte. In der Welt kritisiert Tom-Cruise-Biograf Andrew Morton den FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher. Die FAZ lobt Mortons Cruise-Biografie. Die FR ist ergriffen von Dea Lohers Stück "Das letzte Feuer".
Die Welt | Die Tageszeitung | Neue Zürcher Zeitung | Berliner Zeitung | Frankfurter Rundschau | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Die Welt, 28.01.2008
Im Gespräch mit Welt Online kritisiert Tom-Cruise-Biograf Andrew Morton den FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher: "Er scheint ein Journalist zu sein, der seine Objektivität verloren hat, wenn er als Apologet von Scientology agiert. Er wurde halt geblendet wie viele. Das ist Teil des Plans, um Ablehnung abzubauen. Ich würde ihm wirklich vorschlagen, das Thema Scientology etwas profunder zu recherchieren und mit Leuten zu sprechen, deren Leben von Scientology zerstört wurde, bevor er einen solchen Preis vergibt."
In der Print-Welt wird Dieter Kosslick zu den mondänen Höhepunkten der Berlinale (Rolling Stones und Knut auf rotem Teppich) interviewt. Der Rechtsanwalt Gunnar Schnabel schreibt über ein neues Ausfuhrverbot, das die Abwanderung von Kunstschätzen verhindern soll. Dankwart Guratzsch erinnert an den Architekten Robert Pfaud, dem die Stadt Augsburg ihr einigermaßen intaktes Bild verdankt. Auf der DVD-Seite geht's unter anderem um eine John-Ford-Kassette.
Besprochen wird Dea Lohers Stück "Das letzte Feuer" am Hamburger Thalia-Theater.
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Die Tageszeitung, 28.01.2008
Gabriele Goettle trifft eine Bodybuilderin, 1,65 Meter groß, 60 bis 65 Kilo schwer. "'Es würd mich schon interessieren, wie ich ausschau mit achtzig Kilo. Mich würds sehr interessieren, muss ich ehrlich sagen. Stimmt schon, ich bin eigentlich zu klein für achtzig Kilo.' Auf die Frage, wo denn noch was wachsen könnte, sagt sie freudig: 'Rücken, Oberschenkel.' Sie steht auf und macht eine kleine Pantomime, sagt: 'So geh ich dann - und hol mir einen Wolf. Aber trotzdem! Ich möchte einmal, für eine Woche nur, achtzig Kilo wiegen. Mal sehen. Allerdings, wer kauft mir dann die Klamotten? Ich habe ja jetzt schon Probleme, alles was ich habe, besitze ich in dreifacher Ausführung, für die verschiedenen Phasen bis zum Wettkampf dann.'"
Weitere Artikel: Dorothea Marcus sieht Jörg Menke Peitzmeyers Stück "Abstiegskampf", im Theater Bonn gespielt von Häftlingen der JVA Siegburg. Daniel Bax war bei einer Diskussion von "Gesinnungsethikern", nämlich "israelsolidarischen Linken" in Berlin.
Und Tom.
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Neue Zürcher Zeitung, 28.01.2008
Christoph Egger resümiert die Solothurner Filmtage. Joachim Güntner meldet, dass der Suhrkamp Verlag Florian Havemanns Buch "Havemann" in einer bereinigten Fassung als kostenpflichtiges Download ins Netz zu stellen beabsichtigt. Jörg Isert beschreibt, wie die kalifornische Firma Lola VFX Filmschauspieler per Digital Cosmetic Enhancement verschönert.
Besprochen werden die beiden Aufführungen von Yasmina Rezas "Der Gott des Gemetzels" in Paris und München, ein Gedenkkonzert für Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern in Luzern und Calixto Bieitos Inszenierung des "Fliegenden Holländers" in Stuttgart (die Marianne Zelger-Vogt als "erschreckende, düstere Parabel unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft" erlebt hat).
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Berliner Zeitung, 28.01.2008
Götz Aly, der selbst in ein paar Wochen ein Buch zu 1968 ("Unser Kampf") vorlegt, bespricht einige Bücher über das Jahr und lässt die 68er dabei nicht besonders gut aussehen: "Sie waren der Konfrontation um die NS-Verbrechen ihrer Eltern ausgewichen, suchten stattdessen die Völkermörder in Washington und skandierten in völliger Besinnungslosigkeit 'USA-SA-SS'. Statt die familiäre Auseinandersetzung zu führen, stellten sie lieber das 'System' in Frage. Statt sich mit dem allgegenwärtigen familiären Spuren des Nationalsozialismus zu beschäftigen, erklärten sie die liberal-demokratische Bundesrepublik für 'faschistisch'."
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Frankfurter Rundschau, 28.01.2008
Verstört saß Peter Michalzik bei der Uraufführung von Dea Lohers Stück "Das letzte Feuer" im Hamburger Thalia Theater. Acht Personen müssen mit dem Unfalltod eines Jungen zurechtkommen. Und Michalzik mit der Wucht der Geschichte. "Es ist eine Eigenart von Lohers Stück, wie es im Sozialen herumbohrt, wie es hartnäckig, gnadenlos, unersättlich die Frage stellt, was es ist, das zwischen diesen - oder den - Menschen eine Verbindung herstellt. Was macht Gefühle, Verständnis, Vertrauen? Lange wurde diese Frage nicht mehr so intensiv gestellt."
Weitere Artikel: Corina Kolbe besucht die Proben für die Inszenierung von Heiner Goebbels' "Surrogate Cities" mit 120 Laiendarstellern in Berlin. Daland Segler witzelt in der Times mager über Raucher als Outdoor-Pioniere. Tilman P. Gangloff erklärt, was RTL zur schnellen Absetzung der Serie "Anwälte" getrieben hat.
Eine Besprechung widmet sich Inszenierungen von Wagners "Fliegendem Holländer" in Stuttgart und Baden-Baden.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2008
Rainer Hermann kennt weitere Hintergründe zu türkischen Attentats- und gar Umsturzplänen einiger pensionierter Offiziere: "Den türkisch-kurdischen Konflikt wollten sie anheizen und das Land durch die Ermordung Prominenter destabilisieren. Im vergangenen Juni hatte die Polizei Pläne eines Attentats auf Ministerpräsident Erdogan rechtzeitig aufgedeckt. Auf der Todesliste stand auch Nobelpreisträger Orhan Pamuk."
Christian Geyer bespricht Andrew Mortons Tom-Cruise-Biografie und bescheinigt ihr, "anhand von Indizien ein insgesamt stimmiges Bild über die Rolle von Tom Cruise im wahlweise sanft oder brachial agierenden System Scientology zu zeichnen".
Weitere Artikel: In der Glosse von Mark Siemons geht es um die für China bedeutsame Übersetzungsdifferenz, ob "reich sein" nun "glorreich" ist oder nur "keine Sünde". Werner Jacob hat das neue Museum der Sammlung Würth im elsässischen Erstein besichtigt. Swantje Kirch kommentiert die politisch motivierten Inhaftierungen des iranischen Intellektuellen Amin Ghazaei und des burmesischen Dichters Saw Wai. Alexandra Kemmerer erinnert an Rene Cassin, Friedensnobelpreisträger und Vordenker der europäischen Menschenrechtskonvention. Dem Tänzer Mikhail Baryshnikow gratuliert Wiebke Hüster zum Sechzigsten. Karen Krüger schildert das Schicksal von Catalina Giermann, deren Eltern von Argentinien aus Hitler bewunderten und die seit 1963 in Deutschland lebt. Auf der Medienseite informiert "kps" über die Einschränkung der Pressefreiheit in der Slowakei.
Eine Meldung fehlt allerdings auf der Medienseite - nämlich dass die FAZ nun in trauter Eintracht mit der SZ nach zwei verlorenen Prozessen in Sachen Perlentaucher vor den Bundesgerichtshof zieht (mehr dazu hier).
Besprochen werden die Uraufführung von Peter Weiss' "Inferno" in Karlsruhe, gleich zwei Aufführungen von Yasmina Rezas Stück "Der Gott des Gemetzels" - in München hat Dieter Dorn inszeniert, in Paris die Autorin selbst -, die jetzt eröffnete "Aus Russland"-Schau an der Royal Academy in London, ein Iron & Wine-Konzert in Köln, die Düsseldorfer Uraufführung von Bob Goodys und Giorgio Battistellis Mode-Oper "Fashion" und Bücher, darunter Hermar Grimsens Arno-Schmidt-nahes Fußnotenbuch "Hinter Büchern" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Die Welt | Die Tageszeitung | Neue Zürcher Zeitung | Berliner Zeitung | Frankfurter Rundschau | Frankfurter Allgemeine Zeitung | Süddeutsche Zeitung
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2008
Der Autor und Osteuropa-Kenner Richard Swartz sieht Serbien in der tiefsten Krise seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert. "Europa hat davon wenig begriffen. Serbien wird zwar als Störfaktor betrachtet, aber auch als ein Posten im Rechnungsbuch, wo man nur ein wenig zu radieren braucht, damit alles wieder seine Ordnung hat. Die Wirklichkeit will man nicht sehen: eine Gesellschaft, die der übrigen Welt die Schuld für ihr ganzes Unglück gibt, die unfähig zur Selbstkritik und Introspektion ist, ein Staat, in dem extreme Nationalisten die Mehrheit im Parlament stellen, in dessen Rhetorik es von Begriffen wie 'Ehre' oder 'Blut' wimmelt und dessen ehemaliger Führer als Kriegsverbrecher in Den Haag einsitzt."
Weitere Artikel: Auf der Suche nach alter Größe werden in China ziemlich unterschiedslos mächtige Männer verehrt, ob sie nun Mao oder Hitler heißen, schreibt Franziska Brüning. Die Kuratoren von vier kalifornischen Museen werden verdächtigt, systematisch Raubkunst aus Asien und amerikanischen Nationalparks gekauft zu haben, wie Stefan Koldehoff informiert. Leon Becker besichtigt die gerade eröffnete zehnte Filiale der Sammlung Würth, diesmal im elsässischen Erstein. Thomas Hahn fragt, warum sich Yasmina Reza keine größeren Herausforderungen sucht als die Inszenierung ihrer Gesellschaftssatire "Der Gott des Gemetzels" in Paris.
Besprochen werden Calixto Bieitos Inszenierung von Wagners "Der fliegende Holländer" in der ersten Fassung von 1841 ("Ausgiebig wütende Buhs in lange anhaltendem Beifall garnierten diese vermeintliche Wagner-Schändung", schreibt Reinhard J. Brembeck, der mit der kapitalismuskritischen Inszenierung im Banker-Milieu außerordentlich zufrieden war), Dieter Dorns "veredelte" Variante von Yasmina Rezas "Der Gott des Gemetzels" am Münchner Residenztheater, Jon Turteltaubs Film "Das Vermächtnis des geheimen Buches", DVD-Neuerscheinungen wie Nicholas Hytners "The History Boys" und Bücher, darunter Sinan Gudzevics "Römische Epigramme" sowie Jacob Rosenthals "anrührende" Erinnerung an "Die Ehre des jüdischen Soldaten" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Archiv: Heute in den Feuilletons
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Kritisch gemeinte Radetzkymarsch-Paraphrase
10.02.2012. Die Chinesen können Demokratie doch: Taiwan beweist es, konstatiert die NZZ. Die taz erklärt, was Cumbia ist. Der Economist staunt über die haarigen Mausklicker, die Acta verhindern. Rue89 zeigt den Like-Button mal anders. Die SZ fürchtet um die Privatsphäre. FAZ und Welt bewundern die Intimität des Blicks in in Benoit Jacqouts Berlinale-Eröffnungsfilm "Lebwohl meine Königin". Mehr lesen
Wegfall von Arbeit
09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen
Was für ein dramatisch schöner Jüngling Sie waren
08.02.2012. In der NZZ erklärt der nigerianische Dichter Obi Nwakanma die Strategie der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram. In der Welt mahnt Wolf Lepenies: Die EU sollte nicht nur den Euro in Griechenland, sondern auch die Demokratie in Ungarn retten. Die taz erklärt, warum Peter Eisenmans "Ciudad de la Cultura" in Santiago de Compostela nicht gebaut wird. Die SZ ist froh, dass sich die chinesische Sprache so schlecht für Zensur eignet. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
201212345678910111220111234567891011122010123456789101112200912345678910111220081234567891011122007123456789101112200612345678910111220051234567891011122004123456789101112200312345678910111220021234567891011122001123456789101112
Archiv: Heute in den Feuilletons
Der Graf von Sandwich war in Gefahr
07.02.2012. "It's over, Facebook", ächzt Readwriteweb und wirbt für eine immer breitere Bewegung von Facebook-Abtrünnigen. David Cameron könnte als der britische Politiker in die Geschichte eingehen, unter dem Schottland von Großbritannien und England von der EU abfielen, meint Timothy Garton Ash im Guardian. Die NZZ zitiert eine Meldung aus ihrem Archiv vom 24. Brachmonat 1780, die später auch in einem Dickens-Roman verarbeitet wurde. Und in der FR warnt Götz Aly vor jenen, die Rinks mit Gut und Lechts mit Böse verwechseln. Mehr lesen
2000PutIN, 2012PutOUT
06.02.2012. Die FAZ erzählt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die FR gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die NZZ ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München. Die Zeit ist sehr aktiv in der Berichterstattung über Acta: Das Abkommen, auf dem die Hoffnungen der Verwerterindustrien beruhen, soll demnächst ratifiziert werden - aber Polen steigt aus. In den Blogs wird unterdes nicht mehr nur über das "geistige", sondern auch über das physische Eigentum diskutiert. Mehr lesen
Die ganze Welt inventarisieren
04.02.2012. In der NZZ sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. In der FR sucht Mike Daisey, das Herz der Apple-Fetischisten. Die Welt rät von Elternratgeber ab. Der Tagesspiegel entlarvt die perfiden Techniken der neuen Machthaber im Büro: Sie poltern nicht, sie piepsen und blinken. Die FAZ stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3D-Filme Tiefe. Mehr lesen
Hunde und Katzen, Liebe und Tod
03.02.2012. Alain de Botton hat ein Rad neu erfunden, das sich niemals richtig drehte, meint John Gray im Guardian zu Bottons Idee eines atheistischen Tempels. In der Welt verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokatisierung der Welt durch das Netz. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska. Man darf sie zwar einen "Mozart der Poesie" nennen, aber nicht ohne ihr auch die "Wut eines Beethoven" zu bescheinigen, sagt die NZZ. Mehr lesen
Einschlusslöcher am Gebäudesockel
02.02.2012. Die Welt fragt: Gibt es in Deutschland eine Architektur jenseits der Restauration? Telepolis schildert die Risiken von Amazons Kindle: Wer seine Informationsfreiheit nutzt, droht seine Ebooks zu verlieren. Die Zeit stellt in ihrem Dossier fest: Frauen sind die Verliererinnen des arabischen Frühlings. Die FR konstatiert: Helmut Dietls "Zettl" ist ersoffen im guten Willen jener Politik, über die er sich mokieren will. Im Freitag empfiehlt Occupy-Vordenker Mark Greif ziellosen Zorn. Die Jungle World beerdigt den von Greifs Zeitschrift n+1 aufgespießten Hipster. Mehr lesen
So sehr ich Warhol schätze
01.02.2012. Die FAZ ist ganz einverstanden mit der Polemik des CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling gegen die "vermeintliche Web-Avantgarde". Im Handelsblatt antwortet Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf Hevelings Artikel. Die FAZ bringt auch ein Porträt des N+1-Herausgebers und Gesellschaftskritikers Mark Greif, der Hipster hasst. Die Münchner schlagen über Helmut Dietls Berlin die Hände über dem Kopf zusammen. Die FR greift eine sehr polemische Debatte um Robert Services vielgelobte Trotzki-Biografie auf. Mehr lesen
Also, Bürger, auf zur Wacht!
31.01.2012. Große Aufregung im Netz über eine Polemik des CDU-Politikers Ansgar Heveling im Handelsblatt, der das "geistige Eigentum" mit Rekurs auf die Französische Revolution verteidigt. Carta veröffentlicht einen "ergreifenden" Brief des ZDF-Hierarchen Elmar Theveßen an seine Kollegen. Eines der Probleme des ZDF: die Gehaltserhöhungen. Kenan Malik kommentiert am Beispiel Rushdie die erstaunliche Ängstlichkeit der Öffentlichkeit in der Frage der Meinungsfreiheit. In der taz meint Axel Honneth: Keiner simmelt den Weber wie Bourdieu. Die FAZ stört sich am zentralperspektivischen Aufbau der Ausstellung "Roads of Arabia" in Berlin. Mehr lesen
Weil es dem Franz so gefallen hat
30.01.2012. Jonathan Franzen erklärt im Telegraph, warum Kapitalisten gedruckte Bücher hassen. Die NZZ besucht Kafkas Nichte Vera Saudkova in Prag. Die Bloggerin Ulrike Langer staunt über ein Handbuch zum Journalismus, das als Standardwerk gilt und Ressentiments gegen das Netz verbreitet. Die FAZ ist sich uneins über den Kapitalismus. Die Welt stellt das Leipziger Architekten-Team Karo vor, das sich mit dem Leerstand in Ostdeutschland auseinandersetzt. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Historikerin Hannah Ahlheim. Mehr lesen
Das korrekte Verfahren für Anarchisten
28.01.2012. In der Welt findet der italienische Künstler Francesco Vezzoli seine Schau total explosiv. In der taz besteht Reyhan Sahin darauf, dass sie zugleich Professorin und Lady Bitch Ray sein kann. Die FAZ träumt vom Anarchismus, die SZ beobachtet, wie er totdiskutiert wird. Im Tagesspiegel meint Uwe Timm: Was dem Deutschen früher sein Militarismus war, ist ihm heute die Ökonomie. Alle sind beeindruckt von Marcel Reich-Ranickis Rede im Bundestag. Mehr lesen
Und die Emotionen suchen blind
27.01.2012. "Wir schaffen es nicht, uns von uns selbst zu befreien", seufzt Michail Schischkin in der NZZ. Die FR hat herausgefunden: Man kann noch billiger produzieren, als wo Apple produziert. Die taz hat herausgefunden: Julian Assange arbeitet in Moskau mit einem Kreml-treuen Sender zusammen. Die SZ sieht Lana del Rey als "erzkonservative Männerfantasie". Ach was, sie inszeniert sich selbst, widerspricht die Welt. Und: Carta ist wieder da! Mehr lesen
Ein irrer Cut
26.01.2012. Die Welt und alle anderen würdigen Theo Angelopoulos, der bei einem Unfall ums Leben kam. Im Freitag annoncieren die neuen Macher des Merkur, dass sie demnächst ein Blog eröffnen. Gegen das Internet kann man sowieso nichts mehr machen, konstatiert die Zeit. Die Jungle World will die Hoffnung auf den arabischen Frühling noch nicht aufgeben. Henryk Broder mokiert sich in der Weltwoche über eine aktuelle Antisemitismusstudie. Und die FAZ würdigt, was in Retro überlebt. Mehr lesen





