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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.05.2005. Für die taz ist Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal ein Skandal, der gefällt. Die Berliner Zeitung erklärt den Unterschied zwischen Peter Eisenman und Daniel Libeskind. Die FAZ bringt ein langes Gespräch mit Albert Speer junior und Heinrich Breloer. Die SZ berichtet über neue Dokumente, die Albert Speers direkte Beteiligung am Judenmord nachweisen.

TAZ, 10.05.2005

Das Holocaust-Mahnmal, stellt Stefan Reinecke auf den Tagesthemenseiten fest, überrascht Befürworter wie Mahner. Indem Peter Eisenmans Stelenfeld den "Schrecken in Form auflöse", scheine sich das Gedenken an den Holocaust "fast mit etwas Angenehmem zu verbinden". "Peter Eisenman hat einen Skandal gebaut, der gefällt. Damit spiegelt dieses Mahnmal die paradoxen Bewegungen der bundesdeutschen Geschichtspolitik präzise wider."

Im Interview erläutert Dagmar von Wilcken, die Kuratorin des "Orts der Information" die Funktion der das Mahnmal ergänzenden Institution: "Was wir versuchen, ist, einen winzigen Ausschnitt des Leids zu zeigen. Jeder kann es dann in sich selbst multiplizieren und hochrechnen, was das wirklich bedeutet hat."

Auf den Kulturseiten informiert Sebastian Moll über die aktuelle Befindlichkeitdes "schwarzen Amerika", dem es so schlecht gehe wie lange nicht mehr. "Auch das Entstehen einer schwarzen Mittelschicht hat nach Ansicht schwarzer Bürgerrechtler der schwarzen Sache nicht weiter geholfen. In den vergangenen 20 Jahren sind 25 Prozent der schwarzen Bevölkerung in die Mittelschicht aufgestiegen. 'Diese Mittelschicht ist allerdings', schreibt Cornel West, 'dekadent und unfähig, politische und intellektuelle Führer hervorzubringen'. Wie ihre weißen Gegenüber seien die Angehörigen der schwarzen Mittelschicht von Statussymbolen und vom Konsum besessen. Darüber hinaus produziere ihr weißes Umfeld unter ihnen einen Selbsthass, der sie daran hindere, sich für die zurückgebliebenen Brüder und Schwestern im Ghetto einzusetzen. Schwarze Karrieristen wie Condoleezza Rice wollen nicht als schwarz wahrgenommen werden - sie wollen zum weißen Amerika gehören. Eine Tatsache, die laut West am tragischsten in den Metamorphosen des Michael Jackson zum Ausdruck kommt."

Andreas Becker berichtet über den Berliner Designmai, bei dem es um die Konsumentengruppe "Fünfzig plus" ging; dort erfuhr er, dass man in diesem Zusammenhang die Vokabel "grau" besser vermeidet und stattdessen lieber von "Generation Gold" oder "Silver Sex" spricht. Helmut Höge staunt über eigentümliche Dreharbeiten, Filmlocations und Fakefilmer (die gar keinen Film in der Kamera haben) in Berlin.

Besprochen werden eine Ausstellung des Karlsruher ZKM zur Geschichte der amerikanischen Aktions- und Architektenkünstlergruppe "Ant Farm 1968-1978" (mehr). Andreas Busche erklärt, inwiefern Nicole Kassells Regiedebüt "The Woodsman" - das davon erzählt, wie ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter Mann in die Gesellschaft zurückzufinden versucht - sich zwar gegen reflexhafte Affekte wehre, aber doch in Erklärungsnöte gerate.

Und hier Tom.

FR, 10.05.2005

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Populism", das ab morgen im Frankfurter Kunstverein gezeigt wird, setzt sich Ingo Niermann mit dem Fernsehen als "Platz der Nation" auseinander. Und er stellt ein Konzept für eine eigene Sendung mit dem Titel "Wer rettet unser Land?" vor. "Sicher muss, wer das eigene Land retten will, wenigstens die Menschen auf der ganzen Welt retten wollen. Aber der Weg führt über das nationale Fernsehen." Ursula März räsoniert über "Kinder als Ursache von Verzicht" und hält ernüchternd fest: "Als Zukunftsphänomen finden wir die Kinderlosigkeit etwas erschreckend, aber in der Gegenwart ist ein Leben ohne Kinder irgendwie längst völlig normal." In Times mager denkt Harry Nutt über einen ihm rätselhaften Transparenttext an einer Autobahnbrücke zum 8. Mai nach.

Besprochen werden eine Ausstellung von Kinoplakaten des "Malerstars" Peter Doig im Kölner Museum Ludwig, der Abschied von Peter Konwitschny und Ingo Metzmacher von der Hamburger Staatsoper mit Mozarts "La clemenza di Tito", ein weiterer Abschied, nämlich der von Matthias Hartmann, der kurz vor seinem Wechsel nach Zürich "fünf höchst erfolgreiche Jahre" im Schauspielhaus Bochum mit Molieres "Menschenfeind" beschließt. Und Michael Rogowskis 20 Thesen "Für ein neues Wirtschaftswunder" (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

FAZ, 10.05.2005

Frank Schirrmacher und Nils Minkmar haben ein episches Gespräch mit Albert Speer junior und Heinrich Breloer, dem Regisseur des gerade im Fernsehen laufenden Films "Speer und er", geführt. Breloer schildert Speer senior als eine Gestalt des dienstbaren Bürgertums, auf das Hitler angewiesen gewesen sei: "Hitler war einer, der gar nicht viel konnte. Thomas Mann hat das sehr schön im 'Bruder Hitler' beschrieben. Er konnte nicht Auto fahren, nicht reiten, nicht mal ein Kind zeugen. Nichts, was Männer so können. Gut, er konnte Gebäude zeichnen, aber die wären zusammengebrochen. Er hätte keines bauen können. Er brauchte, um alle in seine Pläne hineinzuziehen, das gesamte im Bürgertum angelagerte Wissen. Er brauchte die Generäle, die Industriellen, die Architekten." In einem Leitartikel auf Seite 1 der Zeitung betrachtet Schirrmacher den Film vor allem als einen Film über die Generation der Kriegskinder: "Die immer wieder aufbrechende Fassungslosigkeit von Albert Speer junior angesichts von Albert Speer senior ist symbolisch für die ganze Generation."

Weitere Artikel: In der Leitglosse freut sich Michael Gassmann über Initiativen der katholischen Kirche, wieder mit modernen Komponisten zusammenzuarbeiten um vom klebrigen Sakralpop heutiger liturgischer Musik loszukommen. Der Leiter der Eliteschule Salem Bernhard Bueb fordert eine Elitebildung, welche die "moralische Exzellenz" fördert: "Ein Kind soll sich an Askese und Arbeit gewöhnen, seinen Verstand schulen, seine schöpferischen Kräfte entfalten..." (und die Eltern sollen wenigstens die Schulgebühren entrichten). Dirk Schümer berichtet über neue und alte Verschwörungstheorien zu dem Mord an Pier Paolo Pasolini. Eleonore Büning zeigt sich keineswegs überzeugt von einer Darbietung von Mahlers Sechster in einer Doppelbesetzung von Wiener und Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle in Wien.

Auf der Medienseite empfiehlt Nina Rehfeld ein offensichtlich sehr spannendes Buch über den Disney-Manager Michael Eisner - James B. Stewarts "Disneywar" (ausführliche Leseprobe). Und Michael Hanfeld zitiert ausführlich aus einem Papier des Privatsenderverbands VPRT, der den öffentlich-rechtlichen Anstalten Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln der EU vorwirft.

Auf der letzten Seite besucht Kerstin Holm die Gedenkstätten der Stadt Wolgo- alias Stalingrand. Jordan Mejias berichtet aus New York über die Eröffnung von "Kontaktbüros" deutscher Universitäten. Und Gina Thomas erinnert an den britischen Verleger Allen Lane, den Erfinder des Penguin-Taschenbuchs.

Besprochen werden Mozarts Oper "La clemenza di Tito" unter Ingo Metzmacher in Hamburg, eine Ausstellung zu Walter Kempowskis "Echolot 45" in Kiel und der uruguayische Film "Whisky" von Juan Pablo Rebella.
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Welt, 10.05.2005

Thomas Kielinger befragt Speer-Biografin Gitta Sereny, ob Heinrich Breloer alles richtig gemacht hat. Hat er nicht. Speer werde die Ehrlichkeit genommen, die ihn immer ausgezeichnet habe, moniert Sereny. Überhaupt ist ihr die Filmfigur zu diabolisch. "Was hat er über Juden gefühlt? Ich sage Ihnen: gar nichts. Er war alles andere als ein aktiver Hasser der Juden. Sie waren ihm egal. Daher nach dem Kriege seine fast besessene Verzweiflung über den Holocaust."

NZZ, 10.05.2005

Lilo Weber staunt nicht schlecht über Heinz Spoerlis Ballett "allem nah, allem fern" zu Mahlers Sinfonie Nr. 5, das im Opernhaus Zürich uraufgeführt wurde. Noch nie habe Spoerli sich so weit in den zeitgenössischen Tanz vorgewagt. "Die Männer hechten über den Boden, stellen sich auf die Schulter, rollen aus dem Bild, die Frauen verkrampfen ihre Glieder - und das alles fügt sich nahtlos zu Spitzentanz und Jete." Fazit: "Ein großer Abend einer großartigen Kompanie."

Weiteres: Roman Bucheli war dem schlechten Wetter während der 27. Solothurner Literaturtage "fast dankbar", denn "es hat dazu beigetragen, das Geschehen ganz in die Innenräume zu verlagern." Iso Camartin sinniert in der Rubrik "Europäischer Kulturhorizont" über Bruckners Motette "Locus iste" aus dem Jahre 1869.

Besprochen werden die Abschiedsinszenierung des Duos Konwitschny / Metzmacher an der Staatsoper Hamburg mit Mozarts "La Clemenza di Tito", die architekturhistorische Ausstellung "Rettet die Altstadt" im Berner Kunstmuseum, die Uraufführung von Tom Lanoyes neuem Stück "Fort Europa" auf dem Wiener Südbahnhof, sowie Joseph Coulsons Romandebüt "Abnehmender Mond" und der neue Lyrikband von Tomas Tranströmer "Das große Rätsel" (mehr dazu in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Berliner Zeitung, 10.05.2005

Nikolaus Bernau betont, dass die Offenheit in Deutung und Nutzung des Mahnmals nur dann als Beliebigkeit missverstanden werden kann, "wenn man kein Vertrauen in den Besucher setzt, in seine Einsichtsfähigkeit und sein Vermögen, den 2 711 Stelen selbst Sinn zu verleihen. Solches Vertrauen fehlt offenbar deutschen Didaktikern, wie auch die geradezu panische Angst vor Schmierereien zeigt. Viel lieber wäre es sicher vielen, Eisenman würde so wie Daniel Libeskind in seinem Jüdischen Museum eindeutige Lesarten vorgeben. Doch Libeskind hat seinen Besuchern auch die intellektuelle Arbeit abgenommen. Bei ihm muss man nicht denken, darf sich ganz seinen Gefühlen hingeben."
Stichwörter: Daniel Libeskind

SZ, 10.05.2005

Nach den Dreharbeiten zu Heinrich Breloers Dokumentation "Nachspiel - Die Täuschung", die seinen Dreiteiler "Speer und Er" ergänzt, ist die Historikerin Susanne Willems in Auschwitz auf neue Dokumente zu Speers Rolle im Dritten Reich gestoßen, berichtet Sonja Zekri. Willems, die auch schon im Film gemeinsam mit anderen Speers Schuld nachweist, fand drei Dokumente, die den "angeblich verträumten Edelnazi" zusätzlich belasteten: So gibt es eine Genehmigung Speers von 1942 für die "Vergrößerung des Barackenlagers Auschwitz"; unter seiner Ägide sei es um jene Einrichtungen ergänzt worden, die das Lager "dauerhaft zu einem Vernichtungslager machten"; das dritte Dokument schließlich belege, dass dieses Ausbauprogramm bei der SS unter dem Titel "Sonderprogramm Prof. Speer" firmiert habe. "Wenn sich die Öffentlichkeit allerdings von ihrem 'Lieblings-Nazi' verabschiede, so Willems, dann vom Richtigen: 'Von einem Mann, der vor keinem Verbrechen zurückscheute, um seine politischen Ziele durchzusetzen, der die Entrechtung und Deportation von Juden forcierte' und der wusste, dass und wie dies in Auschwitz endete."

Der spanische Schriftsteller Enrique Vila-Matas schlendert über die Baseler Buchmesse und erklärt, worin die Rolle eines Flaneurs zu bestehen habe: "Er wird erzürnt auf die Verkäufer schlechter Bücher sehen". Katharina Deloglu berichtet über Recherchen des chilenischen Philosophen, Historikers und Literaturwissenschaftlers Victor Farias (mehr), der in frühen Schriften von Salvador Allende eindeutig antisemitische und rassistische Aussagen gefunden hat. Gottfried Knapp stellt das neue Kirchenzentrum von Florian Nagler in der Münchner Messestadt Riem vor. Tim B. Müller resümiert eine Tagung über Stereotypen und Bilder des Nahen Ostens in Berlin. In der Zwischenzeit meditiert Evelyn Roll über den ewigen Kreislauf der Killerapplikationen, der dafür sorgt, dass im Partykeller wieder alles beim Alten ist. Gemeldet werden schließlich die Nominierungen zum Deutschen Filmpreis 2005 und die Nachfolge von Burgtheaterdirektor Klaus Bachler von Sir Peter Jonas am Nationaltheater in München.

Besprochen werden der Abschied von Peter Konwitschny und Ingo Metzmacher von der Hamburger Staatsoper mit Mozarts "La clemenza di Tito", das Scheitern von Johan Simons mit der Uraufführung von Tom Lanoyes "Fort Europa" bei den Wiener Festwochen, die urugayische Filmkomödie "Whisky", die Ausstellung "Coolhunters" im Karlsruher ZKM über das "Rätsel der Pubertät", eine Ausstellung von Arbeiten des Zeichners Franz Kobell in der Graphischen Sammlung München, eine Schau im Stuttgarter Literaturhaus, die den Buchhändler Wendelin Niedlich würdigt, und Bücher, darunter der Roman "Trojaspiel" von Marc Höpfner und zwei Publikationen über den Völkermord in Ruanda (siehe dazu unsere Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

Außerdem präsentiert die SZ heute eine umfangreiche Literaturbeilage.
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

09.05.2005. Der Tagesspiegel bringt sämtliche aktuellen Gedenktage mit der Frage "Was hätte Schiller zu 'Speer und er' gesagt?" zur Kernschmelze. Die FAZ löst sich von der allgemein grassierenden Rückschau und sagt eine neue Revolution an: Aber wird Rolf Hochhuth sie noch erleben? Hans Magnus Enzensberger sieht das im Spiegel ganz… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.05.2005. Zwei Themen heute: 8. Mai und 9. Mai, Kriegsende und Schillers Todestag. In der SZ überlegt Claus Leggewie, ob ein europäisches Geschichtsbewusstsein möglich ist. In der taz beschwört Norman Birnbaum das Ende der amerikanischen Epoche. Die FAZ weist darauf hin, dass Deutschland bereits am 7. Mai kapituliert hat. In… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.05.2005. In der SZ beschreibt Götz Aly, wie die Deutschen von sich selbst befreit wurden - und es nicht merkten. In der taz stört sich Julius Schoeps an der Beliebigkeit des Holocaust-Mahnmals. Im Tagesspiegel entledigt sich das Theater von heute der Moden von gestern. Die FAZ verkündet das Ende des… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.05.2005. In der Zeit kritisiert Günter Grass den Kapitalismus. Charles Taylor auch. In der Welt kritisiert Jürgen Habermas den Neoliberalismus. Den Kapitalismus auch. In der NZZ stellt Richard Rorty richtig: Der Liberalismus ist eine Sache des Herzens. In der FR fragt Andrea Breth, was Macht mit Menschen macht und antwortet… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2005. In der SZ fragt Ulrich Beck, ob postnationale Demokratien möglich sind. Die SZ bringt auch einen Aufruf deutscher Intellektueller an das französische Volk. Die FR untersucht rätselhafte Biografien von Juden in der SS und SSlern, die sich als Juden ausgaben. Die taz stellt eine neue Generation israelischer Comedians vor,… Mehr lesen

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02.05.2005. Ist Andrea Breths Inszenierung von Tschechows "Kirschgarten" nun zwanghaft munter, großartig missglückt oder fröhlich hoffnungslos? Die Zeitungen sind sich uneins. In der Welt bekennt Salman Rushdie seine Angst vor der Macht des Glaubens. Mehr lesen

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30.04.2005. Die FAZ möchte Russlands Sieg im Jahr 1945 nicht mit einer Befreiung verwechseln. Die NZZ bringt ein ganzes Dossier zum Jahrerstag des Kriegsendes - darunter Sonja Margolinas düsteres Panorama des heutigen Russland, das sich aus lauter Perspektivlosigkeit Trost bei Stalin holt. Die SZ erinnert an das Ende des Vietnamkrieges… Mehr lesen

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29.04.2005. Die SZ staunt über die überzarten Idyllen der neoromantischen Maler. In der NZZ rät Nasr Hamid Abu Zaid den Europäern, moslemische Werte anzunehmen. Im Tagesspiegel spricht Heinrich Breloer über seinen Film "Speer und er". Die FR wundert sich über die etwas dünn besetzte Findungskommission für die Leitung der wichtigsten Frankfurter… Mehr lesen

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28.04.2005. In der Zeit kennt George Steiner nur ein Mittel gegen Schillers Rhetorik: auswendig lernen. Die taz und die Welt wissen, warum die Franzosen die Europäische Verfassung ablehnen werden. In der taz prangert Zafer Senocak die Haltung der türkischen Medien zum Völkermord an den Armeniern an. In der FR beklagt… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.04.2005. Die SZ bewundert die kantige Rechte der estnischen Dirigentin Anu Tali. Die NZZ kommentiert die Schwierigkeiten der Italiener mit dem Faschismus - und mit der Resistenza. Die taz führte beim 76. Concorso d'Eleganza Villa d'Este in Como ein Vintage-Leben. In der FAZ erklären drei Museumschefs die deutsche Beutekunstpolitik für… Mehr lesen

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26.04.2005. In der SZ beschreibt die Soziologin Olga Kryschtanowskaja die stalinistischen Methoden im Prozess gegen Michail Chodorkowskij. Die taz hat die schönsten Aussagen von Joschka Fischer vor dem Untersuchungsausschuss gesammelt. Die NZZ träumt von einer überirdisch schönen Mondscheinsonate. In der FAZ warnt Zafer Senocak vor den Spähtrupps des türkischen Nationalismus… Mehr lesen

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25.04.2005. Die NZZ feiert den neuen Arthouse-Popstar Apichatpong Weerasethakul. Für die taz besuchte Gabriele Goettle das "Weglauf-Haus" in Berlin. Ansonsten alles Theater: Die FR bewundert Lars-Ole Walburgs boulevardesk gutgeölten "Hamlet", für die SZ kommt die Inszenierung allerdings zwei Jahre zu spät. Die FAZ staunt über das kleine Wunder der Saison: Michael… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.04.2005. In der SZ erklären Ukrainer, warum für sie Arbeit im Ausland eine Überlebensstrategie und kein Verbrechen. In der NZZ feiert der Philosoph Hermann Lübbe die Trivialität der Freiheit. Die FAZ erklärt asiatische Nationalismen. In der Welt ruft Norbert Bolz den Anhängern des päpstliches Absolutismus zu: "Werdet erwachsen!" Die taz… Mehr lesen

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22.04.2005. In der SZ wirft Ian Mc Ewan vom Flugzeug aus einen betrübten Blick auf die Erde. Die NZZ porträtiert den spanischen Schriftsteller Rafael Sanchez Ferlosio, einen erklärten Verächter der schönen Literatur. Spiegel Online lästert über die Unterwerfungsbereitschaft der Feuilleton-Katholiken. Die taz sieht die Zukunft im Religionskonsum. Die FR erzählt,… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.04.2005. In der FAZ fragt Michael Borgolte, ob sich Joseph Ratzinger in seiner Namenswahl nicht an Benedikt XII. inspirierte, der die Katharer sensibel verhörte und unsensibel verbrennen ließ. In der taz fragt Georg M. Oswald, ob den Jugendlichen nicht gerade die gegenaufklärerische Entrücktheit Benedikts gefällt. In der NZZ schreibt ein… Mehr lesen