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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.08.2004. Die taz feiert Partys mit David Mancuso. Die FAZ warnt vorm Feuer des Patriotismus in China. Die NZZ sieht Ralf Rothmann beim Zaubern eines sommerhellen Buchs zu. In der FR erzählt Richard Wagner, wie der Balkan in die Sommerhits schwappte. Und Candi Staton wird dringend empfohlen. Außerdem wird Grass gräßlich nach den Regeln seiner Orthografie geschrieben.

TAZ, 10.08.2004

Tilman Baumgärtel porträtiert in einem pophistorisch bewanderten Artikel den Erfinder der Disco-Musik David Mancuso, der bis heute in seinem Loft Partys feiert, und er stellt eine geradezu religiöse wirkende Hinwendung junger Europäer an die gloriose Disco-Zeit in den Siebzigern fest: "Der vorläufige Höhepunkt der Kanonisierung von Disco, die langsam Züge akademischer Pedanterie anzunehmen beginnt, ist das 500-seitige 'Love saves the day' (Duke University Press, 24 Dollar) von Tim Lawrence. Obwohl er im Wesentlichen bekannte Informationen aufwärmt, behauptet der Londoner Uni-Professor frech, er habe das erste Buch über die New Yorker Disco-Szene der Siebziger geschrieben. Solch universitäres Platzhirsch-Gebaren ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier an einer endgültigen Historisierung von Disco gearbeitet wird." Wir schlagen eine Übersetzung in bewährter Rechtschreibung vor.

Weitere Artikel: Kolja Mensing schildert das traurige Schicksal der Rentnerin Ingrid Galla, die aus ihrer Sozialwohnung ausziehen muss, weil die Rente nicht mehr reicht. Burkhard Brunn erzählt, jahreszeitlich bedingt, eine Kulturgeschichte des Schattens. Besprochen werden zwei Ausstellungen zeitgenössischer afrikanischer Kunst in Bochum und in Düsseldorf und ein Band über Fotografen der Weimarer Republik,

Auf der Medienseite berichtet Klaus-Helge Donath, dass der Kreml die letzte legale freie Zeitung für Tschetschenien verboten hat.

Und hier Tom.

FR, 10.08.2004

In verschiedenen Versionen wurde ausgerechnet das Lied einer moldawischen Boygroup zum Sommerhit des Jahres. Richard Wagner versucht das Phänomen zu erfassen: "In Bukarest wird die Auftrittsform der Boygroup kopiert, in Rom übernimmt ein DJ eine rumänische Melodie. Die westliche Klubszene wird zum Raum für die östliche Inszenierung. Die rumänische Sängerin nennt, indem sie auf den lakonischen Originaltext zurückgreift, ihr Projekt Haiducii, Heiducken. Das jedoch ist ein Balkanwort, und Balkanwörter kommen, seit dem Diskotheken-Erfolg der Zigeunerkapellen wie Fanfare Ciocarlia, im Westen gut an. Die Heiducken aber werden uns als Robin Hoods des Balkans präsentiert. Wir erinnern uns: Robin Hood ist der, der den Armen half. Arm und reich werden vom DJ zusammengeführt."

Außerdem bespricht Gunnar Luetzow verschiedene Manifestationen der Berliner Subkultur und HipHop-Szene. Claus Lochbihler schreibt ein sehr überzeugendes Plädoyer für die frühen Soulhits der Candi Staton, die erst jetzt, gut 30 Jahre später, gemeinsam auf einer CD herausgebracht werden. Helmut Müller-Sievers widmet sich in seiner Kolumne zum amerikanischen Wahlkampf dem Thema Todesstrafe (John Kerry ist dagegen). In Times mager nimmt Svenja Klauke die Diätprogramme der religiösen Rechten in den USA unter die Lupe. Guido Fischer verfolgte die siebten Stockhausen-Kurse in Kürten. Besprochen wird außerdem die Ausstellung "Deutschland sucht" im Kölnischen Kunstverein, die Aufschluss über neueste Tendenzen der deutschen Kunst verspricht.

Der Rechtschreibung widmet die FR auf den vorderen Seiten ein umfängliches Dossier. Stephan Hebel hat in einem Kommentar gute Nachrichten für Günter Grass: "Grass darf schreiben, wie er will, ohne fürchten zu müssen, nach den Regeln seiner Orthografie in 'Graß' umbenannt zu werden."

NZZ, 10.08.2004

Wolfgang Schneider hat den neuen Roman von Ralf Rothmann gelesen und ist begeistert. Ein "sommerhelles Buch" habe Rothmann da "gezaubert". Es sind die Adoleszenz-Erlebnisse des 12-jährigen Julian im Ruhrgebiet der fünfziger Jahre, die Rothmann - laut Schneider - ganz meisterhaft erzählt: "Es gibt kaum einen anderen Autor, der so poetisch über das Ende der Kindheit und die Schwellenerlebnisse der Pubertät schreiben kann. Im Flöz seiner autobiografischen Erinnerung funkeln die Salzkristalle. Zum Roman einer Jugend gehören erste Begegnungen mit Sexualität und Tod. Für den Tod ist Opa Jupp zuständig, ein Original mit funkenstiebender Zigarre, Inhaber eines Bestattungsinstituts und eines auffälligen Ami- Schlittens, den er zum Leichenwagen umfunktioniert hat. Für den Sex Marusha, die Stieftochter des Hausbesitzers Gorny."

Gemeldet wird, dass die "schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren" an der neuen Rechtschreibung festhalten will; selbiges gilt für Österreich, wo man die deutsche Debatte mit "müder Anteilnahme" zur Kenntnis nimmt. Am 23. August soll dann eine "Krisensitzung" mit Vertretern der drei deutschsprachigen Länder stattfinden.

Weiteres: Marc Zitzmann porträtiert den französischen Comic-Zeichner Joann Sfar. "köh" gibt bekannt, dass der legendäre Gotham Book Mart in New York umgezogen ist.

Besprochen werden eine Ausstellung über das Werk des Ingenieurs und Architekten Werner Sobek im Münchner Architekturmuseum, eine Ausstellung der Werke Johan Barthold Jongkinds im Pariser Musee d'Orsay und Bücher, darunter Urs Augstburgers Roman "Gatto Dileo" und das Werkverzeichnis Robert Schumanns (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
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FAZ, 10.08.2004

Die Chinesen haben im Endspiel der Asien-Meisterschaft 1:3 gegen die Japaner verloren. Das hatte Folgen, berichtet Zhou Derong. Die Japaner wurden "konsequent ausgepfiffen" und sogar der Wagen des japanischen Botschafters von erbosten Chinesen angegriffen. "Seit 1995 hat Peking mit dem Feuer des Patriotismus gespielt. Jetzt hat man die Kontrolle über die Geister verloren, die man gerufen hatte. Noch will man in Peking nicht wahrhaben, dass dies alles auf die massive 'patriotische' Erziehung zurückgeht", schreibt Zhou Derong. Die Regierung hat die Zwischenfälle denn auch verschwiegen - das Spiel wurde im Fernsehen mit einer Zeitverzögerung von 30 Sekunden live übertragen. In den Internetforen kommen die Chinesen allerdings ungehemmt zur Sache: "Bei Sina.com findet man laute Schimpfereien über das 'kleine Japan', das Land der verlogensten Menschen, denen man beizeiten noch eine Lektion erteilen werde. Besonnene Wortmeldungen dagegen liest man nur in den relativ freien Internetforen. Im Sportforum von Club.cat 898.com gelten das Staatsfernsehen und die chinesischen Fußballfunktionäre als die Hauptschuldigen ... " Hier ein Link zu einem Video der BBC, das aufgebrachte Chinesen nach dem Spiel zeigt.

"Die Einheit der Rechtschreibung ist dahin", klagt der Deutschlehrer Matthias Richter, gibt allerdings zu, dass die Reform durchaus auch Verbesserungen gebracht hat: Auch die alte Rechtschreibung war schließlich "in Teilen willkürlich" und wurde von einer "nichtöffentlichen Instanz wie der Duden-Redaktion" ausgeübt.

Lore Kramer erzählt die Geschichte des Freiheitspavillons, den deutsche Emigranten 1939 anlässlich der New Yorker World's Fair errichten wollten, um das "Bild eines freien, demokratischen, friedlich-starken Deutschland zu zeigen, das nach Hitler kommen wird", wie die Geschwister Mann schrieben. Das Unternehmen scheiterte, weil amerikanische Mitglieder des Komitees fürchteten, einen "Konflikt" mit Hitler zu provozieren. Auch einige deutsche Künstler waren dagegen, weil sie Repressalien gegen ihre Verwandten in Deutschland befürchteten.

Weitere Artikel: Paul Ingendaay berichtet über die in den Medien viel gescholtene Arbeit des spanischen Untersuchungsausschusses zu den Anschlägen in Madrid. Vor allem die Tatsache, dass der Ausschuss sich jetzt bis September vertagt hat, damit die Mitglieder in den Urlaub fahren können, hat viel Zorn erregt. Ernst Osterkamp nennt Gottfried Kellers "Der Grüne Heinrich" sein Lieblingsbuch. Kerstin Holm stellt das Kunstmuseum von Barnaul, der Hauptstadt des sibirischen Altaigebiets, vor. Joseph Hanimann grübelt in einem seiner lexikalischen Grenzgänge, warum die Franzosen das Wohnmobil "le camping-car" nennen: "Die Ratlosigkeit der Sprachlogik darüber, ob dieses Wohngefährt sich nun seinem Wesen nach bewegt oder im Grunde eher stehen bleibt, ist seit dem Jahr 1974 nicht verklungen." Martin Kämpchen referiert Arundhati Roys Essay über das Staudammprojekt am Narmada-Fluss, das Hunderttausende von ihrem Land vertreibt (wir berichteten in unserer Magazinrundschau). Rh. schreibt den Nachruf auf die Fotografin Eva Kemlein. Edo Reents schreibt zum Tod des Funkmusikers Rick James.

Auf der letzten Seite schildert Heinrich Wefing den Abschluss der Umbauarbeiten am Berliner Olympiastadion. Kerstin Holm porträtiert Wladimir Iljitsch Tolstoi: der "Direktor des Museumsgutes Jasnaja poljana bei Tula und Ururenkel des literarischen Klassikers" hat den Direktor des nahe gelegenen Chemiewerks dazu bewegen können, "gegenseitige Konsultationen und die größtmögliche Sozialverträglichkeit bei Entwicklungsprojekten" schriftlich zu geloben.

Besprochen werden Meisterzeichnungen von Michelangelo in der Wiener Albertina und Bücher, darunter Ulrich Barths Studie "Aufgeklärter Protestantismus" (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Stichwörter: Deutschland, Michelangelo

Welt, 10.08.2004

Manuel Brug plaudert mit der russischen Operndiva Anna Netrebko, die zwar gerade in ihrer italienischen Phase steckt, aber auch anders könnte: "Ich hätte gerne den 'Parsifal' in Bayreuth gesehen. Für Wagner würde ich morden - beinahe. Ich will diese einzigartige Aura am Grünen Hügel mal erleben. Schon weil es für mich nichts zu singen gibt, außer vielleicht Waldvogel?"

Stichwörter: Anna Netrebko

Tagesspiegel, 10.08.2004

Im Tagesspiegel führt ab heute Petros Markaris ein Olympia-Tagebuch: "Wenn Olympische Spiele den Wettkampf schlechthin bedeuten, so war bereits deren Organisation für Griechenland ein einziger Wettkampf. Vier Jahre lang haben wir gegen die Zweifel und die Arroganz der 'Fremden' in aller Welt ankämpfen müssen, haben ganze Serien von Demütigungen eingesteckt, aber siehe, am elften Tage vor der Eröffnungsfeier war sogar die 'olympische Spur' fertig. Das ist die linke Überholspur, die im Athener Straßenverkehr nun ausschließlich für Olympia-Fahrzeuge reserviert ist." Das hat natürlich ganz schön gekostet. Kein Wunder, dass das andere Wort für die Rechnung oder Quittung im Griechischen "die Traurige" ist: "Nach einem fröhlichen Essen rufen die Griechen dem Kellner zu: 'Herr Ober, jetzt bringen Sie mal die Traurige!'"

SZ, 10.08.2004

Der Historiker Valentin Groebner gibt uns eine kleine Einführung in die hohe Kunst des Vortrags, bei dem der Vortragende meist zwei Bewegungen gleichzeitig ausführt. "Er signalisiert Distanzierung ('ich arbeite über grundlegende methodische Fragen und nicht über dieses oberflächliche Zeug') gleichzeitig mit Erlösungswunsch ('Endlich Leute, die meine Arbeit zu würdigen wissen!'). Kein Wunder, dass die Atmosphäre auf Kongressen oft eine so besondere ist: eine Art Autistenrodeo."

Weiteres: Der Berliner Juniorprofessor Steffen Martus schildert von seinem Standpunkt aus, wie es um ihn und seine Kollegen bestellt ist. Andrian Kreye erzählt, wie Bruce Springsteen, Moby und Public Enemy gegen George Bush antreten. Regisseur Elmar Goerden, der uns als ein "Mann der Exegese, nicht der Exekution, der Mimikry, nicht des Massakers" vorgestellt wird, spricht mit Christopher Schmidt über sein Theater: "Für mich ist die Begegnung mit einem Stück mehr als nur ein Anlass, meine 'Marke' wie einen Nylonstrumpf über jedes Gesicht zu ziehen."

Burkhard Müller möchte gern die Olympischen Spiele abschaffen: "Die Athleten kommen angereist aus aller Welt, um den Unterschied zwischen 35,7 und 36,1 km/h auszutesten, in Flugzeugen, die leicht die zwanzigfache Geschwindigkeit erreichen. Es ist lächerlich" (Ja, da loben wir uns den gepflegten Spaziergang vom Bücherregal zum Sofa). Helmut Mauro meldet, dass das Opernfestival von Sevilla geplatzt ist. Sibylle K. Scholtz und Wolfgang U. Eckart erinnern daran, dass nunmehr seit vierzig Jahren weiche Kontaktlinsen produziert werden.

Besprochen wird die Rubens-Ausstellung, die derzeit in Braunschweig zu sehen ist, und Bücher, darunter Peter Sloterdijks "Sphären"-Trilogie, ein Gesprächband mit Said  und Heinz Berggruens Erinnerungen "Kleine Abschiede" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr). 
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

09.08.2004. Die NZZ kritisiert das schlechte Deutsch der Frakturfraktion. Trotzdem plädiert Hans Küng in der Welt für einen Dialog der Religionen. Die taz konstatiert: Die Intellektuellen haben ohnehin ausgedient. Die New York Times ist sehr streng mit Nicholson Bakers neuem Roman "Checkpoint". Der Salzburger "Rosenkavalier" stößt auf widersprüchliche Reaktionen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.08.2004. FAZ und taz sind sich einig: Die Rückkehr zur alten Rechtschreibung ist ein Triumph des Konservatismus. Ihre Begeisterung darüber fällt unterschiedlich aus. Die FR sieht einen seltenen Gleichklang von Chaos und alter Ordnung. In der SZ träumt Jeremy Rifkin einen europäischen Traum. In der NZZ wünscht sich Gamal al-Ghitani, auch… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.08.2004. Die FAZ findet Dagmar Ottmanns Offenen Brief peinlich. Alle anderen Zeitungen sind beeindruckt. In der FR plädiert Horst Meier für einen Volksentscheid über die Todesstrafe. Die NZZ sieht 800.000 Chinesen beim Online-Spiel zu. In der taz verrrät Frank Baumbauer, welches Theater einen Regisseur einen Zentimeter kleiner macht. Und alle trauern… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.08.2004. In der Zeit teilt Flick-Schwester Dagmar Ottmann präzise Hiebe an alle Seiten aus. Die SZ malt ein Bild schäbiger Realität vom Düsseldorfer Prozess gegen Jörg Immendorff. Der FR erscheint George Bush in einer Aura des Glaubens. In der taz erwartet der libanesische Journalist Michael Young nicht viel von der eingebildeten… Mehr lesen

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04.08.2004. Die SZ findet das Jugendorchester von Caracas genauso gut wie die Berliner Philharmoniker. Der Guardian bringt einen posthumen Essay von Edward Said über künstlerische Spätwerke. Die FR grübelt in Salzburg über Abendgarderobe und Mozartliebe. Der Bayreuther Flimm-"Ring" wird von taz und FAZ ungnädig verabschiedet. Mehr lesen

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03.08.2004. Im Tagesspiegel fordert Wolfgang Becker mehr Wahnsinn im deutschen Film, so wie bei "French Connection" zum Beispiel. Die NZZ fängt Flocken von Pappelsamen im Handke-Land. Die FAZ probiert japanisches Knoblauch-Eis. Die FR findet in ihrer Eigenschaft als Frankfurter Zeitung die Münchner Hochhaus-Debatte beispiellos. Mehr lesen

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02.08.2004. In der Frankfurter Rundschau plädiert Richard Wagner für das Habsburger Modell für Europa. In der Welt entzieht uns Wolfgang Sofsky die Grundsicherung des Daseins. Die FAZ erinnert daran, dass für Polen schon vor sechzig Jahren der Eiserne Vorhang niederging. Die NZZ besucht die Chinesen von Peru. Mehr lesen

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31.07.2004. FR, FAZ, NZZ und SZ erinnern an den Ersten Weltkrieg. George Steiner meint in der Berliner Zeitung, "zuviel Geschichte" hat die Deutschen müde gemacht. Todmüde. Die taz fragt, warum Nacktheit und Gewalt im Theater skandalträchtig sind, nicht aber im Kino. Und Franzobel verteidigt in der Welt die Freiräume in der… Mehr lesen

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30.07.2004. Die SZ verteidigt die Bundeskulturstiftung gegen die Lordsiegelbewahrer des Bewährten. Die FAZ verteidigt die bewährte Rechtschreibung. Die FR hat den neuen Handke gelesen und findet ihn gar nicht verschroben. Die NZZ misst österreichische Widerstände gegen österreichische Widerständler. Die taz bespricht die österreichische Briefmarke für den österreichischen Nationalhelden Arnold Schwarzenegger. Mehr lesen

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29.07.2004. In der Zeit beschreibt Robert Menasse Österreich als erstes Opfer des Ersten Weltkriegs. Die FR beschwert sich über allzu viele Neologismen im neuen Duden. Die taz vergleicht Michael Moore mit Marcel Ophüls. In der SZ verteidigt Otfried Höffe die einfachen Bürger, die auch partizipieren sollen. Der Tagesspiegel begab sich auf… Mehr lesen

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28.07.2004. Nun startet Michael Moores "Fahrenheit 9/11" auch in Deutschland. Die Kritiker strengen sich noch mal richtig an, kommen aber nicht zu einem einheitlichen Urteil. Die FAZ ist pro und kontra zugleich. Die FR feiert den Film als mediale Rückeroberung, die Berliner Zeitung als grandioses Machwerk . Die SZ bewundert den… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.07.2004. Dunkel war's bei Schlingensiefs "Parsifal" in Bayreuth, aber schön! Die taz liebte die fast nackte Venus, die FAZ Klingsors Raketenhöllenfahrt, die FR das Beschwipste, die NZZ die pochenden Maden, und die Welt freute sich, dass sie mal wieder nachdenken konnte in Bayreuth. Der SZ ist es zu postmodern, der Tagesspiegel… Mehr lesen

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26.07.2004. In der FAZ begrüßt Mario Vargas-Llosa die Abwesenheit des lieben Gottes im europäischen Verfassungsentwurf. Für die taz besucht Gabriele Goettle das einzige Berliner Sterbehospiz für krebskranke Kinder. In der FR staunt Richard Wagner über die Renaissance des Billigen. Die NZZ wird mit dem Jubiläums-"Tell" auf dem Rütli nicht glücklich. Mehr lesen

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24.07.2004. Außer der FAZ finden eigentlich alle Zeitungen den neuen Walser gut. In der Welt befürwortet Leon de Winter den Irak-Krieg immer noch. Der Tagesspiegel interviewt Nike Wagner zu Schlingensief. Auch die SZ stimmt uns ausführlich auf Salzburg und Bayreuth ein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.07.2004. Die SZ liest Martin Walsers neuen Roman "Der Augenblick der Liebe" als "dünn überfirnistes Bild einer wahren Affäre des alten Mannes mit einer jungen Frau". Die FR sieht Walser im "unbefriedbaren Ödipalkampf". In der FAZ kritisiert Andre Glucksmann die französische Politik, die den Antisemistimus befördere. Die NZZ spielt Pachinko. Mehr lesen