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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
16.12.2003. In der FAZ erklärt Christina Weiss, warum der Bund die Berliner Staatsoper niemals übernehmen wird. Die SZ erzählt uns die Horrorgeschichte vom Sozialstaat. Die FR erinnert die Ergreifung Saddam Husseins an den Sturz von Ceausescu. Der Tagesspiegel geht vor Lang Lang auf die Knie. Und die taz pflegt ihre Traditionen und lässt sich besetzen.

FAZ, 16.12.2003

Christina Weiss, Staatsministerin für Kultur, erklärt, warum sie nie und nimmer glaubt, dass der Bund die Berliner Staatsoper übernehmen werde und verteidigt die jetzt ins Leben gerufene Berliner Opernstiftung. Und überhaupt: "In erster Linie leiden die Deutsche Staatsoper, die Komische Oper und die Deutsche Oper Berlin nämlich nicht an staatlicher Gängelung, sondern auch am Liebesentzug durch das Publikum." Und "es ist schon verwunderlich, dass einer Stadt mit drei Opernhäusern zum zweihundertsten Geburtstag des großartigen Hector Berlioz nichts, aber auch gar nichts einfallen will." Zumal die "Trojaner" soviel Statisten erfordern wie Berlin Arbeitslose hat!

Weitere Artikel: Christian Schwägerl erklärt, dass die Zukunft des Fliegens in unbemannten Drohnen liege, die zunehmend auch für zivile Zwecke eingesetzt werden. Zhou Derong wirft den deutschen Grünen einen schwer verdaulichen Brocken vor die Füße: "China braucht Atomenergie, wenn es einen größeren Beitrag zur Entwicklung der Weltwirtschaft leisten will. Die Franzosen haben dafür Verständnis." Dirk Schümer wohnte der feierlichen Neueröffnung von La Fenice in Venedig bei. Jordan Mejias greift einen Artikel der New York Times über Bestseller auf dem irakischen Buchmarkt auf - zumeist sind sie religiöser Natur und kündigen den Schiiten die Wiederkehr des Imams Al Mahdi an (wir haben den Artikel leider nicht gefunden). Ludger Fittkau stellt eine Studie über das Phänomen der Patiententötungen im internationalen Vergleich vor. Jürg Altwegg schreibt zum Tod des ivorischen Dichters Ahmadou Kourouma.

Zwei Artikel widmen sich der neuen Lage im Irak: Der Militärhistoriker Edward Luttwak (mehrprophezeit ein Nachlassen der Gewalt im Irak nach der Festnahme des Diktators. Und Hussain Al-Mozany zitiert Persönlichkeiten der neuen irakischen Führungsschicht, die verlangen, dass der Prozess gegen Hussein im Irak, aber nach internationalen Standards stattfinden soll.

Auf der letzten Seite porträtiert Michael Gassmann den DDR-Flüchtling Klaus Knabe, der nach der Wende in Pforzheim ein DDR-Museum gründete. Dieter Bartetzko schildert den Fall des Erbgrafen Eberhard zu Erbach-Erbach, der dem Land Hessen das Familienschloss und die Familiensammlung verkaufte und dann öffentlich schäkerte, er habe den Deal seines Lebens gemacht. Und Wolfgang Sandner erzählt, dass der Chansonnier Georges Moustaki eine neue Platte herausbringt.

Auf der Medienseite schildert Souad Mekhennet, wie das arabische 'Fernsehen auf die Festnahme des Tyrannen reagierte. Und Heike Hupertz beschreibt die Berichterstattung der amerikanischen TV-Kollegen. Ferner schreibt Joran Mejias, über das amerikanische Fernsehereignis des Jahres, den Mehrteiler "Angels in America" in der Regie von Mike Nichols mit Stars wie Meryl Streep und Emma Thompson.

Besprochen werden Marianne Freidigs Stück "Manana", inszeniert von Beat Fäh, in Stuttgart, Philip Tiedemanns Inszenierung des "Zerbrochenen Krugs" in Düsseldorf, eine Ausstellung über "Wendepunkte deutscher Zeichenkunst" im Frankfurter Städel und eine Ausstellung antiker Vasen aus Unteritalien im Dresdner Albertinum.

TAZ, 16.12.2003

Die taz wurde nach langer Zeit einmal wieder besetzt - diesmal von streikenden Studenten. Ihre Begründung: "Die taz ist mittlerweile unweit des gesellschaftlichen Mainstreams und dem von Sachzwanglogik geprägten Politikverständnis angekommen. Sie verzichtet auf grundlegende und weitergehende Kapitalismuskritik und die Infragestellung herrschender Geschlechterverhältnisse. Damit liegt sie bei aller zur Schau gestellten linken Attitüde ganz auf Linie Rot-Rot und Rot-Grün, die die Adressaten des derzeitigen Protestes gegen Sozialabbau sind." Auf den Seiten tazzwei und zweite Meinungsseite finden sich mehrere Texte der Streikenden, darunter eine Erklärung, warum ihre "Kritik nicht an der Uni endet", Überlegungen zum Nutzwert von Eliten und zum Frauenanteil an den Unis. Weitere studentische Statements auf einer eigenen Website sind hier zu lesen.

Die "Bildpolitik" in der Präsentation des festgenommenen Saddam Hussein kommentiert Dirk Knipphals als "Entzauberung" des ehemaligen Diktators. Indem die USA bewusst die Bilder eines "alten müden Mannes beim Arzt" zeigten, hätten sie deutlich gemacht, "dass der Körper Saddam Husseins mit dem body politic nicht mehr verbunden ist. Zu sehen gab es nur den body natural, mit all seinen Mängeln und Schwächen." Daniel Bax porträtiert den kurdischen Sänger Sivan Perwer (homepage), der "einst als Symbolfigur des kurdischen Befreiungskampfs" galt und dessen Berliner Konzert mit der Nachricht von der Festnahme Saddam Husseins zusammen fiel. Und Helmut Höge räsoniert über Berliner "Bauherren- oder Abschreibungsmodelle", respektive das "Elend auf der Welt und die Rolle der Kultur" dabei.

Besprochen werden die ersten drei Bände einer Thomas-Bernhard-Werkausgabe, außerdem gibt es Kurzkritiken zu Büchern von Michael-Andre Werner, Hanns-Josef Ortheil, Friedrich Ani, Birgit Vanderbeke und Wolfgang Schneider (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Und hier TOM.

FR, 16.12.2003

Die FR kommentiert noch einmal in zwei Texten die Ergreifung von Saddam Hussein. Karl Grobe vergleicht Hussein Ende, an dem er "ein anderer geworden" sei, aber doch immerhin eines verstanden habe, nämlich "sein Ende als Machthaber". "Ein anderer Diktator hat dies vor fast auf den Tag vierzehn Jahren in einem jäh aufblitzenden Moment begriffen. Nicolae Ceausescu auf dem Balkon, sich des anschwellenden Protests und der unerhörten Gegenwehr des Volkes mitten in einer realitätsfernen Rede inne werdend, erstarrte in der eigenen Suada zur Statue des Gescheiterten. Die Erinnerung an dieses Bild haftet so fest wie die an das andere, Ceausescu vor dem Erschießungspeloton: Genossen, Ihr könnt doch nicht... Verstehen und Nichtverstehen verschmolzen. Der rumänische Conducator ist bis zum letzten Atemzug er selbst geblieben."

Burkhard Müller-Ullrich denkt darüber nach, wie lange es wohl dauern wird, bis "die Bilder des kläglichen Saddam jene des triumphierenden verdrängen? Schon schwindet das Bewusstsein der Bedrohung, die er darstellte; man fühlt kaum noch den Schrecken, den er einst verbreitete - als Massenmörder seines Volkes, als diabolischer Stratege der Vernichtung Israels, als geisterhafter General des Untergrunds."

Weiteres: Natascha Freundel resümiert eine kulturwissenschaftliche Tagung am Potsdamer Einstein Forum zum Thema "Passion(s) in Culture(s)". In der Kolumne Times mager kommentiert Elisabeth Lemke die Karlsruher Scharmützel um das ZKM und Museum für Neue Kunst.

Als "geradezu unzeitgemäß großzügig" feiert Daniel Kothenschulte den "triumphalen" Abschluss von Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie. Mehr als "Trainer denn als Regisseur" kam Hannelore Schlaffer dagegen der neue Intendant Hasko Weber bei seiner Inszenierung von "Die Drei von der Tankstelle" an der Stuttgarter Staatsbühne vor. Besprochen wird außerdem Tschaikowskys "Pique Dame" an der Berliner Staatsoper und ein ob seiner Bühnenperfektion "glamourös langweiliges" Konzert der New Yorker Band The Strokes.
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Tagesspiegel, 16.12.2003

In einem Interview macht der irakische Dichter Khalid Al-Maaly (mehr) seiner Freude über die Festnahme Saddam Husseins Luft: "Der vergangene Sonntag ist für die Iraker nur vergleichbar mit dem Geschehen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich bin derart erleichert, das können Sie sich gar nicht vorstellen. 25 Jahre nach meiner Flucht aus dem Irak, den ich seither nicht mehr betreten habe, bin ich kurz vor der Einreise. In zwei, drei Tagen will ich von Dubai aus nach Basra fahren."

Auch Christine Lemke-Matwey geht in die Knie: vor dem chinesischen Pianisten Lang Lang (homepage mit Hörproben), der in der Berliner Philharmonie Beethovens G-Dur Konzert spielte: "Lang Lang, der 21-jährige chinesische Wunderknabe, hätte bei seinem Berlin-Debüt auch in himmlischem Manna rühren oder einen simplen Staubsauger betätigen können - die Wirkung, die Faszination wäre die gleiche gewesen. Hier ist ein Mensch und Künstler, der in seinem Zugriff auf die Welt so ungeheuer begabt ist, so souverän und heiter und sensitiv, dass man ihm unverzüglich das eigene Herz zu Füßen legen möchte. Solange Lang Lang spielt, solange kann buchstäblich nichts falsch sein: im Leben nicht und nicht in der Musik."

NZZ, 16.12.2003

Peter Hagmann schreibt zur Eröffnung des restaurierten Teatro La Fenice in Venedig (Homepage). Er hat die Rekonstruktionsarbeiten für gut befunden: "Der Raum erstrahlt in alter Schönheit, und wer sich mit etwas Phantasie in ihn hineinträumt, kann die Magie des Ortes sogleich wieder spüren." Claudia Schwartz kommentiert die Berliner Studentenproteste gegen die Hochschulmisere.

Besprechungen widmen sich heute der Ausstellung "Verborgen im Buch, verborgen im Körper. Haut zwischen 1500 und 1800" in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Urs Dietrichs Choreografie "Laren" am Bremer Tanztheater und selbstverständlich zahlreichen neuen Büchern, darunter ein Band mit Lyrik und Prosatexten des israelischen Dichters Dan Pagis, Sybille Bedfords "verwickelter, hochkomplexer, ereignisreicher" Roman "Ein Vermächtnis" und Simon Werles Familienroman "Der Schnee der Jahre" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

SZ, 16.12.2003

An Stifters "Bergkristall" sieht sich Thomas Steinfeld angesichts des gerade glimpflich überstandenen Reformdramas erinnert: "Die Erzählung vom 'Bergkristall' ist auch eine Horrorgeschichte. Dreimal hören die Kinder das Eis des Gletschers krachen, scheinbar 'das Starrste', tatsächlich aber das 'Regsamste und Lebendigste'. Es wird der Sozialstaat sein."

"Eine Bestie sieht anders aus", kommentiert Willi Winkler die TV-Bilder vom gefangenen Saddam Hussein. "Der Mann in dem Erdloch am Tigris sah aus wie ein sehr holzgeschnitzter Hirte, vage einem der Dürer'schen Apostel nachempfunden, eine bloße Krippenfigur. Seine Erbärmlichkeit wird Saddam töten, vielleicht sogar ein halbwegs rechtsstaatliche Verfahren (...), aber mit Sicherheit besorgt es die Entdämonisierung, die mit diesen Fernsehbildern begonnen hat."

Weitere Artikel: Fritz Göttler untersucht den Einsatz von Namen, Bildern und Mythen bei der Operation "Red Dawn" im Irak. Henning Klüver freut sich über das wiederöffnete Theater La Fenice in Venedig. Gernot Wolfram stößt in Regionalzeitungen im Oder/Neisse-Gebiet auf ein "erregtes deutsch-polnisches Misstrauen" ("ein gewisses Ärgern und Sticheln ist unüberhörbar"). Ralf Berhorst resümiert eine Tagung des Potsdamer Einstein Forums über Affekte, Passionen und Empfindungen. In der "Zwischenzeit" bedauert Harald Eggebrecht anlässlich des Beginns der Jagdsaison sämtliche arme Sauen der Welt. Jens Bisky kommentiert einen mäßig fortschrittlichen Berliner Vorstoß in Sachen Gesamtschule. Kurz referiert wird außerdem ein Diskussionsbeitrag von Joachim Radkau in der Zeitschrift "Geschichte und Wissenschaft und Unterricht", in dem der Autor die "Grüne Revolution" im Geschichtsunterricht fordert. Und Burkhard Müller interpretiert ein Langgedicht des polnischstämmigen Nobelpreisträgers Czeslaw Milosz (mehr) in "Sinn und Form". Till Briegleb stellt eine Reihe von Filmen aus Afghanistan und Iran vor, die im Rahmen eines Festivals in der Berliner Volksbühne und im Babylon-Kino laufen. dpa meldet schließlich, dass die Ullstein-Verlage München verlassen und wieder nach Berlin zurückkehren.

Besprochen werden eine Ausstellung des Trecento-Malers Duccio in Siena, die Präsentation der Sammlung Ordrupgaard aus Dänemark in der Staatsgalerie Stuttgart, Hasko Webers Inszenierung von "Die Drei von der Tankstelle" am Stuttgarter Staatsschauspiel, Alan Ayckbourns Stück "Schöne Bescherung" an den Münchner Kammerspielen, ein Konzert des Violinisten Giuliona Carmignola und des Venice Baroque Orchestra in München, eine neue CD von Manfred Mann, der drei bislang unbekannte Hymnen von Edgar Elgar entdeckt hat, und Bücher, darunter Christoph Königs "Internationales Germanistenlexikon 1800 - 1950" (hier) und eine Geschichte der römischen Kaiserzeit. (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr)
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Archiv: Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

15.12.2003. In der taz schildert der Orientalist Bernard Lewis die göttliche Strafe für Selbstmordattentäter. Die NZZ meditiert über Stalins "unerschütterliches Weiterleben". Äußerst zwiespältige Aufnahme fanden Elfriede Jelineks "Bambiland",  Christoph Schlingensiefs Inszenierung dieses Stücks am Burgthater sowie die Festnahme Saddam Husseins. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2003. Die taz erkennt in den protestierenden Studenten die neueste Mitte. Die SZ glaubt, dass man mit dem Kopftuchverbot an französischen Schulen nur Symptome kuriert. Die FR mokiert sich über die Aufnahme Valery Giscard d'Estaings in die Academie francaise. Die FAZ fragt: "Wie allgemein ist das individuelle Gehirn." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.12.2003. In der FAZ singt Andrzej Stasiuk ein Hohelied auf die Welt jenseits des siebzehnten Grads östlicher Länge. In der Welt erklärt George Soros, wo und warum er sein Geld sinnvoll ausgibt. Im Tagesspiegel behauptet Leon de Winter, dass die arabische Welt unter arabischen Problemen leidet. Die NZZ versucht noch einmal… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.12.2003. In der Zeit prangert Leon de Winter den europäischen Antisemitismus an. Außerdem will die Zeit den Buchmarkt mit einem Spargelschäler reparieren. In der taz outet Michael Rutschky den Negativisten Theodor W. Adorno als Philosophen des Glücks. In der FR beruhigt sich die Frankfurter Büergermeisterin Petra Roth über die Mindestgröße ihrer… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.12.2003. Furchtbar! findet in der Berliner Zeitung die türkische Krimiautorin Esmahan Aykol das Kopftuch in Schulen. In der NZZ bezweifelt Faraj Sarkohi, dass die reformierten Islamisten den Iran demokratisieren können. Die SZ fordert den gnadenlosen Rechtsstaat. Die FAZ trauert auch heute noch um Harald Schmidt. In der taz beklagt Joseph von… Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.12.2003. Die Harald-Schmidt-Show wird abgesetzt. Ob diese Katastrophe vom deutschen Feuilleton verkraftet werden kann, ist noch sehr fraglich. Die FAZ bringt außerdem die Nobelpreisrede J. M. Coetzees, der eine sehr traurige Geschichte über Lockenten erzählt. Die NZZ informiert über die Planung der Festivitäten  zum 200. Geburtstag Hans-Christian Andersens. Mehr lesen

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08.12.2003. Walter Jens kann sich im Gespräch mit der SZ nicht erinnern, der NSDAP beigetreten zu sein. In der NZZ macht sich der Althistoriker Christian Meier angesichts der Anglisierung Sorgen um den den Zustand der deutschen Sprache. Die taz fragt den linken Historiker Richard J. Evans, was ein linker Historiker ist. Mehr lesen

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06.12.2003. In der SZ erzählt Richard Swartz von seiner Reise in die unbekannte Ukraine. In der FR wünscht sich der Soziologe Heinz Bude mehr Respekt in der Politik. Die taz verabschiedet den halbgebildeten studentischen Besserwissers. In der NZZ verrät uns Hans Magnus Enzensberger seine liebsten Wörterbücher. Und in der FAZ fürchtet… Mehr lesen

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05.12.2003. In der FAZ verabschiedet Ulla Berkewicz den Suhrkamp-Stiftungsrat mit freundlichen Worten. Die taz erklärt, wie man in Russland missliebige Politiker aus dem Weg räumt. Die SZ schildert Putins Regime als Wahlmonarchie. Die NZZ glaubt an einen europäischen Verfassungspatriotismus. Und Luk Percevals Berliner "Andromache"-Inszenierung kommt in der FR und der FAZ… Mehr lesen

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04.12.2003. lindenstraße, neue folge: Die Feuilletons kommentieren heute natürlich alle den Rücktritt des Suhrkamp-Stiftungsrats. Der Hanser-Verleger Michael Krüger erfreut sich dagegen bester Vitalität, wie er selbst in der Zeit mitteilt. In der SZ erzählt Stewart O'Nan, wie George Bush einmal die Stahlarbeiterstadt Pittsburgh besuchte. Alle verabschieden den großen Will Quadflieg. Mehr lesen

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03.12.2003. Die SZ rät dem Suhrkamp-Stiftungsrat zur Selbstauflösung in aller Stille. Die FR beschreibt den neuen Antisemitismus in Frankreich. In der Berliner Zeitung macht sich Christina Weiss selbstkritische Gedanken zur deutschen Kulturpolitik. Die NZZ freut sich, dass mit Tel Aviv erstmals ein modernes Bauensemble ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die FAZ feiert… Mehr lesen

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02.12.2003. In der FR erklärt Georg Franck, was das schlimmste ist im Kapitalismus: nicht ausgebeutet zu werden. Die taz bringt einen Islam-Schwerpunkt. Laut Berliner Zeitung droht Sascha Waltz mit Weggang von der Schaubühne. Die SZ begibt sich auf die Suche nach einer "neuen sozialen Frage". Die FAZ besucht das Grab Masuds. Mehr lesen

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01.12.2003. Die FAZ beschreibt, wie man in einer Theaterinszenierung nicht irgendetwas streicht, "sondern gleich das ganze Stück". Die SZ meint: Wir haben das Problem mit der Einwanderung nicht gelöst, weil wir das Problem mit der Auswanderung nicht bewältigt haben. In der taz beschwert sich der Systemtheoretiker Peter Fuchs über Metaphern, die… Mehr lesen

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29.11.2003. Die FAZ stellt Afghanistans erste unabhängige Zeitung vor, die Kabul Weekly. Die NZZ sucht nach cynghanedd draws in Gerard Manley Hopkins Gedicht "The Wreck of the Deutschland". Die taz hat die hundertjährige Pianistin und Holocaust-Überlebende Anna Herz besucht. Die FR vermisst Underground-Strategien in der neuen Arte-Serie "Get Up Stand Up".… Mehr lesen

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28.11.2003. In der SZ schildert der Schriftsteller Gernot Wolfram seine interkulturelle Kommunikation mit den Polen. Die taz fragt, wie einer, der "wie Forrest Gump durch die Entertainmentwelt stolpert", zum glamourösesten Deutschen nach Boris Becker und Marlene Dietrich werden konnte. Die NZZ bestellt The Walrus vor. In der FAZ gratuliert sich Marcel… Mehr lesen