Bücherschau des Tages - Archiv
Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit. Täglich ab 14 Uhr.
Februar 2010
09.02.2010 Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen
08.02.2010 Begeistert liest die FR Arno Geigers Roman "Alles über Sally" über ein ganz normales Akademiker-Paar in unglücklicher Ehe. Beeindruckt ist die SZ von Barbara Beuys' Porträt der Sophie Scholl. Peter Probst folgt sie freudig in den schmutzigen Teil Münchens. Mehr lesen
06.02.2010 Mächtig beeindruckend und beeindruckend mächtig findet die NZZ Ma Jians Roman "Peking Koma" über die Ereignisse von 1989. Die NZZ bespricht außerdem moderne chinesische Lyrik und hat an einem Körper Obamas genug. Die FR feiert Ulrike Draesners neuen Roman. Der taz graut es vor den Karnevalisten der Nazizeit. Außerdem kann sie mit J.M. Coetzees "Sommer des Lebens" nicht allzuviel anfangen.
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05.02.2010 Hellauf begeistert ist die SZ von Thomas Strässles gelehrter, aber menschenfreundlicher Literaturgeschichte über das "Salz", die von Lots Weib bis Durs Grünbein reicht. Die FAZ empfiehlt Arno Geigers "Alles über Sally" als Roman über eine Frau, die während ihrer Ehe immerhin sich selbst treu bleibt. Die FR liest Marcuse. Mehr lesen
04.02.2010 Mit Entsetzen und Erschütterung begleitet die SZ den italienischen Journalisten Fabrizio Gatti auf einem Flüchtlingstreck über die Sklavenpiste durch die Sahara. Als präzise und brutale Bestandsaufnahme eines Gefühls preist Pascale Hugue in der Zeit Catherine Millets Buch über die Kehrseite der Libertinage "Eifersucht". Mitunter Tränen gelacht hat sie bei Serhij Zhadans Erzählungen "Hymne der demokratischen Jugend". Gar nicht überzeugt ist die FAZ von Roberto Zapperis "Abschied von Mona Lisa". Mehr lesen
03.02.2010 Leichten Herzens nimmt die SZ mit Roberto Zapperi "Abschied von Mona Lisa". Die FAZ lernt von Michael Gampels "Elektropoetologie" alles über die gemeinsamen Ursprünge von Elektrizität und Dichtung. In Jean-Michel Palmiers Biografie (Leseprobe) begegnet ihr fast schon der Walter Benjamin für das 21. Jahrhundert. Die NZZ liest mit Vergnügen Bernard Becketts Science-Fiction-Roman "Das neue Buch Genesis". Und auch die FR schwärmt jetzt von Helene Hegemanns "Axolotl".
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02.02.2010 Ganz hingerissen ist die FAZ von der schönen und vor Intelligenz sprühenden Modeste, der Heldin in Balzacs viel zu selten gelesener Sittenstudie "Modeste Mignon". Die NZZ liest mit Freude Jenny Erpenbecks Kolumnen "Dinge, die verschwinden". Und die taz begeistert sich für Katharina Sykoras Studie "Die Tode der Fotografie". Mehr lesen
01.02.2010 Ist es noch Leben oder schon Literatur?, fragt die SZ nach dem Briefwechsel von Siegfried Unseld und Thomas Bernhard. Außerdem liest sie zu Helmut Kohls anstehendem achtzigsten Geburtstag gleich zwei Biografien des Altkanzlers. Die FAZ bewundert die opulenten Panoramen von Henry Darger und liest Dieter Kühns Was-Wäre-Wenn-Geschichten "Ich war Hitlers Schutzengel" mit einigem Genuss. Und die taz konstatiert: Selbstdemontage betreibt Siri Hustvedt mit ihrem Buch "Die zitternde Frau" nicht. Mehr lesen