Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 21.05.2013, 14.31 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Bücherschau des Tages - Archiv

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit. Täglich ab 14 Uhr.



Mai 2013


Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013 Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013 Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Zwischen Mythos und Entmythologisierung

17.05.2013 War der junge John F. Kennedy ein Bewunderer Hitlers?, fragt sich die FR nach der Lektüre von JFKs Aufzeichnungen über seine Reisen nach Nazi-Deutschland. Die SZ empfiehlt die von Denis Hollier herausgegebene Sammlung von Beiträgen des legendären Collège de Sociologie und Alois Prinz' ausgewogene Biografie von "Jesus von Nazaret". In seinem Roman "Junge rettet Freund aus Teich" erweist sich Heinz Strunk als einfühlsamer Literat, staunt die FAZ. Mehr lesen

Mikrokosmos des prekären Lebensgefühls

16.05.2013 Wärme, Humor, Frechheit, Mut und sprachliche Kraft schätzt die FAZ an Julia Kissinas Debütroman "Frühling auf dem Mond". Die SZ ist höchst begeistert und zutiefst fasziniert von Inger-Maria Mahlkes "Rechnung offen" über die Bewohner eines Neuköllner Mietshauses. Angesichts seines Gedichtbands "verdecktes gelände" rechnet die NZZ mit der baldigen Neuerfindung von Nico Bleutge. Und die Zeit purzelt in Peter Careys Roman "Die Chemie der Tränen" durch einen doppelten Boden auf den nächsten. Mehr lesen

Mit allen Wassern der Skrupellosigkeit gewaschen

15.05.2013 Nicht weniger als eine neue Perspektive auf die Religionsgeschichte Europas eröffnet Wilhelm Schmidt-Biggemann mit seiner "Geschichte der christlichen Kabbala", stellt die NZZ beeindruckt fest. Äußerst verdienstvoll findet die taz, dass Hermann Vinke die Nazi-Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beck aus der Vergessenheit befreit. Yoram Kaniuk rüttelt mit seinem Roman "1948" gehörig am Mythos der Staatsgründung Israels, staunt die SZ. Und die FR bekommt es in Elmore Leonards neuem Krimi "Raylan" mit Kidney-Nappern zu tun. Mehr lesen

Sieg der Kurven über die Linie

14.05.2013 Die NZZ erliegt den leisen, subtilen Tönen von Mira Magen. Die SZ bereitet sich mit einer Biografie der Copacabana kritisch auf den Sommer vor. Die taz versenkt sich in die Porträts von 15 Namenlosen aus der Berliner Gemäldegalerie. Mehr lesen

Der Mensch ragt in den Raum hinein

13.05.2013 Mit "Einzelgänger" legt der Soziologe Wolfgang Sofsky ein Prosadebüt vor, das nahtlos an die Anthropologie seiner Sachbücher anschließt, staunt die SZ. Außerdem liest sie mit Vergnügen Franz Hessels Debütroman "Der Kramladen des Glücks" von 1913 und freut sich bereits auf die Hollywood-Verfilmung von Joe R. Lansdales Krimi "Dunkle Gewässer". Die FAZ empfiehlt "Die Sängerin aus dem Ghetto", Agata Tuszynskas bewegende Biografie der Wiera Gran. Die taz findet Naomi Wolfs "Vagina" bestenfalls als Symptom des Infotainments interessant. Mehr lesen

Sinnsucher

11.05.2013 Die taz saust mit John Dos Passos im Orient-Express durch die Türkei, Georgien, Armenien, Iran und Irak bis nach Syrien. Und sie erliegt dem Suchtcharakter von Sara Grans Ermittlerin Claire DeWitt. Die FAZ gräbt ihren Garten mit guten Ratschlägen von Goethe, Doderer und Strindberg um. Die FR liest halb amüsiert, halb abgestoßen die Notizen eines Backfischs im Bombenkrieg. Die SZ begutachtet Ernst Jüngers Sammlung letzter Worte. Mehr lesen

Stadt des Jammers

10.05.2013 Die SZ rühmt Hartmut Köhlers Dante-Übersetzung, die mit dem dritte Band "Paradies" nun die "Göttliche Komödie" abschließt. Die NZZ freut sich, dass Joe Dalys "Doppeltes Glück mit dem Roten Affen" dem "graphic-novellliserten" Comic seinen anarchischen Witz zurückgibt. FAZ und taz lesen zudem Erich Kästners Texte zur Bücherverbrennung. Mehr lesen

Träge lacht die Nacht

08.05.2013 Als Mittel gegen die grassierende Marx-Müdigkeit empfiehlt die NZZ Jonathan Sperbers akribische Biografie. Die SZ freut sich über gleichmütige Haikus des Schauspielers Robert Hunger-Bühler. Große Begeisterung herrscht bei der Zeit über Albert Cohens wiederveröffentlichten Roman "Die Schöne des Herrn" und "Der Komet", Hannes Steins Vision eines 20. Jahrhunderts ohne Weltkriege. Und die FAZ lässt sich von Cédric Villani das Theorem zur nichtlinearen Landau-Dämpfung näherbringen. Mehr lesen

Dekonstruktivistischer Wutausbruch

07.05.2013 Ganz verzaubert ist die NZZ von Hartmut Langes schön dunklen Novellen "Das Haus in der Dorotheenstraße" und mit Freude auch in ihrem Weltbild erschüttert. Nach Lektüre des Briefwechsels von Willy Brandt und Günter Grass warnt die SZ: Macht verdirbt den Charakter. Außerdem lernt sie von Gennaro Postiglione, dass Architekten selbst nicht so minimalistisch wohnen, wie sie für andere bauen. Mehr lesen

Das bisschen Koketterie

06.05.2013 Die FAZ freut sich, wie gut Joschka Fischer und Fritz Stern im Gespräch über Geschichte und Politik harmonieren. Dann vergräbt sie sich in Chris Womersleys Abenteuerroman "Beraubt". Die FR lernt die Sprache der Macht in Ernst-Wilhelm Händlers Roman "Der Überlebende". Die SZ ruft nach einem Blick auf die von Jared Cohen und Eric Schmidt propagierte Vernetzung der Welt nach Weihwasser. Mehr lesen

Festland mit abgezogener Haut

04.05.2013 Als ein herausragendes Zeugnis würdigt die tief beeindruckte taz Otto Dov Kulkas Auschwitz-Erinnerungen "Landschaften der Metropole des Todes". Außerdem liest sie Josef Foschepoths Überwachungsgeschichte der BRD und stimmt in die Hymne auf Jamil Ahmads "Der Weg des Falken" mit ein. Die NZZ empfiehlt den Lyrikband "Kreuzwort" der weißrussischen Dichterin Valzhyna Mort. Und die FAZ begibt sich mit Klaus Modicks Roman "Klack" ins Westdeutschland des Jahres 1962. Mehr lesen

Grauzone zwischen Diskretion und Manipulation

03.05.2013 In ihrer dreißig Jahre und dreihundert Schreiben umfassenden Korrespondenz lassen Günter Grass und Willy Brandt keinen Konflikt aus, staunt die FAZ. Außerdem erlebt sie die kulturwissenschaftliche Eroberung des Mundraums in dem von Hartmut Böhme und Beate Slominski herausgegebenen Band "Das Orale". Als eine Mischung aus Huck Finn und Film Noir empfiehlt die SZ David Lampsons Jugendroman "Vom Finden der Liebe und anderen Dingen". Und die NZZ lernt den Dirigenten Otto Klemperer als eher prägnanten denn literarischen Briefeschreiber kennen. Mehr lesen

Farbe verdrängt das Monochrome

02.05.2013 Als unschätzbares Dokument kulturellen Wissens preist Roger Willemsen in der Zeit Jamil Ahmads "Der Weg des Falken" über Nomaden in Belutschistan. Gilles Reckinger zeichnet in "Lampedusa" ein ambivalentes Bild der Menschen am Rande Europas, meint die FR. Martin Gecks Wagner-Biografie ist der FAZ packender Roman und Vademecum zugleich. Die NZZ liest derweil mit forscher Neugier Florian Werners Kulturgeschichte der Schüchternheit. Mehr lesen

Archiv: Bücherschau

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Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Archiv: Empfehlungen

Dienstleistungswürfel

08.05.2013: William T. Vollmann setzt das Schostakowitsch-Prinzip in Literatur um. Alain Mabanckou führt uns ins Trois-Cents-Viertel Brazzavilles. Jochen Schmidt führt uns im Sommer 89 ins Ferienlager Schneckenmühle. David Gilmour sucht Italien, Kathrin Passig experimentiert mit neuen Technologien. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

William T. Vollmann: Europe Central

11.04.2013: Die verschiedenen Geschichten in "Europe Central" erzählen aus sowjetischer und deutscher Sicht vom 20. Jahrhundert, vom zweiten Weltkrieg und dem Leben von Künstlern (wie Schostakowitsch und Kollwitz) und Militärs (wie Wlassow und Paulus, dem Verlierer von Stalingrad). Lesen Sie hier einen Auszug aus dem historischen Roman des amerikanischen Schriftstellers William T. Vollmann. Mehr lesen

Gottfried Wagner: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

08.04.2013: Ein Familienbeitrag zum Wagner-Kult: Gottfried Wagner rechnet mit seinen Urgroßvater ab, nicht mit dem Werk, sondern mit der Person Richard Wagner, den er als Antisemiten, Frauenfeind und Lebensverächter beschreibt, der von Selbstvergötterung und Todessehnsucht getrieben war. Lesen Sie hier ein Kapitel aus Gottfried Wagners Streitschrift "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir".
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Josef Winkler: Mutter und der Bleistift

25.03.2013: Der österrreichische Schriftsteller Josef Winkler ist auf Reisen, und die Literatur, die ihn begleitet, verknüpft sich mit Erinnerungen an seine verstorbene Mutter, die ihren eigenen Erinnerungen wiederum nur mit Schweigen begegnen konnte. "Mutter und der Bleistift" schildert Szenen aus ihrem Leben. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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