Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Bücher der Saison
Frühjahr 2006
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison. Von Thekla Dannenberg, Christoph Mayerl
03.04.2006. Die deutschen Feuilletons haben die Fremden entdeckt - und das mit Macht. Die am häufigsten besprochenen literarischen Bücher beschäftigen sich mit einem Reisenden des 19. Jahrhunderts, türkischen Mädchen im Anatolien der Fünfziger, Jugendbanden in Leipzig oder global Sex suchenden serbischen Diplomatentöchtern. Im Sachbuchbereich hat vor allem Necla Keleks Untersuchung über die türkischen Männer in Deutschland heftige Diskussionen ausgelöst.
Die deutschen Feuilletons haben die Fremden entdeckt - und das mit Macht. Die meistbesprochenen literarischen Bücher beschäftigen sich mit Reisenden im 19. Jahrhundert, türkischen Mädchen im Anatolien der Fünfziger, Jugendbanden in Leipzig oder global Sex suchenden serbischen Diplomatentöchtern. Im Sachbuchbereich hat Necla Keleks Untersuchung türkischer Männer in Deutschland heftige Diskussionen ausgelöst.
Viel Spaß beim Lesen - und Reisen!
Deutschsprachige Autoren
Man verlässt wieder sein Jugendzimmer und geht in die Welt. Dieses Frühjahr bietet jede Menge Rumtreiber in der deutschen Literatur. Der kosmopolitischste unter ihnen ist sicher Ilija Trojanows "Weltensammler" (bestellen), der britische Kolonialoffiziers Richard F. Burton, der im 19. Jahrhundert Asien und Afrika bereiste und ausspionierte. Der sich die fremden Kulturen erschloss, indem er sich anpasste, die Sprachen lernte, lernte, sich wie ein Einheimischer zu kleiden, zu essen, zu sprechen - und wenn nötig auch zu beten. Er besuchte als erster Europäer Mekka und Medina. Ein aufregendes Leben, das die Kritiker prächtig erzählt fanden. Begeistert hat sie jedoch vor allem, dass Trojanow die Ansichten und Gedanken des Briten immer wieder durch die Stimme eines einheimischen Dieners oder einer Behörde ergänzt. Erst diese Polyphonie macht aus der Geschichte weit mehr als einen exotischen Roman, so die Zeit, nämlich einen "höchst aktuellen Dialog über Fremdheit und Fremde". Und Karl-Markus Gauß (SZ) findet den mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichneten Roman "so spannend und intelligent", dass er seinesgleichen sucht.
Nur Sibylle Lewitscharoffs Held in "Consummatus" (bestellen), ein Schullehrer, reist noch weiter - ins Totenreich, aus dem er seine Geliebte zurückholen möchte. Er trifft dort außerdem Bob Dylan, Jesus, Nico, Andy Warhol und Jim Morrison. Die Zeit steht ehrfürchtig vor so viel "Gotteswahrnehmung, die sich so unreligiös wie nur möglich gibt" und nichts mit Esoterik zu tun hat. Witz und Beschwingtheit attestiert die FR dem Roman, die FAZ bewundert die "glänzende Sprachkraft" der Autorin. Katharina Hackers "Habenichtse" (bestellen) kommen bis London. Schickes Berliner Paar mit schicken Berufen in schicker Stadt. Doch die Kritik ist sich einig, dass der Buchtitel nicht auf die armen Nachbarn, sondern die gutsituierten, doch hohlen Deutschen gemünzt ist. Ihrer Gedankenlosigkeit fällt am Ende ein Kind zum Opfer. Die taz bewundert, wie lakonisch und gelassen Hacker ihre grausame Geschichte erzählt. Die Zeit findet das Paar in einer klugen, zeitkritischen Analyse beschrieben. Nur taz-Rezensent Jörg Magenau hatte nach der Lektüre absolut keine Lust mehr auf Ewigkeit.
Feridun Zaimoglus Heldin "Leyla" (bestellen) geht erst ganz am Ende - nach Deutschland, wohin sie ihrem Mann folgt. Der allergrößte Teil dieses viel gepriesenen Romans spielt in Leylas anatolischem Dorf, wo sie in den fünfziger Jahren mit ihrer Mutter, Brüdern, Schwestern und einem jähzornigen prügelnden Vater aufwächst. Der ganze Roman ist aus der Perspektive dieses Mädchens erzählt. Die Rezensenten nahmen die Möglichkeit, etwas über die erste Generation türkischer Einwanderer zu lernen, begierig auf. Die Zeit lernte, dass Gehorsam gegenüber dem Vater wichtiger ist als der Glaube. Die FR stellt erstaunt fest, dass die Frauen in diesem Roman "die interessanteren, psychologisch raffinierteren Protagonisten" sind. Die FAZ, die "Leyla" den Aufmacher ihrer Buchbeilage widmete, bewundert Zaimoglus "Kunst der Einfühlung in seine Figuren".
Clemens Meyers Helden halten sich dagegen an ihrem Apfelkorn fest und bewegen sich keinen Millimeter aus ihrem Leipziger Vorort hinaus - außer in den Knast. Der 524 Seiten dicke Debütroman "Als wir träumten" (bestellen) wurde von der Kritik sehr gut besprochen. Für die FAZ ist es ein "großer Roman" über die ostdeutsche Jugend im Deutschland der Nachwendezeit. Die Zeit findet den "kleinen gemeinen Lebenskampf" größer dargestellt als alle historischen Umbrüche. Und die FR denkt gar an Jean Genet. Nur Sigrid Löffler konnte in Literaturen gar nichts mit diesem Roman anfangen: "Alles läuft auf den einen dumpfen Kernsatz hinaus: 'Mann, das ist echt so scheiße.' Stimmt leider."
Sehr gut besprochen wurden außerdem Norbert Zähringers "Als ich schlief" (bestellen). Das Personal des Romans ist eindrucksvoll: ein afrikanischer Flüchtling, ein Berliner Wachmann, ein iranischer Arzt und ein im Wachkoma liegender Ich-Erzähler - alle in einer verwegenen Konstruktion miteinander verbunden. Gut angekommen auch der Internatsroman "Warum du mich verlassen hast" (bestellen) des FAZ-Korrespondenten Paul Ingendaay. Glänzend beschreibe Ingendaay das Internatsleben mit seinen grausamen Seiten und heimlichen Lüsten, findet die Zeit. Der SZ machte der Roman "gute Laune".
Osteuropäische Autoren
Vladimir Sorokins "Bro" (bestellen) erzählt die Vorgeschichte des Mannes, der in "Ljod. Das Eis" eine mörderische Sekte gründete. In der FAZ bekennt Wolfgang Schneider, dieser Roman habe ihn zum Sorokin-Fan gemacht. Er bewundert des Autors "gnostisch-bösen Blick" auf die Scheußlichkeiten des Lebens, der eines Cioran würdig sei. Die SZ hat ihre Freude am "heiligen Überschwang" der Handlung und empfiehlt den Lesern, bei der Lektüre einfach ihren Verstand auszuschalten. Dzevad Karahasans "Der nächtliche Rat" (bestellen) erzählt von einem Bosnier, Simon, der nach dem Exil in Berlin 1991 in seine Heimatstadt Foca zurückkehrt, kurz bevor der Bürgerkrieg ausbricht. In dem Roman, der tief ins Mythologische eingesenkt ist, verleugnen alte Bekannte den Heimkehrer Simon, bis er schließlich des Mordes an vier engen Freunden verdächtigt wird. Wie elegant und kraftvoll Dzevad Karahasan die aufbrechende Gewalt zwischen den Menschen beschreibt, das hat die NZZ umgehauen. Sie findet den Roman spannend, historisch genau, witzig, ideenreich und klug. Dazu eine Leseprobe aus unserem Vorgeblättert.
Leonid Zypkins "Ein Sommer in Baden-Baden" (bestellen) wurde vor einigen Jahren zufällig von Susan Sontag in einem Antiquariat entdeckt. Ihrer Begeisterung verdankt sich die Neuauflage und - in Deutschland - die Neuübersetzung dieses Romans. Er erzählt die Geschichte des jungen Ehepaares Dostojewski und reflektiert zugleich, in Gestalt eines jungen russischen Intellektuellen, der auf einer Bahnfahrt das Tagebuch von Dostojewskis Frau liest, den Sowjetstaat. Für FAZ und taz ein großartiges Werk, das zwei Welten, zwei Zeitalter, zwei Geschlechter einander gegenüberstellt. Die FAZ rühmt auch die "leuchtende Intensität" der Übersetzung von Alfred Frank.
Englischsprachige Autoren
Shirley Hazzard wurde in Sydney geboren, mit 16 Jahren beobachtete sie für den britischen Geheimdienst von Hongkong aus den Bürgerkrieg, später arbeitete sie in New York an der UNO. Klar, dass es die Helden ihres Romans "Das große Feuer" (bestellen) auch nicht an einem Ort hält. Japan, China, Hongkong und England Mitte der vierziger Jahre sind die Orte, an denen die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem alternden Kriegshelden spielt. Die NZZ bewundert die "makellose Eleganz", mit der Hazzard erzählt, und das Happy-End.
Viel rumgekommen ist auch die Heldin in Natasha Radojcics Debütroman "Du musst hier nicht leben" (bestellen). Mit 15 Jahren läuft Sascha, Tochter eines serbischen Diplomaten und einer muslimischen Mutter, fort aus ihrem Elternhaus in Belgrad. Die Polizei greift sie auf, die Familie schickt sie nach Kuba zu einem Onkel, der reicht sie weiter zu ihrem Vater nach Athen und schließlich landet sie in New York. Die NZZ ist entzückt von dieser "balkanischen Lolita", aber auch vom Erzähltalent der 1966 geborenen Autorin, die subtil die Gegensätze zwischen alter und neuer Welt, kommunistischer Nomenklatura und New Yorker Punkszene beschreibt.
David Peaces "1977" (bestellen) ist der zweite Band seines vielgelobten Red Riding Quartetts über das England der siebziger und achtziger Jahre. Die Geschichte dieses Romans spielt in Yorkshire, zur Zeit des Yorkshire Rippers, eines Mörders, der bevorzugt Prostituierte tötet. Prostituierte als Geliebte haben auch die zwei männlichen Helden des Buchs, ein Gerichtsreporter und der ermittelnde Polizist. 1977 ist der "wohl härteste Serienkiller-Roman", der zur Zeit zu haben ist, meint die taz. Und die Zeit warnt: "Das ist nicht U wie Unterhaltung, sondern E wie Ernst."
Außerdem viel, aber fast durchweg zwiespältig besprochen wurden Bret Easton Ellis' "Lunar Park" (bestellen) über ein kompliziertes Vater-Sohn-Verhältnis und John Irvings bisher dickster Roman, "Bis ich dich finde" (bestellen), über die Suche nach einem Vater. Salman Rushdies "Shalimar der Narr" (bestellen), ein Roman über den Mord an einem US-Botschafter, der von seinem muslimischen Chauffeur getötet wird, hat die Kritiker durch die Bank enttäuscht.
Romane und Erzählungen / Sachbücher & politische Bücher
Archiv: Bücher der Saison
Frühjahrsbücher 2013
15.04.2013. In diesem Frühjahr dominieren autobiografisch grundierte Romane, Bücher über die Geburtstagskinder Jean Paul und Wagner, eine fette Derrida-Biografie und ein Band über Sexualität in der arabischen Welt. Reichlich Lektüre für die Sonnentage im Park, die jetzt hoffentlich anstehen. Mehr lesen
Bücherherbst 2012
12.11.2012. Mit Rainald Goetz, John Lanchester und Nadine Gordimer gewinnt die Literatur in dieser Saison an Aktualität, Schärfe und Wut. Aber auch die Liebe und das Experiment kommen zu ihrem Recht. Für aufregende Reportage bleiben die Amerikaner zuständig. Bemerkenswert ist, wie chinesische Autoren die düstere Geschichte aufzuarbeiten beginnen. Außerdem gibt es ein Loblied auf die Brüsseler Beamten, das Porträt eines vielköpfigen Politungeheuers und endlich einen guten Grund, Ezra Pound zu lesen. Mehr lesen
Frühjahrsbücher 2012
07.04.2012. In der Literatur schickt Ungarn uns in die Abendschule, Prag in die Vorstadt, Israel in den Schlaf, Schottland liefert uns der Huldra aus, Amerika stellt uns auf ein Schlachtfeld, die Niederlande grübeln in Wales über Emily Dickinson, das Surselva veranstaltet ein letztes Besäufnis. Und dann gibt es noch diese multiethnischen Autoren, die feste Identitäten nur lächerlich finden. Die Sachbücher geben uns eine Lektion in Sachen Aufklärung, Rückzug und Beethoven. Mehr lesen
Bücherherbst 2011
28.11.2011. Liegt's am Hype des Deutschen Buchpreises oder ist die deutsche Literatur tatsächlich so in Form? Jedenfalls dominierte sie in den Buchmessenbeilagen. Außerdem begegnen wir Michelangelo in Konstantinopel, selbstmöderischen Käfern in Bukarest und Dandys in Stockholm. Wer etwas belebenden Optimismus tanken will, vertiefe sich in Steven Pinkers "Gewalt". Eva Illouz' Analyse des Liebesmarktes ist eher was für Hartgesottene. Und, tja, wer die Geschichte des Computers besser verstehen will, sollte die Steve Jobs-Biografie von Walter Isaacson durchaus lesen!
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Bücherfrühjahr 2011
11.04.2011. Literatur ist, wenn es ungemütlich und doch herrlich ist. Den Literaten gelang es in dieser Saison am besten in Erzählungen, an erster Stelle Clemens J. Setz in "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes". Große Romane sind in dieser Saison Mangelware. Dafür gibt's gute Reportagen, Erinnerungsbücher und viel böse Philosophen.
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Bücherherbst 2010
15.11.2010. Dieser Bücherherbst war stärker von politischen Büchern geprägt als von literarischen. Stichwort: Sarrazin und Auswärtiges Amt. Dabei gibt es eine Fülle literarischer Neuerscheinungen, die politische Themen aufgreifen. Das gilt in hohem Maße für die argentinischen Romane, aber auch zum Beispiel für Ian McEwans "Solar", eine Komödie über den Klimawandel, oder Sofi Oksanens Roman "Fegefeuer" über die estnischen Traumata. Mehr lesen
Frühjahr 2010
06.04.2010. In den Frühjahrsromanen sehen wir die unheimliche Welt mit den Augen einer Horde Kinder, beobachten Liebende in Teheran, lassen uns von Rosslyns Brüsten zu einem Reim inspirieren und begleiten einen Lehrer auf einer Höllenfahrt im Volvo. Unter den Sachbüchern stachen Daniel Everetts Buch über die Pirahas, "Das glücklichste Volk", heraus, Oliver Jens Schmitts Biografie des albanischen Nationalhelden Skanderbeg und Simon Sebag Montefiores farbenprächtiges Porträt des Fürsten Potemkin. Mehr lesen
Bücherherbst 2009
18.11.2009. Dies ist ein Literaturherbst! Man kann sich auf literarische Entdeckungsreise nach China begeben. Eine Vielzahl von gut besprochenen deutschen Romanen ist erschienen, allen voran Herta Müllers "Atemschaukel". Und in den Amerikas sind zwei fette Romane erschienen, die die Rezensenten euphorisiert und erschöpft haben. Viel Spaß beim Lesen!
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Bücherherbst 2008
04.12.2008. Dieser Winter bietet die Gelegenheit, sich auf literarische Entdeckungsreise in die Türkei zu begeben, oder sich von Uwe Tellkamps "Turm" in die Stadt Dresden vor der Wende zurückversetzen zu lassen. Reiche Ernte auch bei den Sachbüchern. Diskutieren Sie mit!
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Frühjahr 2008
22.04.2008. Okay, da sind die "Feuchtgebiete", da sind Jonathan Littells SS-Fantasien, da sind ein paar wackere deutsche Romane. Aber es gibt nur zwei Bücher, die auf einhelliges Echo der Kritiker stießen. Eins ist gut, das andere ist böse. Außerdem lasen die Kritiker herausragende Comics. Kroatien interessierte nicht alle, aber einige um so mehr. Ein Blick auf die Bücher des Frühjahrs 2008. Mehr lesen
Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer: Herbst 2007
26.11.2007. Dieser Literaturherbst gehört zwei russischen Schriftstellern: Wassili Grossman und Warlam Schalamow, deren Jahrhundertwerke endlich auf Deutsch erschienen sind. Einen respektablen Auftritt haben aber auch die deutschen Autoren der mittleren Generation, polnische Tunten, rumänische Manieristen, deutsche Romantiker, streitlustige Atheisten, neapolitanische Camorristi, katalanische Ritter und ein ungenierter Genussmensch. Mehr lesen
Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer: Frühjahr 2007
19.04.2007. Einen großen Auftritt haben in diesem Jahr die deutschen Erzähler und Erzählerinnen, und zwar quer durch alle Altersklassen. Wir begegnen verliebten Trollen in Schweden, erbarmungswürdigen Pechvögeln aus Dänemark, piemontesischen Schmugglern und abgestürzten bulgarischen Schriftstellern. Bei den Sachbüchern stechen vor allem die Reportagen und Essays zum Multikulturalismus von Ian Buruma und Amartya Sen hervor, aber auch Geschichtsbände zum Kalten Krieg und Preußen. Und die Kunst wird übersichtlich. Mehr lesen
Thekla Dannenberg, Christoph Mayerl: Herbst 2006
10.11.2006. Absurde Komik aus der Ukraine und Gangsterbosse aus Bombay: Indien und Osteuropa retten die Literatur in dieser Saison. Die Erinnerungen großer Männer bestimmen die Presse, die Erinnerungen an den Ungarnaufstand 1956 berücken die Feuilletons. Das real existierende Sarmatien entzieht sich jeglicher Definition. Und noch vieles mehr in unseren Büchern der Saison. Mehr lesen
Thekla Dannenberg, Anja Seeliger: Herbst 2005
14.11.2005. Die wichtigsten Romane der Saison handeln von Klonen. Die zweitwichtigsten von der Wende. Die wichtigsten Sachbücher handeln von Mao, von der Rückständigkeit Arabiens und vom Hass. Der Perlentaucher hat die Produktion der Saison durchgesehen und viel interessanten Stoff für lange Abende gefunden. Mehr lesen
Thekla Dannenberg, Anja Seeliger: Frühjahr 2005
06.04.2005. Erfahrung schlägt Jugend, zumindest in diesem belletristischen Frühling! Der Trend geht zum Zweitroman. Thomas Kling, zu früh verstorben, wird noch einmal für seinen letzten Gedichtband gefeiert. Der Zweite Weltkrieg beherrscht die Sachbücher, aber auch die Idee von einem Leben ohne Arbeit. Wir haben dagegen keine Mühen gescheut, gesichtet und gesiebt, und die besten Neuerscheinungen des Frühlings ausgewählt. Mehr lesen
Am häufigsten kommentierte Bücher
Wolfgang Herrndorf: Tschick
"Ich muss dir ein Geheimnis verraten", sagte ich. "Ich bin der größte Feigling unter der Sonne. … mehr lesen
Robert Louis Stevenson: Die Ebbe
Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Klaus Modick. Herrick, Huish und Davis, drei zerrüttete … mehr lesen
Petter Lidbeck: Vinnie macht Ferien
Aus dem Schwedischen von Kathrin Hägele. Mit Bildern von Barbara Nascimbeni. In den Sommerferien besucht Vinni ihren … mehr lesen





