Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Die Buchmacher
Klassiker ohne Ende
Ein Blick in die Branchenblätter der Buch- und Verlagswelt. Jeden Montag ab 12 Uhr.
28.12.2007. Warum Klassiker nicht bis zu Ende gelesen werden müssen. Weshalb es beim marebuchverlag gekracht hat. Wie das Weihnachtsgeschäft kurz vor dem Finale gelaufen ist. Und wie opulent Rowohlt das 100-jährige Bestehen bewirbt.
Börsenblatt, 27.12.2007
Der Verleger Jochen Jung plädiert im Gastkommentar dafür, Klassiker zu lesen - und offenbart dabei ein interessantes Verständnis der kanonischen Literatur: Das Schöne an den Klassikern sei, dass man sie nicht unbedingt durchlesen müsse - weil diese ihren "Zauber schon nach 20, 30 Seiten rüberbringen". Unter "Zauber" versteht der Salzburger die "innere Sorgfalt, mit der diese Bücher geschrieben wurden und die sie so widerständig gegen das Vergessen gemacht hat." Kein Wort sei überflüssig, "keine Geste, keine Episode. Und zum andern spricht jedes Wort, jede Geste, jede Episode zu Ihnen. Die Alten hatten ja immer ihren Leser, ihre Leserin vor Augen, das Erzählen, das ja immer ein Jemandem-etwas-Erzählen ist, war in diesen fernsehlosen Zeiten allen ganz selbstverständlich." Soll wohl im Umkehrschluss heißen: Heutzutage wird nur noch über den Kopf der Leser hinweg opulent geschwafelt.
Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir arbeitet die Krise des marebuchverlags auf. Nach dem Aus für den Verleger Nikolaus Hansen plane Nikolaus Gelpke (Alleingesellschafter der Mutter Dreiviertelverlag) die Konsolidierung. Der Buchverlag habe jährliche Fehlbeträge im höheren sechstelligen Bereich erwirtschaftet, die nur durch Zuschüsse aus dem Mare-Zeitschriftenverlag hätten ausgeglichen werden können. Neben den schwierigen Finanzen seien "unterschiedliche Auffassungen von Partnerschaft" (Gelpke) ausschlaggebend gewesen. Künftig sollen nur noch 12 oder 13 statt 20 Titel pro Jahr erscheinen.
Kaum ist das Weihnachtsgeschäft vorbei, warten die Onliner mit ersten Bilanzen auf: Weltbild.de rechnet mit einem Plus von 40 Prozent - dem höchsten Zuwachs seit Gründung des Shops; Amazon hat lediglich erklärt, das beste Weihnachtsgeschäft aller Zeiten absolviert zu haben, mit weltweiten Zuwachsraten von 28 bis 37 Prozent (hier die Meldung)
Weitere Themen: Laut Börsenblatt startet Brockhaus im Frühjahr einen Neuauftritt der digitalen Lexikonsubstanzen, inklusive der "Brockhaus Enzyklopädie online". Unter Berufung auf das Manager Magazin meldet das Branchenblatt, dass Bertelsmann Harper Collins übernehmen will; die Gütersloher seien bereit, eine Milliarde Dollar zu investieren, Rupert Murdochs News Corporation verlange indes das Doppelte. Jennifer Minke berichtet, dass immer mehr Verlage für ihre Bücher mit Clips im Fernsehen oder Internet werben, darunter Lübbe und Droemer Knaur. Birte Pompel gibt Empfehlungen für gelungene Newsletter. Stefan Hauck porträtiert den Illustrator Nikolaus Heidelbach, der jeden Tag von 8.30 bis 18 Uhr arbeitet und besonders von der realistischen malerischen Darstellung von Materialien fasziniert ist. Hier das Inhaltsverzeichnis.
buchreport.express, 19.12.2007
buchreport berichtet groß und breit über das Finale im Weihnachtsgeschäft. In der dritten Adventswoche habe der Buchhandel das Ergebnis des Vorjahres leicht (1,8 Prozent) übertreffen können (hier der Artikel). Durchschnittlich hätten die Leser 2,1 Prozent mehr für Bücher ausgegeben; anders als der Durchschnittspreis sei der Absatz leicht gefallen (0,3 Prozent). Weniger zufrieden seien die Buchhändler in den USA und Großbritannien,. "Mehr als ,solide? ist in der Zusammenfassung nach dem dritten Adventswochenende nicht drin", schreibt buchreport. Als Jahresbestseller 2007 küren die Dortmunder erwartungsgemäß im Hardcover den siebten Potter (Belletristik) und Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" (Sachbuch), im Taschenbuch "Zusammen ist man weniger allein" (Anna Gavalda, Belletristik) und "Happy Aua" (Bastian Sick, Sachbuch).
Zur Kooperation der Spiegel-Gruppe mit der Bertelsmann-Tochter Wissen Media und des populären Mitmachlexikons "Wikipedia" schreibt buchreport, dass die operative Leitung bei SpiegelNet liege. Geschäftsführer seien Hauke Janssen, Leiter Dokumentation im Spiegel Verlag, und Wissen-Media-Geschäftsführer Christoph Hünermann. Die Inhalte würden von einer zunächst achtköpfigen Redaktion aufbereitet, die Werbevermarktung solle die SpiegelNet-Tochter Quality Channel übernehmen.
Nach jahrelanger Fehde haben sich der Börsenverein und der Subito-Lieferdienst der Bibliotheken auf einen Rahmenvertrag geeinigt. Demnach können Verlage mit Subito individuelle Lizenzvereinbarungen abschließen, in denen die Versandgebühr für Artikel festgelegt wird; für die Belieferung von Studenten gilt eine einheitliche Gebühr von 3,50 Euro pro Artikel.
Im Interview kündigt Rowohlt-Marketingchef Lutz Kettmann zum 100-jährigen Bestehen des Verlags die größte Jubiläumskampagne eines Buchverlags an. Statt Titel aus der Backlist in neuem Gewand anzubieten, will der Verlag ein besonders starkes Programm komponieren und dieses opulent bewerben (u.a. acht Monate lang in den ICE-Bahnhöfen aller Großstädte).
Weiteres Thema: Amazon darf in Frankreich Bücher nicht mehr versandkostenfrei anbieten - der Buchhändlerverband hatte mit Verweis auf das so genannte "Loi Lang" gegen den Onlinehändler geklagt. Hier das Inhaltsverzeichnis und hier die Bestsellerlisten.
Archiv: Die Buchmacher
Rache für bleischwere Bücher
21.04.2008. Wie Buchhändler für Ladenhüter und blöde Bestseller an Autoren Vergeltung üben. Wer sich im Zeitalter des "funktionalen Analphabetismus" über die Ausdünnung des Buchhandelsnetzes Sorgen macht. Und worüber die Branche auf der London Book Fair diskutiert hat. Mehr lesen
Antipoden der Blödel- und Quasselkultur
14.04.2008. Warum literarsche Wucht-Wälzer so beliebt sind. Weshalb der Fall der Buchpreisbindung eine Buchhandelskatastrophe wäre. Welche Romane für Frühlingsgefühle sorgen. Und wieso HarperCollins auf Autoren-Vorschüsse und Remissionsrecht verzichten möchte. Mehr lesen
Ausweitung der Bilderzone
07.04.2008. Warum der Aufbau-Chef heilen oder klagen kann. Wie sich die Börsenvereinianer unter dem Damoklesschwert der Haftung winden. Wieso Brockhaus durch die Heye-Übernahme jetzt verstärkt in Kalender macht. Und weshalb Karstadt auf der Suche nach Buchhandelspartnern in der Klemme steckt. Mehr lesen
Riese in der Wachstumsfalle
31.03.2008. Warum die Branche eine konzertierte Marketing-Aktion benötigt. Wie Wikipedia Kleinverlage auslöscht. Inwiefern Amazon zu komplex und unflexibel ist. Und weshalb das Ehrenamt beim Börsenverein noch unattraktiver wird. Mehr lesen
Archiv: Buchmacher
2008123456789101112200712345678910111220061234567891011122005123456789101112200412345678910111220031234567891011122002123456789101112
Archiv: Die Buchmacher
Freie Preise, freies Handeln
17.03.2008. Warum das Bundeskartellamt gegen die Preisbindung ist. Wer bester Verleger und Misthaufen in einer Person ist. Weshalb auf der Bestsellerliste so viel los ist. Und wie Fachhändler gegen Ketten kämpfen. Mehr lesen
Erfüllungsgehilfen der Filial-Fürsten
10.03.2008. Was die Ausbildung in den Buch-Ketten fragwürdig macht. Wer im Wettstreit mit den Filialisten auf Expansionskurs ist. Und warum Verlage zu defensiv sind. Mehr lesen
Einschussloch der Erinnerung
03.03.2008. Warum Daniel Cohn-Bendit "Die Wohlgesinnten" drei Mal gegen die Wand geworfen hat. Wie beliebt Buchhändler sind. Warum sich die Filialisierung im Buchhandel nicht verlangsamt. Und was Götz Aly bei seiner Recherche zu seinem Buch "Unser Kampf" besonders überrascht hat. Mehr lesen
Leiden mit Fuckoh
25.02.2008. Warum der Fall Brockhaus doch nicht für den Tod der gedruckten Enzyklopädie steht. Wo man Print-on-Demand-Bücher bald produzieren kann. Und was "Nazis in Dortmund" mit "Narziß und Goldmund" und "Foucault" mit "Fuckoh" zu tun haben. Mehr lesen
Print ist tot
18.02.2008. Warum die gedruckte Enzyklopädie Geschichte ist. Weshalb HarperCollins Bestseller verschenkt. Wieso Ratgeber nicht unter der Internet-Konkurrenz leiden. Und wer keine Lust mehr auf Untergangsszenarien und Nullsummenspiele hat. Mehr lesen
Flucht in den kulturellen Naturschutzpark
11.02.2008. Was die Kalender-Verleger besorgt. Warum die Branche von einer Audible-Amazon-Allianz profitiert. Wieso die eskapistischen Buchhandels-Azubis keine Ahnung von BWL und elektronischen Medien haben. Und weshalb Verleger demnächt ein Praktikum als Übersetzer absolvieren sollen. Mehr lesen
Stiefmütterliche Feuilletons
04.02.2008. Warum um Open-Access nicht mehr so scharf gestritten wird. Inwiefern der Wettstreit der Filialisten um Flächen dafür umso schärfer wird. Wieso "ThaliaPreise" verboten sind. Und wer sich darüber ärgert, dass Feuilletons zweite Bücher stiefmütterlich behandeln. Mehr lesen
Gefährliche Makulatur
28.01.2008. Warum Bücher zu billig sind. Welche Comics den Buchhandel erobern sollen. Wie sich Verlage gegen Schutzgeld wehren wollen. Und weshalb die große Ramscherei die Branche bedroht. Mehr lesen
Kollektives Krumenpicken
21.01.2008. Wo die Preisbindung wieder auf der Kippe steht. Weshalb die Hörbuch-Branche nicht mehr euphorisch ist. Warum die kleinen Verleger-Nager in Zukunft nur noch gemeinsam ein paar Krumen picken können. Und mit welchen Hilfen zwei Ex-Suhrkampianer in die Selbstständigkeit starten.
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Club der toten Sparte
14.01.2008. Warum unter der neuen Bertelsmann-Führung düstere Wolken über dem Buch-Club hängen. Welches Tempo die Jäger der Branche vorlegen. Wie der deutsche Buchhandel 2007 abgeschlossen hat. Und was Sortimenter an den Vorschauen der Verlage monieren. Mehr lesen
Angst vor dem Scheitern
07.01.2008. Wie Georg Klein radikal seine Bücher ausmistet - und damit eine Debatte auslöst. Was sich die neue Suhrkamp-Marketingleiterin vorgenommen hat. Und wer aus Angst vor dem Scheitern auf gute Vorsätze verzichtet und lediglich seinen Schreibtisch im neuen Jahr aufräumen will.
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