Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Die Buchmacher
Schrift auf Busen
Ein Blick in die Branchenblätter der Buch- und Verlagswelt. Jeden Montag ab 12 Uhr.
25.11.2007. Warum Amazons E-Book-Initiative "Kindle" vielleicht doch nicht zündet. Wie zäh die Verhandlungen der Übersetzer mit den Verlagen laufen. Warum Fortsetzungen toll sind. Und weshalb "Schrift auf Busen" statt "Nackte auf Treppe" für Ärger sorgt.
buchreport.express, 22.11.2007
buchreport berichtet groß und breit über die Amazon-E-Book-Offensive (neues Lesegerät "Kindle" und hauseigener E-Book-Store, hier der Artikel). Fazit: Die Probleme rund um das elektronische Buch seien noch zu groß, als dass ein Solist reüssieren könnte. Problematisch sei besonders die fehlende technische Standardisierung in der E-Book-Branche. Auch auf der Suche nach Vertriebspartnern habe es bislang wenige Erfolg gegeben - weder bei Mobilfunkanbietern noch im stationären Buchhandel sei es Verlagen oder E-Book-Händlern gelungen, einen vertrieblichen Ableger einzurichten. Außerdem sei es den Publikumsverlagen nicht gelungen, gemeinsam den Boden für das elektronische Format zu bereiten - bei der Belletristik fehlten die großen Namen. Ärger erwartet buchreport wegen des Pricings der Amazon-E-Books: "Bei Preisabschlägen von bis zu 69 Prozent (...) im Vergleich zur gedruckten Ausgabe sind Proteste der Verlage programmiert." Zur Frage, wann Amazon in Deutschland startet, schreiben die Dortmunder: "Die Hürden sind für Amazon nicht sehr hoch: Auf dem europäischen Server des 2005 übernommenen Unternehmens Mobipocket sind derzeit rund 50.000 Titel gespeichert, darunter mehrere Tausend deutschsprachige Titel. Schwieriger dürfte es für Amazon jedoch werden, in Europa an ein Mobilfunknetz anzudocken, um eine Download-Schnittstelle anbieten zu können."
Unter der Adresse www.spirograf.de will die Lektorin Bettina von Bülow eine internationale Plattform für die Vermittlung von Literatur aufbauen; gegen eine Abogebühr können sich Nutzer über Autoren, Thema, Marktsituation, übersetzbarkeit und Rechte informieren.
Während der Verband deutschsprachiger übersetzer direkt mit der Verlagsgruppe Random House über Autorenhonorare verhandelt (bislang ohne Erfolg), hat auch der Hanser Verlag die Vertreter der übersetzer zu Verhandlungen aufgefordert. Parallel dazu, schreibt buchreport, liefen mehrere Gerichtsverfahren, in denen übersetzer von den Verlagen eine "angemessene Vergütung" fordern - bisher lägen bereits 16 Urteile von Land- und Oberlandesgerichten vor, die inhaltlich erheblich voneinander abwichen.
Weitere Themen: Zum 1. Januar 2008 tritt Joachim Kathan als Geschäftsführer beim DuMont-Kalenderverlag an; sein Vorgänger Michael Gilles wechselt in gleicher Funktion in den zum Kalenderverlag Mannheim gehörenden Kunstverlag Weingarten (hier der Bericht). Die Stammverlage von Ken Follett haben für den ab 2010 angekündigten historischen Dreiteiler "The Century" 50 Millionen Dollar an Vorschüssen eingesammelt (hier der Artikel). Jürg Bodenmann scheidet zum 31. Dezember 2007 aus der Thalia-Geschäftsführung aus; seine Aufgaben werden auf die Thalia-Führungskräfte Hinrich Tode, Michael Wetzel und Tom Kirsch verteilt. S.Fischer hat von Julia Francks "Die Mittagsfrau" nach dem Gewinn des Deutschen Buchpreises 16 Auslandslizenzen verkauft. Hier das Inhaltsverzeichnis und hier die Bestsellerlisten.
Börsenblatt, 22.11.2007
Rainer Moritz rechtfertigt sich mit einem Gastbeitrag, warum er Fortsetzungen - entgegen des literaturwissenschaftlichen Mantras - mag. "Vielleicht gelingt es ja einem findigen Lyriker, sich einiger Goethe-Verse anzunehmen. ,Das Heideröslein' etwa ist entschieden zu kurz; da ließen sich mühelos ein paar Strophen dranhängen", meint Moritz. Gern würde er (wie die Branche weiß: Schlagerfan) auch davon hören, wie es mit Christian Anders? Maria weitergehe, "die einst im Zug nach nirgendwo saß und in einem neuen Lied zum Ex-Lover zurückkehren könnte." Letztlich wäre die ganze Weltgeschichte fortzuschreiben. "Stellen Sie sich vor - nur ganz kurz -, Gerhard Schröder wäre 2005 Kanzler geblieben und müsste seine Pension heute nicht mit Gelegenheitsjobs in der Wirtschaft aufbessern."
Autor gab berichtet über den Streit zwischen der norwegischen Autorin Ragnhild Moe um das Cover den von ihr bei Goldmann erschienenen Romans "Anatomi. Monotoni". Durch die Wahl eines anderen Covers (Schrift auf Busen statt Nackte auf Treppe) sowie anderen Titels ("Die Hände des Cellisten") sehe sich die Autorin "in eine Kitsch-Ecke" gedrängt. Passend zum Thema hat das Börseblatt in einem Rundruf Verlagsleiter und Lektoren befragt, wer am Ende in der Cover-Frage das Sagen hat - Autor oder Verlag? Tenor: Cover und Titel sind Sachen des Verlags.
Johannes Wetzel untersucht die Situation des unabhängigen Buchhandels in Frankreich, wo der Staat ein Gütesiegel einführen möchte, um den Sortimentern den Rücken zu stärken. Zwar sei der Marktanteil der Independents mit 41 Prozent noch relativ hoch; gleichwohl litten die kleineren Sortimente unter steigenden Mieten, Fracht- und Personalkosten. Ein "hochqualifizierter" 42-jähriger Buchhändler mit Hochschulstudium und 16 Berufsjahren verdiene gerade einmal 2000 Euro im Monat.
Weitere Themen: Frauke Breuer berichtet, dass die Osiandersche Buchhandlung alle zwei Jahre ihren Nachwuchs zum Sprech- und Kommunikationstraining auf die Bühne schickt. Volkhard Bode stellt die Kommunikationsstrategie der Buchhandlung Berlinstory vor, die Wikis zum Informationsaustausch nutzt. Torsten Casimir interviewt den Gutenberg-Professor Stephan Füssel zur die Entwicklung der Branche seit der Weimarer Republik. Wolfgang Schneider porträtiert den Berliner Historiker Jörg Friedrich. Hier das Inhaltsverzeichnis.
Archiv: Die Buchmacher
Rache für bleischwere Bücher
21.04.2008. Wie Buchhändler für Ladenhüter und blöde Bestseller an Autoren Vergeltung üben. Wer sich im Zeitalter des "funktionalen Analphabetismus" über die Ausdünnung des Buchhandelsnetzes Sorgen macht. Und worüber die Branche auf der London Book Fair diskutiert hat. Mehr lesen
Antipoden der Blödel- und Quasselkultur
14.04.2008. Warum literarsche Wucht-Wälzer so beliebt sind. Weshalb der Fall der Buchpreisbindung eine Buchhandelskatastrophe wäre. Welche Romane für Frühlingsgefühle sorgen. Und wieso HarperCollins auf Autoren-Vorschüsse und Remissionsrecht verzichten möchte. Mehr lesen
Ausweitung der Bilderzone
07.04.2008. Warum der Aufbau-Chef heilen oder klagen kann. Wie sich die Börsenvereinianer unter dem Damoklesschwert der Haftung winden. Wieso Brockhaus durch die Heye-Übernahme jetzt verstärkt in Kalender macht. Und weshalb Karstadt auf der Suche nach Buchhandelspartnern in der Klemme steckt. Mehr lesen
Riese in der Wachstumsfalle
31.03.2008. Warum die Branche eine konzertierte Marketing-Aktion benötigt. Wie Wikipedia Kleinverlage auslöscht. Inwiefern Amazon zu komplex und unflexibel ist. Und weshalb das Ehrenamt beim Börsenverein noch unattraktiver wird. Mehr lesen
Archiv: Buchmacher
2008123456789101112200712345678910111220061234567891011122005123456789101112200412345678910111220031234567891011122002123456789101112
Archiv: Die Buchmacher
Freie Preise, freies Handeln
17.03.2008. Warum das Bundeskartellamt gegen die Preisbindung ist. Wer bester Verleger und Misthaufen in einer Person ist. Weshalb auf der Bestsellerliste so viel los ist. Und wie Fachhändler gegen Ketten kämpfen. Mehr lesen
Erfüllungsgehilfen der Filial-Fürsten
10.03.2008. Was die Ausbildung in den Buch-Ketten fragwürdig macht. Wer im Wettstreit mit den Filialisten auf Expansionskurs ist. Und warum Verlage zu defensiv sind. Mehr lesen
Einschussloch der Erinnerung
03.03.2008. Warum Daniel Cohn-Bendit "Die Wohlgesinnten" drei Mal gegen die Wand geworfen hat. Wie beliebt Buchhändler sind. Warum sich die Filialisierung im Buchhandel nicht verlangsamt. Und was Götz Aly bei seiner Recherche zu seinem Buch "Unser Kampf" besonders überrascht hat. Mehr lesen
Leiden mit Fuckoh
25.02.2008. Warum der Fall Brockhaus doch nicht für den Tod der gedruckten Enzyklopädie steht. Wo man Print-on-Demand-Bücher bald produzieren kann. Und was "Nazis in Dortmund" mit "Narziß und Goldmund" und "Foucault" mit "Fuckoh" zu tun haben. Mehr lesen
Print ist tot
18.02.2008. Warum die gedruckte Enzyklopädie Geschichte ist. Weshalb HarperCollins Bestseller verschenkt. Wieso Ratgeber nicht unter der Internet-Konkurrenz leiden. Und wer keine Lust mehr auf Untergangsszenarien und Nullsummenspiele hat. Mehr lesen
Flucht in den kulturellen Naturschutzpark
11.02.2008. Was die Kalender-Verleger besorgt. Warum die Branche von einer Audible-Amazon-Allianz profitiert. Wieso die eskapistischen Buchhandels-Azubis keine Ahnung von BWL und elektronischen Medien haben. Und weshalb Verleger demnächt ein Praktikum als Übersetzer absolvieren sollen. Mehr lesen
Stiefmütterliche Feuilletons
04.02.2008. Warum um Open-Access nicht mehr so scharf gestritten wird. Inwiefern der Wettstreit der Filialisten um Flächen dafür umso schärfer wird. Wieso "ThaliaPreise" verboten sind. Und wer sich darüber ärgert, dass Feuilletons zweite Bücher stiefmütterlich behandeln. Mehr lesen
Gefährliche Makulatur
28.01.2008. Warum Bücher zu billig sind. Welche Comics den Buchhandel erobern sollen. Wie sich Verlage gegen Schutzgeld wehren wollen. Und weshalb die große Ramscherei die Branche bedroht. Mehr lesen
Kollektives Krumenpicken
21.01.2008. Wo die Preisbindung wieder auf der Kippe steht. Weshalb die Hörbuch-Branche nicht mehr euphorisch ist. Warum die kleinen Verleger-Nager in Zukunft nur noch gemeinsam ein paar Krumen picken können. Und mit welchen Hilfen zwei Ex-Suhrkampianer in die Selbstständigkeit starten.
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Club der toten Sparte
14.01.2008. Warum unter der neuen Bertelsmann-Führung düstere Wolken über dem Buch-Club hängen. Welches Tempo die Jäger der Branche vorlegen. Wie der deutsche Buchhandel 2007 abgeschlossen hat. Und was Sortimenter an den Vorschauen der Verlage monieren. Mehr lesen
Angst vor dem Scheitern
07.01.2008. Wie Georg Klein radikal seine Bücher ausmistet - und damit eine Debatte auslöst. Was sich die neue Suhrkamp-Marketingleiterin vorgenommen hat. Und wer aus Angst vor dem Scheitern auf gute Vorsätze verzichtet und lediglich seinen Schreibtisch im neuen Jahr aufräumen will.
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