Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Polnischen von Ursula Kiermeier. Mit einem Nachwort von Wlodzimierz Bolecki. Eine Kleinstadt im Polen der Vorkriegszeit: die Familie von Teodora und Jakub zieht Skandale und das Unglück an, als sei sie in ein ewiges Missverständnis mit dem Schicksal verstrickt. "Die Ungeduldigen" erzählt die Geschichte einer weitverzweigten Verwandtschaft - entgleiste Existenzen, gestrandete Väter und latent Wahnsinnige. Zofia Nalkowska schildert die Niederlagen und Schiffbrüche einer Familie.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.09.2000
Dieser Roman sei "wunderbar dicht" und schwer nachzuerzählen, schwärmt Monika Schattenhofer, und ihre Kritik scheitert denn auch daran: Ihrer Skizze des Inhalts kann man allenfalls entnehmen, dass es irgendwie um eine Familiensaga und sehr viele Selbstmorde geht. Dennoch macht Schattenhofer deutlich, dass es sich bei Nalkowska um die "grande dame der polnischen Literaturszene" vor dem Zweiten Weltkrieg handelt. Sie stimmt Wlodzimierz Bolecki zu, der "Die Ungeduldigen" in seinem Nachwort zu dieser ersten deutschen Ausgabe einen "der innovativsten polnischen Romane der dreißiger Jahre" nennt. Nach Schattenhofer dürfte es sich auch um einen der ersten polnischen Romane handeln, der auf die Neuerungen von Proust und Joyce reagierte.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2000
Marta Kijowska nimmt die deutsche Neuerscheinung des Romans zum Anlass, ein eingehendes Porträt der polnischen Autorin zu entwerfen. Kenntnisreich zeichnet die Rezensentin das Leben und Werk der "Grande Dame der polnischen Literatur" nach und geht auf ihr gesamtes Prosawerk ein, bevor sie sich dem Roman "Die Ungeduldigen" zuwendet. Dieses als letztes vor dem 2. Weltkrieg erschienene Buch der Autorin sei wegen des Kriegsausbruchs kaum bemerkt und erst in den 50er Jahren wiederentdeckt worden. Rätselhaft erscheint der Rezensentin manches in diesem Roman. So sei unklar, wann und wo die Handlung angesiedelt sei und ungeklärt blieben auch die Beziehungen der einzelnen Personen untereinander. Bewusst setze die Autorin eine achronologische Erzählweise ein, die auf eine "Verdichtung der Informationen" abziele. Wegen seiner aufgeworfenen moralischen und metaphysischen Fragen gelte das Buch als einer der "innovativsten polnischen Romane der dreißiger Jahre", teilt die Rezensentin mit, und diesem Urteil hat sie offensichtlich nichts hinzuzufügen.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Erhard Oeser: Das Reich des Mahdi
Mit 33 Abbildungen. 1885 erschütterte die westliche Welt die Nachricht vom Fall der Stadt Khartum und der brutalen ...
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








