Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Chinesischen übersetzt von Marc Hermann. Für den westlichen Leser, der bei zeitgenössischer chinesischer Lyrik vermutlich zuerst an die hermetische Lyrik eines Bei Dao oder Yang Lian denkt, dürften Yu Jians Gedichte eine Entdeckung darstellen: nämlich die Entdeckung einer ganz anderen - aber für China genauso repräsentativen - lyrischen Richtung, die für den Leser bemerkenswert leicht zugänglich ist, ihn unmittelbar anspricht und dabei zugleich erfrischend welt- und realitätshaltig ist. Dass diese oft witzig-ironisch daherkommende Realitätsnähe eine wesentlich ideologiekritische Dimension hat, erhöht den Reiz dieser Gedichte noch.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.07.2011
Seit des kleinen Booms im Jahr des Buchmessenauftritts 2009 ist kaum noch chinesische Literatur übersetzt worden, klagt Rezensentin Katharina Borchardt. Um so erfreuter begrüßt sie die vorliegende Veröffentlichung des Horlemann Verlags, die ein sehr langes Gedicht und eine Menge kleinerer Werke umfasst. Die "Akte 0", also das titelgebende Langgedicht, liest Borchardt als politische und satirische Lyrik, leicht verständlich und dennoch tief blicken lassend: Es geht um einen Protagonisten, der zwar kein Dissident, aber dennoch ein Außenseiter ist und von der Bravheitsmedizin, die ihm verabreicht wird, Ausschlag bekommt - möglicherweise eine Selbstreflexion, denn Yu Jian, so die Rezensentin, arbeitet in einer staatlichen Zeitschrift, aber zugleich in tiefster Provinz, die ihn schützt. Auch die kleineren Gedichte hat Borchardt mit Vergnügen gelesen. Es geht um "die Süße frischer Pfirsiche" oder auch um "einen geschwollenen Penis, dessen Rot für keine Fahne taugt".
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