Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Yara-Colette Lemke Muniz de Faria
Zwischen Fürsorge und Ausgrenzung
Afrodeutsche 'Besatzungskinder' im Nachkriegs-Deutschland
Klappentext
Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten und deutscher Frauen galten in der Bundesrepublik von Anbeginn an als "rassisches Problem". Die staatliche Bürokratie verfolgte zwei gegensätzliche Konzepte für den Umgang mit den unerwünschten "Fremden": Absonderung von der weißen Umwelt und Integration durch Aufklärung. Yara Lemke Muniz de Faria verfolgt den Umgang der Deutschen mit einer ungeliebten Minderheit.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2003
Interessant ist diese Studie nach Meinung der Rezensentin Birgit Aschmann auf jeden Fall, auch wenn die Autorin die Situation afrodeutscher Kinder nach dem zweiten Weltkrieg nicht in einen weiterführenden Diskurs zu race/gender Fragen einbindet. Sie bietet auf einer deskriptiven Ebene "dennoch erhellende Einsichten in den Zusammenhang von Geschlechter- und Rassediskurs in der deutschen Nachkriegsgesellschaft", in dem auch vermeintlich wohlmeinende Wissenschaftler äußerst skurrile Ansichten vertraten und sich "rassistischer Argumentationsstrukturen" bedienten. Dabei lassen sich nach Aschmanns Meinung ganz klare Traditionslinien in die deutsche Nazi-Vergangenheit zeihen. Das "belegen vier sozialanthropologische Studien über die afrodeutschen Kinder, die die Kontinuität deutscher Rasseforschung von der Kaiserzeit über den Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit hervortreten lassen."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2002
Dagmar Pöpping zeigt sich äußerst angetan von dieser Studie, die sich mit den afrodeutschen Kindern und ihrer schwierigen Situation in der deutschen Nachkriegsgesellschaft beschäftigt. Begrüßenswert findet sie die Untersuchung, da es zu "Besatzungskindern" nach 1945 bislang keine eingehendere Literatur gab. Zudem lobt sie das Buch als "gut geschriebene Studie", die sich auf "umfangreiches Quellenmaterial" stützt. Sie preist das Buch auch als eine "knappe aber dichte Pathologie der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft", weil die Autorin in den verschiedenen Umgangsweisen mit den Kindern, die einen schwarzen GI als Vater und eine deutsche Mutter hatten, vor allem die "Angst vor dem eigenen Rassismus" erkennt. Pöpping referiert die von der Autorin gesammelten verschiedenen Vorschläge und Versuche, mit den "Mischlingskindern" umzugehen - von der Isolierung in Heimen bis zur Initiierung von Adoptionen in afroamerikanische Familien in den USA. In dieser Studie sieht die Rezensentin nicht zuletzt "exemplarisch" aufgezeigt, wie anhand der "Besatzungskinder" der Versuch gemacht wurde, die jüngste Vergangenheit Deutschlands zu verarbeiten.
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Krisen des modernen Ichs
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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







