Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wulf Schmiese

Fremde Freunde

Deutschland und die USA zwischen Mauerfall und Golfkrieg

Cover: Fremde Freunde

Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2000
ISBN-10 3506779036
ISBN-13 9783506779038
Broschiert, 323 Seiten, 34,77 EUR

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2000

Auch Journalisten haben Vorurteile, das ist eine Allerweltsweisheit, so Oliver Schmidt, die dennoch in der Berichterstattung fatale Auswirkungen haben kann. Er sieht seine These durch Wulf Schmieses Untersuchung bestätigt; der Historiker hat sowohl amerikanische wie deutsche Printmedien für den Zeitraum 1989 bis 1991 ausgewertet und sie auf die "übernommenen Negativ-Bilder" hin untersucht. Und siehe da, das Deutschland-Bild der Amerikaner ist differenzierter ausgefallen, erläutert Schmidt. Zwar lauere das Bild eines "dominierenden Deutschland" stets irgendwo im Hintergrund, gleichzeitig galt die Bundesrepublik als Garant von Demokratie und Stabilität. Umgekehrt handelten deutsche Berichterstatter, so Schmidt, die amerikanische Politik mit den immer wiederkehrenden Klischees von Imperialismus, Materialismus und Heuchlertum ab. In einem historischen Exkurs gelinge es dem Autor faszinierenderweise sogar den Ursprung dieser Feindbilder bis in die Romantik zurückverfolgen. Unangebracht oder schlicht naiv findet Schmidt am Ende den Appell Schmieses für einen fairen journalistischen Umgang der beiden Staaten miteinander.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2000

Wohlwollend schreibt Ulrike Koltermann in ihrer Rezension über Schmieses Anliegen, die gegenseitigen Stereotypen der Deutschen und der Amerikaner voneinander durch die Recherche in Presseartikeln herauszuarbeiten. Der Mauerfall und der Golfkrieg hätten ihm das Material für seine "Ausführliche Presseschau" geliefert, bemerkt sie. Allerdings wendet sie dann auch ein, dass Stereotypenforschung sich auf "nachgiebigem Untergrund" bewege. Sie ist vor allem skeptisch bei Folgerungen, die Schmiese aus "stereotypen" Äußerungen zieht. So bezweifelt sie etwa, dass die Deutschen wegen kursierender negativer Amerikabilder den amerikanischen Anteil an der Wiedervereinigung verkennen würden.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren