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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wolfram Prinz

Die Storia oder die Kunst des Erzählens

In der italienischen Malerei und Plastik des späten Mittelalters und der Frührenaissance 1260-1460. 2 Bände

Cover: Die Storia oder die Kunst des Erzählens

Philipp von Zabern Verlag, Mainz 2000
ISBN-10 3805323913
ISBN-13 9783805323918
Gebunden, 680 Seiten, 118,00 EUR

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Klappentext

Textband 680 Seiten, Tafelband 408 Seiten mit 848 Abbildungen. Mit Beiträgen von Iris Marzik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2002

Emil Maurer würdigt den "beherzten Griff", den Wolfram Prinz mit seiner Auswahl des Themas und der behandelten Künstlern wagt. An den einzelnen Fallstudien lobt Maurer, dass Prinz nicht nur die Textquelle der jeweilige Darstellung identifiziert und analysiert, sondern auch deutlich macht, wie der Künstler den Text umgesetzt hat und welchen Einfluss dabei der Auftraggeber hatte. Vielleicht hätte sich Maurer ein bisschen weniger Bildbeschreibung und dafür etwas mehr "Erzähl-Analyse" gewünscht. Neueste Forschungserkenntnisse - etwa zu Alberti - sind nicht berücksichtigt, so der Rezensent, der in diesem Zusammenhang verständnisvoll darauf hinweist, dass das Buch bis zur Drucklegung schon über zehn Jahre fertiggestellt war. Das Kapitel von Marzik über Ghibertis Paradiestüren überzeugt ihn durch die Beweisführung, wie streng - entgegen der Behauptung des Künstlers - die Darstellung einem ekklesiologischen Programm folgt. Besonders "schätzt" Maurer an diesem Buch, dass neben den großen Künstlern der Zeit auch weniger bekannte Meister mit ihren Werken präsent sind wie Lorenzetti, Barna, Gaddi, Altichiero, Lorenzo Monaco.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2001

Gleich zu Beginn seiner Besprechung meldet Michael Thimann Zweifel an der Notwendigkeit eines solchen "monumentalen Standardwerkes" an. Warum noch einmal einen "Ganzheitsentwurf" von der Entdeckung der Welt in der toskanischen Malerei des ausgehenden Mittelalters, fragt er. Dennoch machen die Autoren - scheint's - ihre Sache nicht schlecht. Sie haben 33 Fallstudien zusammengestellt, wobei die Maler Giotto und Lorenzo Ghiberti eindeutig im Vordergrund stehen, so Thimann. Der ganzheitliche Zugriff des Autorenteams auf dieses Kapitel Kunstgeschichte und Historienmalerei findet seine Entsprechung in einer Rückbesinnung auf die detaillierte Bildbeschreibung, schreibt Thimann, was wiederum damit in Zusammenhang stünde, dass die Autoren die "storia" nicht nur als Verbildlichung einer Geschichte, sondern als eigenständige "Bilderzählung" begriffen: nicht ganz auf der Höhe der jüngsten Forschung, kritisiert Thimann. Ganz besonders bedauert er, dass der Verlag dem Buch keine Farbabbildungen beigegeben hat, ohne die ein Studium der wirkungsästhetischen Mittel wie Licht und Schatten sowie Farbe nicht möglich seien.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2000

Nicht gerade überwältigt ist Valeska von Rosen von Wolfgang Prinz` zweibändigem Mammutwerk (Textband und Tafelband umfassen zusammen knapp 1.100 Seiten) über die Erzählkunst in der italienischen Malerei und Plastik. Kenntnisreich und mit einer Fülle von Detailwissen würdigt die Rezensentin zwar den umfangreichen Abbildungsband - immerhin einer, der "nicht nur die stets reproduzierten Highlights" zeigt - und auch den Textband findet sie für den "nicht vorgebildeten" Leser ganz erquicklich. Aber die Expertin van Rosen gibt sich damit nicht zufrieden. Das, was Prinz erreichen wollte, nämlich eine vollständige Abhandlung über die Storia zu schreiben, sei ihm nicht gelungen. Stattdessen vernachlässigt er bei der Analyse sakraler Zyklen "spirituelle Dimension" und "typologische Zusammenhänge" sowie die "Umsetzung kirchenpolitischer Intentionen" zugunsten des Schemas einer "eindimensionalen Entwicklung", kritisiert die Rezensentin. Mehr Klarheit und Detailtreue wünscht sich van Rosen, statt einen Anspruch auf Vollständigkeit, der bei dieser Thematik gar nicht umsetzbar sei.

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