Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Die hier vereinigten Aufsätze gehen von der Tatsache aus, dass die Autoren der deutschen Aufklärung von etwa 1690 an in einer radikal sich verändernden Welt auf neue Weise über den Menschen und über seine Möglichkeiten, das Leben zu gestalten, nachdachten. Entschieden trat die Frage in den Vordergund, wie die `natürlichen` Bedürfnisse des Einzelnen befriedigt und wie seine Erwartungen mit den Gegebenheiten des Alltags und mit den Machtstrukturen im Staat in Einklang gebracht werden können. Ablesbar ist dieser Vorgang an den Konzepten der Lebensführung, die die Literatur der Zeit in Phantasiebildern vorstellte oder diskutierte. Anhand einer Vielzahl von Texten und Themen und unter Benutzung bislang unbekannter Quellen wird dieser spannungsvolle Prozess nachgezeichnet. Die zumeist interdisziplinär angelegten Untersuchungen beziehen Aspekte der Medizin (Diätetik) und der Jurisprudenz ebenso mit ein wie solche der Wirtschaft und der Staatspolitik.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel L. L. ist angetan von der Aufsatzsammlung Wolfram Mausers, die sich mit "Konzepten aufgeklärter Lebensführung" - vorwiegend aus dem literarischen Bereich - ab dem Jahre 1690 beschäftige und dabei Sozial- mit Literaturgeschichte verknüpfe. Hier wird deutlich, so L. L., dass auch in anderen Epochen als in der in diesem Kontext vielbeschworene Antike die Beschäftigung mit "Fragen der Lebenskunst" ein Thema war - so z.B. auch in der Aufklärung. Neben der Herangehensweise an die Thematik lobt der Rezensent auch Mausers Stil, der "gefällt und nützt durch unprätentiöse und klare Formulierung".
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