Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Wolfram Dufner
Finnische Reise
Klappentext
Wolfram Dufner wurde als junger Diplomat nach Finnland versetzt. Es war seine erste Station in Diensten des deutschen Staates und so waren die Eindrücke und die Begegnungen besonders prägend und nachhaltig. Er lernte im Norden nicht nur ein zauberhaftes Land und offene Menschen kennen, sondern saß zugleich an einer Schaltstelle des kalten Krieges, die den Blick für die Zeitgeschichte besonders schärfte. Aus seinen Erinnerungen entsteht so ein Kaleidoskop aus Naturbildern, politischen Einsichten und Reflexionen über das Leben zwischen Sauna und Polarlicht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2002
Zwar lasse der Autor seine Leser in eine Welt blicken, vermerkt ein mit "bär" kürzelnder Rezensent, die es nicht mehr gebe. Das jedoch mache sein Buch nicht uninteressant. Detailliert schildere der Autor die Zustände in Finnland zwischen den Blöcken während des Kalten Krieges. Spannend etwa läsen sich die Umstände während der Verhandlungen mit der Sowjetunion zur Freilassung deutscher Kriegsgefangener. Sogar manches unbekannte historische Detail hat "bär" hier noch erfahren können. Einen Minuspunkt bringt dem Autor beim Rezensenten allerdings, dass Autor Dufner selbst gelegentlich in den Ton des Kalten Krieges verfällt. Der Ton des Buches wird als "betulich" bewertet, der Gesamteindruck ist dennoch mehr als positiv.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2000
Mit Sympathie bespricht Alfred Catani diesen Band mit Erinnerungen eines deutschen Diplomaten an das Finnland der fünfziger Jahre, die der Rezensent als die Zeit der vorsichtigen Anlehnung an den übermächtigen östlichen Nachbarn und der Hoffnungen auf Entspannung schildert, die durch den sowjetischen Einmarsch in Budapest zerstört wurden. Eindringlich, so Cattani, beschreibe Dufner die Armut jener Zeit, die grauen Fassaden der Hauptstadt und die Luftverschmutzung durch russischen Diesel. Cattani betont aber auch, dass Dufner mit Liebe die Schönheiten der finnischen Landschaft besingt und am Kulturleben Helsinkis rege teilgenommen hat. Unter anderem sei er dem Komponisten Jean Sibelius begegnet.
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