Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Seit drei Jahren ist der erste morgendliche Gang Gunther Brubecks der zur Flasche: Schnapps gegen seine zitternden Hände und die quälenden Gedanken an die Vergangenheit. Brubecks Feuer ist erloschen, der einst so elegante, integere Kommissar zunehmend dienstunfähig. Erst als ihn sein Vorgesetzter und Freund Henning Krull vorzeitig in Pension schicken will, erwachen in ihm wieder die Lebensgeister. Fest entschlossen nutzt Brubeck die letzten Dienstwochen, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die er für sein Unglück verantwortlich macht. `Brubecks Echo`, ein Kriminalroman, der nicht mit der Tür - also mit dem Mord - ins Haus fällt, sondern von einer anderen Spannung lebt: das Geheimnis um das Verbrechen und die ganz unterschiedliche Sicht der Akteure auf die Ereignisse.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Wer den Namen Brubeck liest, so Ludwig Harig, muss gewiss an den Jazzpianisten Dave Brubeck denken, und das sollte er auch ruhig. Denn Improvisation ist auch die Kunst dieses Ermittlers, dessen Frau und Kind ermordet wurden. Harig attestiert dem Autor eine "glänzende Beherrschung des Atmosphärischen" und Sprachbilder von "zwingender poetischer Metaphorik". Wie sich das Knäuel aus Motiven, Verdächtigungen, Wegen und Irrwegen schließlich auflöst, verrät Harig natürlich nicht. Aber er teilt uns mit, er könne sich Humphrey Bogart gut als Brubeck vorstellen. Immerhin.
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