Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Liebe ist unberechenbar - sie verändert sich, vergeht, wird in der Erinnerung verklärt oder nicht erwidert. Von ihrer allgegenwärtigen Zerbrechlichkeit erzählen viele der hier versammelten Geschichten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2006
Im Großen und Ganzen gefallen Angela Schader die neuen Erzählungen von William Trevor durchaus. Es gelinge dem irischen Schriftsteller, "klug und einfühlsam" ein Panoptikum menschlicher Beziehungen zu beschreiben und diesem "alle Schwärze und alles Licht der comedie humaine abzugewinnen". Obwohl Trevor seine Geschichte mit kleinen Hinweisen in der Gegenwart ansiedelt, hat die Rezensentin das Gefühl, mindestens in die Fünfziger Jahre zurückversetzt zu sein, wenn nicht gar noch früher. Wenn etwa ein Ire nach Amerika aufbricht, um dort sein Glück zu machen, kommt ihr das wie ein "Echo" aus dem 19. Jahrhundert vor. Allerdings findet sie einige Texte zu leichtgewichtig, da fehlen Hintergründe, die Szenerie erweist sich als nicht ausbaufähig oder die Handlung weist zu wenig Tiefe auf. Dieses Problem tritt vor allem dann auf, notiert Schader, wenn es um "reine und noble Seelen" geht, bei derberen Stoffen dagegen verspürt die Rezensentin die erwünschte "Bodenhaftung".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2006
Florian Welle zeigt sich von dem Band mit zwölf Erzählungen des irischen Autors William Trevor höchst angetan und preist gleich die erste Geschichte als "literarisches Juwel". Darin leidet eine Frau an den Folgen eines tragischen Ereignisses ihrer Kindheit, denn sie hat den Liebhaber ihrer Mutter durch einen Stoß von der Treppe getötet, wie Welle informiert. Er lobt die "Intensität" und die "psychologische Raffinesse" dieser Erzählung und versichert, dass man sich dem Sog der Geschichte gar nicht entziehen kann. Und auch wenn er nicht allen Texten die gleiche "leise Wucht" attestiert, bekräftigt Welle seine Bewunderung für diesen "souveränen" und stilistisch sicheren "melancholischen Altmeister der irischen Literatur". Dem Rezensenten gefällt besonders, dass Trevor seinen Figuren stets einen "Rest von Geheimnis" lässt und preist Zrevors "virtuose" Wechsel zwischen verschiedenen Erzählebenen und -zeiten.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2005
Als "zeitlosen" Schriftsteller und "unangefochtenen Meister der Short Story" mit Sinn für die "kleinen, scheinbar nebensächlichen Details" feiert Rezensentin Felicitas von Lovenberg William Trevor, der sich für sie "wohltuend" von den "zwanghaften Selbstbeobachtern" der modernen Literatur abhebt. Seine neuen Erzählungen fand sie "wie aus der bodenlosen Tiefe des Alltags" heraufgezogen und von "Missverständnissen, verpasster Liebe und Verlust" geprägt. Mit großer Anteilnahme skizziert die Rezensentin Themen und Figuren einiger der insgesamt zwölf Erzählungen des Bandes, an denen sie besonders von Trevor festgehaltene Momentaufnahmen bewegten, in denen sie verpasstes Glück, geplatzte Träume, Missverständnisse oder Verzweiflung zutage treten sieht. Und zwar "unausweichlich", jedoch "ohne jede Tragik".
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